10. Kapitel – Chapter 10

Die Reise nach Jerusalem

Als Jonathan Fischer vor Jahren die Weissagung der lieben, inzwischen verstorbenen Schwestertante Hanna bekam, er könnte sogar einmal katholischer Bischof werden, hätte er bestimmt nicht gedacht, ausgerechnet beim Verteilen von protestantischen Einladungen auf der Königstraße daran erinnert zu werden. Der nächste vom CVJM Christlichen Verein Junger Menschen organisierte offene Abend stand vor der Tür. Eine Gruppe um Pfarrer Georg Müller hatte sich auf den Freitreppen des Schlossplatzes versammelt und fing an, von Christa Müller auf der Gitarre begleitet, christliche und jüdische Lieder zu singen und für die Abendveranstaltung einzuladen. Jonathan war frustriert, weil die von ihm eifrig angebotenen Flyer für den Israelvortrag abgelehnt wurden oder sofort im Mülleimer landeten. Einzig eine vorbei laufende römisch-katholische Nonne versprühte Lebensfreude, indem sie ihm begeistert von ihren eigenen Reisen ins gelobte Land erzählte und ihm empfahl unbedingt dort hinzupilgern. Als die zum Gengenbacher Kloster zugehörige Ordensschwester las, dass Ludwig Schneider von der NAI- Nachrichten aus Israel Redaktion spricht, wollte die Franziskanerin sogar selbst später in die evangelische Kirche kommen. Nach Beendigung der angeregten Unterhaltung breitete sich die nächste Sinnkrise beim automatisch seine römisch-katholische Kirchensteuer abführenden Gottesmann aus. Beim zufälligen Anblick des im Königsbau befindlichen Reisebüros erinnerte sich der Storyheld wehmütig, an seine Pläne nach Kenia reisen zu wollen. Nun war er selbst wie eines der 68er Blumenkinder auf der Straße gelandet, um für Jesus Christ Superstar Werbung und sich, wie er meinte, lächerlich zu machen. Wäre er den verführerischen Blicken dieses zum feindlichen Glaubenslager gehörenden jungen CVJM-Mädchens vor langer Zeit nicht erlegen und seinen Prinzipien treu geblieben, wer weiß was dann aus ihm geworden wäre?

Eine Hand legte sich um Jonathan Fischers Schulter und zwei dunkelrot bemalte Lippen hinterließen einen herzlichen Abdruck auf seiner rechten und anschließend auf der linken Wange. Eine schwarz gelockte, angenehm duftende, dunkelblau uniformierte Stewardess drückte den verzweifelten Einladungsversuchen einen Erstaunen auslösenden Stempel auf. Phoebe Leontopoulou hatte ihren lieb gewonnenen Hongkonger Passagier wieder erkannt: „Wow, Jonathan, jetzt stehst du tatsächlich deinen Mann und stellst deinen Leib als Gott wohlgefälliges Opfer hin. Ich übernachte in einem Cityhotel bis morgen früh mein nächster Flug nach Rom geht. Nimmst du mich mit zu der Veranstaltung?“ Jonathan stockte der Atem. Sollte ihm der humorvolle Vater im Himmel einen weiteren Streich spielen und ihn abermals aus einem Gefühlstal mit der Frau seines Lebens retten? „Phoebe, dass du mich gleich wieder erkennst. Du siehst ja bezaubernd aus. Darf ich dich als Dank für deine fürsorglichen Patientendienste in mein griechisches Lieblingsrestaurant einladen?“ „Na klar, du brauchst dich aber nicht in Unkosten stürzen. Wir haben gerade orthodoxe Fastenzeit, weshalb ich nur etwas Wärmendes trinken möchte“, war die dankbare Antwort, der wie eine Venus von Milo Statue, perfekt gebauten Aphrodite. Jonathan musterte seinen neuen Schwarm genau, als sie beide auf der Gartenterrasse sitzend, an einer Tasse Löwenzahn- und Brennesseltee schlürften und über erstaunliche Erlebnisse plauderten. Außer einem kleinen, markanten Höcker auf der Nase, den die wie Zwillinge aussehenden, gebleachten weißen Zähne übertrumpften, schaute Phoebe makellos aus ihren kaffeebraunen, blinzelnden Rehaugen heraus. „Sag mal, trägst du auch Kontaktlinsen, weil du öfters deine Augenlieder auf und zu schlägst?“, wollte der sich nach einer Frau sehnende Storyheld einwerfend wissen. „Nein, das ist vielleicht die Aufregung über deine spannenden Geschichten. Wie war das? Diese Magdalena hat dir deine Augen zärtlich zugedrückt, nachdem du den Lamborghini rückwärts zu Schrott gefahren hast, und dann hast du dich in sie verliebt?“ Der begehrte Junggeselle erzählte weiter seine Erlebnisse, so dass die Zeit wie im Flug verging. Das neu gefundene Pärchen musste sich in Richtung evangelischer Kirche auf den Weg machen, um nicht zu spät zu kommen. Jonathan fing an, die legere Art der südländischen Meeresanwohner zu bewundern. Die ungezwungene Schönheit, die sich bei ihrem platonischen Freund darüber beklagte, wie schwer es in ihrem unsteten Berufsstand ist, ein ernsthaftes Gegenüber zu finden, begann den verträumt Zuhörenden aus Spaß wach zu kitzeln. Angriff als beste Verteidigung anwendend, begann der eine Rippe suchende Jonathan ebenfalls seine Gespielin abzugreifen. Die immer mehr Zutrauen Gewinnenden verstanden sich so gut, als ob sie sich schon lange kannten. Hand in Hand schlenderten sie ihren Weg zufrieden weiter. „Solche Momente sind für die Ewigkeit und bleiben immer im Gedächtnis. Was meinst du Phoebe?“ „Ich genieße jeden Tag von Neuem und versuche der Vergangenheit nicht nachzutrauern. Morgen lasse ich mir in Italien die Sonne ins Gesicht scheinen und im Sommerurlaub gehe ich drei Wochen auf eine Israel-Freizeit. Kommst du mit Jonathan?“ „Eigentlich will ich ja schon immer nach Kenia fliegen, aber dir folge ich überall nach“, versprach der Fernreisende, dem es beim anschließenden Vortrag mulmig wurde. Israel wäre ein Taumelbecher und Laststein für die Nationen mit dem sie nicht fertig würden, weil sie sich gegen Gottes Wort und Verheißungen wenden, behauptete Ludwig Schneider und begründete dies mit zahlreichen Bibelstellen. Die Zuhörer lauschten gespannt seiner Redegabe und applaudierten anerkennend am Ende des Vortrags. Selbst die Franziskanernonne Scholastika bemerkte anerkennend, dass die feurige Verkündigung der Wahrheiten Gottes über seinen nie aufgehobenen Bund mit dem Volk Israel, auf vielen Kanzeln fehle. Sie selbst bezweifle, als eifrige Schülerin des Wortes Gottes, die populäre Ersatztheologie, nach der die Juden für immer von Gott verworfen worden sind, und die christliche Kirche an ihrer Stelle alle Segnungen für sich gepachtet habe. Betrachte man die Greultaten der Inquisition, müsste demzufolge der liebende Vater im Himmel seine Christkinder schon längst aufgegeben haben. Phoebe und Jonathan nickten zustimmend. Leider war der Abend viel zu schnell zu Ende gegangen. Die beiden tauschten ihre Adressen aus. Phoebe wohnte in Frankfurt und wollte ihrem Verehrer die Pflichtlektüre „Warum gerade ich?“ von Jakob Damkani zukommen lassen. Die Sommerfreizeit in Jaffa wurde nämlich von dem messianischen Juden und Schriftsteller organisiert.

Das Wichtigste für den „Mitten ins Herz“ Getroffenen war daraufhin, dass er in den großen Ferien frei bekommt. Wie wird wohl seine Vorgesetzte Elisabeth Schätzle, die partout selbst in dieser Zeit Urlaub wollte, entscheiden? Jonathan bekam zunächst eine Ablehnung, da Kollegen mit Kindern in den Schulferien bevorzugt verreisen durften. Das war eine bittere Pille für den frisch Verliebten. Er haderte mit Gott. Könnte dieser ihm nicht eine Tür öffnen? Sollte das etwa bedeuten, dass Phoebe ebenfalls nicht die richtige Frau für ihn ist? Warum musste er gefühlsmäßig solche Höhen und Tiefen durchleben? Und dann wurde er schon wieder als Trauzeuge für eine Hochzeit angefragt. Magdalena heiratete. Die ehemalige Prostituierte hatte ihren wahren Beschützer gefunden. Zunächst einmal flogen zwischen ihr und Elymas die Fetzen. Als im Frühjahr Elymas mit den dreizehn besten Zellgruppenleitern für zwei Wochen in die USA flog, beschloss Maggie ihr gemeinsames Haus richtig aufzuräumen. Sie verschaffte sich Zutritt ins Dachgeschoss des Edel-Ethos Centers und vernichtete alle pornographischen Filme und Bilder. Ferner verramschte sie in einem Schlussverkauf sämtliche esoterischen Bücher und Gegenstände des Ladengeschäfts. Die Krönung war jedoch, dass sie die von der Kundschaft bestaunte Gold-Pyramide einschließlich Diamanten vom Pforzheimer Goldschmied halbieren ließ, um ihre eigene Hälfte zu versetzen. Einen Teil des Erlöses verwendete sie dafür, um alle von ihrem Hexenzirkel verursachten Schmierereien in Form von unverständlichen Flüchen auf zahlreichen Gebäuden, Wänden, Brücken und Unterführungen von einer Spezialfirma entfernen zu lassen. Ihr Verlobter Frank Stein kam auf die Idee als Sicherheitspfand den Computer mit wichtigen Geheimdaten von Wicked-Oz zu konfiszieren, damit dieser nicht versucht ihre Säuberungsaktion oder gar die Hochzeit zu torpedieren. Das war des Guten zu viel und brachte den Manipulationskünstler bei seiner Rückkehr auf die Palme. Elymas Wicked-Oz schrie und tobte stundenlang wie ein kleines Kind, das seines Lieblingsspielzeugs beraubt wurde. Zum Glück konnte er nicht wissen, dass Jonathan beauftragt wurde, den PC bei sich zu Hause aufzubewahren. Der eifernde Versuch eines Ringkampfes mit Frankenstein, war Angesicht der Muskelmasse seines Nebenbuhlers hoffnungslos. Wicked-Oz begann sich umso mehr zu fürchten, als er im Schwitzkasten befindlich bemerkte, dass sämtliche dämonischen Tattoos auf Frankensteins Armen verschwunden waren. „Wie zum Teufel konnte der Satanspriester Frank diese Schandflecke weg bekommen?“, fragte sich der oberste Druide Elymas. Der geplanten Abwesenheits-Säuberungsaktion war die Wiedertaufe des Hexe-Monster-Pärchens im Neckar bei Plochingen gefolgt. Denn der Seelsorger Georg Müller hatte empfohlen endlich klar Schiff zu machen. Als der Pastor das zukünftige Hochzeitspaar untertauchte geschah das größte Wunder, das der Geistliche je bezeugen konnte. Beim Auftauchen von Frank Stein waren sämtliche Körperzeichnungen wie weggewischt, als ob der Allmächtige sagen wollte, dass alle Sünden ausgelöscht und im Wasser versenkt worden sind. Dies bescherte den Evangelisations- und Bekehrungsbemühungen im Rotlichtviertel weiteren Auftrieb, weil jeder der bekannten Bewohner bevorzugt die Arme von Frank Stein betasten und nach dessen Zeugnis gleichfalls getauft werden wollte. Dieser Frankenstein hatte nicht nur eine Babyhaut bekommen, sondern selbst sein Haarwuchs stellte sich wieder ein. Magdalena entwickelte sich in ihrem Denken und Handeln zu einer Art Mutter Theresa und stellte einen großen Teil ihres Vermögens für die Armen zur Verfügung. Das war für die Boulevardblätter ein gefundenes Fressen, die ihre Trauung in der überfüllten Leonhardskirche an die große Glocke hängten. Im Gegensatz zu Elymas kam sich Jonathan nicht als Verlierer des Spiels vor, da er lediglich Empfindungen für Phoebe verspürte, mit der er in regem Telefonkontakt stand.

Neben seinen zahlreichen Gesprächen mit Markus Ruf bekam Jonathan einen unerwarteten Anruf, der ihn über die neuesten Entwicklungen der „Schau auf Jesus“ Gemeinde informierte. Der Stuttgarter Gemeinderat Bernd Scheu kochte vor Wut über einige Zeitungsenten, die seine Familie in Verruf brachten und für reichlich Spott sorgten: „Storch verwechselte Babies“ war eine harmlose Schlagzeile im Gegensatz zu „Kirchlicher Gruppensex im Heumadener Gebetsraum erzeugte fremde Früchtchen.“ Die Presse machte sich aufgrund eines anonymen Hinweises darüber lustig, dass seine Tochter Reinhild und der Schwiegersohn Martin Peter Anrich regelmäßig ein asiatisches Schlitzaugenbaby im Storchenmühle-Kinderwagen herum schoben, und die in der Nachbarschaft wohnenden Vera und David Diao ein rein deutsch aussehendes Kind auf einem Schnappschuss in einer Römer-Babyschale transportierten. Sollten sich die östlichen Lehren von Bhagwan über die freie Liebe bei den christlichen Abtreibungsgegnern ausgebreitet haben? Papa Scheu war sich sicher, dass Wicked-Oz hinter dieser listigen Intrige steckte. Der Zauberer hatte inzwischen die Gesamtleitung, inklusive das Wort zum Sonntag, in der evangelischen Freikirche übernommen. David Diao war nämlich beschuldigt worden, er könne nicht richtig mit Geld umgehen und wäre lediglich ein chinesischer Wirtschaftsflüchtling. Außerdem würde er seine Mitglieder durch seine Spendenaufrufe manipulieren und Psychoterror ausüben, damit sie 10 Prozent ihrer Einnahmen abgeben, um die kommende Miete für das Daimler-Stadion und die laufenden Kosten für die Musicalhall bezahlen zu können. Wegen steigender Anfeindungen im Gottesdienst, in Mode kommender vellolenel-gelbel-Kindel-Witze in der Öffentlichkeit und letztendlich einer krisenhaften Vorstandssitzung trat der Gemeindegründer Diao vorsorglich von seinem Dienst zurück. Die vor der Tür stehende Evangelisationsveranstaltung hatte Jonathan aus Bitterkeit verdrängt, aber wo kamen denn die vertauschten Babies her? „Adoptiert vom Jugendamt und aus einem Waisenhaus in Kambodscha“, wusste der Mitbegründer einer Aidsstiftung Bernd Scheu zu berichten und fuhr fort: „Diesem ungeheuerlichen Elymas muss man das Handwerk legen. Das meine nicht nur ich, sondern auch meine Tochter Reinhild die nach wie vor große Stücke auf sie hält. Durch meine Verbindungen zur Stadtverwaltung habe ich dafür gesorgt, dass sie als ursprünglicher Geldgeber die Gesamtverantwortung der Großveranstaltungen übertragen bekommen. Sind sie einverstanden?“

„Eigentlich habe ich keine Lust mich weiter mit Elymas Wicked-Oz anzulegen. Wie soll denn das Evangelisations-Wochenende verlaufen?“ „Zunächst einmal gilt es ein Heavymetallkonzert und eine Massenhypnose zu verhindern“, war der Anfang von weiteren Erläuterungen des Beinaheschwiegervaters und Dosenfabrikanten Bernd Scheu.

Der die Stunde der Vergeltung herbei wünschende Jonathan wusste, dass ihm mit Wicked-Oz, Straussinger und Kempe drei starke sitzungserprobte Gegner im Ausschuss der Wochenendveranstaltungen gegenüberstehen. Nach langatmigen, vergeblichen Versuchen die Programmabläufe zu ändern, gab sich der Technikfreak Jonathan damit zufrieden, Regie am Mischpult übernehmen zu dürfen. Seine Vorschläge Frank Stein als Personenschutzbeauftragten einzustellen und die frischvermählte Magdalena das Cateringgeschäft übernehmen zu lassen, verursachte bei Elymas zunächst großes Unbehagen. Unter der von Wicked-Oz gestellten Voraussetzung, dass ein bestimmtes Pfand zurück gegeben wird, wurde auch dies von den nichts Gutes ahnenden christlichen Heuchlern, die ihren guten Kern beweisen wollten, akzeptiert.

Hätten sie gewusst, dass alsbald Frank, Magdalena und Markus zu einem Geheimtreffen nach Denkenstadt in die Schloßstraße kommen, um sich über zahlreiche Interna auszutauschen und ein letztes Mal den einbehaltenen Computer zu durchsuchen, wäre die Entscheidung sicherlich anders ausgefallen. Markus Ruf berichtete zunächst von seiner USA Reise, die er seinem Förderer Wicked-Oz zu verdanken hatte. Auf Empfehlung von Elymas war er nicht nur Mitglied in der Veritas-Burschenschaft, sondern auch in der gleichnamigen Freimaurerloge geworden. Er habe zwar bei seinem Leben geschworen, keine Geheimnisse weiter zu sagen, aber nachdem eine Reiseteilnehmerin auf mysteriöse Weise in Kalifornien verschwunden ist, habe er genau Tagebuch geführt und alles Bösartige notiert. Einerseits hätte er seine Zeit an den luxuriösesten Orten, wie auf einem riesigen, altertümlichen Schloss mit römischen Bädern verbracht, andererseits habe er sich so unwohl wie noch nie gefühlt und kaum ein Auge zugetan. Das schlimmste Erlebnis seien die nächtlichen Hilferufe der wahrscheinlich ertränkten Katharina Hutter gewesen, die nach dem Besuch von Hearst Castle spurlos verschwunden war. Diese mutige Frau hatte es gewagt beim Abendessen Wicked-Oz ins Gesicht zu sagen, dass er ein christlicher Schauspieler sei, der im Verborgenen die schlimmsten Satansbräuche ausübt. Daraufhin wäre sie auf eigenen Wunsch hin vorzeitig abgereist, aber nie in Deutschland angekommen. Überhaupt sei die USA und ins besonders Washington eines der okkultesten Machtzentren der Welt. In der Mutterloge beherrschen babylonische und ägyptische Götzen die Szene, die wie er mit eigenen Augen gesehen hat, sogar von einem in Kürze nach Stuttgart kommenden, weltberühmten Prediger verehrt werden. Markus habe eine Liste seiner Beobachtungen angefertigt, mit den Namen von zahlreichen Persönlichkeiten, die sich mit speziellen internen Erkennungszeichen in der Öffentlichkeit zu verstehen geben. Das Unglaublichste wären allerdings Neue-Weltordnung-Agenda-Briefe über die geplante Alleinherrschaft des Antichristen, der ein großes Maul wie ein Löwe haben soll. Wicked-Oz habe diese wichtigen Dokumente für die Europazentrale in London mitgenommen und nicht bemerkt, wie der sich um Kopf und Kragen fürchtende Markus, diese trotzdem heimlich in dessen Hotelzimmer abfotografierte. Als Banker würde es Jonathan sicher interessieren, dass bald eine schwer im Gedächtnis memorisierbare, zweiundzwanzigstellige Einheits-Kontonummer eingeführt wird, damit die geplagten Menschen eher bereit sind das Zeichen des Tieres in Form eines Mikrochips auf ihrer Stirn oder am Handrücken anzunehmen. Jonathan selbst hätte ja nach seinem Las Vegas Aufenthalt behauptet zu wissen, dass das Bargeld abgeschafft würde und zukünftig nur noch per Computer-Hilfe bezahlt werden kann. „Das ist ja alles höchst interessant. Was hat Wicked-Oz denn sonst noch geplant?“, wollte der um seinen Arbeitsplatz gebrachte ehemalige Bankfilialleiter Fischer wissen. „Die größte Show wird er am Wochenende beim „Sehe und Glaube“ Kongress im Gottlieb-Daimler-Stadion abziehen. Er dachte er könne Maggie mit einer Massengeisteraustreibung imponieren und an sich binden“, hatte Markus Ruf erfahren. „Da kommt er zu spät“, lachte Frank Stein und Magdalena meinte: „Ich glaube wir sollten ihm die Suppe die er zusammenbraut gründlich versalzen und einige seiner Geheimnisse ans Licht der Öffentlichkeit bringen. Alles was Markus sagt stimmt. Ich selbst habe bei meinem USA-Aufenthalt in einem magischen Geisterschloss an einem tödlichen Hexen-Wettkampf teilgenommen und kenne die sich durch ihre Blutschwüre in Sicherheit wiegenden Brüder genau. Die besten Informationen werden wir, so wie ich meinen peniblen Ex kenne, auf seinem PC finden.“ „Dann lasst uns mal die Festplatte nach spitzen Kieselsteinwaffen durchsuchen“, schöpfte der Theologiestudent Markus neuen Mut. Jonathan freute sich ungemein als er das Gerät an seinen Monitor anschloss und die ersten Datenpakete entpackte. Triumphierend verkündigte der gefeuerte Bankangestellte und Kirchenvorstand: „Amen, Jesus Christus hat den Kopf der Schlange zertreten. Ihr werdet sehen, dass bald ein paar Dämonen unter unseren Füßen liegen.“

Danach sah es dagegen beim Start der Samstagsveranstaltung „See And Believe“ überhaupt nicht aus. Die Gruppe „Mega Egyptian Death“ spielte ihre Stücke Return to Babylon, Sunrise over Pyramid´s Grave, Obelisk´s fallen Moonstar und als Krönung läuteten dreizehnmal die Glocken von Hell´s Bells vor einer in Feuer getauchten riesigen Illuminaty-Schrift. Den größten gewaltigsten Auftritt hatte jedoch Elymas Wicked-Oz vor einem senkrecht projizierten, kolossalen, in den Bann ziehenden menschlichen Auge, ähnlich wie bei den Bregenzer Festspielen. Überhaupt war die rotierende, dreieckige Bühnenfläche der Form des alles sehenden Auges eines mittelalterlichen Altarbildes nachempfunden. So konnten die 60000 Zuschauer das kreisende Geschehen gleichmäßig in wiederkehrenden Umläufen verfolgen. Wicked-Oz kündigte an, dass er einen Rekord für das Guinness Buch in Form der größten Massenhypnose aufstellen möchte. Er versprach den Besuchern, sie mit Unterstützung eines Scheingeists, wie Sterne über den Himmel zu erheben, wo ihnen leuchtende Engel und verstorbene Heilige begegnen würden. Alles was sie tun müssten wäre, sitzend auf die magischen Augen zu achten, ihre Arme wie Antennen zu heben, sich in entspannter Haltung innerlich total zu öffnen und ihren Verstand und Denkprozess vollständig zu entleeren und auszuschalten, damit der Weltengeist sie gänzlich durchdringen und erfüllen kann. Auf Fingerzeig hin wurde es totenstill. Die Glocken von Hell´s Bells begannen abermals zu erklingen. Elymas lies die Menge nachsprechen: „Ich verlasse jetzt meinen Körper“. Mit einem lauten Fingerschnipps des Hypnotiseurs sackte das gesamte Stadion wie bei einer La-Ola-Welle urplötzlich zusammen. Fast alle Besucher lagen oder saßen bewusst- und regungslos auf ihren Sitzen. Wicked-Oz begann zu indoktrinieren: „Tue was du willst, soll sein das ganze Gesetz. Das Gesetz des Starken, das ist das höchste Gesetz des Thelema. Zu töten alle Feinde des Weltfriedens- und der Ordnung, das ist Recht.“ Mit einem weiteren Fingersignal über das Mikrofon kamen die Leute wieder zu sich. Viele der bedeppert Aussehenden bezeugten tatsächlich Engelserscheinungen bekommen und einige Entgeisterte behaupteten, Kontakt mit toten Verwandten aufgenommen zu haben. Der bis dahin leise im Hintergrund mitwirkende Leadsänger Mick und sein Gitarrist Rory begannen, plötzlich laut schreiend wie Heuschrecken zu hüpfen und ihre Pferdemähnen zu schütteln, um sich danach wie Schlangen zischend auf dem Bühnenboden zu winden. Elymas gebot im Namen Apollyon, dass Dämonen der Qual aus ihnen heraus in die Hölle fahren sollen. Die Autorität mit der er waltete machte bei den Bandmitgliedern und Zuschauern einen mächtigen Eindruck, denn sofort beruhigte sich die Lage. Das war das Startsignal für die eigentliche Attraktion des Abends, nämlich der umjubelte Auftritt des am höchsten angesehensten Predigers aus den USA, der nach Jonathans Ansicht mit seinen grauen Haaren aussah wie ein Wolf im Schafspelz. Die Botschaft ging über den Architekt des Universums der Salomos Groß-Tempel der universellen Bruderschaft wieder aufbauen möchte und dafür möglichst viele unbehauene, menschliche Steine benötige. Wer sich darauf einschwören möchte sollte nach vorne kommen. Das mit schwarzen Plastikplanen bedeckte Fußballfeld füllte sich mit Menschen, die sich vor der am Mittelkreis aufgebauten, kreisenden Bühne niederknieten, um ihr Leben dem Gott dieser Welt zu übergeben. Entscheidungskärtchen wurden ausgefüllt, die an die örtlichen Gemeinden weiter gereicht wurden. Neben den christlichen Hauptkirchen profitierten sogar die Synagogen und Moscheen von der Vermittlung Gleichgläubiger. Die Zeitungen waren am nächsten Tag voll des Lobes über das tolerante, humanistische, weltoffene und überkonfessionelle Glaubens- und Erlebensspektakel.

Der Sonntagmorgengottesdienst mit dem Motto „Pro Weltfrieden – Verstehen und Glauben“ wurde durch einen singenden, englischen Lord eröffnet, der mit seiner Gitarre eine ominöse Version von John Lennons Imagine zum Besten gab. Zum Abschied verriet der Sir, der ein obszönes Jesus-war-schwul-Hemd trug, dass er bald seinen Vermögensverwalter, einen ehemaligen römisch-katholischen Pfarrer, in der anglikanischen Kirche heiraten wird. Ein afrikanischer Voodoopriester entfachte, ob dieser freudigen Botschaft, einen schamanischen Segenstanz zur Heilung der Mutter Erde, dem sich seine bunt bemalten Indio- und Indianerkollegen anschlossen. Ein allumfassender Altar mit einer goldenen Buddha-Statue wurde auf der Bühne aufgestellt, vor dem sich der orange bekleidete Dalei Lama oder ein zum Verwechseln ähnlich ausschauender anderer buddhistischer Abgeordneter im Schneidersitz meditierend verneigte. Ein Rabbi stellte mit dem Oberkörper wippend die Chanukkia auf und trug mit Gebetsriemen- und Schal bekleidet ein hebräisches Friedensgebet bei. Eine arabische Delegation brachte vor Freude ein geschächtetes Schaf mit und ließ ihren Iman einen moslemischen Gebetsruf über die Lautsprecher vorsingen. Da durfte eine indische, hinduistische Abordnung mit heiliger, rot gepunkteter Kuh, die mit vom Vatikan gestifteten Mineralwasser aus Assisi gewaschen wurde, nicht fehlen. Den leiblichen Höhepunkt bot eine Transsubstantiations-Abendmahlfeier, die von einem vergötterten Petrusjünger auf einem riesigen heiligen Stuhl zelebriert wurde. Zum Abschluss durften alle gestärkten Religionsrepräsentanten ihre gesegneten Bücher auf den Tisch des Herrn legen und gelobten nie wieder schlecht oder herablassend über die anderen Glaubensrichtungen zu sprechen, da die Wahrheit überall zu finden ist.

Nach einer fälligen Mittagspause, bei der sich Magdalena, die ehemalige Hexe, an ihren Besenwirtschaft-Ständen mit Schmalzbroten und Scheiterhaufen dumm und dämlich verdiente, startete eine Podiumsrunde mit illustren Persönlichkeiten. Hänsel Deifel, ein in München promovierter Tübinger Theologieprofessor klinkte sich weiter in das Völker verbindende Thema der Eine-Welt-Religion ein, indem er seine Vorstellung vom Weltethos der Frieden ausdiskutierenden Menschheit verkündigte und vom Nationen einenden Europa schwärmte, das um Mitmenschen nicht zu beleidigen oder zu diskriminieren, ganz ohne Gottesbezug in der Verfassung auskommen kann. Unterstützung fand er in seinem Freund und Meister vom Stuhl Johannes Ratzinger, der ebenfalls dem Vorstand einer neu gegründeten Global-Stiftung angehörte. Dem aktuellen Generalstaatsanwalt war es wichtig darzulegen, wie notwendig es ist, Computer online durchsuchen zu dürfen, um Schwerverbrecher bekämpfen zu können. Ins gleiche Jagdhorn blies sein Logenbruder Justizminister Straussinger, der forderte, das Militär auch im Innern bei Flugzeug-Selbstmord-Attacken oder Großdemonstrationen einsetzen zu können und den Vorschlag zur Einführung der Todesstrafe bei Aufständen in die neue EU-Verfassung mit einbringen wollte. Für mehr Toleranz warb auch der Immobilienexperte Karl Kempe, der es bedauerte, dass seine zu Unrecht verleumdete Scientology Kirche in Deutschland noch nicht den steuerbegünstigten Status, wie in anderen Ländern bekommen hat. Gerne würde er diesen Punkt beim nächsten G8-Gipfel, als von den Glaubensgeschwistern der US-Delegation eingebrachten Tagesordnungsvorschlag sehen. Der durch das Programm leitende Wicked-Oz erläuterte den Zuhörern im Stadion und am Fernsehen, dass sie sich als unbescholtene Bürger keine Sorgen machen müssen, wenn mehrere ins Leben eingreifende Gesetzesänderungen kurz vor dem Abschluss stünden. Er selbst hätte überhaupt nichts zu verbergen und dagegen, wenn man die Daten seines Computers durchforsten würde oder überall in der Öffentlichkeit Videoaufzeichnungen von ihm gemacht würden. Lauschangriffbefürworter Kempe pflichtete noch weitreichender bei, dass er damit einverstanden wäre, wenn zur Sicherheit, wie bei Big Brother, Aufnahmen von zu Hause gemacht werden, das Badezimmer selbstverständlich ausgenommen. So würde fast seine komplette Villa seit 1984 von Kameras überwacht. Ratzinger warb für die innovative Mikrochiptechnologie bei Pässen und Zahlungsmethoden, die durch neueste Computer- und Speicherentwicklungen den Kampf gegen den Terror wesentlich erleichterten. Außerdem sollten sämtliche Handy- und Telefongespräche ein Jahr lang von den Telekommunikationsfirmen festgehalten werden und die Deutsche Telekom die Erlaubnis bekommen wichtige ISDN-Gespräche mitzuhören, falls sie es sowieso nicht schon tat. Straussinger merkte an, dass der US-Geheimdienst CIA zur Verbrechensbekämpfung heute schon alle größeren Auslands-Überweisungen kontrolliert, die über den „das Biest“ genannten SWIFT-Zahlungscomputer in Brüssel laufen, und es deshalb sinnvoll ist, das nicht mehr vorhandene Bankgeheimnis ganz abzuschaffen. Durch eine einheitliche EU-Fiskalgesetzgebung mit identischen Quellensteuern, die durch vereinfachte, überall hinterlegte, lebenslange, personenbezogene Steuernummern verbucht werden, sollten auch Steueroasen wie die Schweiz, Liechtenstein oder Luxemburg fallen, und alle Kontodaten rückwirkend gegen eine kleine Hehler-Gebühr von der deutschen Steuerfahndung oder den Wohnsitz-Finanzämtern überprüft werden dürfen. Der überaus intelligente Ratzinger bekam den Einfall, dass der eifrige Bundesnachrichtendienst BND einen Spamfilter entwickeln könnte, damit bei der künftigen Kontrolle von Emails die unerwünschten Meldungen gleich für die Bundesbürger gelöscht werden, und die nervenden Versender besser ermittelt und bestraft werden können. Das fand den tosenden Beifall vieler Zuhörer.

