Die Welt spielt verrückt – oder nur bestimmte Menschen? – The world is going crazy …

Die Welt spielt verrückt – oder nur bestimmte Menschen?

Eine Kleinstadt wird überfallen und in Schutt und Asche gelegt. 2000 Bewohner sterben. Ihr Fehler: Sie haben ihre Kinder in die Schule geschickt. Boka Haram (Bücher sind Sünde) bekämpft westliche Bildung bis aufs Blut, nichtsdestotrotz schaut der Westen teilnahmslos zu.

54 schlecht ausgerüstete nigerianische Soldaten die angesichts eines massiv bewaffneten Feindes die Flinte ins Korn werfen wurden im Dezember von der eigenen Regierung zu Tode verurteilt. Komisch, ein Aufschrei in unseren Medien war darüber kaum zu hören.

Konträr verlief in den letzten Tagen die Berichterstattung über den radikal islamischen Angriff auf unsere Pressefreiheit. Wenn ich so die Geschehnisse Revue passieren lasse, komme ich zum Schluss, dass irgend etwas in der Welt oder bei bestimmten Menschen nicht stimmt. Jedenfalls wurde durch die schnelle Verbreitung der Gräueltaten von Paris nicht nur ganz Frankreich in Atem gehalten, denn der ganzen Erdball verfolgte gebannt, wie ein paar verrückte Terroristen zielgerichtet und doch kopflos ihre Mordgier befriedigten.

Dabei ereigneten sich äußerst merkwürdige und paradoxe Dinge bei dem nicht unerwarteten Angriff auf die Charlie Hebdo Redaktion. In einer letzten Provokation auf Twitter – Minuten bevor der Kugelhagel beginnt – wünscht IS-Anführer Al-Baghdadi für das neue Jahr vor allem Gesundheit und ein bärtiger Kämpfer erhebt den Zeigefinger (Immer noch keine Attentate in Frankreich): „Warten sie ab. Man kann noch bis Ende Januar seine Festtagsgrüße überbringen.“

http://www.huffingtonpost.de/2015/01/08/charlie-hebdo-attentat-charbonnier-karikatur_n_6434604.html

Vorsichtig ausgedrückt halte ich es nicht für klug einen Gegner, der gerne ausländischen Berichterstattern den Kopf abschlägt, so zu verspotten und herauszufordern. Jedenfalls sahen die Kouachi Brüder in der Realität nicht so dämlich aus, wie auf dem Cartoon dargestellt, denn sie gingen höchst professionell und bestens vorbereitet vor. Erinnert mich irgendwie an einen vorbeilaufenden Hund, dem man die Ohren lang zieht, oder an einen schlafenden Löwen, der am Schwanz gepackt wird.

Absurde Fortsetzung der satirischen Redaktionsarbeit ist heute ein millionenfach gedrucktes und schnell vergriffenes Titelbild mit dem sich solidarisierenden Propheten der alles vergibt. Sonderbar wie sich der „Je suis Charlie“ Slogan vermarktet. „Ich bin Karl“ auf Althochdeutsch übersetzt würde bei mir als Ehemann einen Sinn ergeben, dennoch finde ich die übereinstimmenden Bekundungen grotesk, da die protestierenden Schilderträger in Wahrheit eine andere Identität als Charlie haben und nicht mit ihrem Leben für das Magazin einstehen würden.

Zur Verteidigung der verfolgten Journalisten fällt mir der biblische Vergleich mit Gideon ein, der die religiösen Gefühle seiner Mitmenschen gleichermaßen stark verletzte. Er riss einen Baalsaltar mitsamt Astarte nieder und sollte deshalb an die Leute der Stadt heraus gegeben werden. Das rettende Argument seines beschützenden Vaters war, dass wenn Baal Gott ist, er sich doch selbst rächen möge (Richter Kapitel 6).

Nun behauptete Mohammed nie selbst Gott zu sein, aber seine Nachfolger spielen sich als richtende Götter auf, in der Art und Weise wie sie ihre Todesurteile fällen.

Besonders paradox war der sich im Internet rasend schnell verbreitende Film mit dem Kopfschuss auf den Fahrradpolizisten. Immerhin bedauert der geschockte Augenzeuge die Alpträume verursachende, sinnlose Mordtat auf Facebook eingestellt zu haben. Wie dem auch sei, ein Attentäter hat ein unabsehbares unendliches Problem. Der um Gnade flehende, seine Hand zum Schutz ausbreitende Staatsdiener Ahmed Merabet war auch Moslem.