Eine Fragerunde wurde eingeleitet, bei der Markus Ruf als scheinbar zufällig ausgewählter Theologie Student sich nach den zeitlichen Abläufen der Gesetzesnovellen am Funkmikrofon auf der rotierenden Dreiecks-Bühne erkundigen sollte. Straussinger antwortete, dass die Gesetzestexte in den Parteigremien schon beschlossen worden sind und nur noch durchs Parlament müssen. Bei wenigen Punkten könnte die fehlende Zustimmung des Bundesrats oder eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht ein Thema sein, weil es immer Widerständler gibt, die eine Verletzung des in die Jahre gekommenen Grundgesetzes befürchten. „Meinen sie damit die Würde des Menschen oder den Schutz der Privatsphäre?“, wollte Ruf wissen. „Wie wir bereits erörterten, haben unschuldige Bürger überhaupt nichts zu befürchten“, sprach Generalstaatsanwalt Ratzinger und fand Unterstützung vom jesuitischen Theologen Deifel: „Falls die Vorschläge nicht in der deutschen Verfassung verankert werden, machen wir es besser gleich zum EU-Recht.“ Ruf bohrte weiter: „Apropos EU, wäre es denkbar, dass in Europa wieder Panzer auf den Plätzen auffahren und Demonstranten erschossen werden, Herr Justizminister?“ „Diese Fragestellung war nicht verabredet. Worauf wollen sie heraus?“, antwortete ein sich sichtlich verfinsternder Max-Moritz Straussinger, der nicht wissen konnte, dass seine größte Blamage vor der Tür stand und seine Lebensuhr kurz vor dem Auslaufen war. „Dann gestatten sie mir eine anderes Denkspiel. Sind sie alle damit einverstanden, wenn wir ihre harmlosen Gesetzesinitiativen zur Probe in ihrem eigenen Leben anwenden?“, war die nächste freche Anfrage des verräterischen Veritas-Bruders Ruf.

Nach einer kurzen Atempause, der ein alles durchdringender Blick von Elymas vorausgegangen war, bejahten notgedrungener Maßen alle Diskussionsteilnehmer durch ein zaghaftes Kopf nicken. „Vergessen wir diese Hirngespinste und lassen sie uns zum nächsten Programmpunkt übergehen. Ich bitte die Regie eine zusammen geschnittene Präsentation zur neuen Weltordnung einzuspielen“, versuchte Wicked-Oz die Zügel wieder in die Hand zu bekommen. Endlich war die Stunde von Jonathan Fischer, des ursprünglichen Initiators der Veranstaltung, gekommen. Jonathan konnte zu guter Letzt seine wahren Stärken am Schaltpult ausspielen, indem er einen zurecht gelegten Videoclip auf der Großleinwand einspielte. Sein Freund Markus, der in England eine ähnliche, mächtige Gottesvision bekommen hatte wie Jonathan, hatte überhaupt nicht die Absicht, das einmal erteilte Wort wieder abzugeben. Der bestens vorbereitete Markus Ruf fing an zu erklären: „Lassen sie uns zum besseren Verständnis das Motto Glaube und Sehe einmal umkehren und das alles sehende Auge in lebendige, einsichtsvolle Bildern umwandeln. Herr Ehrenprofessor Kempe hat ja bereits erwähnt, dass ein Film von seinem trauten Heim bedenkenlos aufgezeichnet werden kann. Hier sehen wir auf seiner Garagen-Überwachungskamera, wie er seine leblose Frau Maria gemeinsam mit seinem Parteigenossen Straussinger unsanft in den Kofferraum eines Cabrios befördert. Sie glauben nicht, dass diesen Streich Max-Moritz mit ausheckt. Dann achten sie auf das hintere S-MM Nummernschild des daneben geparkten Porsches 914-6 und auf ein in der selben Nacht geschossenes Foto einer Radarüberwachungsanlage. Das Bentley Continental Cabrio ist genauso wenig ein Allerweltskraftfahrzeug. Oh, wie schön man dank der heutigen Technik die verdutzten Blitzlicht-Gesichter des Fahrers und Beifahrers erkennen kann. Fehlt nur noch ein Mitschnitt von der Sterbehilfe auf der Autobahnbrücke. Die gewöhnliche Zeugenaussage eines Lastwagenfahrers reichte Johannes, dem einstigen Oberstaatsanwalt beklagenswerter Weise nicht aus. Bei der heutigen Flut von behördlichen Prozessen kann bekanntlich das ein oder andere von der Polizei sicher gestellte Beweismittel verloren gehen. Wie gut, dass Oberdruide Wicked-Oz anhand zugespielter Informationen genau über alles Buch führte. Als ausgesprochener Befürworter von Online-Durchsuchungen hat er sicher nichts dagegen, wenn wir ein bisschen mehr Erpressungs-Material aus seiner kopierten Festplatte auswerten. Das Publikum traut den ehrenwerten Herren Straussinger und Kempe vielleicht so viel stümperhafte Bosheit nicht zu. Auch nicht wenn sie die beiden gefesselten Masochisten in Uniformen von Hitler und Mussolini sehen? Dass es sich hierbei nicht um eine Fotomontage handelt, hat die dominante Halterin der Peitsche Frau Osiris-Ra, die jetzt Magdalena Stein heißt, bereits an Eides statt versichert.“ Die bislang wie gebannt zuschauenden Straussinger und Kempe gaben sich einen durch Adrenalinausstöße begünstigten Ruck, sprangen auf, versuchten Ruf das Mikrofon zu entreißen und an den Kragen zu gehen. „Ich reiß dir die Zunge raus“, drohte der Justizminister und der Ehrenprofessor schwor: „Ich schlitze dir den Hals auf!“ Dies war das Startsignal zum Einschreiten für Frank Stein und seine Sicherheitstruppe, die die beiden Unterlegenen im Handumdrehen in Handschellen steckten. „Abführen, die zwei Übeltäter lasse ich nach Stammheim hinter Schloss und Riegel bringen. Dort werden sie niemanden mehr schaden!“, befahl der einschreitende oberste Staatsdiener Ratzinger. „Die Untersuchungshaft hätten sie schon vornehmen müssen, als der Banker Jonathan Fischer im Beisein von seinem vermeintlichen Unterstützer Elymas Wicked-Oz die oben eingeblendeten Belege über Waffen- und Geldwäschegeschäfte in ihrem Büro vorgelegt hat“, bemerkte Ruf und fuhr fort, „mittlerweile liegt die Summe von über 4 Millionen gigantischer Bytes an Geheim-Daten bei der etwas gewissenhafteren Staatsanwaltschaft Bochum vor. Denn sie sorgen als eloquenter Gesprächsleiter und Meister vom Stuhl lieber dafür, dass respektlose aufmüpfige Leute wie Fischer ihre Posten als Kirchen-Kassierer, Hausverwalter oder Filialleiter verlieren. Normalerweise werden solche Vorgehensweisen, wie ich selbst bezeugen kann, nur mündlich in unseren Veritas-Freitags-Geheimtreffen besprochen. Aber freundlicherweise finden sich weitere Details in dem regen Email-Verkehr zwischen einem gewissen Nicolas und Elymas wieder. Ja, Ja, schon gut, wir wissen schon, dass sie die Namen der Spender bzw. Hinweisgeber nicht nennen dürfen. Auch haben sie natürlich nichts mit dem Tod von Bankdirektor Gebhart Scharkfisch und der Volksbank-Denkenstadt-Reichskristallnacht zu tun, denn die Anweisung an die mobile Eingreifen Gruppe 8 Abteilung F zur Vollstreckung des Scherbengerichts kam von dem bösen Adolf oder Nicolas, dem spanischen Gerichtsschreiber, der ihren französischen Sekretär mit samt PC nutzt. Was sagt denn der Kommunikator Herr Elymas dazu?“, schloss der eine weitere erfolgreiche Attacke führende Markus. „Ich kann gar nichts dazu sagen, da mir mein entwendeter Computer erst kürzlich wieder zurück gegeben worden ist und einer dieser Chaos-Computerclub-Hacker jede Menge fremder Daten darauf gespielt hat. Meine Damen und Herren, lassen sie sich bitte nicht von diesem infantilen, impertinenten Demagogen beeindrucken. Die Podiumsrunde ist hiermit beendet“, sprach der clevere Zauberer und machte sich schnell mit Ratzinger und Deifel aus dem Staub. Jonathan Fischer ließ es sich nicht nehmen, den Flüchtenden mit einer visuellen und akustischen lauten Explosion, des sich in tausende Teile zersprengenden Auges, einen letzten Schreck einzujagen. Die erstaunte Volksmenge verfolgte freudig deren davon jagenden Austritt durch die Katakomben. So eine blamable Vorstellung waren die Fußballfans eher nach einer hohen Heimniederlage ihres VFB Stuttgart gegen Bayern München gewohnt, während die Krimiliebhaber meinten, eine subtile Tatort- oder ungeheuerliche Aktenzeichen XY-Folge wahrgenommen zu haben. Wie beim Abspann eines Kinofilmes bekamen die amüsierten Beobachter, die geplanten Gesetzesänderungen der Artikel 5, 8, 10, 13, 18, 35 und 102 des Grundgesetzes zum Schluss von Jonathan abgespult. Dies sorgte nicht nur für reichlich Zündstoff an Magdalenas Besen oder in Untertürkheims Stammtischen, sondern auch für eine kritischere Berichterstattung in den wach gerüttelten Medien. Der Sieg von Markus Ruf war, dass die einschneidenden Kontrollmechanismen ins persönliche Leben vorerst nicht wie beabsichtigt verabschiedet werden konnten. Jonathan Fischer fühlte sich ebenfalls hervorragend, da seine Reputation wieder in der Öffentlichkeit hergestellt war und sein mit ausgeheckter Streich in die Geschichtsbücher einging.

Ein weiteres geistliches Erdbeben ereignete sich in der „Schau auf Jesus“ Gemeinde, die sich zu spalten begann. Der in Demut und Sanftmut wandelnde Martin Peter Anrich legte seine Pfadfinderorden und Verdienstkreuze ab, unterteilte den riesigen Stamm in mehrere kleinere Regionen und führte einzig und allein über notwendige Bereiche Buch. Das militärische Führungsprinzip der Royal Rangers wurde geglättet, indem ein gleichberechtigter Ältestenrat über wichtige Entscheidungen beriet und ein Leiter den anderen höher achtete, als sich selbst. Pastor David Diao entschuldigte sich bei allen Mitgliedern für Unwahrheiten und Übertreibungen, die er meinte zur Ehre Gottes verbreiten zu müssen. Er gestand, dass er in Wahrheit nicht alle 40 Tage gefastet hatte, und die vermeintlichen Schussverletzungen auf der Brust tatsächlich Folterspuren von brennenden Zigaretten waren, weil das reale Erschießungskommando seinen früheren Hauskirchenleiter betraf. In Zukunft wollte der zur Übertreibung neigende Asiate reinen Tisch und sich selbst so klein wie ein Eselsfüllen machen, damit der Herr Jesus Christus mehr im Vordergrund sitzt. Nach einem heftigen Streit im Gemeindevorstand über Hypnose und Manipulation im Gottesdienst, trafen sich viele Besucher wieder unter der Leitung von David in der Aula einer Schule, diesmal in Filderstadt. Wicked-Oz gründete hingegen unter dem Namen SGD Schein-Geist-Dienst Stuttgart e.V. eine brandneue Dachorganisation für die Sonntagsveranstaltungen in der Musicalhall, die weiterhin gehörig Zuspruch fanden. Durch seinen imposanten Weltrekord mehrte sich die ihm nachfolgende Anhängerschaft, die weiterhin Astralreisen und Jenseitskontaktaufnahme ausüben wollte. Der esoterische Geschäftsmann begann, erfolgreich auf Deutsch und Englisch Bücher über positives Denken zu verlegen und wurde reich mit seiner kostenpflichtigen Wort- und Scheingeistschule, durch die er wöchentlich Cassetten, CDs, Videos und MP3-Botschaften über das Internet in ganz Europa verkaufte. Der meisterhafte Kontrolleur führte außerdem ein Computerprogramm ein, das automatisch eine Liste der besuchten Webseiten und alle Emails an die nächst höheren Leiter der Gemeinde versendete. Überapostel Wicked-Oz wurde in diesem Bereich von Obermentor Hänsel Deifel überwacht, der zum Dekan der Scheingeistschule aufstieg und fleißig denunzierende, verklagende SMS über aufmüpfige Gemeindemitglieder sammelte. Die Verwicklung in böse Machenschaften wurde somit dem von Neuem im Geist geborenen Elymas von seinen engelsgläubigen Jüngern immer weniger angelastet, zumal diese belanglosen negativen Gerüchte laut Inquisitor Deifel nur das vergangene sündhafte Leben betrafen und die Computer-Vorwürfe von Markus Ruf sowieso nicht hieb- und stichfest beweisbar waren.

Nichts desto trotz wurde eine große Attacke auf den manipulierenden Geistlichen von anderer, nicht erwarteter Seite geführt. Der ehemalige Schüler Max-Moritz Straussinger, wagte es tatsächlich vor Gericht seinen Therapeuten, christozentrischen Heiler und Propheten mit in den Schmutz zu ziehen. So wäre er mit den Sadomaso Bildern monatelang anonym erpresst worden, damit er hohe Geldsummen bezahlt. Für die an die Staatsanwaltschaft weitergeleiteten Bankbelege hätte er ebenfalls eine Millionensumme an den Vermittler Wicked-Oz berappt. Allerdings seien dem eigentlich Betrogenen von dem angeblich das Schutz- und Lösegeld übergebenden, griechischen Mafioso Elymas, wie sich jetzt herausstellte, nur wertlose Kopien übermittelt worden. Seine Parteispenden- und Waffengeschäfte seien sowieso von oberster Stelle genehmigt worden und längst internationale Rechtspraxis. Weitaus mehr Dreck am Stecken habe da Karl Kempe mit seinen Immobilienverwicklungen und dem Mord an Maria Müller-Kempe. Die selige, Strom getaufte Maria sei nämlich nach einem heftigen, ketzerischen Bekenntnisstreit mit ihrem wütenden Ehemann längst Tod in der Badewanne gelegen, als Max-Moritz sie aus Gefälligkeit für den finalen Abflug mit in den Kofferraum verfrachtet habe. Schließlich war ihm und seinen Brüdern, denen allen das Wasser bis zur Oberkante Unterlippe stand, stark daran gelegen, dass die Geldwäschehandlungen bei der Volksbank Denkenstadt eG nicht an die Oberfläche kamen. Seine Krawatte am Hals festzurrend fuhr der Politiker fort, dass der Staatsanwalt und Richter mit ihren Unschuldsmienen nicht so fragend dreinschauen sollen, denn sie hätten sowieso kein Recht, den immunen Justizminister anzuklagen oder zu verurteilen. Schließlich wüsste doch inzwischen jedes Kind, dass der hochverehrte Generalstaatsanwalt Johannes Ratzinger Chef in der Veritas-Freimaurerloge sei und somit alle Strippen in der Hand hält. Nach dieser Anschuldigung wurde die Verhandlung erst einmal ausgesetzt.

Die letzte Stunde von Straussinger hatte geschlagen. Auf dem Weg in den Hochsicherheitstrakt nach Stammheim wurde dem aufständischen Jusizminister wegen eines Fluchtversuchs eine Kugel in den Kopf geschossen. So lautete jedenfalls die offizielle Version. Dem aufmerksamen Leser sei vorab verraten, dass der Mithäftling Karl Kempe von einem Logenfreund eine Armee-Pistole zugespielt bekam, damit er in dem gemeinsamen Gefangenenbus Rache und Selbstjustiz ausüben kann.

Jonathan wunderte sich auf der Fahrt zur Arbeit ins Stuttgarter Stadtzentrum warum die Deutschlandfahne beim Landtag von Baden-Württemberg auf Halbmast gehisst war. Als er das Autoradio einschaltete erfuhr er vom Tod seines ehemaligen Bankkunden und Parteifreundes. Ein mulmiges Gefühl beschlich Jonathan. Er wusste aus dem Buch der Sprüche, dass man sich über den Untergang eines Bedrängers nicht freuen soll, aber wenn das so weiter ging, wie würde dann erst Elymas enden? Bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft angekommen, versuchte Jonathan seine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Sein höchstes Ziel war eine Frau zu bekommen. Für die Erreichung seiner Vision benötigte er unbedingt Sommerurlaub für die gemeinsame Zeit mit Phoebe. Deshalb übergab er vor Schalteröffnung ein Werbeprospekt der Missionsgesellschaft „Posaune zur Rettung Israels“ an seine junge Abteilungsleiterin Elisabeth Schätzle und bettelte: „Bitte gib deinem alten Betriebsratchef Urlaub in dieser Zeit. Es ist wirklich wichtig.“ Elisabeth bemerkte keck: „Oh, ich war als Kind selbst in Israel in den Ferien im Kibbutz von Zichron Jaacov, weil meine Eltern zur Korntaler Gemeinschaft von Emma Berger gehören. Würdest Du mich mit auf die Pilgerreise nehmen?“ „Selbstverständlich, aber bitte mach keine Späße und unterschreibe den Urlaubsantrag. Du ahnst gar nicht wie viel für mich davon abhängt“, flehte Jonathan. „Wenn dem so ist kann ich nicht nein sagen“, lächelte die ihm tief in die Augen schauende Schätzle und gab ihr Autogramm auf den Zettel. „Du weißt gar nicht wie viel mir dein Ja-Wort bedeutet“, schloss der in Entzückung geratene Storyheld, der seiner errötenden Chefin vor lauter Freude einen Kuss auf die Backe gab. Jonathan bekam wie nie zuvor eine Gewissheit im Herzen, dass er die ersehnte Frau bekommen wird und schwebte auf Wolke Sieben.

Trauriger ging es da schon ein paar Tage später bei der Beerdigung von Max-Moritz Straussinger zu, die Jonathan interessiert verfolgte. Getreu dem Leitvers „Man muss die Toten in guter Erinnerung behalten“ waren die prominenten Wegbegleiter erschienen, um die letzte Ehre zu erweisen. Der über allen Klee lobenden Grabrede von Johannes Ratzinger im Freien lauschend, wunderte sich Jonathan darüber, was für ein guter Mensch der hoch dekorierte Justizminister Straussinger doch war. Die Stimme Gottes, Ratzinger, verkündigte seine letzten Worte: „Aufgrund der großen Verdienste steht es unserem engelhaften Bruder Max-Moritz zu, zur Rechten des Vaters zu sitzen und wir alle werden die Sonne und den Morgenstern hoffentlich früher oder später im allerhöchsten Himmel wieder sehen.“ Etwas Seltsames und Tragisches geschah. Ratzinger fasste sich mit seiner rechten Hand unter sein Sakko-Revers ans Herz, verlor das Bewusstsein und flog kopfüber ins verwurmte Grab. Er hatte einen Schlaganfall erlitten.

Die Aussage der Heiligen Schrift bestätigend, dass alles Verborgene einmal ans Tageslicht kommt, wurde der Mord an Straussinger auf schauerliche Weise aufgeklärt. Eine unerklärliche Furcht und Schrecken kam auf die Trauerversammlung durch ein nahendes Gewitter. Nicolas, der Gerichtsschreiber fing an zu schreien: „Das ist das Gericht Gottes dafür, dass Ratzinger Straussinger umbringen ließ. Und ich bin mit Schuld. Ich habe die Pistole auf Geheiß meines dahin geschiedenen Chefs versteckt und Kempe in seiner Gerichtsakte ausgehändigt. Herr, hab Erbarmen mit mir armen Sünder, dass mir nicht Gleiches geschieht.“ Die anwesenden zwei Strafvollzugsbeamten, die wiederum einen Gefangenentransport durchführten, fielen auf ihre Knie und schrien: „Herr vergib uns die Lüge zu behaupten, wir hätten Straussinger auf der Flucht erschossen.“ Ihr zur Beerdigung Freigang bekommender Häftling Kempe streckte seine eisernen Handschellen in die Höhe und begann laut zu fluchen: „Himmel Herrgott noch einmal, was für ein Unsinn. Ich schwöre beim Allerhöchsten, ich bin unschuldig. Wenn das stimmt soll mich der Teufel holen.“ Ein kurzer Lichtstrahl der von einem lauten Krachen begleitet wurde erfüllte augenblicklich und auf Anhieb des Mörders Wunsch. Alle Furcht ergriffenen Menschen sanken stracks auf die Knie, begannen ihre Sünden zu bekennen und fingen jämmerlich zu weinen an.

Als sich nach einer Stunde die Gemüter samt Unwetter wieder beruhigt hatten, wurde die Regen durchnässte Leiche von Johannes, der laut Obduktion einem Herzinfarkt erlegen war, geborgen. Auch der erschlagene Karl und erschossene Max-Moritz wurden bei der Gelegenheit gerichtsmedizinisch untersucht. Denn wissbegierige Kriminologen wollten Beweise für die neue Mordversion der an für sich zu Grabe getragenen Leiche. Letzten Endes fanden sie diese in dem im Hinterkopf steckenden 9 Millimeter Projektil. Es stammte aus einer vom Titanen „Karl des Großen“ verwendeten, veralteten Walter P38 Wehrmachtpistole, die einst für Adolf Hitlers Schergen hergestellt wurde. Die Leibesvisitation brachte noch andere erstaunliche Details ans Tageslicht. Ein Bild-Reporter wollte durch Indiskretionen herausgefunden haben, dass die drei Leichen auf den Gesäßen jeweils die selbe Tätowierung der Eule von Minerva unter die Dermis eingestochen bekommen hatten. Zudem trugen alle bekannter Maßen den gleichen schwarz-goldenen Giftring. Die größte Sensation seit dem Fund der Hitler-Tagebücher war ferner die Verbreitung einer Geheimliste mit Namen hoch gestellter Persönlichkeiten, die ebenfalls die Eule anbeten würden. Gerüchte verbreiteten sich, dass sich selbst ein früherer Bundeskanzler in den Wäldern von Kalifornien regelmäßig vor einem übergroßen Tiergötzenbild nieder wirft. Ein weiterer, vor Gericht ausgetragener Streit, entbrannte um das Vermögen der kinderlosen Kempe-Müller Dynastie. Die Scientology Sekte versuchte vergeblich an die Ländereien zu kommen, die trotz Marias entzündetem, zerstörtem, neuen Testament, dem sich weltweit ausbreitenden Vatikanstaat zugesprochen wurden. Der Zeitzeuge Jonathan Fischer wurde sprachlos bei diesen turbulenten Entwicklungen. Erst zu Beginn der Sommerferien kehrte wieder mehr Ruhe in sein Leben ein.

Endlich war der lang ersehnte Tag für ein Wiedersehen mit Phoebe durch die Reise nach Jerusalem angebrochen. Jonathan checkte nochmal sein Gepäck und überlegte krampfhaft, ob er etwas vergessen hatte. Ja natürlich, er musste noch seinen Reisepass einstecken. Wie gut es doch ist, eine friedvolle innerliche Stimme durch die Verbindung zu Gott zu haben, freute sich der Banker und wurde kreidebleich, als er auf das Ablaufdatum seines Reisedokuments achtete. „Nein bitte nicht, Jesus, nein nur das nicht. Mensch Fischer, was bist du blind und blöd“, ging es ihm zunächst durch den Kopf, um sich alsbald zu korrigieren: „Lieber Papa im Himmel hilf mir. Ich weiß du bist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Gnade und Erbarmen. Schenke mir eine Frau, ich will und kann einfach nicht länger warten. Lieber Heiliger Geist, bitte gib mir eine rettende Idee.“ Jonathan war es so, als ob er den Namen Julia Rüger in seinem Brustraum hört. Aber er kannte keine Julia Rüger. Also setzte er sich an den Computer und forschte mit Hilfe von Google im Internet nach. Auf der zweiten Seite war ein Frau, die so hieß und auf dem Bürgeramt Bernhausen arbeitete. Da machte es klick. Das war doch die nette Dame die Martin Peter Anrich zu einer anderen Pass-Identität für sein Chinavisum verhalf. Jonathan wählte die Büronummer, um enttäuscht vom Anrufbeantworter zu erfahren, dass Samstag früh geschlossen war. So leicht wollte er nicht aufgeben. Die Telefonauskunft konnte ihm zum Glück weiterhelfen und vermittelte ihn an eine Privatnummer. Hoffentlich ist es auch die selbe, dachte sich Jonathan, doch die Julia am anderen Ende hörte sich alt und gebrechlich an. Dass alte Leute sehr gut zur Hilfeleistung fähig sind, bewies der unverständliche, kaum hörbare Hinweis, dass eine Namensvetterin bei ihren Eltern in der schönen Bergstrasse wohnen würde. Jonathan fühlte sich an seine Ankunft in Phönix erinnert, als er vor verschlossenen Türen stand und erst beim innerlichen Aufgeben Gottes Eingreifen erfuhr. Wahrlich, wenn ein Samenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bringt es keine Frucht. Er schaffte es den Vater an den Hörer zu bekommen, doch der konnte nicht weiter helfen, da die Tochter in der Badewanne saß. Er tröstete Jonathan zum Abschied damit, dass es die Möglichkeit gab, einen vorläufigen Reisepass zu erstellen und er den Israel-Flug bis Montag Nachmittag verschieben soll. Die Charterfluggesellschaft Arkia verkehrte nicht so oft von Stuttgart nach Tel Aviv, weswegen der folgende Umbuchungswunsch abgelehnt wurde. Jonathan legte zornig den Hörer auf und war am Boden. In einem kurzen Gedanken wurde er versucht, Gott zu verfluchen. Da erinnerte er sich plötzlich, wie er nach seiner Reise in die Schweiz erfolgreich unter das Messer kam. Er betete: „Selbst wenn du mich schlachtest und dahinraffst vertraue ich dir, wie Abraham mit seinem Sohn Isaak, weil du die Toten zurück zum Leben bringen kannst.“ Das Telefon klingelte. Julia Rüger war am Apparat. „Ist es wirklich so dringlich, den Passersatz zu bekommen?“, erkundigte sie sich. „Ja ich konnte den Flug nicht umbuchen“, versicherte der Fernreisende, „zudem erwarte ich heute, endlich auf meine erhoffte Ehefrau zu treffen.“ „Na gut, ich wollte ohnehin zum Metzger gehen und fliege bald mit einer Schweizer Reisegesellschaft selbst nach Israel. Wir treffen uns in einer halben Stunde am Busbahnhof im Bürgeramt Bernhausen. Bringen sie ein Passbild mit. Das Verfahren kostet um die hundert Mark.“

Jonathan bewunderte die aufopferungsbereite Verwaltungsfachangestellte, als er ihr attraktives, weibliches Zopf-Profil bei der Arbeit musterte. „Sie müssen mich gar nicht so begeistert betrachten“, schien die tüchtige Rockträgerin bemerkt zu haben, „in Kürze werden die bürgernahen Chefs aus den oberen Etagen von der Stadtverwaltung ohnehin die Samstagsarbeit für uns einführen.“ Zur Verabschiedung bedankte sich Jonathan mit einem sanften Händedruck und dankbaren Blick in die ungeschminkten Augen seiner Retterin Julia Rüger. Solche demütigen Eselchen brauchte es auf der Welt, dachte er sich beim hektischen Einsteigen in den abfahrenden Bus. Jetzt passte alles. Um Parkhausgebühren zu sparen, hatte er sein Auto in einer Seitenstraße abgestellt und schaffte es gerade rechtzeitig zur Abfertigungshalle des nahe gelegenen Flughafens.

„Du siehst aber ganz schön verschwitzt und abgekämpft aus, großer Aufpasser“, lautete die unerwartete Begrüßung von Christoph Ziegler, des Pastorensohns und Mitglieds der BGG Stuttgart 1955 e.V. und Schachvereins Wolfbusch 1956 e.V.. „Mensch Christoph, du schlauer Halunke. Wieso fliegst du denn nach Israel?“, wollte Jonathan wissen. „Die Psalmen sagen, es läge ein großer Segen darauf nach Jerusalem zu pilgern. Das kannst du vielleicht nicht glauben, aber Jesus hat mir in einem Traum gezeigt, dass auf mich ein besonderes Geschenk wartet. Du wirst es sehen. Was will ich dir später sagen. Nur soviel sei verraten, viele Suchende stecken einen Zettel mit diesem Wunsch in die Klagemauer.“ „Jetzt sprichst du in Geheimnissen. Aber warte, ich komme dir schon auf die Schliche“, spaßte Jonathan, der sich in eine der Interviewkabinen des israelischen Sicherheitsdienstes begeben musste. Sein überprüfender Befrager beäugte argwöhnisch den Passersatz und erkundigte sich: „Was machen sie denn in Israel?“ „Ich nehme an einer Sommerevangelisation teil, um den Juden ihren Messias Jeschua näher zu bringen, und nebenbei treffe ich mich mit meiner zukünftigen Frau“, war die aufrechte Antwort. „Kennen sie jemand der Mitreisenden und wurde ihnen etwas anvertraut, zum Mitnehmen?“, fragte der junge Israeli wie immer. „Ja, ich habe durch Zufall meinen Freund Christoph getroffen, der mir von einem Mysterium erzählt hat, dass sich bald als Geschenk Jesu erfüllen wird, sonst kenne ich niemanden“, meinte der zukünftige Judenevangelist, indem er wiederum etwas von seinem christlichen Glauben ausbreitete. Eine kurze Pause wurde eingelegt, bis zwei Befrager mit ihren Protokollen zurück kamen. Shimon Bileam, der leitende Mossad-Mitarbeiter wollte Jonathan Fischer als EKK-Agenten entlarven und fing an zu behaupten: „Ich warne sie, ich habe mich über sie nicht nur aus den Medien kundig gemacht. Wenn sie uns nicht die Wahrheit sagen bleiben sie zuhause. Mich legt keiner so schnell rein. Erzählen sie mir etwas über Elisabeth Schätzle. Woher kennen sie diese Frau und wie arbeiten sie mit ihr zusammen?“ „Das ist meine frühere Auszubildende, die mir einmal einen netten Liebesbrief geschrieben hat. Wollen sie den etwa durchleuchten? Nein, das geht sie überhaupt nichts an!“, sagte der immer ungehaltener werdende Jonathan. „Haben sie in irgendeiner Form Werbung für unorthodoxe Kampagnen, wie die von Jakob Damkani gemacht und jemanden eingeladen mitzukommen?“, war die nächste Überführungsfrage. „Ja, ich habe Werbung auf der Königstraße für den deutsch-stämmigen Juden Ludwig Schneider gemacht und treffe mich deshalb mit Phoebe, der griechischen Stewardess“, Jonathan beruhigt sich wieder für eine kurze Zeit. „Lügen haben kurze Beine. Der Airbus-Vogel wird heute ohne sie und ihre EKK-Abteilungsleiterin Elisabeth Schätzle abfliegen. Sie brauchen mir gar nichts mehr erklären“, sprach Bileam, der jedes weitere Wort verbietende, gewiefte Prophet. Der ahnungslose Jonathan musste gedrungener Maßen seinen durchwühlten Koffer packen. Am Ausgang wartete Schätzle mit ihrem Gepäck auf ihn. „Tut mir Leid. Es sollte eine Überraschung werden, dass ich auch mit fliege. Ich hatte ja keine Ahnung was für schwierige Fragen bei der Abreise gestellt werden“, entschuldigte sich Elisabeth, die jeweils so ziemlich das Gegenteil von Jonathan behauptet hatte und dessen Vernehmungsprotokoll als Einreiseverbots-Begründung durchlesen durfte. „Was hast du denn ausgesagt?“, bat Jonathan um Aufklärungsunterricht. „Na die Wahrheit. Dass ich deine lang vertraute Abteilungsleiterin bei der EKK bin und du mir einen Flyer von der „Posaune zur Rettung Israels“ in die Hände gedrückt hast. Ich hatte ja keine Ahnung davon, dass du meine uralten, vergeblichen Annäherungsversuche verpetzt. Was machen wir jetzt? Ich habe ebenfalls das Geld für die kompletten drei Wochen im Voraus überwiesen. Nehmen wir ein Pferd wie die Kreuzritter?“ Jonathan rieb sich an Wickie erinnert, die angeschlagene Pentagrammsternennase. Eigentlich hatte er allen Grund sauer auf Schätzle zu sein, die ihm wegen des empfundenen Unrechts mehr denn je zur Verbündeten wurde. Seine Augen wanderten durch die Eingangshalle des Flughafens, bis sie an Julia Rüger erinnert, an einem weißen Kreuz auf rotem Grund hängen blieben. „Lass uns am Swissair Schalter nach eidgenössischen Verbindungen fragen“, war die gute Idee des eine Frau ersehnenden Fiktionshelden. Die joviale homophile Hostess Uli suchte nach Alternativen für die beiden Honeymooner, die der Mann hoffte am Bildschirm zu gewahren. In der Tat führte die Reise die Pleitegeier nun über den Umweg Zürich nach Tel Aviv.

Jonathan blieben zwei Tage der Besinnung bis er Elisabeth Schätzle am Montag früh um sechs Uhr wieder traf. Ein kurzweiliger Contact-Air-Flug führte sie zur nächsten Bewährungsprobe in die Schweiz. Die dortigen Untersuchungsmethoden waren zwar im Gegensatz zu den neu getätigten Erfahrungen und der verjährten Einreise nach Sankt Moritz viel angenehmer, weitaus moderater und wesentlich neutraler. Trotzdem, die nächste größere Krise stand für Jonathan nach dem Betreten der Gangway bevor. Beim Einstieg in die Boeing traute der Passagier, der das freundliche Grüß Gott einer an Phoebe erinnerten Stewardess erwiderte, seinen Augen nicht. Das schweizer Gegenstück zur deutschen Bildzeitung entgegen nehmend fiel sein Blick auf zwei prominente, klatschende Persönlichkeiten in der ersten Klasse. „Nein, nur das nicht. Nicht nochmal eine Konfrontation“, ging es Jonathan durch den Kopf, der sein Gesicht nach links wendete und den Gang wechselnd Elisabeth an der Hand nahm. „Was hast Du? Ich finde es ja schön, wenn wir Händchen halten, aber du zitterst so stark“, erkundigte sich Schätzle, die am Fenster Platz nahm. „Ich habe keine Lust mich wieder mit Elymas Wicked-Oz anzulegen, und dieser Hänsel Deifel ist mir auch nicht geheuer“, der ängstliche Bibelstudent schlug zur Beruhigung Psalm 91 in seiner Senfkornbibel auf.

„Gegrüßet seist du kleiner Sünder, was liest du da“, eine Hand legte sich auf seine Schulter, „du wirst gleich dein blaues Wunder erleben. Ich zeige dir wer mehr Macht von uns beiden hat“, behauptete Elymas, der in die First Class zurück schlenderte. „D´r Moa isch rächt bös. War des d´r Deifel oder d´r g´rissene Zaubar´r von Os?“, erkannte fragend Elisabeth, die am Triebwerk sitzende schwäbische Queen. Jonathan erzählte Teile seiner „Arm oder reich? Tod oder lebendig?“ Story, als plötzlich ein grelles Licht an der benachbarten Flügelseite aufleuchtete. In dem Moment des Übergangs von der Erde in die Luft, hatte sich die nahe gelegene Kerosin-Turbine entzündet. Jonathan wendete seinen Blick und suchte die Sicherheitsanweisungen aus dem an der Rückenlehne befindlichen Gepäcknetz heraus, in dem sich ebenfalls die Regenbogenzeitung befand. In diesem Moment glaubte er die Stimme des Teufels zu hören, dass von seinem Untergang am nächsten Tag exakt in diesem Blatt berichtet wird. „Mist, ich hätte mich nicht mit dem Satan in diesem Magier anlegen sollen. Lucifer, der Fürst dieser Welt und Herr der Lüfte, ist niemals zu unterschätzen.“ Das Flugzeug flog eine Schleife, um sofort wieder zur Landung anzusetzen. Jonathan schaute wiederum auf den Flügel und glaubte eine Engelsvision zu bekommen. Eine Panik brach an Bord aus. In dem Moment fragte Elisabeth: „Siehst du diese Wolkenformation? Das schaut ja wie ein gewaltiger Erzengel aus.“ „Schau auf Jesus den Retter und flehe um sein Eingreifen!“, rief Jonathan wie in Ekstase. Der Fiktionsheld löste zugleich seinen Gurt, stand verbotener Weise auf und verkündigte lauthals: „Wer im Schutz des Höchsten wohnt, bleibt im Schatten des Allmächtigen. Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott ich vertraue auf dich.“ Die zahlreichen zionistischen Mitreisenden beteten im Rausch mit: „Mit seinen Schwingen deckt er dich, und du findest Zuflucht unter seinen Flügeln. Schild und Schutzwehr ist seine Treue“, bis sie nach der sicheren Landung zur Erde friedlich zu Ende ausführten, „er ruft mich an, und ich antworte ihm. Ich bin bei ihm in der Not. Ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren. Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn mein Heil schauen.“ Diese phantastische, bodenlose Begebenheit nützte der Deifel, der im vorderen Abteil der Reichen zuerst von der Feuerwehr befreit wurde, zur Propaganda. Stolz zitierte der Scheingeist-Theologieprofessor vor den wartenden Journalisten hinter der Gepäckausgabe: „Wir stürzten ab, wie der Blitz, aber er hat seinen Engeln über uns befohlen, dass sie uns auf den Händen tragen, damit wir nicht etwa unsere Füße an einen Stein stoßen.“ Jonathan wollte nicht schon wieder ins Rampenlicht treten. Deshalb versteckte er sich mit Schätzle in der Flughafenkapelle, um gemeinsam mit anderen überlebenden Passagieren ein Dankgebet zu sprechen. Als die Actionhelden sich erkundigten, wie sie jetzt ihr Reiseziel erreichen können, waren die freien Sitzplätze der Alternativverbindungen bereits vergeben. Gut dabei empfand Jonathan, dass die beiden feindlich gesinnten Kirchenbrüder bereits über Dubai weiter geflogen waren und Swissair einen Hotel- und Essensgutschein ausgab. Dafür konnte er Phoebe nicht so schnell, wie erhofft wieder sehen. „Lass uns das Beste aus der Situation machen Elisabeth. Wir könnten auf dem Zürichsee entlang der Goldküste mit ihren Vorort-Villen eine Bootstour unternehmen. Falls die Zeit es zulässt, würde ich abschließend gerne die Kunstausstellung der weiß getünchten Hausbank meines Schornsteinfegermeisters besichtigen. Was meinst du?“ „Weist du Jonathan. Ich folge dir in den Ferien überall hin. Aber danach bin ich wieder die Chefin!“

Mit einem weiteren Tag Verspätung erreichte das unfreiwillige Gespann das gelobte Land. Der ungeduldige Jonathan orderte ein Taxi vom Flughafen Tel Aviv nach Jaffa, wo der messianische Jude und Evangelist Jakob Damkani sein Domizil unterhielt. Endlich hoffte er seine Phoebe wieder zu treffen. Zunächst öffnete eine weitere deutsche Elisabeth, die das Haus hütete, die Tür. Leider war die 30-köpfige internationale Reisegruppe bereits mit dem Bus nach Jerusalem abgereist. Jonathan fiel in eine leichte Depression, wie bei seiner Ankunft in die USA. „Ich schlage vor ihr kommt herein zum Essen und übernachtet hier“, sprach die deutsch-israelische Mitarbeiterin Elisheva. „Prima Idee, nach dem ganzen Stress den wir erlebten“, zeigte sich Schätzle einverstanden, „hast du in den Nachrichten gehört, unser Flugzeug ist schier abgestürzt?“ „Nein, ach was, erzähl“, wollte die eine von der anderen tratschenden Namensschwester wissen. Der schweigsame Jonathan betrachtete das schwatzende Treiben des folgenden Kaffeeklatsches eine Stunde lang. Diese groß gewachsene zweite Elisabeth, mit ihren blonden Haaren, blauen Augen und hell gefärbter Haut, zog seine Aufmerksamkeit auf sich. Auch das alt vertraute, jüngere, burschikose Gegenstück, das mit dunkelbraunen Haaren, braunen Augen und dunklem Teint eine gewisse Attraktivität ausstrahlte, begann ihm zu gefallen. Jonathan fühlte sich in seinem Gemüt so seekrank, wie auf einem Schiff, das im Sturm ohne Ruder von den Wellen hin und her und auf und ab geschaukelt wird. Seinen melancholischen Gefühlen ein Ende bereitend, ergriff er sprunghaft das Wort: „Tut mir Leid. Ich warte nicht länger und miete mir ein Auto. Wo sagtest du übernachten die anderen, Elisheva?“ „In der Jerusalemer Altstadt im Christ Church Guesthouse. Übermorgen reisen sie nach Eilat weiter“, wusste die Gastgeberin, „in Jerusalem ist der Feierabend-Verkehr oft chaotisch. Bist du dir wirklich sicher, dass du heute noch fahren willst?“ „Komm Jonathan, es ist so gemütlich hier“, meinte Elisabeth. „Elisabeth folgt mir überall hin und Elisheva bringt mich zum Car Rental hin, oder?“, war sich Jonathan sicher. Die Reise nach Jerusalem fand in einem japanischen Kleinwagen ihren Abschluss. Jonathan und Elisabeth begriffen in dem 58 PS Benziner, warum in den Evangelien steht, dass man hinauf nach Jerusalem zieht. Es dämmerte. Ein nervender Verkehrsstau bildete sich vor den Toren der Stadt. Endlich wieder freie Fahrt erhaltend, stockte Jonathan für eine kleine Zeit an einer Kreuzung und fragte: „Geradeaus oder rechts? Was sagt die Karte Elisabeth?“ „Geradeaus, aber Obacht, es gilt rechts vor links.“ Der Lenker gab nach rechts blickend abrupt Gas. Es folgte ein lautes Krachen. Der linke vordere Kotflügel mit samt der Motorhaube wurde durch einen lauten Zusammenprall zertrümmert und der grüne Daihatsu Sirion so stark nach rechts geschleudert, dass er nach einer halben Drehung über die Bordsteinkannte auf der Beifahrerseite zum Stehen kam. Die Airbags hatten sich ausgelöst. Jonathan hing doppelt in der Luft. Zudem verspürte er wieder seine vergangenen Hüftschmerzen. Der eingeklemmten Schätzle ging es mit einem Schleudertrauma nicht besser. Zwei Männer näherten sich laut fluchend. „Are you alright?“, tönte es von Englisch auf Deutsch übergehend, „wenn ich gewusst hätte, dass du im Auto sitzt Jonathan, dann hätte ich noch mehr Gas gegeben. Warum wartest du Trottel so lange, um dann trotzdem zu fahren, ohne auf mich aufzupassen?“, wollte Elymas Wicked-Oz wissen. Sein Beifahrer Hänsel Deifel winkte ein paar Passanten herbei, die halfen, das zertrümmerte Gefährt wieder auf die Räder zu stellen. Die unversehrten Deifel und Wicked-Oz hatten nicht gespart und einen doppelt gewichtigen, schwerlich verformbaren Toyota Land Cruiser inklusive Edelstahl-Rammbock gemietet. Mit einem einheimischen Mercedes-Benz Krankenwagen wurde das von der Polizei befreite Paar ins Hadassah Krankenhaus gefahren. An andere Diablo Begegnungen erinnert, beobachtete Jonathan, wie das junge Schätzle, mit der im Vergleich zu Stein-Osiris-Ra kleineren Oberweite, eine Halskrause angepasst bekam. Beide Patienten durften zur Sicherheit und dank der fortgeschrittenen Stunde übernachten. „Wenigstens hatte ich Recht“, bemerkte der Patient, worauf die gekränkte Schätzle argwöhnte: „Das hätte uns im Todesfall nichts genutzt!“ Recht hatte sie und Recht hat rechts vor links.

Am nächsten Morgen machte sich das schnell genesene Paar mit einem weiß-roten öffentlichen Bus auf den Weg in die Jerusalemer Altstadt. Jonathan erfasste, wie auf dem Nachbarsitz ein Fahrgast krampfhaft versuchte, ein elektronisches Teil zu betätigen. „May I help you? I´m an electronics fan? – Kann ich helfen? Ich bin ein Technikfreak?“, war sein nettes Angebot. Zwei vor ihnen sitzende, weniger charmante, weibliche Soldaten drehten sich um, rissen den Auslöser an sich und nahmen den Mann mit Hilfe ihrer Gewehre fest. Der palästinensische Selbstmordattentäter hatte vergeblich versucht, seinen Sprengstoffgürtel zu zünden.

„Jonathan, das ist jetzt das dritte Mal, dass ich schier ums Leben komme“, stellte Elisabeth fest, „langsam frage ich mich, ob es richtig war mit dir zu reisen.“ „Du hättest ja nicht mitkommen müssen. Stell dir vor mein spannendes Leben wird einmal verfilmt. Dann wirst du berühmter als Indiana Jones oder die Queen“, erkannte richtig der kühne Storyheld. Das am Jaffator gelegene Christ Church Guesthouse war nicht mehr weit. An der Rezeption angekommen bekam Jonathan die Auskunft, dass die internationale Reisegruppe eine Sightseeing Tour durch die 2 mal restlos zerstörte, 23 mal gegnerisch umlagerte und 52 mal feindlich angegriffene Stadt des Friedens unternimmt.

„Lieber Heiliger Geist. Bitte führe mich zu meiner zukünftigen Ehefrau. Ich spüre ganz gewiss, dass sie sehr nahe hier ist“, betete der gefrustete, erfolglose Fischer innerlich. Die wartende Schätzle bekam die Idee: „Lass uns zur Klagemauer gehen. Der Ort ist ein beliebtes Ziel für alle Besucher. Ich möchte dort ohnehin ein Gebetsanliegen los werden.“ Also schlenderte das sein Gepäck zurück lassende, unfreiwillige Paar durch die engen Gassen der Händler, bis sie an der Jahrtausende alten Steinformation des Tempelbergs angekommen waren. Elisabeth Schätzle wollte ein Zettel an Gott posten und Jonathan Fischer tat es ihr gleich, indem er ein Papier in die Ritzen der mächtigen Steinquader steckte. In dem Augenblick tätschelte aus heiterem Himmel eine Hand auf seine Schulter. Eine Stimme sprach: „Jonathan, du wirst nie bekommen was du willst, ich habe mich in den Scheingeist versenkt und gesehen wie deine Erflehte von einem Freund ausgespannt wird.“ Wicked-Oz machte sich einen Spaß daraus, seinen ehemaligen Mitbewohner zu ärgern. „Elymas, falls es dir gelingt meinen Lebenstraum zu zerstören, gibt es den totalen Krieg zwischen uns“, erzürnte der deutsche Reichsminister für Volksaufklärung. „Der Kampf in den Gestirnen ist längst ausgebrochen, als du mir Magdalena abspenstig gemacht hast. Spürst du Widder nicht, warum sich unsere Wege immer wieder kreuzen. Für die gemeine Saat wirst du Böses ernten“, prophezeite der hinterhältige, hellsehende Astrologe.

Die Sinnkrise vergrößerte sich bei Jonathan, als er mit Elisabeth im Restaurant beim Temple Institute saß und die Jerusalem Post studierte. Er suchte eine Pressemitteilung über seinen gestrigen Verkehrsunfall. Statt dessen trafen seine Augen auf ein Bild von Phoebe Leontopoulou, die einen anderen Mann in den Armen hielt. Die Gruppe um Jakob Damkani hatte einen Aufruhr ausgelöst, als sie mit Jeshua Ha Mashiach (Jesus der Messias) T-Shirts durch das ultraorthodoxe Viertel Mea Shearim liefen. Neben dem seit Jahren wiederholt tätlich angegriffenen und in Untersuchungshaft genommenen Gute-Nachricht-Verkündiger Jakob, traf es Christoph Ziegler besonders hart. Er wies auf dem Foto eine blutende Nase auf und hatte ein blaues Auge und zerrissene Kleider davon getragen. Schätzle meinte dazu: „Da haben sich die Richtigen gefunden.“ Und Jonathan hoffte: „Das hat nichts zu bedeuten, mich hat Phoebe auch fürsorglich bemuttert.“

Leiblich gestärkt machten sich die Falafelgenießer auf die weitere Suche. Die Via Dolorosa abschreitend begegnete ihnen ein palästinensischer Junge mit jordanischer Staatsbürgerschaft, der das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ verehrte. Der im hellbraunen Militärlook gekleidete Knappe sprach Englisch und bot sich als Führer an. Dieser Hassan versicherte, die ausländische Reisegruppe gesehen zu haben. Deshalb führte er, gegen ein kleines Almosen, die angeworbenen Touristen, durch die verwinkelten Gänge zur Grabeskirche. Dort angekommen prahlte er, den Schlüssel zum schweren Eingangstor in der Hand zu halten. Jonathan wettete um 100 Dollar, dass das nicht stimmt. Alsdann verfärbte sich sein Gesicht kreidebleich, da der Knabe ihn eines Besseren belehrte.

Die Fiktions-Autoren wollen die verehrten Leser nicht langweilen, doch in dem Gotteshaus gab es schon wieder eine Begegnung mit Wicked-Oz und Deifel. Elymas geriet in eine Versenkung, indem er seine Hand an die steinerne Stelle drückte, wo das Kreuz gestanden haben soll. Während Hänsel sich bäuchlinks auf den Felsen nieder streckte, der traditionell als Ablegestelle des Leichnams Jesu betrachtet wurde. „Schau dir diese esoterischen Brüder an. Die glauben immer noch an die Kraft der Steine“, begriff Jonathan. „Lass uns schnell verstecken“, empfahl Elisabeth. Einer weiteren Konfrontation erfolgreich aus dem Wege gehend, leitete sie Hassan in die kleine Grabeskapelle. Der Frieden währte jedoch nicht lange. Ein unverständlicher Kampf unter den Mönchen setzte sich in Bewegung. Die in Kutten gekleideten Gottesmänner verschiedener Konfessionen schlugen brutal aufeinander ein. Der heftige Streit entstand um Renovierungsarbeiten im ersten Stock. Die Konfessions-Scharmützel ließen sich trotz dialogisierendem Hänsel Deifel nicht verbal lösen, sondern mussten von der einschreitenden israelischen Polizei geschlichtet werden. Das Ende vom Jahrtausend alten Streit unter Christen war, dass eine für jedermann sichtbare Handwerker-Leiter, an der Front des Gebäudes, als Mahnmal stehen blieb. „Dieser Ort kann unmöglich die echte Kreuzigungsstätte sein, was meinst du Elisabeth?“, fragte Jonathan. „Lass uns zum englischen Garten gehen“, entgegnete Elisabeth, „das anglikanische Gartengrab, sowie Gordons Golgatha mit seinem grinsenden Hügelgesicht soll authentischer sein.“ Die schöne, ruhige Parkanlage mit blühenden Planzen und Schatten spendenden Bäumen, samt den von Menschenhand in Stein gehauenen Beerdigungsstätten, strahlte eine friedliche Atmosphäre aus. Fischer und Schätzle suchten sich eine Sitzgelegenheit. Eine aus Harlem stammende farbige Gospelgruppe stimmte von Bob angeleitet ein Single-Loblied an. „Sein Grab ist leer, er ist auferstanden und er lebt“ tönte einer der Refrains. Der diese Art von Musik nicht liebende moslemische Guide wartete vorsorglich am Eingang. Ein grauhaariger Mann setzte sich zu den Verweilenden auf die Parkbank. Den seltsam anmutenden Ausführungen folgend, war sich Jonathan nicht sicher, ob es sich bei dem Fremden um einen der verrückten Psychopathen handelte, die sich für Moses oder Elia hielten. Der einen amerikanischen Slang sprechende Jesusjünger behauptete, dass er die von Jeremia in einer Höhle versteckte Bundeslade, in der Nähe des Damaskus Tors entdeckt hätte. Als Beweis würde eine Blutprobe auf dem Gnadenthron, dem Deckel der mit Gold überzogenen Akazienholz-Truhe dienen, sowie ein Video mit zwei Engeln. Der Mann bezeugte selbstbewusst, dass als Jesus Christus am Kreuz hing, ein Erdbeben den Felsen öffnete, so dass das Blut des Heilands und Retter der Menschheit als hohepriesterliches Opfer direkt in das Allerheiligste floss. „Das mit dem Erdbeben nehme ich ihnen ab, weil es in den Evangelien steht und selbst das Felsengrab dort drüben erkennbar durch eine Erschütterung gespalten ist“, pflichtete Jonathan teilweise bei und Elisabeth ergänzte: „Über den Rest müssen wir nachdenken. Die Zeit wird die Wahrheit ans Licht bringen!“ Enttäuscht verabschiedete sich Ron, der Hobby-Archäologe.

„Was meinst du Jonathan, hat dieser lächelnde Hügel zur I.N.R.I.-Iesus-Nazarenus-Rex-Iudaeorum-Zeit des Königs der Juden genauso ausgesehen?“, erkundigte sich Schätzle. „Kann schon sein, dass General Gordon einen Volltreffer gelandet hat“, überlegte Fischer, „aber dieser Ron geht mir zu weit mit der Behauptung, dass das Schwert Golliaths darunter in einer Höhle liegt.“ Der kaum Deutsch verstehende Hassan wurde sehr aufgeregt: „Of course – natürlich befänden sich Schwerter in der Königshöhle. Selbst lateinische Schriften seien an den Wänden.“ Für weitere 100 Dollar würde er sie zeigen. Schätzle versprühte ihren vollen Charme, um den Preis auf die Hälfte zu senken. Hätte sie gewusst, was sie erwartet, wer weiß, ob sie es sich nicht anders überlegt hätte. Als erstes Hindernis musste ein verschlossenes Gitter, das in einen unterirdischen Gang führte, überwunden werden. Der jordanische Hirtenjunge sah seine Felle davon schwimmen bzw. seine Ziegen davon laufen. Einfacher ausgedrückt, er war scharf auf die 50 Dollar. Anstelle eines großen Schlüssels, zückte er einen kleinen Dietrich, der ihm zum Sesam öffne dich verhalf. Jonathan und Elisabeth folgten in das teilweise beleuchtete Höhlensystem. Die Erläuterungs-Tafel am Eingang zeugte davon, dass hier immer wieder Touristen verkehrten. Als die Entdecker tiefer eindrangen zückte Hassan eine Taschenlampe. „Der Junge denkt einfach an alles“, fiel dem stolpernden Jonathan auf, „richtig spannend hier, gel Eli?“ „Lass mein Knie Jo, mit uns und dem Schwert klappt es nie, Jo“, textete die Schlagersängerin. An einer Tür angekommen, wurde es Jonathan buchstäblich mulmig. Grande Lodge of Jerusalem – Großloge von Jerusalem stand dort angeschrieben. „Wer hier wohl wohnt?“, informierte sich Elisabeth. „Wenn Papst Leo der Dreizehnte da wäre, dann würde er möglicherweise den Ort als Synagoge des Satans bezeichnen“, wusste der beinahe Pastorenschüler. „Denkst du das ist der Eingang zur Hölle?“, schätzte Schätzle. „Liebste Chefin, du bist A eine Frau, B zu unerfahren und C zu neugierig“, provozierte Fischer. Die forsche Elisabeth stieß schlagartig die Tür auf. Zwei von der Taschenlampe geblendete Augenpaare gifteten die unerwünschten Eindringlinge von drinnen an. Der Raum war nur mit drei Kerzen beleuchtet. Am anderen Ende war ein Altar mit einem Buch und einem in Blut getränkten Totenkopf. Für den jugendlichen Hassan war das zu viel, denn er stellte einen Kurzbahn-Weltrekord im Taschenlampenrennen für das Guinness-Buch auf. Wie gerne wäre Jonathan mit Elisabeth ebenso aus der unterirdischen Versenkung entflohen. „Ihr seid nichts anderes als Tiere und Bestien“, klagte Fischer Wicked-Oz und Deifel an. „Wenn der einzige Zeuge nicht ein Kind wäre, könntet ihr jetzt euer Testament machen“, bekam er von Wicked-Oz zur Antwort, „du solltest mir dankbar sein, dass ich dich verschone. Komm, nimm einen Schluck, das verleiht dir übermenschliche Kräfte.“ „Das Leben ist im Blut, deshalb sollen wir uns aus Respekt davor enthalten“, mischte sich Elisabeth ein. „Wer von uns wird die Dirne als erstes packen?“, wollte der, demonstrativ das überbreite Trinkgefäß ausschlürfende, Deifel wissen. Jonathan legte schützend seine Hände um Elisabeths Schultern: „Ihr seid die größten Schweine, die es gibt!“ „Jetzt werde mal nicht unverschämt, mein alter Freund, du und dein verräterischer Kumpel Markus haben nicht wirklich begriffen, um was es geht“, startete Wicked-Oz, „wir werden eine humane neue Welt schaffen mit besseren Bedingungen für alle die übrig bleiben. So viel Leute verträgt der Erdball einfach nicht. Wir in der zivilisierten westlichen Welt können doch nichts dafür, dass ärmere Völker es treiben wie die Karnickel.“ „Recht hat er“, pflichtete Professor Deifel bei, „keinen Frieden, ohne dass ich log, ha ha ha!“

Wicked-Oz flüsterte Deifel etwas ins Ohr. Daraufhin näherten sich die beiden langsam dem verängstigten Pärchen zu. Jonathan sprang auf und stürzte die drei Leuchter nacheinander um. Zu seinem Leidwesen besaßen die Kontrahenten Feuerzeuge. Jonathan schrie: „Ich gebiete euch im Namen Jesus verschwindet und lasst uns in Ruhe!“ „Bis zum nächsten Mal“, verabschiedete sich der erleuchtete Überapostel und der inquisitorische Schuldekan riet: „Der Geist ist scheinbar willig, aber das Fleisch ist umso schwächer. Rühre ja nicht die Jungfrau an, du Möchtegern-Heiliger.“ Die Tür flog mit einem lauten Krachen zu. Ein schließender Schlüssel und sich entfernende Stimmen, waren zu hören. Dann trat Totenstille ein. Elisabeth weinte. Jonathan tastete sich, an seinen blinden Vater erinnert, zur Tür vor und versuchte eine halbe Stunde lang vergeblich, diese mit Gewalt aufzubekommen. „Jetzt hör endlich auf Jonathan. Komm rüber, mich friert so stark“, bat die Tränen überströmte Schätzle. Der einstige Ausbilder spürte sich an die Komm-mir-nicht-zu-Nahe-Biene heran und legte abermals seinen Arm um ihre Schulter: „Weist du Elisabeth, zwei sind besser dran als einer allein. Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen und eine dreifache Schnur reist nicht entzwei.“ „Auch, wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich. Wie kann ein Einzelner warm werden?“, sehnte sich die Heulende um mehr Zuneigung. „Du wirst sehen Gott holt uns hier raus“, sprach der Tröster, „der Herr bereitet sogar einen Tisch im Angesicht unserer Feinde.“ „Schön wär´s. Aber rede nicht so viel, du Salomonischer Prediger“, wünschte sich die Zuneigungsbedürftige, „lass uns besser praktisch werden und nach einer gemütlicheren Stelle zum Schlafen suchen.“ Der einzige bequeme und wärmere Liegeplatz war die hölzerne Tischplatte auf dem Altar. Jonathan stieß zunächst an den vergessenen Totenschädel. „Was machst du da?“, wollte Schätzle wissen. „Ach nichts, ich räume nur auf“, beruhigte der Aufpasser und begann, an alte Stehblueszeiten erinnert, abermals zu kuscheln. Als komfortabelste Körperpose stellte sich die zusammen gekauerte Babyhaltung heraus. Fischer lag für eine Zeit vorne und Schätzle schmiegte sich an seinen Rücken. „Können wir uns umdrehen. Du bist so groß und mich friert der Hintern“, bat Schätzle. Auch diese Stellung bot ihre Reize. Vor dem Einschlafen erinnerte sich der bibbernde Jonathan an den Albanienurlaub. Er sah sich zwischen den wärmenden Helen und Reinhild sitzen und danach in das abkühlende Gewässer hüpfen. Diese Nacht war freilich eine Prüfung von Gott, ob er sich artig verhält. Seine erträumte Frau hieß sicherlich Phoebe.

In den frühen Morgenstunden schnatterten beide vor Kälte. Elisabeth haderte: „Ich bin freilich keine Katze. Ich hätte dir dummen Kater nie nachlaufen sollen. Jetzt sterbe ich zum vierten Mal mit dir.“ „Mach dir keine Sorgen. Man holt uns hier schon raus“, fatalerweise vertraute Jonathan seinen eigenen Worten nicht. Er hatte immer wieder von der Katharsis geträumt. Er sah laufend einen Wirbelsturm über sich und Elymas ausbrechen, der ihn wiederum an die USA gemahnte. „Elisabeth gibt es irgend etwas Verborgenes, das wir Gott bekennen sollten. Irgend eine Sünde, die uns von ihm trennt und unsere Befreiung verhindert?“, bohrte der Häftling herum. „Ja natürlich. Aber wenn du Esel nicht darauf kommst, kann und will ich dir nicht helfen“, gab sie ihr Rätsel nicht preis.