Wenn ich nicht falsch liege kann man im Islam nie wirklich sicher sein in den Himmel zu kommen, es sei denn man stirbt als Märtyrer. Sozusagen stehle ich hier auf der Erde mein eigenes Leben und das anderer, um möglichst viele Jungfrauen (Sex, um neues Leben zu schaffen) zu gewinnen.

Äußerst merkwürdig kommt mir auch die Geiselnahme im koscheren Lebensmittelladen vor. Ich finde es heldenmütig und sogleich skurril, dass Lassana Bathily ein angestellter Moslem aus Mali Kunden im Kühlraum des Untergeschosses das Leben gerettet hat, kurz nachdem sein irrer Landsmann und Glaubensbruder vier Juden erschossen hat. Das Gewissen erleichternd, gibt Amedy Coulibaly ein legitimierendes BMFTV Telefoninterview, und vergisst kurioser Weise den Hörer aufzulegen. Daraufhin wird jedes seiner an die Geiseln gerichteten bösen Worte von der Polizei mit gehört, die zudem durch die Überwachungskameras des Supermarkts im Bilde ist. Das gerechte Ende naht – trotz, oder vielleicht gerade während der Knie fallenden Gebete.

Bizarr und heldenhaft war auch, wie der Chef der Druckerei Michel Catalano seinen sich im Schrank versteckenden Angestellten Lepère geschützt hat, während er seinen potentiellen Mördern Wunden verband und Kaffee gemacht hat. Vielleicht bekam er deshalb sein Leben geschenkt. Das eigene Erschießungskommando der Kouachi Brüder folgte dann weniger überraschend: Wer das Schwert zieht, wird durch das Schwert umkommen!

Zunächst einmal hat der Stärkere im Krieg der westlichen Welt gegen den Terror gewonnen. Zahlreiche Regierungshäupter demonstrierten ihre Macht in einem Gedenkmarsch der menschlichen Toleranz. Schön wie es Frankreich mit Deutschland, Sozialisten mit Christdemokraten, Hollande mit Merkel in einer neuen Liaison können. Doch beim Blick auf die erste Reihe der Menschenansammlung erkennt man neben dem Drängler Sarkozy ein weiteres absonderliches Bild. Netanjahu und Abbas gehen Schulter an Schulter gereiht, obwohl sie sich Spinne feind sind und sich laufend im Kriegszustand befinden. Steht die Welt jetzt Kopf, oder ist das eine moderne französische Revolution nach dem Motto Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?

Nein, leider hat die Verfolgung der Juden in Frankreich solche Trauerzüge angenommen, dass der flugs herbei eilende Israelische Regierungschef zur Alija aufrufen musste. In der Tat macht die Einwanderung ins gelobte Land für den angegriffenen koscheren Supermarktbesitzer jetzt mehr Sinn, als zur Beerdigung nach Jerusalem hinaufzuziehen.

Freilich, die bestens informiert und aufklärenden Medien verrieten über den jüdischen Benjamin, dass der unliebsamen Nachzügler sich wohl oder übel selbst bei seiner Rotarierfamilie eingeladen hat. Argwöhnisch beäugt bekommt Netanjahu daher als läuternden Ausgleich seinen Staatsfeind an die Seite gestellt.

Wunder(n) folgt Wunder(n), siehe da, Helmut Kohl, Logenbruder François Mitterrand in ganz spezieller Art und Weise die Hände drückend, hat sich 1984 in Verdun auch selbst eingeladen, so übereinstimmende Presseerklärungen.

Ps: Lügenpresse ist das Unwort 2014

Ende: Damit ist der freie Journalismus gerettet.

Zum absoluten Schluss die Merkelsche Raute, sprich Misstrauen erweckende Regierungs-PR: „Folgen Sie denen nicht!“ – islamfeindliche Pegida-Demonstranten in Dresden – denn letztendlich: „Der Islam gehört zu Deutschland!???“

14.01.2014

 

The world is going crazy – or only certain people?

A small town is attacked and laid in ruins. 2000 inhabitants die. Their mistake, they have sent the children to school. Boka Haram (books are sin) wants to bring Western education to the death by bloodshed. Nevertheless, the West is watching only apathetically.

54 ill-equipped Nigerian soldiers who toss in the towel right away, in the face of a massive armed enemy, were sentenced in December by their own government to death. Strange, an outcry in the media was also hard to hear.

In contrast was held the press coverage of the radical Islamic attack on our freedom of the press in the last days. Passing the events in review, I come to the conclusion that something is wrong in the world or with certain people. Anyway, the rapid spread of the atrocities of Paris not only kept France in suspense, for the whole globe watched spellbound how some crazy terrorists operated headless in their lust for murder.