Die Tür öffnete sich für die aneinander zu Tisch Sitzenden. Hassan hatte Ali, Ali hatte Ahmet, Ahmet hatte Abdullah, Abdullah hatte Achmadisdnehad und Achmadisdnehad hatte die Allahu-Akbar-Brigaden gerufen. Die Tempelwächter freuten sich über eine reichhaltige Beute in Form der an den Wänden hängenden Schwerter und des einzigartigen Totenschädels mit den perfekten Zähnen. Jonathan und Elisabeth versicherten, dass sie den auf dem Boden liegenden, blutverschmierten Koran nicht beschmutzt haben, sondern dass dafür Deifel und Wicked-Oz zur Verantwortung gezogen werden müssen. Als der hitzköpfige Achmadisdnehad die heilige Schrift des Islam und den Skull in seinen Rucksack packte, wurde es Jonathan ganz anders zu Mute, weil er an seine Hellfire Valley Rast vor den Toren Las Vegas erinnert wurde.

Endlich sehe ich Phoebe wieder, ging es Jonathan durch den Kopf. Doch zunächst bestanden die befreienden Märtyrer darauf, dass die Erlösten einen Einkaufsbummel in ihrem moslemischen Basar unternehmen. Nachdem Jonathan versicherte, dass er bereits einen Perserteppich, über dem er regelmäßig betet, besitzt, wurde er statt dessen genötigt zur Al-Aksa-Moschee mitzukommen. Dort könnte er neben der völligen Unterwerfung auch die edelsten und kostbarsten Knoten-Gewebe in großer Zahl kennen lernen. „Bekomme ich dann statt einer gleich 99 Jungfrauen?“ scherzte Jonathan. „Halt lieber die Klappe“, ängstigte sich Elisabeth, „die Brüder verstehen mutmaßlich mehr Deutsch als du denkst und weniger Spaß, wie wir gewöhnt sind.“ Den Tempelberg überschreitend wollte Elisabeth einen kleinen Abstecher zum Felsendom unternehmen, um eine kurze Ansicht hineinzuwerfen. Das islamische Bauwerk war dahingegen längst von religiösen Wallfahrern belagert. Jonathan hoffte, dass es sich dabei um Jakob und seine Truppe handeln könnte. Andererseits durfte er gleichermaßen den „Gott hat keinen Sohn“ Schrein nicht mit seinen Schuhen betreten. Barfuß einen verstohlenen Blick in das Innere wagend erspähte er wen? Natürlich, Hänsel und Elymas. Sie bekamen gerade von einem prunkvoll gekleideten Geistlichen eine Hostie ausgeteilt. „Elisabeth, du wirst es nicht glauben, Deifel und Wicked-Oz feiern unter der goldenen Kuppel heimlich Abendmahl“, berichtete der deutsche Spion. Achmadisdnehad, der alles mitgehört hatte kochte vor Wut. Wie ein Muezzin-Ausrufer etwas laut auf arabisch schreiend, warf er den Sack mit dem Schädel auf den Boden und zückte statt dessen eines der Schwerter. Seine entrüsteten Kriegs-Kameraden taten es ihm gleich und stürmten den Dom. Ein heftiger Kampf mit dem westlichen Sicherheitspersonal entflammte, der in einen Aufruhr mündete. Von da an wurde die heilige Stätte für unbeschnittene Heiden gesperrt. Den Steinhagel meidend nutzte Jonathan die Gelegenheit, sich mit Elisabeth abzusetzen. Mit forschem Schritt verließen sie die umkämpfte archäologische Ausgrabungsstätte, indem sie zum Christ Church Guest House flüchteten.

Was für eine Überraschung, an der Rezeption befanden sich fünf alte Bekannte. Deborah, Hanna, Mirjam und Judith checkten sich gerade ein. „Was für ein Happening. Du hier Jonathan“, umarmte ihn der verblüffte Andrew Taylor, „möchtest du mir nicht deine Frau vorstellen?“ „Oh, das ist Elisabeth, meine Abteilungsleiterin an der Arbeit“, wurde der einstige Chinamissionar ganz verlegen. Es hätte ja sein können, dass ihm als nächstes Phoebe um den Hals fällt. Doch das von Jakob Damkani dirigierte Evangelisationsteam war schon Zuflucht findend an das Schilfmeer abgereist. Die nächste Sinnkrise machte sich bei Jonathan breit. Bei einem gemeinsamen Frühstück besprachen die Freunde ihre unterschiedlichen Tagespläne. Elisabeth weigerte sich partout mit Jonathan ins Mietauto zu steigen, um ins Shelter Hostel nach Eilat hinterher zu fahren. Nach den Strapazen wollte sie sich erst einmal hinlegen. Sie bestand darauf, wenigstens eine weitere Nacht in Jerusalem zu bleiben. Andrew Taylor hatte vollstes Verständnis dafür. Er lud Jonathan statt dessen ein, eine von ihm geleitete Pilgertour mitzumachen. „Also gut“, stimmte Jonathan zu, „dann haben wir mehr Zeit, über mein Leben zu sprechen.“ „Schau nicht soviel auf dich, sondern auf Jesus“, korrigierte Bruder Andrew, „erzähl besser was aus David Diao und Martin Peter Anrich geworden ist.“

Als erstes besuchte der bunt gemischte Haufen, die mit 200 Jahre älteste protestantische Kirche des Nahen Ostens, die zum Hotel gehörte. Die Vierlinge stimmten einen Kanon in Mandarin an, der sich in dem anglikanischen Gemäuer himmlisch anhörte. Das nächste Ziel war der Kirchturm der Erlöserkirche, dessen Aussichtspunkt einen weit umspannenden Rundblick über die Sehenswürdigkeiten von Jerusalem bot. Diese vom Propst Ronecker geführte deutsche evangelische Kirche, war Jonathan wesentlich symphatischer, als die von der römischen Kaisermutter Helena gegründete, einen Steinwurf entfernt liegende, Grabeskirche. Andrew Taylor wollte eine Auslegung über das „Könnt ihr nicht eine Stunde mit wir wachen“ Gebet geben. Deshalb gingen sie ein wenig weiter, bis sie im wunderschönen Garten von Gethsemane angekommen waren. Die alten Olivenbäume stammten aus der Zeit Jesu. Sie sprossten heute noch, durch neue Zweige, die in die uralten Stämme eingepfropft waren. Mahnend erläuterte Bruder Andrew Römer Kapitel 11 Vers 17: „Wenn aber einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen.“ Pastor Taylor bedauerte in diesem Zusammenhang, dass viele Christen hochmütig sind, keine Ehrfurcht vor Gott haben und denken Gott hätte für immer sein Bundesvolk vergessen. Dann lehrte er aus dem Alten Testament über acht Gottesnamen: Jahwe Jireh, Rapha, Roi, Nissi, Zidkenu, M´Kaddesh, Schamah und Schalom – Gott der Versorger, der Arzt, der Hirte, das Siegesbanner, die Gerechtigkeit, die Heiligkeit, der Allgegenwärtige und der Friede. Im Teil des Vaterunsers wo „Geheiligt werde dein Name“ gebetet wird, könne jeder Christ mühelos 10 Minuten verweilen, indem er diese Charaktereigenschaften preist und darüber nachsinnt. Jonathan hatte dieses Prinzip anlässlich der geistigen Fortbildungsreise in Phönix gelernt. Freudig rutschte ihm heraus, dass er diese Gebetsform schon längst täglich praktiziert. Im Anschluss erfuhr er wie wichtig es ist, sich ins stille Kämmerchen zurückzuziehen, da es unangebracht sei die religiösen Werke hinauszuposaunen. „Überhaupt ist es besser, wenn die Menschen uns als Salz und Licht der Erde wahrnehmen, und wir deshalb als Christen einen guten Ruf haben, anstelle uns selbst zu loben“, waren die abschließenden Worte der englischen Predigt. Das Team wanderte den steilen jüdischen Gräberhang des Ölbergs hinauf. Andrew Taylor deutete auf das goldene Tor: „Seht, den davor angelegten arabischen Friedhof und die Steine mit denen die Öffnung zugemauert wurde. Menschen meinen damit den Messias aufhalten zu können und verkennen, dass er bei seinem zweiten Kommen mit seinen Engeln auf den Wolken erscheint.“ Auf der Anhöhe angekommen bot sich ein majestätisches Panorama auf den Tempelberg. Die Unruhen waren abgeflaut.

Dafür sorgte eine andere Freiversammlung für Unfrieden. „Nicht schon wieder“, sagte der eingeschüchterte Fischer, „komm lasst uns schnell verschwinden.“ „Wovor fürchtest du dich?“, wollte der powerfulle Taylor wissen, „weißt du nicht, dass der, der in uns ist (Christus) stärker, als der in der Welt (Satan) ist?“

Ein Fernsehteam zeichnete einen von Wicked-Oz geleiteten deutschsprachigen Gottesdienst auf. Viele der Zuhörer kamen aus Stuttgart, jedenfalls hatte Jonathan schon einige Gesichter in der Musicalhall gesehen. Elymas schwor das Publikum darauf ein, einen Bund mit Gott zu schließen, indem sie versprachen, mindestens 1000 US-Dollar oder mehr an ihn zu spenden. Einige Schriftstellen anführend begründete er, warum der Herr die Schleusen des Himmels öffnen muss und hundertfältig den Mammon zurück erstatten wird. Die Geber würden dann nicht nur finanziell gesegnet, sondern auch von Krankheiten und Unfällen bewahrt. Der in der ersten Reihe sitzende Hänsel Deifel erhob sich, zu einem riesigen Steinaltar mit vier Hörnen schreitend. Elymas Wicked-Oz erklärte, dass darauf tausende von Gebetsanliegen gestapelt seien, die Scheingeist-Gemeindemitglieder an ihn und Deifel geschickt hätten. In der Zukunft wäre es noch wichtiger, dass jeder Wunsch und jedes Anliegen verbunden mit einer Gabe vor den Hauptleiter und seinen Stellvertreter gebracht werden. Diese könnten, dann aufgrund ihrer besseren Verbindung zu Gott effektiver in Fürbitte treten. Dies untermauernd legten beide ihre Hände auf die mit Schnüren zusammen gebundenen Briefstapel, erhoben ihre Häupter zum Himmel und beteten ein Glaubensbekenntnis. Der in der letzten Reihe stehende Andrew Taylor wollte wissen, ob die Briefe mit dem Stempel der Jerusalemer Post in alle Welt verschickt werden. Die Frage erübrigte sich, weil die Empfänger Wicked-Oz und Deifel die Bittschreiben sowieso nicht lesen wollten, und statt dessen das geduldige Papier flugs mit ihren Feuerzeugen in Rauch aufsteigen ließen. Der Spielverderber Jonathan fing an zu rufen: „Ihr wollt eine moderne, charismatisch christliche Versammlung sein. Das sind doch die selben Methoden der Ablasszahlung und Heiligenverehrung, wie im Mittelalter. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person. Wir dürfen durch das Blut des Heilands immer zu ihm kommen. Wisst ihr nicht, dass der ewige Hohepriester Jesus, durch sein einmaliges Opfer, der einzige Mittler zwischen dem himmlischen Vater und den Menschen ist?“ Der Appell fruchtete bei einigen gewissenhaften Skeptikern, die sich erhoben und den wohl bekannten Fischer beglückwünschten. „Wer diesem Propagandaminister und scheinheiligen Demagogen folgt, begeht die Sünde gegen den Heiligen Geist und wird exkommuniziert“, verkündigte Hänsel Deifel, „jeder der mir den Namen eines Abtrünnigen liefert, steigt eine Stufe höher in der SGD-Hierarchie.“ Die prophetischen Vierlinge, die kein Deutsch und wenig Englisch verstanden, teilten Taylor auf Mandarin ihre negativen Eindrücke mit. Seine fernöstlichen Sprachkenntnisse zur Schau stellend, gesellte sich die freundlich lächelnde Schlange Elymas zu den anziehenden Frauen hinzu und erzählte die schlimmsten Lügenmärchen über Jonathan. Als dies nicht fruchtete, giftete er Fischer an: „Das Gestern war nur ein Vorgeschmack. Heute Nacht wird das Grauen über dich hereinbrechen. Ich werde jeden mir zur Verfügung stehenden Engel auf dich los lassen.“ „Finsternis und Licht haben nichts gemein. Jesus Christus hat am Kreuz einen Triumphzug über den Teufel gehalten, ihn entkleidet und öffentlich zur Schau gestellt. Das wirst du früher oder später begreifen, denn jeder Mund wird bekennen, dass Jesus Christus Herr ist und jedes Knie wird sich vor ihm beugen“, Jonathan spürte, wie gut es tut das Wort Gottes als schärfstes zweischneidiges Schwert einzusetzen. Der scheinheilige Oberhirte Elymas konnte jedenfalls die Zitate nicht leiden und flüchtete zurück zu Deifel.

Als nächstes Ausflugsziel wählte Andrew Taylor, nochmals das Kidrontal durchschreitend, den Zionsberg aus und erklärte: „Habt ihr gewusst, dass Jesus außer seinem kostbaren Gewand so gut wie nichts besaß? Der Obersaal für die Abendmahlfeier wurde ihm überlassen, das Eselsfüllen geborgt, das Salböl gespendet und selbst sein Grab gehörte einem anderen.“ Dem ermüdenden Banker Fischer ging ein Licht auf: „Stimmt, Jesus hatte nicht einmal Geld, weil Judas die Kasse führte, Petrus die Tempelsteuer aus dem Maul eines Fisches bezahlte und die Münze mit dem Kopf des Kaisers aus der Menge hoch gehoben wurde.“ Das sechsköpfige Grüppchen besichtigte den traditionellen Obersaal auf dem Hochplateau, das Stadt Davids genannt wurde. Der Ort des letzten Abendmahls wird von Bibellehrern auch als Ausgangspunkt des Pfingstfestes angesehen. Es wird spekuliert, dass die Sekte der Essener, ein Vorläuferorden der Mönche, den Gebetsraum, in dem die Ausgießung des Heiligen Geistes statt fand, zur Verfügung stellte. „Diese Mauern sind erst später aufgerichtet worden. An vielen Plätzen stehen Monumente, die an Orte und Begebenheiten erinnern sollen. Menschen wie die Reliquien erfindende Helena, der Christusmonogramm einverleibende Konstantin oder die den Heiligen Gral suchenden Kreuzritter fiel es leichter, gegen das von Mose übermittelte zweite Gebot verstoßend, Gegenstände anzubeten, anstelle den unsichtbaren Schöpfer“, der dozierende Andrew führte die Gruppe nach unten, zeigte das von orthodoxen Juden gehütete Davidsgrab und fuhr fort, „selbst in der Pfingstpredigt erwähnt Petrus, dass das Grab Davids bis auf den heutigen Tag unter uns ist. Auch wenn seine Gebeine wieder zum Leben kommen, denke ich, es ist klüger die Toten die Toten begraben zu lassen.“ Diese Weisheiten gaben Jonathan stark zu denken. Anstelle ein unter dem Tempelberg durchführendes, von König Hiskija durchtriebenes, Tunnel zu besichtigen, zog es der verängstigte Höhlenforscher vor, sich im Hotel auszuruhen. Deshalb empfahl er: „Passt mal gut auf, dass kein neuer Aufstand ausbricht, ihr eingesperrt werdet oder das Öl in euren Lampen erlöscht!“

Beim Abendessen saßen die fünf Frauen und zwei Männer wieder einträchtig zusammen. Vom Kellner Philippus wurde in Körben Gerstenbrot gereicht, dazu gab es den von Bruder Andreas geliebten Petrusfisch. Als alle satt geworden waren, eilten Andrew und die Prophetinnen in das Jerusalemer Kongresszentrum. „Wohin so schnell? Ihr habt noch jede Menge übrig gelassen!“, erkundigte sich Elisabeth. „Wir sind von 5000 Bewerbern ausgesucht worden und müssen uns beeilen, sonst kommen wir zu spät zum 12er-Spiel“, sprachs und ward nicht mehr gesehen. „Jonathan, die hätten uns ruhig mehr erklären können. Weißt du welches Spiel die spielen?“ wollte die Neugierige wissen. „Keine Ahnung, ich habe dem Glücksspiel und Turnierschach entsagt. Gehst du mit mir jetzt mit zur Avis Autovermietung in die König David Strasse? Dann können wir einen Abstecher nach Givat Ram machen“, der gemütlich speisende Abenteurer hatte sowieso keine Lust mehr auf hektische Verfolgungsjagden.

Aus Erfahrung klug geworden, lieh sich Jonathan diesmal einen Mitsubishi Pajero Off Roader aus, den er demonstrativ, mit einem Zug, rückwärts, in eine frei gewordene Parklücke vor der im Regierungsviertel befindlichen Kongresshalle, einparkte. „Siehst du, Männer können halt besser Auto fahren!“ „Klar du Bruchpilot, darum bauen Frauen weniger Unfälle“, quittierte Schätzle und fuhr fort, „mir kam gerade ein blöder Gedanke. Was machen wir, wenn Deifel und Wicked-Oz in der Halle sind?“ Jonathan durchdrang ein Schrecken in seine Glieder: „Bist du jetzt auch unter die Hellseherinnen gegangen. Wicked-Oz hat mir für heute Nacht meinen Untergang vorher gesagt.“ Passend dazu lautete das Motto, der von der Chrislichen Botschaft in Jerusalem – ICEJ – organisierten Veranstaltung: „Biblische Prophetie, der Weg ohne Furcht ins kommende Millenium!“

Der Versammlungsort war ohnehin voll besetzt, so dass die Ordner am Eingang keinen Einlass gewährten. „Schade, dann fragen wir Taylor und die Chinesinnen halt im Hotel wie es war“, zeigte sich Jonathan leicht enttäuscht. Elisabeth ergänzte: „So ein Schicksal, es soll halt einfach nicht so sein.“ „Hey, ihr zwei Süßen, könnt ihr mir helfen?“, einer der Organisatoren, ein übergewichtiger, weißer Südafrikaner näherte sich Eis schleckend der Garderobe, „ich benötige zwölf wackelige Stühle von hier hinten. Kommt und packt mit an.“ Im Handumdrehen befanden sich die Träger-Sklaven vorübergehend hinter der Bühne. Der witzige, esssüchtige Ed fragte Elisabeth während er verschnaufte: „Seid ihr verheiratet?“ „Nein“, antwortete Schätzle. „Traut ihr euch nicht?“ „Weiß ich nicht.“ „Hat er dich nicht gefragt, ob du ihn heiraten willst?“ „Nein“ „Willst du sie nicht heiraten, Mann oh Mann?“ „Warum nicht? Womöglich steh ich auf eine andere“, beteiligte sich der hinsetzende Fischer an dem Verkuppelungsspiel. „So jetzt passt gut auf“, der durchs Programm führende Ed Hagee wurde ernster, „sobald der Gesang aus ist und die Tänzerinnen mit ihren Fahnen die Bühne verlassen, stellt ihr die Stühle in die Mitte der Plattform. Ganz so wie bei dem Kinderspiel die Reise nach Jerusalem.“ Gesagt getan. Das Zwölfer-Spiel konnte nach einer einführenden Erklärung von Pastor Hagee starten. Der erste der nach Ausklingen der Musik seinen Platz verlor war, der durch das Auftauchen der assistierenden Schätzle irritierte Deifel, wie könnte es auch anders sein. Die zwölf teilnehmenden Propheten waren eigens von der christlichen Botschaft ausgewählt worden, um ihre Träume und Visionen einem breiten Publikum mitzuteilen. Hänsel Deifel versprach: „Das kommende Jahrtausend wird, wie mir der Geist des Humanismus zeigte, einen nie da gewesenen Frieden unter den Nationen bringen. Völker und rivalisierende Stämme werden sich verständigen. Kriege werden beendet und Krankheiten erfolgreich bekämpft. Wohlstand wird für alle eingeführt. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Menschen und Religionen sich unter einem messianischen Führer in der globalen Republik demokratisch vereinigen. Jeder Mitläufer, der nicht negativ redet und sich unterordnet wird an den kommenden Segnungen Teil haben. Intolerante Engstirnige müssen dagegen ausgemerzt werden.“

„Wer´s glaubt wird selig“, war der Spott des nächsten Stuhltanz-Ausscheiders Horst Schaftseweg dazu, der die Hoffnung auf eine bessere Welt auf Erden längst aufgegeben hatte. Eine schlechte Stimmung verbreitend schrie er wild gestikulierend: „So spricht der Herr: Das Gericht Gottes wird über alle egoistischen, dominanten Leiter ausbrechen. Wehe den Hirten, die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und töten. Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie vertrieben und habt nicht nach ihnen gesehen. Siehe ich werde die Bosheit eurer Taten an euch heimsuchen. Wehe den Hirten die sich selbst weiden. Die Milch genießt ihr, Fleisch und Knochen hängen zwischen euren Zähnen, aber die Herde weidet ihr nicht. Die Schwachen habt ihr nicht gestärkt, das Kranke nicht geheilt, das Gebrochene nicht verbunden, das Versprengte nicht zurück gebracht und das Verlorene nicht gesucht, sondern mit Härte habt ihr über sie geherrscht und mit Gewalt. Ich werde euch ein Ende machen und werde meine Schafe aus eurem Rachen retten, dass sie nicht mehr zum Fraß seien.“

Den Aufbruch zu Joels letzten Kampf beschrieb der Malteser Bruchpilot Rick Ritter folgendermaßen: „Ich hörte Gottes Ruf auf meinem Handy. Er teilte mit, dass eine neue revolutionäre Generation von maximal ein Drittel falsche Vorhersagen gebenden Propheten am Heranreifen ist. Die Bescheidensten werden mehr Wissen und Vollmacht haben als Paulus, dessen Totengeist mir in einer anderen Himmelsvision begegnet ist. Diese vor Millionen im Fernsehen dienenden Superapostel werden ein Volk von Feuermenschen leiten, die wie Heuschrecken über den ganzen Erdkreis herfallen. Eine bessere, sich selbst verleugnende Armee der Demut wird auf Rössern reitend, die ganze Welt einnehmen. Zeichen und Wunder werden durch sie in Hülle und Fülle geschehen, so dass alle Heiden sich bereitwillig bekehren.“

Das Ziel besser ins Auge nehmend traf Andrew „the Power“ Taylor zuerst ins Schwarze: „Ich hörte eine Stimme aus dem Himmel die sagte: Glücklich sind die Toten die im Herrn starben, sterben und sterben werden. Sie werden Ruhe finden für alle Mühe und Drangsal, denn ihre guten Werke werden ihnen folgen. Seid nicht bekümmert, wenn ihr unschuldig ins Gefängnis geworfen werdet oder sie euch aus Hass um meinetwillen töten. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie euch ebenso verfolgen. Harrt weiter aus. Wenn jemand in Gefangenschaft geht, so geht er in Gefangenschaft. Wer durchs Schwert getötet wird, muss mit dem Schwert getötet werden. Es dauert nur noch eine kurze Zeit, bis das Blut derer gerächt wird, die um das Wort Gottes und um des Zeugnisses Jesu willen geschlachtet worden sind.“

Als nächstes mussten sich nacheinander die vier Chinesinnen vom Turnier verabschieden. Sie wurden von dem sich für verfolgte Christen einsetzenden Bruder Andrew simultan übersetzt.

Deborah sprach: In meinem Traum flog ich über ein schwarzes Land von Sklavenarbeitern, das an einem fruchtbaren Strom lag. Die Herrscher schufen sich Stiere und Löwenkatzen als Götterbilder, wodurch sich der Himmel weiter verfärbte. Als ein gigantisches, zum Himmel aufsteigendes dreizehn stufiges Grab gemauert wurde, in dessen riesigen Sarg die regierenden Geistwesen Sonne, Mond und Sterne anbetenden, zogen die Gewitterwolken weiter zu. Feuer fiel vom Himmel und verzehrte alles.

Hanna sprach: In meiner Vision sah ich eine große von dicken Mauern umgebene Stadt, die reiche Kaufleute von allen Himmelsrichtungen her besuchten. Je mehr Reichtum durch den Handel angehäuft wurde, desto höher wuchs ein Stufentempel, dessen Dach von einer Unzucht treibenden Himmelskönigin bewohnt wurde. Der in die Wolken steigende Turm fing an zu wanken und fiel in sich zusammen. Trotzdem wurde immer mehr Münzen durch die Tore der Stadt geschleust, so dass erneut ein einstürzendes, die ganze Stadt zerstörendes Handelsgebäude entstand.

Mirjam sprach: In meinem Gesicht sah ich einen Marmortempel mit vier Säulen empor wachsen. Die Säulen trugen die Namen Philosophie, Wissenschaft, Geschichte und Literatur. Über eine Brücke wurden nackte Statuen gebracht, welche die Schönheit des Menschen zeigten. Die steinerne Figuren vermehrten sich immer weiter. Ihnen wurde Leben gegeben, indem man sie zu Göttern machte und an einer Wettkampfstätte gegenseitig messen ließ. Als die Zuschauer ehrfürchtig auf ihre Knie gingen und anfingen vor Begeisterung zu Jubeln, zerfiel alles in Staub.

Judith sprach: Ich träumte von einem wieder aufgerichteten Gebäude, das ganz und gar von Dämonen bewohnt wurde. Das Aussehen der Räume war dem einer Pyramide, eines Stufenturms und eines Säulentempels gleich. Auf einem roten Schild am Eingangstor stand Weltgerichtshof in Latein geschrieben. Ein sich als Gott bezeichnende blinde Richterin mit Lorbeerkranz und Schwert hielt zwei eiserne Schalen in den Händen, auf denen sich Gesetz, Organisation, Kunst, Kultur, Brot und Spiele die Waage hielten. Das ganze tönerne Gebilde fiel mit der Zeit zusammen.

Bei dem spannenden Finale der vier verbleibenden Männer, setzte es zuerst James unsanft auf den Hosenboden: „Ich erblickte eine Kirche, die von einer widerlichen Hexe dominiert wurde. Einige protestierende Besucher erkannten dies, so dass sie mit dem Besen unsanft ausgekehrt wurden. Die anderen verwandelten sich immer mehr in das Bild der Herrscherin. Sie bekamen Pickel im Gesicht, eine Adlernase und quälten in ihrer Bosheit andere Menschen. Als die Kirchturmglocken anfingen zu läuten, erkannten plötzlich alle, dass sie splitternackt waren. In ihrer Scham stießen sie die entblößte Hexe von dem Thron, so dass sie wieder Kleider an bekamen.“

John hatte die Offenbarung: „Ich schaute ebenfalls auf eine religiöse Versammlung. Eine große Menschenmenge fiel im Freien vor einem riesigen Stein nieder, der faszinierend anzusehen war. Das Gebilde glänzte im Licht des Mondes wie Gold, war aber in Wirklichkeit ein hässliches, überall behaartes, blutverschmiertes Monster, das einen nach dem anderen auffraß. Dies wurde sichtbar als ein hell scheinender Morgenstern am Horizont über den Dämonenanbetern aufging. Angewidert stießen die überhand gewinnenden Gläubigen das Ungetüm vom Sockel und zerteilten es in tausend kleine Stücke.“

Simon begriff die kommende Vision: „Mir begegnete im Kongresszentrum ein Zauberer, der in ein leuchtendes Sternenkleid gehüllt war. Ich fragte ihn, was er mit der drehenden Erdkugel in seiner Hand anfängt. Der eine schwarze Brille tragende weiße Druide erklärte mir, dass er die hypnotisierten Betrachter verhext, damit sie den Ziegenbockwillen und das Gesetz des Starken tun. Er hätte vor, die ganze Menschheit zu manipulieren, so dass die versklavten Erdbewohner ihn und die geistige Welt der Gestirne anbeten. Dieses Verlangen offenbarend bekam der Narr seinen Himmelsmantel ausgezogen, wurde angekettet und eingesperrt.“

Nun trat Elymas Wicked-Oz auf den Plan und prophezeite über das kommende Millenium: „Als ich mich vor Salomos Klagemauer in den Scheingeist versetzte, stieg ich in den Thronsaal Gottes auf. Mit großem Erstaunen stellte ich fest, dass der Richterstuhl des Architekten des Universums leer ist, weil er im neuen Jahrtausend zu uns auf die Erde kommen wird. So streckte ich wie ein Phönix weiter die Flügel aus, um mich über den Himmel zu erheben. Statt der Sonne begegnete mir die Venus und der Sirius-Stern. Sie verhalfen mir in ein höheres Universum, das Atlantis hieß. Dort begann das neue Erfolgs-Zeitalter, welches Himmel und Erde, Mann und Frau, Plus und Minus vereinigen wird.“

Viele der Zuschauer erhofften dadurch, den lang ersehnten Sechser in der Lotterie gelandet zu haben. Mit tosendem Applaus quittierten sie die letzte Gewinnprognose. Organisator Ed Hagee schaute den Mitspieler Andrew Taylor fragend an: „Oh je, war das nicht das Muster aus Jesaja 14?“ „Bingo, gepaart mit Hesekiel 28!“, wusste der aus dem fernen Osten kommende Missionar. „Darf ich dem Herrn Wicked-Oz ein paar kritische Fragen stellen?“, bat Jonathan, der von Bruder Andrew Zuspruch bekam. „Hier, bitte nimm mein Funkmikrofon“, pflichtete Hagee bei.

Jonathan Fischer betrat die Bühne. Elymas Wicked-Oz saß siegessicher auf dem letzten verbliebenen Stuhl. Jonathan spürte dass seine oder Elymas Stunde gekommen war. Ohne genau zu wissen, was er fragen wollte, kam aus ihm heraus: „Herr Wicked-Oz, wir befreundeten uns vor längerer Zeit, und wie einige aus dem Publikum bezeugen können, war ich einer der Ersten, der ihnen den lebendigen Glauben an Jesus Christus, den im Fleisch gekommenen Sohn Gottes, verdeutlichte. Nun würde mich interessieren, wer ihre gegenwärtigen Vorbilder sind, und wen sie für den wichtigsten Propheten halten?“ „Wie du anhand meiner Werke am Büchertisch draußen nachlesen kannst vertrete ich stark die Lehren des viel gewürdigten, christlichen New Yorker Pastors Norman Vincent Peale. In diesem Zusammenhang empfehle ich gerade dir, mein Freund, positiv zu denken und nicht wiederum, die Finger auf deinen Bruder zeigend, negativ zu reden. Der mächtigste heilende Jesus-Prophet des 20ten Jahrhunderts war der General Gottes William Branham, dessen Engel und Wunderkräfte zu mir transferiert wurden. Ich rate dir deshalb, dich nicht mit höher gestellten Personen anzulegen. Der bewundernswerteste wahrsagende Schriftsteller und Philosoph kommt aus dem 19ten Jahrhundert. Denn es gibt keinen Größeren für mich, als der im moralischen Washington heute noch viel verehrte und beerdigte Dogmenlehrer Albert Pike. Wer schlecht über diesen höchst angesehenen Mann redet ist für mich gestorben.“ „Danke für diese ehrliche Antwort. Nachdem aus einem selbst verfassten Brief öffentlich bekannt wurde, dass Herr Peale Hochgradfreimaurer im 33. Grad war, William Branham unter einem Pyramidengrabmal bestattet wurde und Albert Pike in einem seiner Werke geschrieben hat, dass Luzifer Gott ist und die Freimaurerreligion durch die Reinheit der Luziferischen Lehre bewahrt wird, würde mich interessieren, ob sie führendes Mitglied in einem Geheimbund sind, ob sie an die Kraft des Morgensterns glauben und ob sie im Verborgenen den Teufel anbeten“, startete Jonathan eine erfolgreichen Angriff. „Da haben wir es. Anstatt auf meine Warnungen zu hören, kommt wieder eine verleumderische Attacke von diesem grobschlächterischen Bauerntölpel. Wer gibt dir denn den Auftrag und die Vollmacht wiederholt so aufzutreten? Ich habe es nicht nötig, auf diese unverschämten Lügen und Unterstellungen zu antworten. Bitte entschuldigen sie mich, meine Damen und Herren“, empörte sich Elymas und versuchte Hals über Kopf, das Podium über den Künstlereingang zu verlassen. „Der Herr wird dich für eine Zeit mit Blindheit schlagen“, rief Jonathan spontan aus. Die vier chinesischen Prophetinnen packten den unvermittelt hilflos Umherirrenden an Händen und Füßen. Im Anschluss schleiften sie Elymas, auf dem Boden der Tatsachen ankommend, zurück auf die Bühne und hielten ihn auf dem Bauch liegend fest. „Verrat, ich kann nichts sehen, Deifel hilf mir!“, schrie der gereizte Gebundene. Jonathan machte sich einen Spaß daraus, dem wutschnaubenden Wicked-Oz hinterrücks die Hose herunterzuziehen. Das selbe Spiel mit dem Herrenslip treibend gab er einen kurzen Blick auf die nackten Po-Backen frei. Ein großes Gelächter brach aus. Die Tätowierung der Eule von Minerva war zu sehen.

Hassan und Abdullah traten unvorhergesehen, urplötzlich auf die Bühne und brachten den Totenschädel zurück. Sie behaupteten, dass der ruhelose Geist einer Katharina aus dem Kopf wiederholt gesprochen hätte. Sie hätten immer wieder vernommen, dass Elymas Wicked-Oz eine Frau Hutter ertränkt hätte. Als Beweis würde sich ein Stück seiner Haut zwischen ihren Schneidezähnen befinden. Die im Hintergrund beobachtende Elisabeth klagte an: „Dieser Deifel ist mitschuldig. Ich habe genau gesehen, wie er Blut aus dem Skull getrunken hat.“ Hänsel fand das gar nicht komisch und verteidigte sich. „Im finsteren Untergrund dachte ich der Totenkopf sei, wie sonst bei unseren Zeremonien gebräuchlich, aus Plastik, und das Blut habe ich für Wein gehalten. Mit der Hexenverbrennung im Glutofen von Kalifornien habe ich nichts zu tun. Zu dieser Zeit war ich höchstens mit dem in Long Beach geborenen William Joseph Levada zu Gast bei der Glaubenskongregation in Rom.“ Anhand des Gebisses konnten die Überreste von Katharina Hutter zweifelsfrei identifiziert werden. Mehr Aufsehen erregte im belgischen Königshaus und sonst auf der Welt, das von Albert, einem misshandelten achtjährigen Kind, aus dem Schloss entführte französischsprachige Dutroux-Video. Auf dem Filmdokument mit 27 toten Zeugen war auch die teuflische Handlung des Ertränkens und Verbrennens der Hutterer, in der von Waldbränden heimgesuchten Westküste, zweifelsfrei festgehalten worden. Nach bekannt werden dieses Beweismittels, versuchte sich Elymas, in der Untersuchungshaft, mit Hilfe seines schwarz-goldenen Ringes das Leben zu nehmen. Sein Glück im Unglück war, dass ihm von weißen Engeln sofort der Magen ausgepumpt wurde. Wegen zahlreicher weiterer Verbrechen lieferte ihn Israel an die USA aus, wo er noch heute eine tausendjährige Haft in einem recht stattlichen, rechtsstaatlichen Gefangenenlager absitzen muss. Der Skandal mit dem Totenschädel schlug bis in die neue Welt riesige Wellen. Zahlreiche schwarz-magische, weiß-getarnte Säulenhallen, in denen Geheimtreffen stattfanden, wurden durchsucht und Skelette weiterer Ritualopfer sicher gestellt. Der Einfachheit halber, wurden diese Tötungsdelikte, dem Alleintäter und hauptverantwortlichen höchsten aller Zauberer und Hexenmeister, Elymas Wicked-Oz angekreidet.

Nach einem ausgiebigen Frühstück verabschiedeten sich die Deutschen von der chinesischen Reisedelegation. Die religiösen Auseinandersetzungen hinter sich lassend, waren Jonathan und Elisabeth froh, aus der Stadt des Friedens mit ihrem Mietwagen abzureisen. „Jonathan, da vorne geht es glaube ich rechts. Wir könnten Qumran, Masada und En Gedi aufsuchen. Diese wichtigen Orte liegen direkt an der Strecke nach Eilat“, empfahl Elisabeth. „Nach 1000 fallenden Höhenmetern lenke ich lieber links geradeaus. Denn in der Talsenke lässt sich der Jordan besser durchwaten, wo ich dich wie Johannes taufen kann, oder wir gehen doch zum Untertauchen zu den Essenerruinen, andernfalls finden wir in der Zelotenfestung eine für die Tage der Frauen gemachte Mikwe, und wenn dir das nicht zusagt, legen wir uns halt im Meersalz, Schlamm oder Wasserfall zum Baden, gel liebes Schätzle“, stichelte der auf Unverständnis stoßende Mädchenschwarm. Statt dessen stieß das Gespann auf die Tore von Jericho, der ältesten Stadt der Welt. „Stell dir vor Jonathan, diese Süßwasseroase wird die grüne Palmenstadt genannt“, merkte Elisabeth an, „sie ist laut dem Reiseführer seit jeher berühmt für ihr heißes Klima.“ „Mir ist Jericho durch den schweren Fluch Josuas bekannt, aber schau dir das Sodom und Gomorra an“, empörte sich Jonathan und fuhr fort, „da drüben gibt es ein im Islam verbotenes österreichisches Oasis-Spielcasino mit Bordell, und den Müll von den Flüchtlingslagern dort auf der Straße würde Vera Diao sofort wegplanen. Gibt es hier keine Entwicklungshelfer?“ Dafür gab es eine sau-di-arabische Tankstelle, an der sich Jonathan neben Sprit mit einer äußerst gescheiten Landkarte versorgte. „Sieh mal da. Israel fehlt. Alles ist Palästina“, stellte Jonathan fest. „Das Schimpfwort hat sich der römische Kaiser Hadrian ausgedacht, um die vertriebenen Juden mit den untergegangenen Philistern zu ärgern. Ein Palästinenservolk gab es sowieso nie. Deren scheinheiliger Gründer ist der dort oben auf dem Bild verehrte ägyptische Halstuch-Terrorist“, dachte Elisabeth im Geschichtsunterricht mitbekommen zu haben. Der gütige Tankwart schaute unversehens grimmig aus der Wäsche und zückte ein Messer, weswegen die Urlauber die Flucht in Richtung Süden antraten. „Liebe Elisabeth, du weißt sicher aus dem Wort Gottes, dass die eigenen Worte uns richten werden. Du selbst hast gesagt, dass die Brüder mehr Deutsch und weniger Spaß verstehen, als wir denken. Jetzt ist uns eine ganze Meute von PLO-Militanten auf den Versen.“ Schüsse erschallten aus der vorderen der drei im Hintergrund verfolgenden Untertürkheimer-Stern-Limousinen. „Jetzt sterbe ich schon wieder mit dir. Nimmt das denn kein Ende? Doch diesmal trifft mich selbst die Schuld“, bemerkte Elisabeth. Jonathan beschleunigte und bog mit dem Geländewagen in einen Wüstenpfad ab. Die nicht wirklich Mord gierigen Verfolger ließen sich dadurch besänftigen und verschwanden in Richtung Transjordanien. Die Devisen bringenden Touristen haben in dem von Intifada und bewaffneten Widerständen gezeichneten, schmalen „Land für Frieden“ Landstrich des zerstückelten Israels, nicht wirklich viel zu befürchten.

Endlich sehe ich meine Phoebe wieder, liebäugelte Jonathan klammheimlich. „Ich habe einen Riesen Hunger. Da drüben sind große Hotels. Lass uns in Ein Bokek einkehren und Mittagessen“, forderte Elisabeth auf. Am tiefsten Punkt der Erde stellte der ungeduldige Fischer die japanische Sardinenbüchse auf dem sengend heißen Parkplatz des Hotel Hod ab. Im klimatisierten Restaurant an einem großen Tisch Platz nehmend, kühlte sich Jonathan ab. Er dachte: Gewiss doch, die Frucht des Geistes ist Geduld und bei Gott sind 1000 Jahre wie ein Tag, aber Schnellgaststätten und insbesondere offene Buffets bieten auch ihre Vorteile. Doch wer stand da an der Tafel und nahm sich aus jeder Schüssel des reichhaltigen Salatangebots etwas heraus? Der Journalist, der bringt was andere weg lassen. Ludwig Schneider hatte für sich und seine Frau Barbara die Teller gefüllt. „Wenn ich gewusst hätte was Israel heute für Furcht erregende Erlebnisse bietet, wäre ich vielleicht lieber wie Moses 40 Jahre in der sicheren Wüste gewandert und nicht dem Ruf aus Stuttgart gefolgt“, versuchte Jonathan eine Unterhaltung anzufangen. „Sei mutig und stark und fürchte dich nicht, an allen 365 und ein Viertel Tagen des Annus, Bruder. Schön, dass du über das Buch des Gesetzes nachsinnst und die Veranstaltungsreihe über den Taumelbecher der Nationen besucht hast“, diagnostizierte Ludwig Schneider, der sich setzte, an einem Glas Eden Mineralwasser nippte und gleich noch zu einer Tasse Kaffee in sein Büro einlud. Elisabeth Schätzle fand in Barbara Schneider, die Heilkuren am Toten Meer organisierte, eine kompetente Ansprechpartnerin und machte sich über die vielseitigen Erholungsmöglichkeiten schlau. Am Ende des Essens verlangte sie: „Jonathan ich bleibe bis heute Abend hier. Du hast versprochen, dass wir zusammen baden gehen.“ Zähneknirschend stimmte der seine Späße bereuende Fischer zu. Der Trauzeuge hatte gelesen, dass ein Mann nur soviel Wert ist, wie sein Wort. Die braun gebrannte Schätzle fand es witzig ihren bleichen Begleiter mit Moor zum Mohr zu machen und abzufotografieren. Dafür wollte Jonathan ein zusätzliches Bild davon haben, wie er im unsinkbaren Meer des Todes bzw. Meer des Lot liegt und dabei den Nachrichten aus Israel Zeitungsartikel über den untergegangenen falschen Propheten Elymas liest. Bedauerlich dabei war, dass ein Spritzer des von Salz und Mineralien reichhaltigen Wassers in sein linkes Sehorgan drang, so dass er sichtlich errötet, den Splitter aus dem Auge heraus oder die Salbe aus Laodicea herbei wünschte.

Jonathans gute Laune kehrte in der Dämmerung zurück, als er Eilat erreichte und die Straße zum Shelter Hostel ansteuerte. In der Herberge hoffte Fischer endlich auf Leontopoulou zu treffen. Zunächst gab es auf dem Parkplatz ein freudiges Wiedersehen mit einem anderen Bekannten und dessen sechsköpfiger Familie. „Mensch Jonathan, dich nach so langer Zeit wieder zu treffen ist eine große Überraschung. Möchtest du mir nicht deine bessere Hälfte vorstellen?“, fragte der alte Freund und Schulkamerad Walter Stein. „Ja gerne, meine verehrte Abteilungsleiterin Elisabeth Schätzle folgt mir überall nach. Nicht dass du etwas Falsches denkst. Wir sind weder verlobt noch verheiratet“, betonte Jonathan. „Mein wahres Glück und reine Wonne ist meine Familie, die mir Abba – unser liebender Vater – geschenkt hat. Das ist meine schwedische Frau und Königin Silvia mit den braven Kindern Agnetha, Björn, Anni-Frid und Benny. Eine harmonische Ehe zu führen ist viel wichtiger als der Erfolg im Beruf“, relativierte Einstein, das Physikgenie. „Sag mal, das gibt es doch gar nicht. Wieso bist du hier her gekommen?“, wollte Jonathan wissen. „Wir kommen gerade von der Uferpromenade, wo wir mit Jakob Damkani und dem internationalen Team Gospelbroschüren verteilt haben. Wegen der Kinder sind wir früher zurück gekehrt“, berichtete Walter, der als Kavalier Elisabeth den Koffer abnahm und zur Rezeption trug. Dort erfuhren die Fernreisenden, dass die Zimmer des christlichen Gästehauses ausgebucht waren. Lediglich ein Isomattenplatz auf der Terrasse stand noch zur Verfügung. „Jonathan, dann schlafen wir gemeinsam, wie in alten Zeiten, im Schlafsack draußen auf dem Boden“, plante der Gentleman Stein, „Elisabeth kann mein Bett drinnen einnehmen.“ Schätzle hatte nichts dagegen. Sie freundete sich schnell mit der Stockholmer Fremdsprachen-Korrospondentin Silvia an, die ihr im Eingangsbereich den verspannten Rücken massierte und sich dabei über die Heilmethoden des Toten Meer Kurhotels aufklären ließ.

Der sich bewegende Fischer und ruhende Einstein hatten sich, bis in die Lichtstrahlen herbei führenden Morgenstunden, relativ viel zu erzählen, so dass Raum und Zeit keine Rolle spielten. Eine kurze Unterbrechung der Unterhaltung verursachte die Rückkehr der internationalen Truppe mit Phoebe und Christoph an der Spitze, die ein Zweierteam zur Prospekt Verteilung gebildet hatten. Außerdem freute sich Jonathan, den sympathischen Jakob Damkani kennenzulernen, der von einem alt bekannten Pastorenfreund begleitet wurde. Ulf Gouderner hatte Jakob zum Predigen in seinen schwedischen Bürderbund eingeladen. Die Landeskirchliche Gemeinschaft war deswegen mit der Familie Stein und einigen Gemeindemitgliedern zum Sommereinsatz nach Israel gereist. „Wie klein ist doch die Welt und was für Zufälle es gibt“, stellte Jonathan fest. „Wenn ich mir dein Leben anschaue, lieber Freund, dann glaube ich nicht so sehr an Zufälle“, befand Gouderner und Einstein fügte hinzu: „Weist du Jonathan, wir spüren, dass es bald an der Zeit ist, deine Lebensgeschichte unentgeltlich im Internet zu veröffentlichen. Bist du einverstanden?“ „Na klar, Ulf hat sich ja mit Hilfe deiner Informationen die Rechte an meiner Story erworben. Aber erst muss er wie versprochen den Frage-Antwort-Trick mit meiner zukünftigen Frau wiederholen!“, meinte der seine Hochzeit herbei sehnende Single. „Das ist nicht so schwierig. Bei den vielen hübschen Frauen hier, werde ich deine Zukünftige bald herausfinden und heimlich interviewen“, war sich Ulf sicher.

Jonathan gähnte laut und lange am frühen Morgen, als er von Björn und Benny mit einer Feder an der Nase wach gekitzelt wurde.

Nach einem spärlichen Frühstück gesellte sich ein einheimischer Führer zur Reisetruppe. Aviel Schneider erklärte, was es bei der geplanten gefährlichen Wüstenwanderung Wichtiges zu beachten gibt. Der Reisebus führte das 30-köpfige Team ein Stück weit auf eine Anhöhe im Westen von Eilat, so dass der Spaziergang durch eine der kargen Schluchten angetreten werden konnte. Jonathan lauschte ganz gespannt den Ausführungen über den ehemals für die Herstellung der Bundeslade verwendeten, besonders zähen Akazienbaum zu. Die Wurzeln des betrachteten Exemplars reichten tief ins Erdreich und das Holz konnte sich aufgrund der dürren Umgebung über die Jahrtausende halten. Gruselige Gefühle entstanden in einer der mit Tierknochen angefüllten kühleren Höhlen, in der sich vielleicht der treue David vor dem irren König Saul versteckt hielt, und heute noch das eine oder andere Kot hinterlassende Tier nächtigte. Angenehmer war die Mittagspause an der Jonathan und die anderen Wüstencamp-Teilnehmer über einem Lagerfeuer selbst Fladenbrot zubereiteten. Eine Pause der Besinnung folgte dem Mahl. Aviel verdeutlichte, dass der Berg Gottes, der Horeb sich in der Umgebung befinden könnte. Wer wollte, dürfte für eine Zeit eine der Anhöhen erklimmen, um in der Stille auf Gottes Stimme zu hören. Jakob warnte davor, nicht zu weit und keinesfalls außer Sichtweite vom Camp zu gehen, weil die Sinai-Halbinsel mit der ägyptische Grenze sich in unmittelbarer Nähe befände. Der Dauerläufer Jonathan suchte sich den höchsten Gipfel aus, um Phoebe, Christoph und Elisabeth, die nicht mithalten konnten, zu imponieren. Oben angekommen bot sich ein atemberaubendes Panorama über die Wüstenlandschaft. Jonathan wurde an die Stelle in der Bibel erinnert, bei der Moses das verheißene Land gezeigt bekam. Dann dachte er an die nächtliche Begebenheit in Phönix, wo er kurz seine zukünftige Ehefrau im Geist sah.

Was war das? Anstelle die Stimme Gottes, vernahm Jonathan das Weinen und Schluchzen einer Lady. Handelte es sich um Phoebe oder Elisabeth? Jonathan hätte zu gerne seine schützende Arme um das erbarmungswürdige weibliche Geschöpf gelegt. Er konnte leider niemanden und nichts erkennen. Blöder Weise ortete er das Heulen auf der anderen Seite der Geröllwand. Sollte er sich über das Verbot hinweg setzen? Ach, man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen, dachte der Ungehorsame, seinen Entschluss schnell bereuend. Denn er verlor die Haltung und rutschte etwa hundert Meter den Abhang auf dem Hosenboden hinunter. Immerhin konnte er seine Füße gut als Bremse einsetzen. Aber wie üblich, begann seine Hüfte wiederum zu schmerzen. „Mist, was mache ich jetzt?“, fragte sich der Solobergwanderer. In einiger Entfernung hörte und sah er einen Armeejeep mit einer Grenzpatrouille heranfahren. Erst wollte er sich bemerkbar machen, dann überlegte er, was die Ägypter mit ihm machen würden. Er hatte nicht einmal seinen vorläufigen Pass dabei. Also zog er es vor, sich hinter einem großen Felsen zu verstecken. In solchen Situationen lernt man das Reden mit Gott. Jonathan bekam dadurch Frieden für seine Seele. Eine Gewissheit stellte sich in ihm ein, dass er die schluchzende Frau wieder trifft und heiratet. Ja Baby, und wir werden drei Kinder miteinander haben, wie Bryan Tate in Hellfire Valley kühn zu behaupten wagte. Als Hölle entpuppte sich die brütende Hitze und der Umstand, dass es Jonathan wegen des losen Gesteins und seiner Gehbeschwerden nicht schaffte die Anhöhe zu erklimmen. Als Alternative blieb der leichtere Abstieg ins Tal. Jonathan schaffte fünf Kilometer nach Nirgendwo. Er bereute zutiefst, dass er sich nicht in ägyptische Hände begeben hatte. Besser in die Sklaverei gehen, als kein Wasser zu haben. Wie war gleich die Geschichte von Hagar und Ismael? Bist du der Gott der nach mir schaut? Leider bin ich kein Kamel und kein Wildesel. Jonathan erhob seine Stimme: „Hilfe, ich trockne aus!“

Die nächste Wegbiegung abschreitend traf der nach Eden-Flüssigkeit lechzende Held auf mähende Schafe, blökende Ziegen und einhöckrige Dromedare. Wow, super, ein Leben mit Gott ist spannend und abwechslungsreich. Er hatte eine kleine Beduinensiedlung erreicht. Die Gastfreundschaft des Nomadenvolks genießend, trank er einen Marokko Minztee, zog an einer orientalischen Wasserpfeiffe und kostete Datteln. Die Retter verstanden ihn nicht, und er ergründete nicht ihre Mundart. Doch die internationale Sprache der Liebe ist grenzüberschreitend verständlich. Ein Lager im Schatten der Zelte bot die Möglichkeit, sich richtig auszuschlafen und das Zwicken an der Seite zu vergessen. Am nächsten Tag wachte Jonathan durch den Wind von rotierenden Helikopterblätter und dem laut hämmernden Motor auf. Seine jüdischen Freunde hatten alles daran gesetzt, ihn zu finden und vor dem Verdursten zu retten. Aviel Schneider, der das Jonathan Wüstencamp zuerst entdeckte, hatte einen deutschen Schäferhund organisiert, der, anhand der Schiesser-Unterwäsche aus Jonathans Gepäck, erfolgreich die Spuren- und Fährtensuche aufgenommen hatte. Das Zahal Militär Israels beteiligte sich ebenfalls an der Rettungsaktion. Jonathan wurde im Huckepack an einer Seilwinde hochgezogen und bewunderte kurze Zeit später die zielgenaue Landung auf dem Flughafen in Eilat. Das ganze Manöver erinnerte ihn an seinen Klassenkameraden Klaus Renz, der Fallschirmsprung-Weltmeister war und seine Schulfreunde zu Tandemsprüngen mitnahm. Die Abrechnung für das bodennahe Flugvergnügen lag freilich ungleich höher.

Nach einer eingehenden Untersuchung durch einen Armeearzt, durfte der deutsche Patient mit einem Taxi in das zivilisiertere Tausend-Sterne-Hotel zurück fahren. Das Team um Jakob Damkani hatte auf Anraten von Ulf Gouderner eigens eine Fasten- und Gebetszeit für Jonathan eingelegt. Doch wo war Phoebe, die ihn hätte bemuttern sollen? Ihre neue Freundin Elisabeth hatte aus Erfahrung versichert, dass Jonathan sieben oder neun Leben wie eine Katze habe und war deshalb mit Phoebe und Christoph zum eingeplanten Schnorcheln an das Rote Meer voraus gegangen. Das 1200 Meter lange Korallenriff mit dem smaragdgrünen und tiefblauen Wasser, bot die schönste Artenvielfalt von gelb und rot schimmernden tropischen Fischen, die man sich vorstellen kann. Den Sandstrand erreichend, empfing Jonathan die atemberaubende Bikiniansicht von Phoebe, die ihm endlich wie lange erhofft küssend um den Hals fiel. „Liebster, ich hoffe du bist uns Genießern nicht böse. Wir haben es uns schon einmal gemütlich gemacht und die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Du kennst ja meine Lebensphilosophie“, lautete die Begrüßung der schwarz gelockten Venus-Nachbildung. „Hey du Held, erzähl mal was genau passiert ist“, zeigte sich der in der Mitte ausbreitende Christoph wissbegierig. Das andere attraktive Liegestuhl-Modell Elisabeth befand: „Wenigstens hast du mir diesmal nicht einen Schrecken mit deinen Beischlaf-Abenteuern eingejagt.“ Während Leontopoulou dem Genießer Fischer den Rücken eincremte, erzählte dieser die Eskapaden und fragte zum Schluss: „Sag mal Phoebe, hast du auf dem Gebetsberg gewimmert, als ich alleine verschollen war?“ „Du hast keine Ahnung, wie ich um dich gezittert habe. Wir haben dich überall gesucht, bis wir bei Einbrechen der Dunkelheit nach Hause gefahren sind.“ Das löste die größte Zufriedenheit bei Jonathan aus. Zumal der mutmaßliche Nebenbuhler Ziegler begann, dem Kraulunterricht erteilenden Schätzle den Hof zu machen. Ab diesem Moment waren die beiden flirtenden Paare unzertrennlich.

Vor dem Abendessen musste Jonathan eine gut gemeinte Rüge durch eine öffentliche Ansprache von Jakob Damkani einstecken. Ein Jünger (engl. Disciple) Jesu würde immer tun, was sein Herr sagt und die nötige Disziplin eines Soldaten an den Tag legen. Er betonte, dass die Teilnehmer sich in einem Kampf und nicht in den Flitterwochen befinden. Deshalb würde er es begrüßen, wenn die Singles nicht Händchen haltend umherirrten. Ulf Gouderner stellte hernach dem malträtierten Jonathan seine weiche Schlafstätte zur Verfügung, legte seine eingeölten Finger sanft auf die verletzte Lende und betete für ihn: „Himmlischer Vater, ich bitte dich, dass du Jonathans Hüfte durch die Kraft des Heiligen Geistes heilst, damit er seine Aufgabe in vollem Maße wahrnehmen kann. Außerdem befehle ich im Namen Jesu, dass er vernünftig wird und in allem erst nach dem Reich Gottes trachtet.“ Jonathan bedankte sich: „Preis den Herrn, diese teuflischen Schmerzen sind wie weggeblasen. Ich verspreche dir, dass ich mir das Turteln für das Ende der Freizeit aufspare.“ „Das ist gut so. Ich habe den Eindruck, dass du deine Frau erst bei der Rückreise im Flieger erkennst“, gab Gouderner weiter. Diese Prophezeiung passte ausgezeichnet auf Phoebe, die Flugbegleiterin, hoffte der friedlich einschlafende Herzensbrecher.

Am nächsten Tag reisten die Partner der Posaune der Rettung Israels in die Missionszentrale nach Jaffa zurück. Jonathan avisierte beim Frühstück, seinen Mietwagen in Jerusalem abgeben zu müssen. Deshalb wollte der Heilpatient mit der sichtlich angetanen, schicken Phoebe die Schlammschlacht-Tour von Ein Bokek wiederholen und darüber hinaus die Zeloten-Festung von Masada mit der Gondel erklimmen. Das war der Gipfel. Ein heftiger Streit über gute Sitten mit dem Spiel verderbenden Aufpasser Ulf war die Folge. Der sich vom Platz erhebende gute Jakob sorgte für Frieden, indem er das Auto selbst am Shalom Plaza in Eilat zurück gab. Somit konnte die aus verschiedenen Nationen bestehende Gruppe, gemeinsam mit dem Reisebus, über Beerscheba die Rückfahrt antreten. Jonathan saß neben der etwas verstimmten Phoebe, die von ihrem Zukünftigen mehr Durchsetzungsvermögen erwartet hatte. Dafür ergab sich wieder ein langes Gespräch mit Walter Stein über die Erfahrungen im Physik-Leistungskurs. Einstein dozierte über sein neues Spezialgebiet der Elektro- und Magnetostatik. Als er merkte, dass dies der negativ geladenen Phoebe viel zu langweilig war, fragte er sie, positiv in die Unterhaltung einbindend, über ihre Schulnoten und Lehrer aus. „Aha, jetzt geht mir ein Licht auf. Den Trick kenne ich. Damit legt Pumuckel Einstein mich nicht mehr rein“, unterbrach Jonathan. „Was meinst du?“ wollte Phoebe wissen und bekam von Walter zur Antwort: „Das wollen wir nicht verraten, weil es eine Überraschung auf Jonathans Hochzeit werden soll.“

Auf der Rückbank des Busses gab es ein großes Freudenfest um ein ähnliches, von Ulf und seiner Sekretärin Angela-Berit inszeniertes „Wetten dass“ Antwortspiel. Elisabeth und Christoph, die einen Fragebogen über ihre Kindheit in der Hand hielten, kugelten mit dem Schreiber bzw. sich vor Lachen.

Eine weitere militärische Übung der israelischen Feuerkräfte in der Negevwüste hinter sich lassend, wurde eine Rast an deren nördlichen Rand eingelegt. Das wie Jerusalem über 800 Meter hoch gelegene Mitzpe Ramon bot ein Ehrfurcht einflößendes Naturschauspiel auf den gleichnamigen Erosions-Krater, der Jonathan an den Grand Canyon erinnerte. An die mit Brian und Sharon Tate verbundenen Naturerlebnisse denkend, fragte sich der Tourist, ob es auf der Kanaan-Ranch von Abraham und Sarah wohl ähnlich aussieht. Ein Stück Himmel auf Erden hatte sich ebenfalls Israels zionistischer Gründervater David Ben Gurion herbei gewünscht. Er fand seine letzte Ruhe im benachbarten Sede Boker Kibbutz, wo er den Lebensabend im verheißenen Land verbrachte. Die nächste geruhsame Rast versprach die sich nach Frieden sehnenden Kleinstadt Sderot. Jonathan traute beim Brezel-Einkauf auf dem Boulevard seinen Augen nicht, als er neben den schwäbischen Backspezialitäten die Sillenbucher Konditormeisterin Iris Veit antraf. Die gottesfürchtige Volontärin erteilte ihren israelischen Berufskollegen Unterricht und kümmerte sich am Gazastreifen, wo viele Menschen sich um ihr Leben sorgen, für Raketen hafte Umsätze.

Am Mittelmeer Richtung Norden entlang fahrend, gelangte das Vehikel an den Bestimmungsort, einen der ältesten Häfen der Welt. Das einstmals von Kanaanitern bewohnte und von Ägyptern eroberte Jaffa wird häufig in den alten Schriften erwähnt. Der Ort diente für Salomo zum Verschiffen der Zedern aus dem Libanon, für Jona zur Flucht nach Tarsis und für Petrus als Ausgangspunkt zur Sendung zu den Heiden.

In dem im Zentrum gelegenen Einfamilienhaus gab es ein Wiedersehen mit der tüchtigen Elisheva, die für das Abendessen gesorgt hatte. Fast alle der aus Deutschen, Österreichern, Schweizern, Schweden und Schotten bestehenden Gemeinschaft nächtigten im Freien. Die große bedachte Veranda bot neben zusätzlichen sanitären Einrichtungen für die Frauen, die Unterbringungsmöglichkeit für ein Matratzenlager. Jonathan und Christoph suchten Unterschlupf auf dem Boden. Sie befestigten ihre Moskitonetze an den über ihnen befindlichen Tischplatten. Die darüber nächtigende Elisabeth bekam diesmal auf ihrem Tischaltar eine weichere Gummi-Unterlage und mit Phoebe eine Anstandsdame als Nachbarin verpasst.