Strange and paradoxical things happened in the not unexpected attack on Charlie Hebdo Magazine. In a recent provocation on Twitter – minutes before the gunfire starts – wishes IS-leader Al-Baghdadi especially health for the new year and a bearded fighter raises his index finger (Still no terrorist attacks in France): „Wait, you can even bring the season’s greetings up to the end of January.“

http://rt.com/news/220663-charlie-hebdo-cartoons-attack/

To put it carefully, I do not consider it wise to mock and challenge an opponent who likes to chop off the heads of foreign reporters. Anyway, in reality the Kouachi brothers did not look as stupid as shown in the cartoon, since they acted very professional and well prepared. Reminds me of a passing dog that is grabbed by the long ears, or of a sleeping lion which is seized at his the tail.

Absurd continuation of the satirical editorial work today is the a million times and quickly printed out cover image with a one’s solidarity declaring prophet who forgives everything. Strange how the „Je suis Charlie“ slogan is marketed. „I’m Karl“ translated into Old High German as husband makes sense for myself. Though, I find the matching expressions grotesque for the protesting sign holder in fact have a different identity than Charlie and would not stand up with their lives for the magazine.

In defense of the persecuted journalists I remember the biblical comparison with Gideon, who equally strong hurt the religious feelings of his fellow men. He tore down an altar of Baal together with Astarte and should therefore be surrendered to the people of the city. The saving argument of his protecting father was that if Baal is God he may avenge himself (Judges chapter 6).

Now Mohammed claimed never to be God, but his successors air oneself as judging gods in the way they make their death sentences. Extremely paradoxical was the rapidly in the Internet spreading film with the head shot on the bike cop. After all, the shocked eyewitness regrets to have put the nightmares causing, senseless murder on Facebook. Anyway, an assassin has an unforseeable infinite problem. The pleading for mercy, his protecting hand lifting government servant Ahmed Merabet was also a Muslim.

If I’m not mistaken you can never really be sure in Islam to go to heaven unless you die as a martyr. So to speak, I steal here on earth my own life and that of others in order to win as many virgins (sex to create new life).

Completely odd seems to me also the hostage-taking in the kosher grocery store. I think it is heroically and even bizarre that Lassana Bathily, a Muslim employee from Mali, has rescued the life of customers in the cold storage of the basement, shortly after his crazed compatriot and fellow believer has shot four Jews. Facilating the conscience, Amedy Coulibaly is legitimizing his deeds in a BMFTV telephone interview, and forgets curiously to hang up the handset. Then each of his bad words to the hostages could be heard by the police, who also got a good picture through the security cameras of the supermarket. The just end is near – despite, or perhaps during knee falling prayers.

Bizarre and heroic was also how the chief of the printing company Michel Catalano protected his in the closet hiding employee Lepère, while he combined the wounds of his potential murderers and made coffee. Maybe that’s why his life was given back to him. The own firing squad of the Kouachi brothers followed then less surprising: Who pulls the sword will perish by the sword!

First of all, the stronger won in the war of the Western world on terror. Many government leaders demonstrated their power in a memorial march of human tolerance. How beautiful it can be between France and Germany, Socialists and Christian Democrats, Hollande and Merkel in a new liaison. But looking at the first row of the crowd next to pushy Sarkozy another outlandish image can be viewed. Netanyahu and Abbas go ranked shoulder to shoulder, although they meet one’s nemesis and are constantly in a State of war. Is the world going crazy or is that a modern French Revolution with the motto liberty, equality, fraternity?

No, unfortunately the persecution of the Jews in France has taken on such funeral processions that the hastily hurrying Israeli Prime Minister had to call for aliyah. In fact, the immigration in the promised land makes for the attacked kosher supermarket owner now more sense than to go up to Jerusalem for funeral.

However, the well informed and enlightening media betrayed the Jewish Benjamin as unpleasant straggler who has willy-nilly invited himself to his Rotarian family. As cathartic balancing a suspicious eye is kept on Netanyahu through his side by side placed public enemy.

Miracle follows miracle. Lo and behold, Helmut Kohl, holding in a very special way the hand of lodge brother François Mitterrand, 1984 has also invited himself to Verdun, so matching press releases.

P.S. Lying press is the un-word 2014

End: Now the free journalism is saved.

The absolute triangle in an inspiring governmental Merkel PR: „Don’t follow them“ – Islamophobic Pegida demonstrators in Dresden – for eventually: „Islam is part of Germany???“

January 14, 2015

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