Am nächsten Morgen wurde die Lokalität fürs Frühstück umgebaut. Jeder Teilnehmer ließ sich als Helfer einplanen. Nach dem Abspülen übte der deutsch- und englischsprachige Musikverein neuhebräische Lieder, die von Elisheva harmonisch auf der Gitarre begleitet wurden. Jakob predigte in Englisch über die Früchte des Geistes. Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung wären Charaktereigenschaften gegen die kein Richter der Welt ein Urteil fällen kann. Der von der blonden, hübschen, zweiten Elisabeth übersetzte Straßenevangelist motivierte zum Schluss in gebrochenem Deutsch: „Där Härr gäbä euch viel Liebe und Kraft in de Heilige Geist.“ Mit reichlich Literatur im Gepäck bildeten sich wiederum Zweierteams, die nach einem halbstündigen Fußmarsch in Tel Aviv angelangten. An einer Freitreppe des Strands sang die erfreute europäische Einheit eingangs ein eingeübtes eingehendes Psalmen-Lied. Jakob Damkani erklärte in Iwrit der sich ansammelten Menge, dass seine Freunde aus verschiedenen Nationen nach Israel gekommen sind, weil sie das Volk der Juden lieben und segnen möchten. Danach begann Jonathan mit Phoebe, seine Autobiographie „Lama davka ani? – warum gerade ich?“ an die Umstehenden umsonst zu verteilen. Ein ultraorthodoxer Gottesfürchtiger rastete aus und schlug Fischer die verhasste Lektüre um die Ohren. Jonathan erinnerte dies an seinen Albanienurlaub. Er begriff, dass die Ordensschwester Hanna, ihm diesmal als verwandtschaftliche Hilfe nicht beistehen konnte. Eventuell freute sich die enthaltsame Nonne dafür über ihn im Himmel. Als selbst die Bücher verteilenden Stein-Kinder von den übers Handy herbei gerufenen, keine Rücksicht nehmenden Yad Le Achim Religions-Polizisten verhauen wurden, ergriffen die Eurovisions-Schlagersänger allesamt die Flucht. Fischer nahm Leontopoulou an der Hand, indem er auf den konvergenten römischen Pflastersteinen, den austobenden, iranisch-oppositionellen Leibwächtern entfloh. Ganz wie später der im Nahost-Konflikt für Frieden bzw. gute Auslandsbeziehungen sorgende Straßenkämpfer, Marathonläufer und Ehrendoktor Joschka. „Mit dir kann ich ja von Tel Aviv bis nach Haifa rennen. Für ein Modell hast du eine echt gute Kondition Phoebe. Woher kommt denn das?“, fragte der Jogger seine Trainingspartnerin bewundernd. „Dreimal darf der Außenminister Fischer raten welche Nation die Olympischen Spiele erfunden hat“, neckte ihn das griechische Höckernäschen, „aber im Ernst, mit dir im Schlepptau komme ich Student viel besser voran, als in meinem revolutionären Frankfurter Fitnesscenter.“ Die beiden hatten sich erfolgreich abgesetzt und schlenderten eng umschlungen über den Karmel-Markt. Jonathan wurde an ein Versprechen erinnert: „Phoebe, wenn es nach mir ginge würde ich dich vom Fleck weg heiraten. Aber ich habe Pastor Ulf gelobt, dich bis zum Ende der Freizeit nicht anzurühren.“ „Erstens mal, bin ich nicht so leicht wie fünf Frauen zu haben und dieser meine gute Laune verderbende schwedische Sittenwächter wird mich nie trauen“, ärgerte sich die Trennende. An einem gedrängten Textilienstand angekommen tätigte das Traumpaar einen Frustkauf. Phoebe leistete sich eine eng taillierte weiße Levis-Jeans und Jonathan ein bissiges grünes Lacoste Poloshirt. Der saubere Verkäufer versicherte billigend, dass es sich um waschechte Originalware handelte, derweil der erste Handspülgang ein schrumpfendes, ausbleichendes Ergebnis zu Tage förderte. „Jetzt probieren wir einmal in der nobleren Geschäfts-Zone, ob wir als Powerseller versandkostenfrei mehr Bücher an den Mann bringen Jonathan“, eiferte die einen Marketingerfolg erzielende Amazone. Come – Komm. Der erste einsame Fisch zappelte im Netz. Der mitten ins Herz getroffene russisch-stämmige Jude, versprach nicht nur das Taschenbuch zu lesen, sondern lud daneben die Touristen in eine Lebens-Künstler-Bar zum Aperitif ein. Dort sah der erbitterte Jonathan nur schwarz und Phoebe bekam kurzerhand Heimweh, weil der an Melancholie und Hypertrychose leidende liebesbedürftige Hyperchonder die feminine Aphrodite alleweil am oberen Schenkel betatschte und ohnehin keine gewichtigen Schekel dabei hatte.

Die Lebensfreude kehrte zu den flüchtenden, blamierten Werbestrategen und unwissentlichen Zechprellern auf dem Heimweg zurück. Sie beobachteten, wie ein ihn bekanntes berauschtes Paar in knallroten Coca-Cola T-Shirts meist vergeblich versuchte, die schwere Ware im Handgepäck los zu bekommen. „Warum soll es Elisabeth und Christoph besser gehen als uns?“, fragte Jonathan nach. Phoebe attestierte: „Könnte sein, dass Christoph mutiger ist als du und anstelle, vor jedem Problem weg zu rennen, seinen Mann steht.“ Dieser Kommentar saß wie ein Schlag. Der in seinen Gefühlen verletzte Eheanbahner wusste sich nicht zu helfen. Er schwieg.

„Hey Jonathan, warum so traurig. Schau mal was mir Christoph alles geschenkt hat!“, forderte die herbei eilende Schätzle auf. Neben einer goldenen Kette mit Davidstern trug sie neuerdings auch einen Ring. „Freut mich für euch“, bezeugte Jonathan unredlich, „ich wusste gar nicht was für ein forscher Angreifer du bist, Christoph.“ „Klar doch. Ich hab dich schon bei unserer ersten Begegnung im Schach in Sindelfingen ausgestochen“, gab Ziegler an, „außerdem habe ich dir meinen von Gott gegebenen Traum, über das zu erwartende Israel-Freundschaftsgeschenk bereits am Stuttgarter Flughafen mitgeteilt.“ „Was du spielst Schach? Ich war Württembergische Mädchenmeisterin“, unterbrach Elisabeth, die in die Klagemauer einen Zettel, mit der Bitte um einen intelligenten Mann gesteckt hatte. „Phoebe, bist du fit im königlichen Spiel?“, wollte Jonathan einwerfend wissen. „Ein bisschen. Ich habe mal gelernt, dass die Damen auf mehr Felder springen können als der Schutz suchende, rochierende König. Aber diese en passant- und Pferdchenhüpf-Regeln fand ich auf Dauer zu umständlich.“

In Jaffa angekommen brach der Schach Virus vollends aus. Ziegler besorgte von Damkani ein Holzbrett mit Figuren, um Schätzle zu zeigen, wer der Stärkere ist. Elisabeth ließ sich allerdings nicht bezwingen und hatte in einer zweiten Partie auch Jakob kurz vor dem Matt, bis dieser, den Untergang aufhaltend, die Essenszeit für angebrochen hielt. Darauf mischte sich Einstein ins Geschehen ein, um ebenfalls den Kürzeren zu ziehen. So wurde kurzerhand ein Turnier jeder gegen jeden, der will, ins Leben gerufen, aus dem sich Jonathan wohlweislich heraus hielt. Sein Kommentar lautete, dass Jesus Christus durch Kreuz und Auferstehung den größten Sieg über Sünde, Krankheit und Tod, bereits errungen hat und den Schlüssel des Hades in seiner Hand hält.

Die ausländischen Gäste verweilten eine Woche in dem, an einen alten Missionars-Friedhof angrenzenden, Einfamilienhaus in Jaffa. Neben den geistlichen Teilen bestehend aus Lobpreis, Gebet, Bibelarbeiten und der Verbreitung der Guten Nachricht, boten sich viele weitere angenehme Freizeitaktivitäten an. Phoebe genoss es, wiederholt mit Jonathan in den naheliegenden Gan HaPisga Gipfelgarten zu spazieren, um die großartige Aussicht auf die Tel Aviver Bucht auszukosten. Die malerische Idylle des Palmenparks lieferte die spirituelle Kulisse für unsinnliche platonische Gespräche. Peinlich berührte die Lustwandler, die auf der Wiese heftig knutschenden Schätzle.

Christoph Ziegler fühlte sich neben dem Rasensport im Wasser bestens aufgehoben. Durch sein regelmäßiges Krafttraining hatte er ein für sein junges Alter beachtliches breites Kreuz entwickelt. Seine sportliche Brust- und Oberarmmuskulatur stellte er gerne am Badestrand von Tel Aviv vor allen Leuten durch seine Handstand-Kunststücke zur Schau. „Jonathan, magst du nicht mehr plantschen und etwas von diesen Schwarzenegger Pulver-Proteinen einnehmen“, fragte die sich sonnende griechische Leibeskultur-Befürworterin. „Nein danke, ich versuche, im Gegensatz zu Arnold, ohne Vitamin B erfolgreich durchs Leben zu kommen und habe als leichtathletisches Ideal die Kenianischen Läufer zum Vorbild“, konterte der im Schatten liegende Eifersüchtige. Ein sportlicher Wettkampf anderer Art entwickelte sich. Der widerstandsfähige Jakob Damkani forderte den übermütigen Adonis Ziegler zum Schwimmmarathon heraus. Anstelle die Strecke nach Jaffa zu Fuß zurückzulegen, versuchte der unermüdliche Endvierziger den schaumschlagenden Anfangszwanziger im Wasser nass zu machen und zu düpieren. Die alte „Unterschätze niemals dein Gegenüber“ Weisheit sollte sich wieder bewahrheiten. Ein anderes Problem ergab sich für den heftig protestierenden Jonathan, als Phoebe und Elisabeth sich von zwei feschen fremden Jünglingen in ihr Ruderboot einladen ließen, um das Geschehen vom Meer aus zu beobachten. Er spürte, dass bei der Sache etwas nicht stimmte. Die prompte Bestätigung zeigte sich, als das Schlauchboot ins offene Meer abdriftete. Der mit seinem Fernglas spähende Bademeister zeigte in seinem überhöhten Holzhäuschen vollstes Verständnis für Jonathans Bedenken. Denn die Signalfarben-Bikinis von Schätzle und Leontopoulou waren gerade eben unfreiwillig durch die beschnittenen Bengel über Bord gegangen. Die gemeinsame Verfolgung der Oberteile mit zugehöriger Rettung der barbüsigen Badenixen nahm mit einem Aussenborder ein zügiges Ende. Der majestätische Spion Fischer fühlte sich in seinem imitierten Krokodils-Polo-Shirt wie der König oder Märchen-Prinz Charles, weil ihm die zwei spärlich bekleideten „Diana Fruchtbarkeits- und Jagdgöttinnen“ gleichzeitig um den Hals fielen. In so einem polygamen Moment würde es sich lohnen, zum Islam zu konvertieren, überlegte der für kurze Zeit vergötterte Untergangs-Prophet, der tröstend die kullernden Tränen von Phoebes erschauderten Wangen abwischte. Im alten Hafen von Jaffa andockend, fiel Elisabeth ihrem abgehängten, untergegangenen Christoph um den Hals, der ebenfalls im weiten, welligen Meer seine Grenzen aufgezeigt bekam.

Die abendliche Schabbat-Feier vergegenwärtigte durch Wein und Matzen das Pessach-Fest, und erinnerte Jonathan an eine historisch bedeutungsvollere Befreiung und Meeresdurchquerung. Dem seit altersher verwöhnten Sieger gefiel es, auf der Gewinnerseite des Lebens zu stehen. Er erhoffte sich für das Volk der Juden, dass sie bald, wie Rebekka, den Schleier vom Gesicht genommen bekommen, um auf den Bräutigam Isaak – übertragen Jeschua – zu treffen. Oder sie sollen, gleich den elf Stammes-Fürsten, in ihrer Not erkennen, dass ihr verkaufter in die Fremde gegangene Bruder Joseph, als Vorschattung Jeschuas, der königliche Retter ist. Der an Seder erwartete wieder kommende Elia, glaubte Jonathan, ist als Sohn des Zacharias und der Elisabeth längst erschienen. Denn es verstummte nicht wieder der Täufer, dem der Kopf abgeschlagen wurde. Johannes erläutert heute noch im Evangelium und wie auf einem silbernen Tablett: „Siehe das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“

Die Zeit in den Ferien geht meist viel zu schnell vorbei, doch Jonathan sehnte sich beim folgenden Park-Spaziergang in den Passagierraum eines überfliegenden Jets, wo er Phoebe einen fünfminütigen Zungenkuss geben wollte. Die aufmerksame, clevere Flugbegleiterin hielt durch ihre Beziehungen später eine Überraschung parat. Weniger verwundert zeigte sich Jonathan, als er in der Dunkelheit Christoph beim schmusenden Versteckspiel auf einer Parkbank entdeckte: „Ihr Lieben, habe ich euch schon die Ballade von Maxime Trächtig vorgetragen?“ „Bitte nimm Rücksicht auf unsere Gefühle und verbreite nicht wieder eine von deinen Frankenstein-Horrorgeschichten“, bat Schätzle. „Ja Jonathan, wir haben auf den Meereswogen genügend Leid erfahren“, pflichtete Phoebe bei. „Ich verstehe gut, dass ihr auf meine Warnungen nicht hören wollt. Ich persönlich wünsche mir mindestens drei Kinder, und ihr?“, lenkte Fischer die Unterhaltung in ein anderes Fahrwasser. „In meine Lebensplanung passt höchstens ein Quälgeist. Das müssen wir noch ausdiskutieren“, war sich Phoebe sicher. „Ich muss erst einmal mein Theologiestudium beenden. Bei den sechs Anabolika-Pillen, die ich täglich schlucke, brauche ich mir keine Sorgen um meine Fruchtbarkeit zu machen“, wusste der Apotheker im Bodybuilder. „Christoph, dann versuch eine Hormon-Pille für den Mann weg zu lassen. Die Zahl der Barmherzigkeit ist sowieso fünf“, hatte die begnadete Elisabeth, als sie sich vor fünf Monaten zurück zog, in der Bibel heraus gefunden. Und in der Tat würden die Hochzeitsglocken für alle fünf minus eins im nächsten Jahr läuten. Von den Park-Spaziergängern traten sogar fünf plus eins in den Ehebund ein. Der weltweit wirkende Jakob Damkani hatte nicht alleine die Vision mit dem Missionswerk „die Posaune zur Rettung Israels“, das zweite, nahe Kommen des Bräutigams Yeshua Ha Mashiach anzukündigen, sondern er befand sich, im kühlen Garten wandelnd, selbst auf Brautschau. Die zu überzeugende Blondine an seiner Seite diskutierte mit dem Gottesstreiter so laut, dass die gemeinsame Zuneigung Jonathan nicht verborgen blieb. Mit der fleißigsten Posaunen-Elisabeth schickte der Herr Jakob einen besonderen Segen aus Deutschland. Ihre gemeinsame Vision ein größeres Haus, als Ort der Einheit zu bauen, erfüllte sich unlängst durch das fünfstöckige Hotel Gilgal in Tel Aviv.

Phoebe und Schätzle machten sich einen Spaß daraus, ihren Untermietern die Füße aufzudecken und wachzukitzeln. Der dürftige Terassenschlafsaal durfte in Richtung Galiläa verlassen werden. Die Reise von Petrus zum Hauptmann Kornelius wiederholend, waren die Touristen bald mit ihrem Reisebus in Caeserea angelangt. Die Kreuzfahrerruinen, das Amphitheater und das Aquädukt boten eindrücklichen Altertumsunterricht. Auf der Weiterfahrt nach Haifa erklärte Einstein, dass neben dem in römischer Gefangenschaft lebenden Paulus, selbst der berühmte Jude und Geschichtsschreiber Josephus in seinem Testimonium Flavianium das wunderwirkende Leben Jesu bezeugte. Durch die Lektüre von Werner Kellers Buch „Und die Bibel hat doch recht“ wäre es ihm als Wissenschaftler, aufgrund der vielen archäologischen Beweise leichter gefallen, dem Wort Gottes zu vertrauen. Inzwischen sei ihm mit Hilfe seines Computers ebenfalls gelungen, die göttliche Inspiration der Bibel mathematisch zu beweisen. Ivan Panin hätte schon vor hundert Jahren von Hand errechnet, dass der erste Vers der Torah „Am Anfang erschuf Gott Himmel und Erde“ nicht nur aus sieben Wörtern, gleich den 7 Tagen der Schöpfungsgeschichte, sondern aus über 28 anderen Siebener-Mysterien besteht, wenn man die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabeths mit ihren Zahlenwerten berücksichtigt. Seine welterschütternden Entdeckungen wurden von der Öffentlichkeit mit dem absurden Argument abgewiesen, andere Texte und Sprachen würden dies auch hergeben. „Wenn ich dir zuhöre Walter wird mir ganz schwindelig. Können wir nicht das Thema wechseln?“, bat Phoebe. „Ok, dann verlassen ich Mathe und erteile Erdkunde- und Biountericht“, fuhr der Professor fort, „die Scharonebene hier ist das am dichtesten besiedelte Gebiet Israels. Sie wird intensiv landwirtschaftlich genutzt zum Anbau von Honigäpfeln, Zitrusfrüchten, Avocados, Baumwolle, Gemüse und Wein. Die kultivierte Scharonfrucht, die von der Gattung der Kaki-Ebenholzbäumen geerntet wird, gab der Ebene den Namen. Der wissenschaftliche Name Dyospyros Kaki bedeutet soviel wie Frucht des Zeus.“ Der genervte Leontopoulou entglitt: „Jetzt lässt der Historiker unseren Olympischen Gott durchs Feuer kacken. Einstein, du bist von Sinnen. Das große Wissen bringt dich um den Verstand.“ Der gefrustete Walter drehte sich zur Seite, wo ihm seine Fremdsprachen-Gemahlin Silvia zum Trost flüsternd einen Kuss auf die Wange gab. „Vom Genie zum Wahnsinn ist es vermutlich nicht weit“, mischte sich Jonathan ein, „Liebste, für mich bist du die schönste aller Rosen von Scharon. Eine besonders hübsche und wenig dickköpfige Scharon, die jetzt drei Kinder hat, ist mir in Phoenix zum ersten mal begegnet. Darf ich dir von der bekehrten Hexe erzählen?“ Jonathans spannende Erlebnisse der USA-Reise fand die angebetete Prinzessin aufschlussreicher. Bunt ausgemalte Märchen sind oft schöner als die Wirklichkeit des grauen Alltags.

Die deutsche Siedlung in Haifa zeugt von Protestanten, die in Nordisrael den Weltuntergang erwarteten. Besonders hart gesottene süddeutsche Templer erbauten in der Mitte des 19ten Jahrhundert als lebendige Mt-6-33-Steine ihre Häuser. Als Waffen trugen sie nicht ritterliche Schwerter und Schilde, sondern Nächstenliebe und Vergebung. Damit seine nützliche Untertanen nicht gänzlich ins gelobte Land abwanderten, schuf König Wilhelm I. von Württemberg als Sammlungsstätte das Heilige Korntal. Die Pietisten bekamen bereits 1819 ein Steuerprivileg und wurden vom Wehrdienst und Eiden befreit. Die große Hafenstadt Haifa bildet mit ihren terrassenförmig angelegten Persischen Gärten einen besonderen Anziehungspunkt für Touristen. Ein Wahrzeichen ist der im Zentrum des Karmelhangs befindliche Schrein des Babs. Wie viele Religionsstifter wurde Sayyid Ali Muhammad von seinen Landsleuten hingerichtet. Anstelle die Stufen zu dessen Friedhof zu erklimmen, überredete Elisabeth Schätzle die Reiseleitung, die Begräbnisstätte ihres Vorfahrens Christian Feuerbacher zu besuchen. Dort traf sie zu ihrer großen Überraschung auf Julia Rüger, die einen kurzen Abstecher zum Grabstein ihres aus Bernhausen ausgewanderten Großvaters machte. Die meisten Teilnehmer warteten, wie der nichts ahnende Jonathan, in dem gleich weiter fahrenden Bus. Das nächste Ziel war der 1963 durch Schwester Emma Berger entstandene christliche Beth-El-Kibbutz von Zichron Jaacov. Jakov deckte sich in dessen Arche Noah Fabrikverkauf mit Gänsedaunen ein und ließ diese in ein Baumwollleintuch nähend einpacken. Einstein erkundete ein vor Chemie-Angriffen schützendes abgedichtetes 6-Personen-Zelt, dessen handbetriebenes Filtersystem für saubere Atemluft sorgte. Auf wenig Verständnis stieß bei Jonathan, die von den schwäbischen Tüftlern entwickelten Bunkerentlüftungssysteme, da der erste Petrus sowieso die Zerstörung der Elemente durch Feuer vorhergesagt hatte und das atomare Vernichtungspotential die Erdbewohner vier mal auslöschen könnte. Der spätere von Saddam Hussein angeordnete Beschuss durch irakische Scud-Raketen sorgte dafür wie geplant für kräftige Umsatzzuwächse bei den Nischen-Anbietern. Jonathans eigene passive Einstellung änderte sich beim folgenden Besuch der nördlichen Grenzstadt von Kirjat Schmona, als die Libanon-Erkunder wegen eines überraschenden achtfachen Katjusha-Raketenbeschusses im Keller-Schutzraum Zuflucht nehmen mussten. In dieser Todesangst-Situation wurde das Kuschelverbot von Ulf Gouderner aufgehoben. Seine aus Uppsala stammende Sekretärin und Schriftstellerin Angela-Berit Ekman war dermaßen eingeschüchtert, dass sie sich Ulf um den Hals warf. Der kühle Schwede taute sichtlich auf, indem er ebenfalls die Mitarbeiterin an den Schultern streichelte. Elisheva, die eine gewisse Ähnlichkeit mit der blonden Angela-Berit aufwies, behauptete, dass viele männliche Singles verklemmt gegenüber den Gefühlen und Zuneigungs-Bedürfnissen, der in sie verliebten Frauen seien. Sie müssten erst von Gott in lebensbedrohliche Situationen gebracht werden, damit sie von ihrer Blindheit geheilt werden. „Ich bestimmt nicht“, sagte Jonathan, der Phoebes Samtpfote anpackte. Die jugendlichen Schätzles zogen es vor, sich auf die Toilette zurückzuziehen, weil sie es vor lauter Aufregung nicht mehr aushielten.

Das nächste Übernachtungsquartier, ein Campingplatz am See Genezareth bot eine romantische Kulisse für die vier Liebespaare. Jakob und Elisheva hatten mit dem am flachen Trinkwasser liegenden Kiesstrand eine gute Wahl getroffen. Die Umgebungstemperatur und das Wasser war so warm, dass man baden oder im Tanga den Sonnenuntergang beobachten konnte. „Phoebe, jetzt bin ich im Toten-, Roten-, Mittel- und Galiläischen Meer geschwommen. Wie findest du das?“, erkundigte sich Jonathan. „Den Urlaub in der Gruppe habe ich mir anders vorgestellt“, befand die an der Seite Sitzende, „ich finde es gemein, dass ich nicht mit dir im Toten Meer baden konnte.“ „Das können wir ja nachholen, wenn wir verheiratet sind“, glaubte Jonathan. Der mit Elisabeth schunkelnde Christoph schien, unterm Wasser zu aufdringlich zu werden, denn Schätzle flüchtete ans andere Ufer: „Phoebe, ich schlage einen Partnertausch vor. Du beteiligst dich am Wettschwimmen mit Christoph, und ich messe mich mit Jonathan bei einer Privatpartie im Schach!“ „Ok, Abwechslung und etwas mehr Sport tut gut“, zeigte sich die übers Löwenzahngras davon eilende Leontopoulou einverstanden. „Warte Liebste, ich war in der Sportkompanie in Warendorf, das habe ich dir noch gar nicht erzählt“, rief Fischer hinter her. „Echt, warst du Angelzielwerfer oder gut im Dauerlauf?“, zeigte Schätzle wertschätzendes Interesse. „Oh ja, ich hab viele Spitzensportler in der Kantine und im 5000 Meter Lauf abgehängt. Was mein einstiges Hobby war, sage ich dir am Ende der Partie.“ Elisabeth und der kiebitzende Einstein waren nicht wirklich erstaunt darüber, dass der Ex-Weltmeisterschafts-Träumer gewann. „Ich habe Jonathan in die Schachgemeinschaft Fasanenhof gebracht, wo er immer besser wurde“, wusste Walter Stein und Schätzle gab zu: „Und ich habe schon als Azubine nicht nur begeistert seine Lehren über das Bankwesen, sondern auch seine Bundesligapartien nachvollzogen.“ „Aber warum hast du mir nie gesagt, dass du Schach spielst?“, wollte Jonathan wissen. „Weil du dich ohnehin vom Wettkampfsport verabschiedet und kein Interesse an meinen Briefen gezeigt hast“, war das Argument der Mädchenmeisterin.

In der Nacht hatte Jonathan einen Traum nach dem anderen, in dem ein von ihm gebautes Kartenhaus immer wieder zusammenfiel. Beim Aufwachen in seinem Schlafsack fühlte er sich richtig durchgeschüttelt und durcheinander gewürfelt. Wie gut es ist zu wissen, dass viele nächtliche Trugbilder aus der Seele kommen.

Ein tiefes Unbehagen legte sich auf Jonathan in den Morgenstunden, über Jakobs Absicht, die israelischen Soldaten auf den Golanhöhen zu besuchen. Ihm wurde immer wieder mulmig zumute, sobald er den jungen Leuten mit ihren Tarnanzügen und Gewehren auf der Straße begegnete, aber nun nahm Schaul, der Busfahrer, zunächst Kurs auf den Berg Hermon und das 1000 Meter hochgelegene Vulkanplateau. Das Passieren von zerbombten syrischen Geisterstädten sorgte für weitere Beklemmung bei dem stillen Beobachter. Den ersten Halt machte die Gruppe bei einem Panzerwrack aus dem Sechstagekrieg von 1967. Die Stimmung verbesserte sich. Schätzle kletterte auf das Kanonenrohr und immer mehr Damen taten es ihr gleich, um auf ein Foto zu kommen. „Jesus war ein Pazifist!“, meldete trotzig Fischer. „Stimmt, denn seine wahren Nachfolger haben nicht mit Schwertern gekämpft, weil sein Reich nicht von dieser Welt ist“, stimmte der Kriegsgegner Einstein zu. Gouderner entgegnete einen konträren Jesus-Ausspruch: „Meint nicht, dass ich gekommen sei Frieden auf Erden zu bringen, ich bin nicht gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ „Das bezieht sich auf Kämpfe und Entzweiung in der eigenen Familie, weil Jesus fordert ihn mehr zu lieben als Vater und Mutter“, beendete der Fahnenflüchtling Damkani die Diskussion. Jakob führte den mit Israel Nationalflaggen ausgestatteten Korps ein Stück weiter im Bus zu intakten Panzern und Geschützen. In seiner typischen, aufgeschlossenen und kühnen Art verkündigte er vor dem Zahal-Kommandant den Anlass der internationalen Visite und bat darum, von der Gitarre begleitete Schalom-Lieder vortragen zu dürfen. Diese Abwechslung war in der staubigen Umgebung willkommen. Jonathans Abneigung und Zurückhaltung war unbegründet, denn nach den hebräischen Songs, ergaben sich viele freundschaftliche Gespräche zwischen den ausländischen Besuchern und den ihr Leben riskierenden Wehrdienstpflichtigen. Deshalb übte die Truppe das Manöver gleich nochmals ein, an einem weiteren trockenen Sammlungs-Ort. Als der Bus die Rückfahrt hinunter zum See Genezareth antrat, durchquerten die Ausflügler blühende Landwirtschaftsanwesen. „Neben den Apfelplantagen wächst auf dem fruchtbaren, verminten Boden einer der vorzüglichsten Rebsorten“, wusste Einstein. „Griechischer Wein ist so wie das Blut der Erde. Jonathan, kosten wir den Golan-Traubensaft in einer Taverne aus? Udo, mein Opapa hat selbst mit 66 Jahren Spaß daran“, regte Phoebe an. „Freilich, im Wirtshaus da fängt das Leben an. Walter, wo werden wir in dieser verlassenen Landschaft fündig?“, Jonathan erkundigte sich weiter, „ob die 2000 berauschten Säue über den Südosthügel in den See stürzten?“ „Ja, das ist die Gegend der Gerasener, wo Jesus den einst angeketteten Nudisten von seinen Dämonen befreit hat“, tippte der in München promovierte Stein. „Wenn das der bayerische Tierschutzbund erfährt, verbannen die die Kruzifixe aus den öffentlichen Gebäuden in die Justiz-Vollzugsanstalten“, mutmaßte Phoebe. „Da man die in die Schweine fahrende Legion nicht sehen konnte, wäre Jesus aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Die Leute hatten trotzdem soviel Furcht vor ihm, dass sie den Befreier darum baten wegzugehen“, erinnerte sich Silvia.

Der anvisierte, einst heftig umkämpfte Kibbutz von En Gev lud zur Besichtigung der Kuhställe ein. Bei dem Anblick von so viel Fleisch und Milch bot sich die Einkehr in das prämierte Ausflugslokal an, wo sechs fränkische Volontäre Wein und Fisch auftischten. „Wenn ich eine Hochzeitsreise mache, dann nach Kana. Was meinst du Jonathan?“, fragte die künftige Braut, die einen aus sündhaft teuren Barkan Altitude Cabernet Sauvignon und Wasser bestehenden Weinschorle mixte. „Mit dir bin ich immer auf der richtigen Höhe. Zur Eroberung würde ich dich selbst im Golanpanzer von Kanaf ehelichen“, war die Idee des reinen Wein einschenkenden Mundschenks. Die Stimmung stieg. Zum fröhlichen Abschied tanzte und sang die Gesellschaft im Freien ein Hava Nagila. Elisabeth nutzte die glückliche Gelegenheit, um ein paar Taschenbuch-Biographien von Jakob unter die erwachten Kibbutznik-Brüder zu bringen. Ein heftiger Streit mit einem Jeshu – Schwein – rufenden religiösen Papa war die Folge. Laut Israelischem Antimissionsgesetz hätte seine 15-jährige Tochter ein solches Gute-Nachricht-Zeugnis nicht angeboten bekommen haben dürfen. Der handgreifliche Versuch, Damkani dafür zur Rechenschaft zu ziehen scheiterte an Schaul, dem Bus fahrenden Verkehrsminister, der kurzerhand seine Pistole zückte und auf diese Weise die zügige Heimfahrt ermöglichte. So nahm ein weiterer unvergesslicher Tag mit dem abendlichen Bad am Campingplatz ein gutes Ende.

Das folgende Ferienprogramm am tiefstgelegenen Süßwassersee der Erde war einer der Höhepunkte der Reise. Jesus, der Mann aus Galiläa, wählte neben seinen Jüngern, die Seegegend als Zentrum seines Wirkens aus und hinterließ dort in den Evangelien viele seiner Spuren. Der Berg der Seligpreisungen im Norden bot einen herrlichen Blick auf das ruhige Gewässer, dessen auffrischende Winde in der Lage waren, die Wellen gefährlich aufbrechen zu lassen. In dem schönen Garten unterhalb des achteckigen Gotteshauses wurde Jonathan von Jakob eingeladen, eine Andacht über die Bergpredigt zu halten. Die folgende Bibelauslegung handelte von dem radikalen Lebensstil eines Heiligen. Jonathan behauptete, dass jeder Gläubige nicht richtender Pharisäer, sondern mit Christus regierender König und Priester sein soll. Ein wahrer Jünger habe sich an die Forderungen der größten Rede von Jesus zu halten, wenn er den Willen des Himmlischen Vaters tun will. Dann wäre Gott im persönlichen Leben durch sichtbare Zeichen und Wunder erfahrbar. Nach dem anschließenden Abstieg zum Besuch der Brotvermehrungsbasilika in Tabgha, bestaunte der Hobbyfotograf Jonathan das gut erhaltene Mosaik mit dem Brotkorb und Fischen und fragte: „Ulf kannst du mir sagen, warum das nur vier statt fünf Brote sind?“ Der Angela-Berit seine volle Aufmerksamkeit und Sympathie schenkende, eng umschlungene Schwede wusste keine gescheite Antwort: „Klar, wenn du mir erklärst warum Jesus hier einmal viertausend und dann wiederum fünftausend Männer satt gemacht hat.“ Einstein der Zahlenfanatiker subtrahierte: „Ein Brot fehlt, weil die örtliche Versammlung des vierten Jahrhunderts es in der Abendmahlfeier brach. Viertausend ließen sieben Körbe übrig und Fünftausend zwölf Handkörbe Brot. Versteht ihr das nicht?“ „Wenn ich dir zuhöre verstehe ich geistig Arme immer nur Bahnhof!“, diskreditierte Phoebe. „Auch das schwache Geschlecht kann die Symbolik der Gleichnisse verstehen“, bemerkte die selige Silvia, „vier spricht von der Erde und sieben von der Fülle; fünf von Erbarmen und zwölf von Regierungs-Autorität. Für mich will Gott damit sagen, dass er die ganze Menschheit vollständig versorgen kann, wenn seine Nachfolger sich um die Hungernden kümmern. Nahrung ist genug für alle da. Die heute Herrschenden wollen sie nur nicht verteilen.“ „Jetzt wird mir klar warum Jesus betonte, dass die Jünger sich nicht um das Essen sorgen, sondern sich vielmehr vor den durchsäuernden Lehren der Sadduzäer-Teufel hüten sollten“, bekam Elisabeth eine Erleuchtung. Der mit ihr verkehrende Theologiestudent Christoph artikulierte: „So einfach ist es nicht, denn laut der lutherischen Reformation gibt es ein geistliches- und ein weltliches Reich. In der Zwei-Reiche-Lehre des Zwanzigsten Jahrhunderts steht das Evangelium nämlich mit der Sünde im Streit. Wenn wir die Bibel zu wörtlich nehmen, werden wir schnell zu Aufständigen und Ketzern.“ „Das bin ich schon lange in den Augen vieler. Lasst uns die Franziskaner in Kafarnaum besuchen“, gab Jakob die Richtung an. Dem biblische Flüche und Haus des Petrus auf den Grund gehenden Jonathan wurde im zerstörten, ehemaligen Fischerdorf Kapernaum klar, dass wenn der Herr etwas sagt, er es auch tut. Jedenfalls sprechen Chorazin und Bethsaida, die die Werke ihres Erlösers ablehnten und ebenso in Schutt und Asche gelegt wurden, heute noch eine deutliche Sprache.

In dem am Westufer gelegenen Kibbutz Ginosar ergab sich die Möglichkeit der leiblichen Stärkung. Neben dem anschließenden Film über die archäologisch bedeutsame Entdeckung eines 1986 aus dem Schlick geborgenen ca. 2000 Jahre alten Bootes, konnten die original Plankenreste, sowie ein anschaulicher Nachbau besichtigt werden. Ein findiger Museumsprofessor versicherte, Jesus sei nach seiner Verbannung damit weiter über den See gefahren, bis es im Sturm untergegangen ist. Walter Stein empfahl seinem Kollegen vor dem weiteren Dozieren, erst den Wüstenschiff-Schein auf der nahe gelegenen Kamelranch zu machen. Ein Teil der Gruppe ging darauf zum Reiten und der andere lieh sich kleine Boote aus. Der abermals verkitzelte Jonathan erfreute sich im Tretboot an den vom Wasser reflektierten, goldenen Sonnenstrahlen und an seiner anhänglichen Auserwählten. „Ich wünschte mir, ich könnte jede Sekunde mit dir für die Ewigkeit einfrieren“, sinnierte der einhellige Poet. „Ich würde gerne mit dir verschmelzen, stellenweise, diskontinuierlich, aber nicht für immer“, phantasierte die legere, ungebundene Phoebe.

Ein anderes Naturschauspiel bot die stoßweise aufgeführte Multivisionsshow das „Galiläa Experiment“ in einem christlichen Ladenzentrum in Tiberias. Die Schönheit und Artenvielfalt der Natur verdeutlichte darin die Existenz des Schöpfers von Himmel und Erde. Nachdem sich die Touristen mit allerlei nutzbringenden und unbrauchbaren Souvenirs eingedeckt hatten, begaben sie sich ins benachbarte Chinarestaurant. Das reichhaltige Reis-Buffet erinnerte Jonathan mehr an die deutschen Gepflogenheiten, als an seinen dampfgegarten Hongkong-Aufenthalt. Was stand da am Ende auf seinem Glückskeks-Zettel-Zitat? Versäume nicht das kleine Glück, um auf das Große zu warten. In der Nacht betrachtete der schlaflose Fiktions-Star die Sterne. Er überlegte sich, ob seine Wege im kleinen oder großen Wagen vorgezeichnet sind. Was hatte diese Lamborghini-Diablo-Verführerin vorher gesagt? Er würde innerhalb von 24 Stunden auf die ihm vorbestimmte Frau treffen. Da hatte sie sich wohl gründlich mit der Zeit geirrt. Genauso wie Christoph und Ulf, die sich bis in die Morgenstunden mit ihren Partnerinnen unterhielten.

Nach dem Frühstück bekamen die Klatsch-Paare erst einmal einen Rüffel von Jakob Damkani für die Palaver-Ruhe-Störung. Die Freizeit-Teilnehmer hätten dringend Erholung nötig, da in der kommenden Nacht der größte Evangelisationseinsatz bevor stünde. Eine biblische Lehre über Gideons Sieg gegen die Philister folgte. Das Lager wurde abgebrochen. Vergnüglicher gestaltete sich die Nord-Süd-Passage mit dem Ausflugsschiff über den See Genezareth. Jonathan neckte Schätzle auf dem Oberdeck: „Du kannst wohl von Christoph nicht genug bekommen und hältst mit deinem Geplaudere die ganze Sippschaft wach.“ „Du irrst dich, denn ich habe heute Nacht vorgeschlafen. Fischer du hast dir selbst ein Klatschweib geangelt.“ Die griechische Sonnenanbeterin errötete auf dem Oberdeck im Gesicht. Prompt wurde der misstrauische Jonathan auf den grinsenden Verehrer Ziegler eifersüchtig: „Christoph, wir beide sind doch seit dem Schülerkreis und der Englandreise beste Freunde und würden uns nie beklauen, oder?“ „Klar Kumpel. Ich entsinne mich gut an die Romanze mit Helen Richards und deren blümchenhaften Ausgang. Wir beide haben doch den selben Mentor und Lehrer!“, erwiderte der Verbündete. „Jonathan du darfst nicht alles so eng sehen. Dann kommst du viel besser durchs Leben“, erhallte die Phoebe-Philosophie.

Ein schweigsamer Spaziergang von der Bootsanlegestelle, bis zur für den Tourismus erschlossenen Taufstelle Yardenit, schloss sich an. „Die Dinge sind manchmal anders als sie zu sein scheinen“, gab Jonathan verdrossen nach einer Weile weiter. „Richtig, betrachte den kommerziellen Ort hier und vergleiche ihn mit der überlieferten Stelle bei Jericho und Helle kommt ins Dunkel deiner Gedanken“, stimmte Einstein zu. An der braun-grünen Brühe des vorbei fließenden Jordans hatte sich eine Menschenmenge versammelt. Zweihundert Täuflinge trafen die Entscheidung die Stufen an einem Geländer hinunter zu gehen, damit sie ein amerikanischer Wunder-Prediger nacheinander untertauchen kann. Ein von Fernsehkameras aufgezeichneter Bittgesuch an die Partner des Missionswerks um Spendengelder für kostbare Seelen folgte. Der in Israel gebürtige Teleevangelist warb für seine neuesten Kreuzzüge. „Hilft er mit dem Geld den Witwen und Waisen oder Armen und Bedürftigen?“, fragte Jonathan einen mit Goldketten behangenen Leibwächter. „Of course – selbstverständlich. Sein Wunsch ist einen riesigen Truppenübungsplatz in Indien zu mieten, um die größte Menschenansammlung der Geschichte zu dirigieren. Es gelte nämlich, den Rekord eines Polen auf den Philippinen und den eines Deutschen in Nigeria zu schlagen.“ Die Leute klatschten und jubelten auf Handzeichen für Jesus. „Bekommt denn Christus wirklich die Ehre dafür?“, hakte Jonathan unüberhörbar nach. „Taste nicht den Gesalbten des Herrn an!“, lautete der am Kragen packende, wegweisende Entfernungs-Grund des zwei Zentner Mannes. Fischer hatte sowieso keine Lust, wie die anderen, eine leere Flasche mit dem heiligen Wasser zu füllen und mit nach Hause zu nehmen. Die im jüdischen Shop angebotenen, überteuerten Andenken bereiteten Jonathan genauso wenig Freude, wie das Mittagessen. Der Gefrustete fastete lieber. Der letzte Nachmittag an der Küste des Galiläischen Meers diente ohnehin der Erholung.

Die außergewöhnlichste Verschenkaktivität kündigte sich am Schluss der Freizeit an. Eine nicht endende Anzahl von Fahrzeugen schlängelte sich mit zahlreichen jungen Leuten an der überlasteten Uferstraße entlang. Das Kinnereth-Rock-Festival zog sechstausend einheimische Musikfans in den Bann. Ein großes umzäuntes Gelände direkt am See war die Bühne für mehrere israelische Bands, die von 20.00 – 5.00 Uhr nonstop melodischen Lärm machten. Das Posaunen-Team hatte eine Palette mit Billy Graham Büchern organisiert. Der Titel des in Iwrit – Modernhebräisch – übersetzten Bestsellers lautete „Friede mit Gott“. Bei der Bildung von neuen Zweierteams wollte der gute Jakob ebenfalls für Ruhe und Frieden sorgen, indem er die ihm bekannten Liebespaare trennte. Jonathan bekam Elisabeth, Ulf Phoebe, Christoph Elisheva und Damkani selbst Angela-Berit als Verteil-Partner zugeteilt. Mit einem Matanah-Geschenk–Ausspruch überreichte Schätzle haufenweise Bücher, die häufig im nächsten Mülleimer landeten. Die Freaks waren mehr am dröhnenden Sound als an schöner Belletristik interessiert. Hinzu kam, dass die einheimischen Sicherheitskräfte ebenso wenig Verständnis für die Weitergabe von fremden Informationen zeigten. Immerhin nahmen die Sanitäter eines David-Magen-Adom-Rettungsfahrzeugs dem gekrümmten Jonathan aus Mitleid eine ganze Rucksack-Ladung ab. Elisabeth freute sich hinterher darüber, dass sich nun das ganze Krankenhaus bekehrt, während ihr brummiger Untergebener sich lieber als CVJM-Altpapier-Sammler betätigen wollte. Der erleichterte Spaziergang führte an einem Mädchen vorbei, das so entsetzlich schrie, als ob es vergewaltigt würde. In der Finsternis hatten sie vier Männer umzingelt und machten sich an ihrem Bauchnabel und Armen zu schaffen. Der wagemutige, einschreitende Jonathan vergaß nie den Anblick ihres entsetzten Gesichts. Seine Bemühungen um Hilfeleistung blieben jedoch erfolglos. Die Schmerz empfindliche Jungfer war fest entschlossen, sich simultan piercen und tätowieren zu lassen. Nichts änderte daran ein verkehrsregelnder Polizist, dessen nächste Handlung war, den Deutschen das Bücherverklopfen unter Androhung von Strafe zu verbieten. Die Nacht gestaltete sich in der Tat sehr lange. An einem Geheimdepot füllten die Verteiler ihre Taschen nach und trafen auf Phoebe und Ulf. „Wie geht es euch so?“, wollte Jonathan wissen. „Danke könnte besser sein. Es läuft eher unterkühlt hier“, antwortete der Schwede. Die ermüdete Phoebe flüsterte Jonathan ins Ohr: „Kannst du mir erklären, warum der Priester meine ganze Kindheitsgeschichte wissen will?“ „Vielleicht benötigt er die Daten am Tag deiner Trauung“, schmunzelte ihr Verehrer. Einige der Beteiligten machten es sich, wie die Steinfamilie, in ihren Schlafsäcken am Seeufer gemütlich. Die an einem Brot nagende Schätzle wollte sich andererseits nicht zur Ruhe legen. Die Eifrige nahm ihren schwächelnden Angestellten an der Hand und legte weiter drauf los. Der Kreuzungs-Polizist mit Megaphon rief mehrmals etwas unverständliches zu Elisabeth herüber. Pseudo-Übersetzer Jakob Damkani beobachtete besorgt das Geschehen aus der Nähe, wollte sich aber nicht zu erkennen geben. Schließlich fragte der Ordnungshüter Jonathan auf Englisch was sie wieder anstellen. Ein Buch in der Hand haltend antwortete Schätzle zuerst: „Wir heben die weggeworfenen Abfälle auf!“ Damit hatte die ihrer Festnahme entgehende Verursacherin nicht einmal unrecht. Jonathan bewunderte die spontane Elisabeth für ihre Entschlossenheit. Nach diesem Vorfall beschloss Jakob, eine Pause bis zum Ende des Rock-Festivals einzulegen. Mit den ersten Sonnenstrahlen am Morgen strömten die Besucher zurück zu ihren Fahrzeugen. Dies bot die Chance, die großen Restbestände trotz allem an den Mann und die Frau zu bringen. Fischer und Schätzle fassten sich an den Händen, schlossen ihre Augen und baten den Herrn der ganzen Schöpfung um sein Eingreifen. Plötzlich kam unerwartete Hilfe von ungeahnter Seite. Ein schwarz gekleideter Rabbi mit der typischen Lockenpracht ließ sich mitverwickeln. Der Übergeistliche stellte sich auf ein Podest, wedelte mit der verführerischen Missionsschrift und warnte schreiend die vorbei Laufenden davor sie anzunehmen oder gar zu lesen. Gerade das machte die größtenteils säkularen Israelis, die sich von ihrem religiösen Establishement nichts vorschreiben lassen wollten, besonders neugierig. So fand die abgestandene Ware in Rekordgeschwindigkeit reisenden Absatz.

Nach diesem erfolgreichen Kampf freuten sich die erschöpften Teilnehmer ebenfalls die Heimreise antreten zu dürfen. Die Jesreelebene durchquerend wollte Gouderner unbedingt die Felsen von Nazaret und den Berg der Verklärung besichtigen. Der messianische Jude Jakob hatte nicht die Absicht einen Verkündigungs-Krieg mit den Groß-Moscheen verbreiteten Arabern in der Heimatstadt von Josef, Ehemann der Maria, zu entfachen. Der Schlachtplatz von Armageddon in der Ebene von Megiddo bot im Moment ein friedlicheres Ziel. Von Weitem konnte man den anvisierten markanten grünen Gebirgsrücken des abgesonderten Tabors sehen. Wie überall, wo sich etwas Besonderes in biblischen Zeiten abgespielt hatte, wurden Kirchen, an der Stelle erbaut. Die 588 Meter hohe Anhöhe diente im Altertum dafür, fremde Götter wie den Baal anzubeten. Ulf erklärte auf dem Aussichtsturm der Verklärungsbasilika, dass laut der Überlieferung im Buch der Richter die Heldin Deborah diesem Brauchtum den Gar ausgemacht hat. Das brachte mehr Sympathien bei Phoebe, die ihm nicht traute, ein. Sie stellte fest: „Siehst du Jonathan, wir Frauen sind halt doch mutiger!“ „Meine Vision ist es falsche Propheten zu enttarnen, sowie Zauberer und Hexen im Leib Christi offenbar zu machen!“ „Meinst du eine Reinkarnation von Elia zu sein? Für mich klingt das größenwahnsinnig.“ „Gott hat mir aber in einem Traum in England gezeigt, dass ich Manipulation, Herrschsucht und Eifersucht offenbar mache und sogar eine kommende Einheit in den Kirchen beobachten werde.“ Das war für die Ungläubige des Guten zu viel. Nicht so für den relativierenden Einstein und die Schriftstellerin Ekman, die sich bei der Weiterfahrt viele Details von Fischer erklären ließen und aufschrieben.

Die letzte Nacht in Israel verbrachten die Fernreisenden wieder auf der 1000 Sterne Veranda in Jaffa. Jonathan war todmüde. So nahm er gar nicht wahr, wie der neben ihm Stellung beziehende Christoph sich heimlich mit einer Oberschläferin auf die benachbarte Missionars-Ruhestätte verzog. Dafür gab es vor der Abfahrt zum Flughafen die letzte väterliche Ermahnung von Jakob. Er hätte etwas mehr Respekt vor der Totenruhe im Vollmondschein erwartet. In christlichen Kreisen sollte es selbstverständlich sein, dass man sich auf Friedhöfen anständig benimmt. Die angesprochenen Schattengestalten wüssten genau wer gemeint ist.

Seltsamerweise gab Schätzle in der Flughafenhalle dem mit Arkia fliegenden Christoph ihre Kette und den Freundschaftsring zurück. Jonathan verstand die Welt nicht mehr und fragte: „Sag mal, du scheinst dich sogar gut dabei zu fühlen, dass Elisabeth Schluss mit dir macht. Wie kommt das Christoph?“ „Ich habe dir vor dem Hinflug bezeugt, dass in Israel ein besonderes Geschenk auf mich wartet. Gestern habe ich es wirklich bekommen!“, verabschiedete sich Ziegler weiter in Rätseln.

Die schönste Überraschung für Jonathan beim Swiss-Rückflug war, dass er in der Mitte von Phoebe und Elisabeth sitzen durfte. Eine Schweizer Reisegesellschaft mit zahlreichen Kindern löste das nächste Erstaunen aus. Julia Rüger nahm in der Mittelreihe vor Jonathan Platz. „Das gibt es ja nicht, dass wir uns hier treffen. Ohne sie würde ich nicht im Flugzeug sitzen“, bedankte sich Fischer bei der Verwaltungsfachangestellten. „Zufälle gibt es immer wieder im Leben. Wie hat dir der Aufenthalt gefallen Elisabeth?“, fragte Rüger. „Danke, geht so Julia“, war die knappe Antwort. „Was, ihr kennt euch. Wie kommt denn das?“, befremdete sich Jonathan. „Klar wir wuchsen von klein auf zusammen auf. Schließlich sind wir gleichaltrige Cousinen“, erklärte Julia. „Ich bitte um Ruhe. Meine Kolleginnen haben Aufmerksamkeit und Respekt verdient, Freunde“, bat Phoebe die Flugbegleiterin, während routinemäßig die Sicherheitsanweisungen mit den Schwimmwesten aufgezeigt wurden.

Als nach dem erfolgreichen Aufstieg in den Himmel die Gurte abgelegt werden durften, drehte sich Julia Rüger abermals um und sprach: „Jonathan, ich darf doch du sagen. Bei deinem letzten Amtsbesuch blieb kaum Zeit zur Unterhaltung. Darum habe ich dir nicht verraten, dass ich dich gut kenne.“ „Jetzt gib mal keine vertraulichen Informationen von mir preis“, zeigte sich Schätzle besorgt. „Das habe ich nicht nötig, weil ich eine neue Quelle der Berichterstattung gefunden habe“, behauptete Julia bewusst, „ihr vier Turteltauben seid laut meinem unkontrollierbaren Ruf ziemlich kompliziert und unentschlossen.“ „So und warum vier?“, wollte Phoebe wissen. „Ist es nicht so, dass Phoebe mit Christoph, Christoph mit Elisabeth, Elisabeth mit Jonathan und Jonathan mit Phoebe anbandeln wollten? Das Zwitschern die Spatzen längst von den Dächern“, gab Julia bekannt.

So liebe Leserinnen und Leser, jetzt müsste jedem klar sein wer wen heiratet, oder??? Nach dem längsten Kapitel der Story „die Lebensfiktion des Jonathan Fischer“ meinen die Autoren, eine Ruhepause verdient zu haben. Die spätere Auflösung wäre spannend und würde zusätzlich die Phantasie anregen. Hilfreich oder nicht könnte dabei das Betrachten des analogen echten Hochzeitsfotos auf www.JonathanFischer.eu oder des Umschlags eines der 40 Roman-Exemplare sein. Also gut, weil Heiraten so schön und romantisch ist nehmen die weiteren Verwicklungen folgenden Verlauf:

Elisabeth vergoss Tränen, Phoebe war sprachlos und Jonathan dachte nach. Auf einen Schlag machte es klick in seinem Gehirn. Ein Film spulte sich in seinem Innern ab. Vor Jahren hatte er gebetet, eine starke Schachspielerin zu bekommen. Immer wieder scheiterten seine Beziehungen mit Frauen, die dieses Kriterium nicht erfüllten. Auf Charlies Hausdach bekam er ein Gesicht der Silhouette, und in den Sinai-Bergen hörte er sogar die Stimme seiner Erflehten. Niemand schluchzt und weint so wie seine Vorgesetzte Schätzle, die ihr männliches Vorbild im gemeinsamen Hobby, Beruf und Glauben bestens verstand. Wie konnte er nur so blind sein. „Elisabeth Schätzle, möchtest du mich heiraten?“ „Ja du Esel!“

Phoebe organisierte aus der ersten Klasse vier Gläser Sekt. Beim Anstoßen wollte die erleichterte Stewardess von Julia wissen, woher sie wusste, dass sie mit Christoph eine Beziehung angefangen hat. „Dein Zukünftiger telefoniert öfters mit meinem Zukünftigen, mit dem ich öfters telefoniere“, erläuterte Rüger und fuhr fort, „ich habe Markus Ruf über den Feuerflamme Internet Chat kennengelernt und mit ihm in der christlichen Disco in Reutlingen getanzt. Seit dem ist der beste Freund und Gebetspartner von Christoph auch mein bester Freund und Vertrauter. Der neben Rüger sitzende Schweizer Pastor schaltete sich ein: Bevor ihr weitere sündhafte Interna ausplaudert, könnt ihr mir vielleicht erklären welcher Israelreisender sich mit wem verloben will?“ Schätzle zählte auf: „Ich verlobe mich heute mit Jonathan, dann Phoebe mit Christoph, Julia mit Markus, Angela-Berit mit Ulf und Elisheva mit Jakob, klar?“ „Klar, da ist ein großer Kindersegen zu erwarten. Ich empfehle zur besseren Vorbereitung einen Eheberatungskurs und schenke jedem zur Hochzeit mein Buch über das harmonische Familienleben“, neckte lächelnd Ivo.

Beim Zwischenstop in Zürich fanden Jonathan und Elisabeth die passenden Ringe um die Überraschung am Stuttgarter Flughafen bei der wartenden Verwandtschaft perfekt zu machen. Die Hochzeitsglocken läuteten acht Monate später. Die Trauung von Elisabeth Schätzle und Jonathan Fischer führten Georg Müller und Ulf Gouderner in der Filharmonie in Filderstadt gemeinsam als Doppelvermählung mit Julia Rüger und Markus Ruf durch. Da die erdachte Geschichte sich in den guten alten DM-Zeiten abspielte, sei verraten, dass das Euro-Banker-Ehepaar inzwischen die drei erwünschten Glückskinder bekommen hat.

Wer aus Dankbarkeit für die amüsante Gratisstory gerne unser Hilfsprojekt für die Philippinen unterstützen möchte, dem sei der Besuch von filipino-german-mission.de empfohlen.

 

The Trip to Jerusalem

When Jonathan Fischer years ago got the prophecy of the beloved, now deceased grandaunt Sister Hanna that he someday might even become a Catholic bishop, he would never have thought to be reminded of this foresight by handing out protestant invitations at the King Street. The next open evening organised from the YMCA – Christian Association of Young People – was just around the corner. Inviting for the evening event, a group led by pastor George Müller had gathered on the flight of stairs at the Palace Square and began to sing Christian and Hebrew songs, accompanied on the guitar by Christa Müller. Jonathan was frustrated since his eagerly offered flyers for the Israel-presentation were rejected or immediately landed in the bin. Only a passing by Roman Catholic nun, brimming over with life, enthused shared her own journeys to the promised land in desperately recommending also to pilgrimage. As the Franciscan nun who belonged to the Gengenbacher monastery read that Ludwig Schneider of NAI – News from Israel – speaks at the meeting, she wanted by all means also to visit the Protestant church. Nonetheless, the next crisis of meaning arose from the automatically his Roman Catholic church tax paying man of God. At the accidental sight of the travel agency in the Kings building the story hero melancholy recalled his plans to travel to Kenya. Now, he himself ended at the street like one of the flower children from the ’68er generation in making advertisement for Jesus Christ Superstar and a fool of oneself. What would have happened, if he had stayed true to his principles a long time ago, instead of being succumbed by the seductive looks of this to the enemy camp belonging young YMCA girl?

A hand embraced Jonathan Fischer’s shoulder and then two dark-red painted lips left a warm impression on his right and then on the left cheek. Closely related, a black curly, sweet smelling, dark-blue uniformed flight attendant put her mark on his desperate invitation attempts. Phoebe Leontopoulou had recognized her embosomed Hong Kong passenger: „Wow, Jonathan, now you really stand on your ground in offering your body as a living sacrifice that is pleasing to God. I have to stay overnight in a city hotel until my next flight to Rome starts tomorrow morning. Do you invite me to come with you to the open evening?” Jonathan’s breath was taken away. Was this another practical joke of his humorous Father in heaven, helping him along with the ideal woman? “Phoebe, that you immediately recognize me. You look so charming and good enough to eat. May I invite you to my favourite Greek restaurant?“ “Yes of course! But you don’t have to launch out for we have Orthodox Lent. I would prefer to get a warm drink,“ was the grateful response of the perfectly built like a Venus de Milo statue ‚Aphrodite‘. Jonathan examined exactly his new flame, as they both sipped a cup of dandelion & nettle tea and chatted about amazing experiences on the garden terrace. Beside a remarkable little hump on the nose, which the looking like twins, bleached white teeth outstandingly surpassed, twinkling with her coffee-brown eyes Phoebe had a dazzling, flawless appearance. “Please, tell me, do you wear contact lenses since you flutter repeatedly with your beautiful eyelashes?“ was an interposed question of the story hero to pine after his wife. „Not really, perhaps it’s the excitement about your stirring events. How was that? This Magdalena tenderly depressed your eyelids, after you smashed her Lamborghini backwards into your car, and then you fall in love with her?“ The long-desired bachelor told more adventures so that time just fly by. Not to come to late, the newly found couple had to start on their way to the Protestant church. Jonathan began to admire the relaxed behaviour of the Mediterranean Sea residents. Seeking contact, the sought-after beauty lamented how difficult it is in her unsettled profession to find a sincere, wholehearted partner and just for the fun of it began to tickle day-dreamer Jonathan all over. Applying attack as the best form of defence, Jonathan in search of a rib started also to touch his playmate. Hitting on, they really hit it off, as if they go back a long way. The mutual trust and understanding manifested through themselves in a happy hand in hand walk. “Such moments are forever and remain always in our memory. Phoebe, what do you think?“ „I enjoy every day anew and try not to mourn for the past. Tomorrow I take a sunbathe for my face in Italy and in summer I will be bronzed for three weeks in Israel. Are you with me Jonathan?“ „Actually I have to work and my holiday intention is to fly to Kenya, nevertheless, I follow you everywhere,“ promised the long-distance traveller who felt uncomfortable during the following discourse. Ludwig Schneider claimed that Israel is a cup of trembling and a burdensome stone for all nations who gather against it and are opposed to God’s word and promises. Then the brilliant speaker proved his assertions with many Bible scriptures. The audience listened closely to his powerfully eloquent speech and applauded appreciatively at the end. Even the Franciscan nun Scholastica approvingly confirmed that the fiery preaching of God’s truths about his never revoked covenant with Israel is missing on many pulpits. As eager student of God’s Word she even doubted the popular replacement theology, which asserts that the Jews are forever rejected by God because the Christian church acquired their place in inheriting all beneficent promises. Then, considering the atrocities of the Inquisition, the loving Father in heaven must have given up long ago his Christ children. Phoebe and Jonathan nodded one’s assent. Unfortunately, the evening came much too quickly to an end. The two exchanged their addresses. Phoebe lived in Frankfurt and wanted to send her admirer the compulsory reading „Why Me?“ by Jacob Damkani. Remarkably, the Messianic Jew and author organized a summer leisure time in Jaffa where both wanted to participate.

Most important for the banker who got touched straight into the heart was to get his request for time off granted. How would his superior Elisabeth Schätzle, who absolutely wanted to leave herself in the summer time decide? First, Jonathan was met with refusal, since his other colleagues with children were preferably allowed to travel during the school holidays. This was a bitter pill for the newly in love one. He argued with God. Could the Almighty not open a door for him? Or was this even a sign that Phoebe is also not the right woman for him? Why had he to undergo such emotional highs and lows? And then he was asked again as best man for a wedding. Magdalena married. The former prostitute had really found a true protector. First of all, the sparks flew between her and Elymas. In spring, when Elymas went with the thirteen best cell leaders for two weeks in the United States, Maggie decided to take a clean sweep in their common house. She gained entrance in the attic flat of the Edel-Ethos-Center and destroyed all pornographic movies and pictures. In addition, she flogged all the esoteric books and objects in a closing down sale. The killer and real coronation of the day was to call again for the goldsmith of Pforzheim. Save that this time the marvelling clients saw how the gold pyramid was cut in two to sell the own half. A portion of the sales revenue was used to pay a special graffiti-removal company to delete all smearings her coven put on buildings, walls, bridges, and underpasses in order to place opaque curses. Her fiance Frank Stein came up with the idea to confiscate Wicked-Oz’s computer with important secret information as a security pledge in order that the wizard will not tackle their cleanup or even the wedding. Too much of a good thing, the manipulation artist drove up the wall in getting his shirt out. Elymas Wicked-Oz screamed and raged for hours like a small child who has been deprived of his favourite toy. Fortunately he could not know that Jonathan was mandated to keep the PC in his home. The zealous attempt of a wrestling match with Frankenstein was hopeless, facing the muscle mass of his rival. In a choke, powerless Wicked-Oz became even more scared when he noticed that all demonic tattoos had vanished on Frankenstein’s arms. “How in hell could satanic priest Frank get rid of these blemishes?” chief druid Elymas wondered. Not attending, after the systematic ethos center clean up followed a re-baptism of the witch-monster-pair in river Neckar near Plochingen. No wonder, since pastor George Müller had recommended finally to clear the decks. But when Müller immersed the future bridal couple, the greatest miracle happened that the priest could ever testify. At the reappearance of Frank Stein all body paintings had been wiped away, as if the Almighty wanted to say that all sins have been blotted out and sunk in the water. This stimulated the further evangelism and conversion efforts in the red light district. The acquainted residents preferably wanted to touch the arms of Frank Stein and many decided after this miracle testimony also to be baptised. This Frankenstein got not only the skin of a baby, but even his hair growth ceased again. Magdalena evolved in her thinking and action into a kind of ‚Mother Theresa‘, making a large part of her wealth available for the poor. That was just what the tabloids were waiting for, since they shouted from the rooftops that there will be an extra-terrestrial wedding in the with ambassadors for Christ crowded Leonhards Church. Unlike Elymas, the sad loser of the match, Jonathan was not unhappy for he felt only emotions for Phoebe, with whom he was in active telephone contact.

Apart from his numerous talks with Markus Ruf, Jonathan got an unexpected phone call that informed him about the latest developments in the „Look at Jesus“ fellowship. Stuttgart local council member Bernd Scheu bubbled with rage because of a newspaper hoax that brought his family into disrepute and caused plenty of ridicule: „Stork mistakes Babies“ was a harmless headline in contrast to „Clerical Group Sex in undercover Prayer Room produced Cuckoo Children.“ The yellow press took the piss out of an anonymous tip that his daughter Reinhild and son-in-law Martin Peter Anrich regularly pushed around an Asian slit eye baby in the Storchenmuehle buggy, and in the neighbourhood of Heumaden Vera and David Diao transported on a snapshot a purely German looking child in a Roemer baby carriage. Should the Eastern teachings of Bhagwan about free love have spread to the Christian opponents of abortion? Dad Scheu was sure that Wicked-Oz was behind this cunning intrigue. As a result the wizard had taken over the overall management in the Evangelical Free Church, including the Sunday message. David Diao had been also accused that he could not properly deal with money and would be only a Chinese economic refugee. Over and above, he would manipulate his members by his charity requests and psychological terror to drop 10 percent of their earnings to pay the next rent for the Gottlieb Daimler Stadium and the running expenses of the Musical Hall. Due to an increasing hostility in the church service, unending cuckoo children jokes, and ultimately after an emergency board meeting, David precautionary resigned from his ministry. The upcoming evangelism event Jonathan bitterly blocked out, but where did the mistaken babies come from? “Adopted from the youth welfare office and from an orphanage in Cambodia,“ accounted the co-founder of an Aids foundation, Bernd Scheu, and continued: „You have to put a stop to the outrageous activities of Elymas Wicked-Oz. This is not merely my thought for my daughter Reinhild still has a high opinion of you. Thanks to my connections to the city council, I have ensured that you as primary donor get transferred the overall responsibility of the major event. Do you agree?“

„Actually, I run out of steam to compete again with Elymas. What has been scheduled for the evangelism weekend?“ „First of all you can prevent a heavy metal concert and a following mass hypnosis,“ was the beginning of further explanations from the almost father-in-law who produced cans.

Desperately desiring the hour of vengeance, Jonathan knew that fighting Wicked-Oz, pulling all strings Straussinger and crisis sitting out Kempe were three difficult to manage session experts in the common planning committee for the weekend events. After lengthy, unsuccessful attempts to change the program, the technology freak Fischer abandoned with the agreeable proposal only to take over the stage directing at the mixing board. Jonathan’s further suggestion to hire Frank Stein as a personal protection officer and newly-wed Magdalena as caterer, first caused great discomfort to Elymas. Under Wicked-Oz’s precondition that a particular PC pledge will be returned, they anyhow accepted. Thus, the reconciled Christian hypocrites pretended to have a good heart, yet they were left having a sense of foreboding.

Had they but known that soon Frank, Magdalena and Markus come to a secret meeting in the Castle Street in Denkenstadt to discuss numerous internals and to browse one last time the retained computer, their decision would have been certainly different. To begin with, Markus Ruf reported of the journey to the USA, owed to his promoter Wicked-Oz. On the recommendation of Elymas, he had become not only member in the Veritas fraternity, but also in the same-named Masonic lodge. Indeed, he had vowed by his life not to air dirty laundry in revealing secrets, but after a travel participant mysteriously had disappeared in California, he had kept a diary with a record of all malicious incidents. On the one hand, he would have spent the leisure time in the most luxurious places, such as at a huge, ancient castle with Roman baths, and on the other hand he had felt very uncomfortable in spending sleepless nights. The worst part about all this were nighttime cries for help of Katharina Hutter, who had vanished without a trace after the visit of Hearst Castle. Probably drowned, the brave woman at dinner dared to say to Wicked-Oz’s face that he is only a Christian showman, since secretly he performs the worst satanic practices. Subsequently, at her own request, she departed prematurely, never arriving in Germany. The United States in general, and in particular Washington would be one of the most occult power centers in the world. In the House of the Temple he had seen with his own eyes many Babylonian and Egyptian idols dominating the headquarters of the Scottish Rite of Freemasonry. He even witnessed in the Supreme Mother Lodge how an in a nutshell to Stuttgart coming, world famous evangelist worshipped them all. Markus had made a list of his observations, adding the names of many secret society officials, who give themselves to understand in the ignorant public with special internal signals. New World Order agenda letters about the planned dictatorship of the Antichrist, having a big mouth like a lion, would be the most incredible conspiracy. To courier, Wicked-Oz received these important documents for the European headquarters in London and didn’t perceive how Markus risked his neck to clandestine photograph them in the hotel room. As a banker, Jonathan would surely be interested that soon a difficult to remember 22-figure standard account number will be introduced, so that troubled people are more willing to accept the mark of the beast in the form of a microchip on the forehead or back of the hand. After his Las Vegas trip Jonathan himself even would have claimed that the cash would be abolished and in future payments are only possible by computer help. “This is all deeply interesting. What did Wicked-Oz plan else?“ wanted the fired, former bank branch manager to know. „The biggest show will be put on the upcoming weekend in the Gottlieb Daimler Stadium with the „See and Believe“ congress. Elymas thought he could attract and win back Maggie with a mass-ghost-exorcism,“ Markus Ruf had been informed. “Here he comes too late,“ laughed Frank Stein and Magdalena said, „I believe we should put a spoke in his wheel in bringing some of his secrets to the public light. Everything Mark alleged is true. On my own trips to the USA I have participated in a magic haunted castle at a deadly witch-contest, since long ago I got acquainted with the secret brotherhood in all their deceiving blood pledges. As I know, we will find the best inside information of my fussy ex on his PC.“ „Then let’s launch a last search for pebble stone weapons on his hard-disk,“ bold Markus was picking from an embarrassment of riches. Jonathan was pleased tremendously when he joined the unit on his monitor and unzipped the first data packets. Triumphantly proclaimed the fired bank assistant & former church council member: „Amen, Jesus Christ has crushed the head of the serpent. You will all see that soon the demons will bow under our feet.“

But soon after, things looked black at the Saturday event „See and Believe“. The Mega Egyptian Death heavy metal band played the pieces Return to Babylon, Sunrise over Pyramid’s Grave, and Obelisk’s fallen Moonstar. The real kicker was the killer, in ringing thirteen times Hell’s Bells in front of a giant blazing Illuminaty-inscription. Howsoever, the most powerful performance was acted by Elymas Wicked-Oz in front of a vertically projected, moving, fascinating, colossal human eye, similar to the one at the Bregenz Festival. Altogether the rotating, triangular stage area in the form of the all seeing eye was modelled after a medieval altarpiece. Thereby, 60,000 spectators could track the steady-going rotary occurrence in recurring cycles. Wicked-Oz signalized that he wants to set a record for the Guinness Book in celebrating the largest ever mass hypnosis. With the aid of an apparent spirit, he promised all attendees to raise them up like stars to heaven, where lightning angels and all deathly Hallows will appear. All they had to do was simply to watch the magic eye, to lift up the arms like antennas, to open up in a relaxed position, to empty completely internally their minds and thinking processes, and finally to utterly receive the all-embracing worlds spirit. After his hint it was dead silent. The bells of Hell’s Bells began to sound again. The mass had to repeat after Elymas: “I leave my body, now…” With a loud flip of the hypnotist’s finger the entire stadium toppled down as if in a La Ola wave to the ground. Almost all attendants lay on the floor or sat motionless on their seats. Wicked-Oz began to indoctrinate: „Do what you will is to be the entire law. The law of the strong, that is the highest law of Thelema. To kill all enemies of the order and world peace, this is right.“ With another finger signal through the microphone people came around. Many of the stunned bystanders attested that they in reality had seen angels and came to contact with deceased relatives. Suddenly, quietly singing lead vocalist Mick and softly playing guitarist Rory started to scream, to leap like locusts, to shake their manes like horses, to hiss like a snake, until they squirmed with pain on the stage floor. Elymas commanded in the name of Apollyon that demons of torment go out of them right into hell. The authority with which he proceeded made a powerful impression on the band members and the audience, because immediately the situation calmed down. This was the start signal for the main attraction of the evening, namely the acclaimed performance of the most highly respected preacher from the United States. From Jonathan’s point of view the guest speaker with the grey hair looked more like a wolf in sheep’s clothing. The message was about the Supreme Architect of the Universe, in search for many uncut human stones, who rebuilt as a universal brotherhood the Great Temple of Solomon. He who wants to align oneself should come forward. The with black plastic sheeting covered football field filled with people who bowed down in front of the middle-circling stage, to pass their lives to the God of this world. Decision cards were filled out which were relayed to the local Christian fellowships. In addition to the two main churches, even the synagogues and mosques benefited from the redirection of same kind believers. The next day, the newspapers were full of praise for the tolerant, humanistic, cosmopolitan, and ecumenical live faith-spectacle.

The Sunday morning service with the motto „Pro Peace – Understanding the Faith of World Government“ was opened from a singing English Lord who volunteered an ominous version of John Lennon’s imagine accompanied by guitar. Waving farewell, the dear Sir, wearing an obscene Jesus-was-gay-shirt, revealed that he soon will marry his wealth manager, a former Roman Catholic priest, in the Anglican Church. Pleasantly surprised of this good spell, an African Voodoo priest triggered off a shamanic blessing dance to the healing of mother earth, immediately joyfully accompanied by his Indio and Amerindian fellow party members. An all-embracing altar with a golden Buddha statue was erected on stage in front of a tailor-fashion sitting, orange-clad Dalei Lama or another confusing carbon-copy Buddhist delegate. A chief rabbi set up his tallit, teffilin and chanukkiyah, seesawed his upper body, and declaimed a Hebrew peace prayer. Being transported by joy, an Arab delegation brought a Halal sheep and an Imam demonstrated a not quite kosher Islamic call to prayer through the loud speaker. Of course, the Indian Hindu entourage, following a holy, red-dotted cow that was washed with Vatican donated Assisi mineral water, could not be missed. But heaven forbid, the carnal culmination formed a transsubstantiation eucharistic celebration commemorated by an idolized St. Peter’s votary on a huge holy stool. In conclusion, all strengthened religious representatives were allowed to place their blessed books on the table of the Lord and vowed never again to speak disdainful or bad about the other faiths, because the present truth can be found everywhere.

In the overdue midday break, the former witch Magdalena earned the earth at her stalls through hand over fist, money spending catering customers. A panel discussion with illustrious personalities started afterwards to dish out more spiritual food. Hansel Devilkin, a professor of Tübingen theology who graduated in Munich interposed the talking point of a globalizing, nations uniting, bridges building one world religion. Devilkin’s representation of a world ethos in peace, negotiated for the good of humanity ended in a European Constitution completely without any reference to God, since the new anti-discrimination law forbids to offend any person. His friend and worshipful master Johannes Ratzinger provided strong support in speech and in co-founding a Global Ethic Foundation. The current Attorney General demonstrated the importance and necessity to scan any computer online for the effective fight against terrorism and criminals. Singing from the same hymnbook, his lodge brother & Minister of Justice Straussinger demanded to use the military as a domestic police force in response to a terrorist aircraft attack or to any other condition as mass demonstrations. Elsewhere nobody must be astonished about his recommendation to reintroduce death penalty during uprisings in the new EU constitution. Making the case for more tolerance, the real estate expert Karl Kempe expressed his regret that the wrongfully accused Scientology church did not obtain the tax exempt status as it is usual in other countries. For that reason he would like to see how his brethren of the U.S. delegation bring this important agenda on the table of the next G8 summit. Leading through the program, Wicked-Oz explained the audience in the stadium that respectable citizens shouldn’t bother when several life intervening changes in relevant legislation were close to completion. He himself and other members had nothing to hide and no objections if the data of computers were searched online or everywhere in public video recordings would be made. Eavesdropping-proponent Kempe endorsed even more for safety reasons to get films from home as seen in Big Brother, except from the bathroom, of course. So nearly his complete mansion would be monitored by cameras since 1984. Ratzinger campaigned for the innovative microchip technology in passports and payment methods that considerably facilitated the fight against terrorism by latest computer and storage developments. Furthermore all cellular and phone calls should be registered for a year and the Deutsche Telekom AG should get the permission to eavesdrop ISDN-talks, if they didn’t practice it anyway. Straussinger noted that the US Central Intelligence Agency CIA – to better combat organized crime – nowadays controls all international money transfer. Having access to another true beast in Brussels, more precisely the SWIFT-computers, the banking secrecy was eliminated in part and should be banned all over the world. To achieve this common purpose an EU fiscal legislation with identical withholding taxes was brought already on the way. Every citizen would get a life-long, long personal tax number, which is accessible from everywhere, so that also tax havens as Switzerland, Liechtenstein and Luxembourg fall. Then tax evaders would tremble in every joint of joint tax investigation in retroactively verifying boodle-CD account data. Ensuing, extremely intelligent Ratzinger got the brilliant idea to develop a spam filter for the Federal Intelligence Service BND to the benefit of everyone, when unwanted email messages get automatically deleted at the control of private mail accounts. Thus, the annoying senders could be better determined and immediately punished. Getting more understanding by this supernatural brain power of the World Government, thunderous applause evoked by many exited listeners.

A question and answer session was initiated on the rotating triangle stage. As a seemingly randomly selected theology student, Markus Ruf should inquire on the wireless microphone about the temporal processes of the legislative reforms. Straussinger replied that the specific legal texts have been already adopted in the party committees and only have to pass parliament. At a few points, the missing consent of the Federal Council or a complaint before the Federal Constitutional Court could be an issue, because there are always insurgents who fear a violation of the outdated basic law. “Are you referring to human dignity or the protection of privacy?“ Ruf wanted to know. „As we already discussed, innocent citizens have nothing at all to fear,“ said Attorney General Ratzinger and was supported by the Jesuit theologian Devilkin: „If the proposals can not be established by German Constitution, we simply enshrine it in the new European Union law.“ Ruf prompted further: „Apropos EU, is it possible that in Europe tanks appear again on public places and demonstrators are shot, Mr. Attorney General?“ „This question was not agreed. What are you driving at?“ replied a visibly obfuscating Max-Moritz Straussinger, who couldn’t know that his ultimate disgrace was just around the corner and never would have expected that his life will end soon. „Then please, allow me another puzzle game. With your agreement, we will put your harmless legislative initiatives to the test in your own lives?“ was the next bold as brass request of treacherous Veritas brother Ruf.

After a brief respite, preceded by an all-piercing glance of Elymas, the panellists inevitably accepted by a nod of the head. “Let’s forget these fiction imaginations and let’s come back to real life in watching the next part of the program. May I please ask my friend at the mixer console to show an edited version of the New World Order?“ Wicked-Oz tried to keep things firmly under control in taking back the reins. The hour had finally come for Jonathan Fischer, the original initiator of the event. Last but not least, Jonathan could display his real strength on the control panel by playing a well-prepared video clip on the big screen. His friend Markus, who like Jonathan had received a similar, powerful vision of God in England, had no intention to give up the once granted word. Perfectly prepared, Markus Ruf began to explain: „For a better understanding, I will reverse the event motto into believe and see, while the all seeing eye will be transformed in vivid, insightful images. Mr. honour Professor Kempe has already mentioned that without compunction a film of his cosy home can be recorded. From the point of view of his garage security camera we can see now how his lifeless wife Maria was ungently carried by him and his party comrade Straussinger into the trunk of a convertible. You may not believe that this murderous scheme is co-engineered from Max-Moritz. Then take first a look on the back S-MM car number plate of his parked beside Porsches 914-6 and secondly on this photo which was shot at the same night of a radar surveillance system. The rare Bentley Continental Convertible with two puzzled faces is also not an all-purpose motor vehicle. Today’s technology really helps to combat crimes. Only the live recording of the assisted suicide from the motorway bridge is missing. Nowadays, the ordinary witness report of a truck driver is worth nothing. Is that right Mr. chief prosecutor Johannes Ratzinger? Understandably enough, the one or other evidence provided by the police is getting lost. How good that chief druid Wicked-Oz kept an accurate record of all leaked informations. As an outspoken proponent of online searches, he certainly has no objection when we evaluate a bit more blackmail material from his copied hard drive. Probably the public didn’t trust that such honourable persons like Straussinger and Kempe could be as dilettante in their evil practices. Even not, if they behold them as two tied masochists in the uniforms of Hitler and Mussolini? This is not a photomontage, as the dominant keeper of the whip Madame Osiris-Ra, who is now called Magdalena Stein, already insured under penalty of perjury.“ Hitherto spellbound watching Straussinger and Kempe jolted up with a rush of adrenaline, tried to wrest the microphone from Ruf, and to to wring his neck. “I tear out your tongue,“ threatened the Minister of Justice and the scientologist professor swore: „I slit your throat.“ This was the signal to intervene for Frank Stein and his security force. In the blink of an eye, the two losers hit the floor and were getting handcuffed. “Well done. Such culprits must be conducted under lock and key to Stammheim. In prison they will do no more harm,“ commanded the intervening top civil servant Ratzinger. „It would have been better to decree the pre-trial detention, when the banker Jonathan Fischer in the presence of alleged supporter Wicked-Oz put forward the above displayed receipts for arms and money laundering in your office,“ noted Ruf and continued, „now the sum of over 4 million gigantic bytes of secret data will be processed at the more conscientious prosecution in Bochum. For you, as an eloquent leader and master of the chair make sure that such irreverent, rebellious people like Fischer lose their posts as church cashier, caretaker, or branch manager. Normally, as I can testify, the implemented procedures are only discussed verbally in our Friday Veritas secret meeting. But kindly, more details can be found in the frequent email correspondence between a certain Nicolas and Elymas. Never mind! We know that you made a vow not to mention the names of donors and whistleblowers. Of course, you are not closely related to the death of bank manager Gebhart Scharkfisch and surely you think not of the city of Denkenstadt in the history of the night of broken glasses and burning houses. Also the instructions for the active intervention of Stammheim group 8 section F to enforce the ostracism gave the evil Adolf or Nicolas, the Spanish court clerk who uses your French secretary including the PC. But let us hear what the chief communicator Elymas has to say about all?“ concluded Markus in making the leading another successful attack. „I can not say anything because my computer has been stolen and only recently given back after one of those CCC – Chaos Computer Club hacker had played a lot of other information on it. Ladies and gentlemen, you shouldn’t be impressed by this infantile, impertinent demagogues. The panel discussion is now finished,“ said the clever magician in beating together with Ratzinger and Devilkin a hasty retreat. To remain at the wheel, Jonathan Fischer escorted the resorting three with a visual and acoustic noisy explosion of the all seeing eye. Smashed to smithereens, the frightened world peace discussion board members ran off, seeking exit through the catacombs, to the amusement of the astonished crowd. Such an embarrassing performance the football fans only apprehended after a shameful high home defeat of VfB Stuttgart against FC Bayern Munich, whereas the thriller lovers thought they perceived a subtle „Tatort“ crime scene or an awfully documentation of Aktenzeichen XY (unsolved file number xy). At the end Jonathan unwound some basics for every citizen. As in the credits of a theatrical motion picture, the not really amused observers beheld the proposed legislative amendments of the basic law Articles 5, 8, 10, 13, 18, 35, and 102 in the German Constitution. Now a real discussion about “Pro Peace – Understanding the Faith of World Government” inflamed at Magdalena’s hot-dog stands. Also the whole country stirred up by a more critical media coverage. Markus Ruf’s victory was that the drastic controls in the personal life could not be executed for the moment as intended and Jonathan Fischer felt excellent, for his reputation was restored in public. Needless to say that the whole backstage plan entered the history books.

Another spiritual earthquake occurred in the “Look at Jesus” fellowship, ending in a split. Walking more in humility and meekness, Martin Peter Anrich discarded his scout medals and crosses of the order of merit, divided the big local tribe into several regions, and only kept a tally of indispensable sections. The military leadership principle of the Royal Rangers was levelled out by meetings of equal elders, who as a matter of principle esteemed others better than themselves. Pastor David Diao apologized to all members for untruths and exaggerations he falsely considered of importance to give God the glory. He confessed that he had fasted in reality not all of the 40 days. Also the alleged gunshot wounds on the chest actually were torture marks of burning cigarettes because the real firing squad hit his former house church leader. In future the hype-prone Asian wanted to get things straight, in degrading himself to a little donkey, so that the Lord Jesus Christ sits fully visible in his ministry. After a heated argument in the church board about hypnosis and manipulation in the worship service, many visitors gathered under the direction of David in the auditorium of a school, this time in Filderstadt. However, to continue the Sunday events in the Musical Hall, Wicked-Oz founded a brand new umbrella organisation under the name Prosperity-Spirit-Association Stuttgart e.V.. Owing to his impressive world record, his succeeding supporters increased in numbers. Furthermore, many people wanted to contact the spirits of the dead and to pursue astral travel. The esoteric businessman began successfully to publish books on positive thinking in German and English and grow rich with his charged prosperity-spirit school. His weekly sham messages sold well as cassettes, CDs, videos and MP3 recordings over the Internet across Europe. The masterful controller also introduced a computer program which automatically sent a list of visited websites and all emails to the next higher leader of the non-profit association for the public’s benefit. Super-apostel Wicked-Oz was monitored in the realm of private sphere from high mentor Hansel Devilkin, who himself ascended as dean of the prosperity gospel school and diligently collected denunciatory, denouncing text messages about rebellious church members. Thus, the internal accusations of Elymas‘ involvement in evil machinations ceased, whereby high inquisitor Devilkin insisted that the trivial rumours only affected the sorcerer’s past sinful life. By the way, positive thinking angel believers were not interested in the computer reprovals of Markus Ruf, which were anyway not watertight.

Nevertheless, another major attack against the manipulative high clergy was performed from an unexpected side. Testifying in court, alumnus Straussinger dared to drag the christocentric healer and prophet through the mire. Max-Moritz complaint, if he had half of a brain, he wouldn’t pay large sums of money for sadomasochistic pictures to an anonymous blackmailer. Middleman or not, Wicked-Oz would have received a million sum for bank documents which anyhow were forwarded to the prosecutor. Indeed, the real dupe Max-Moritz had only obtained worthless copies from the danegeld and ransom money transferring Greek wise guy Elymas. His own party donations would have been one way or the other approved by the very top. As to the rest, his arms deals were long run legal international practice. Far more skeletons in his closet would have Karl Kempe with the homicide of Maria Müller-Kempe and his real estate entanglements. Blessed – power immersed – Mary in distress was already dead in the bathtub, because of a violent, heretical confession argument with her enraged, estranged husband, when Max-Moritz arrived. By courtesy he helped to put her in the trunk for her final departure. Eventually, his whole fraternity shipped in deep, stormy waters, once the money laundering activities in the Volksbank Denkenstadt eG would come to surface. Strongly tying his tie as an escape rope, the politician resumed negotiations. He tried to signal to the prosecutor and judge that they had no right to sue the Minister of Justice and to suspend his diplomatic immunity. Facing innocent, inquiring glances he protested his own innocence. After all, every child would know that the highly honoured Attorney General Johannes Ratzinger was head in the Veritas Masonic lodge and thus pulls the strings. After this accusation, the hearing was immediately suspended.

The final hour hit for Straussinger. On the way to the Stammheim high-security wing he was found guilty of an attempted escape and with a bullet in his head. At least that was the official version. For the mindful reader it is pre-published that the inmate Karl Kempe got secretly slipped an army pistol from a lodge friend, so that he could exert revenge and vigilantism in the joint bus of prisoners.

On the way to his working place in the centre of Stuttgart, Jonathan wondered why the Germany flag was hoisted up at half-mast in front of the State Parliament of Baden-Württemberg. When he switched on the car radio he learned of the death of his former bank customer and party colleague. Jonathan befell an uneasy feeling. He knew from the book of proverbs that you shouldn’t rejoice over the downfall of an oppressor, but if things were going on like this, how would Elymas end? Arriving at the Evangelische Kreditgenossenschaft eG, Jonathan tried to focus his thoughts in a different direction. His ultimate goal was to get a woman. To achieve his vision he necessarily needed summer holidays for the time together with Phoebe. That’s why he met Elisabeth Schätzle before the time counters open and handed over a flyer of the „Trumpet of Salvation to Israel“ missionary society. He begged to his young team leader: „Please, listen to your former head of the works council and approve my leave. It is really important.“ Elisabeth gave a defiant answer: „Really? As a child I went to Israel on vacation to the kibbutz of Zichron Ya’akov, because my parents belonged to the Korntal fellowship of Emma Berger. Would you like to take me along to the pilgrimage?“ „Of course, but please make no jokes and sign the leave request. You have no idea how much depends on that,“ Jonathan pleaded. „If so, I can’t say no,“ smiled Schätzle, looked deep into his eyes and gave her autograph on the piece of paper. „You really don’t know how much your yes means to me,“ concluded the charmed story hero who joyfully gave his blushing chiefess a kiss on the cheek. Now, Jonathan had received a certainty as never before in his heart that he will get the desired woman. He was floating on cloud nine.

On the contrary, a sad day dawned at the funeral of Max-Moritz Straussinger, which Jonathan attended with interest. In keeping with the motto „You have to keep good memories of the dead,“ many prominent companions were present to pay their last respect. Listening to the alfresco, laudatory speech of Johannes Ratzinger, Jonathan marvelled what a good human being the highly decorated Minister of Justice Straussinger still was. The voice of God, Ratzinger preached his last words: „Due to the great merits of our angelic brother Max-Moritz, he deserves now to sit at the right hand of the universal deity, and we will see all again his everlasting sun and immortal morning star hopefully sooner or later in the highest heaven.“ Something strange and tragic happened. Ratzinger put his right hand under his jacket to touch his heart, lost consciousness, and flew headfirst into the verminous grave. He had suffered a stroke.

Confirming the statement of scripture that all hidden things will once comes to light, the murder of Straussinger cleared up in an awful way. An inexplicable fear and terror came to the mourners by an approaching thunderstorm. Nicolas, the court reporter started to scream: „That’s the judgment of God insomuch that Ratzinger ordered the murder of Straussinger. And I’m an accessory to the crime. I have hidden the pistol at the behest of my deceased chief and handed it over to Kempe in his record of proceedings. O Lord, have mercy on me poor sinner. I don’t want to end likewise.“ Carrying out another prisoner transport, two present prison officers fell on their knees and cried out: „Good God, forgive us the lie to say that we would have shot Straussinger on the run.“ To be let out in parole, free as a jailbird Kempe stretched his iron handcuffs upward and began to curse out loud: „To hell with them. For heavens sake, what a load of nonsense. I swear by the Almighty, I am innocent, otherwise the devil shall take me.“ A brief ray of light was accompanied by a loud crack to instantly and immediately answer the request of the killer. Stricken with fear, the funeral party fell straight on the knees, began to confess sins, and started to cry piteously.

Within an hour the tempest and the attenders calmed down. The rain-soaked corpse of Ratzinger got saved from the grave. According to the autopsy, Johannes had died of a heart attack. Also stroke dead Karl and shot dead Max-Moritz were forensic examined on this occasion. How come? Curious criminologists wanted evidence for the new version of murder by the in and itself buried bodies. They ultimately found it in the occiput deadlocked 9mm bullet. It derived from „Karl the Great“ and from a secondhand, out-of-vogue Walter P38 Wehrmacht pistol, which was made for Adolf Hitler’s henchmen. A further body check stripped other amazing details to the surface. Through indiscretions a BILD reporter figured out three owls of Minerva tattoos at the buttocks of the dermis stung carcasses. In addition, all viewable wore the same black-gold signet ring. The greatest sensation, or rather the greatest humiliation since the discovery of the Hitler diaries, was the circulation of a secret list with names of celebrated public characters, who would also adore the owl. Rumours spread that even a former Federal Chancellor would regularly bow down in front of a huge beast idol in the forests of California. Another controversial was brought up before court. The Scientology sect wanted to receive the fortune of the childless Kempe-Müller dynasty. Instead, the world wide expanded Vatican City State gained further tracts of land, according to Maria’s destroyed, inflamed heart’s intention. Last will witness Jonathan Fischer was speechless after these turbulent developments. At least, he thought to regain more peace in life at the beginning of the summer holidays.

Eventually, the long-awaited day for a reunion with Phoebe via the journey to Jerusalem had dawned. Jonathan checked again his luggage, desperately wondering if he had forgotten something. Yes, of course, he still had to bag his passport. „How good it is, to have a peaceful inner voice through the connection to God,“ said the banker to himself and turned pale as he looked to the expiration date of his travel document. „No, please not, Jesus, anything but that! Good grief, Fischer how blind and stupid you are,“ he badmouthed in order to immediately correct: „Dear heavenly dad, I need your help. I know you are merciful and gracious, slow to anger and rich in mercy and compassion. Give me a woman, I don’t want to and just can’t wait any longer. Beloved Holy Spirit, send me a brainchild.“ Inexplicably, Jonathan sensed the name Julia Rüger in his chest cavity. But he didn’t know a Julia Rüger. He sat down at the computer and researched with help of Google on the Internet. On the second page he found a woman with this name who worked in the Bernhausen citizens office. There it clicked. Wasn’t that the lady that helped Martin Peter Anrich to receive a new, different passport identity for his China visa? Jonathan chose the office number to disappointingly learn by the answering machine that on Saturdays was closed. No, he won’t give up so quickly. Blessedly, the telephone enquiry service could help him with a private number. Jonathan hoped to get the right Julia at the other end of the line. But the female voice sounded old and fragile. That old people are very well capable for assistance proved the incomprehensible, barely audible hint that a namesake would lodge with her parents in the Beautiful Mountain Road. Jonathan was reminded of his arrival in Phoenix, as he stood in front of closed doors and only after his inner self-abandonment experienced God’s intervention. Verily, if a seed falls not into the earth and dies, it bears no fruit. Now, he achieved to get the father at the phone, who regretfully couldn’t help, since his daughter was sitting in the bathtube. To make one’s farewell, Jonathan was consoled with the opportunity to create a temporary passport on Monday, after moving the Israel-flight. Then the following transfer request was rejected, for the charter airline Arkia did not run so often from Stuttgart to Tel Aviv. Mad Jonathan put the phone down and was dashed to the ground. In a brief thought he was tempted to curse God. Suddenly he was reminded how he successfully went under the knife after his fruitless trip to Switzerland. He prayed: „Even if you slay and take me away, I trust in you my God, as Abraham with his son Isaac, because you can even bring back the dead to life.“ The telephone rang. Julia Rüger was calling. „Is it so urgent to get the passport?“ she inquired. „Yes, I could not rebook the flight,“ assured the long-distance traveller, „also I expect today to finally meet my soon-to-be-wife.“ „Okay, anyway I wanted to go to the butcher, and I will also fly soon with a Swiss travel company to Israel.“ We meet in half an hour at the bus station in the citizen office Bernhausen. You have to bring along a passport photo. The procedure costs about one hundred marks.“

Jonathan admired the selfless clerk in public administration work and curiously scrutinized her attractive female queue-profile. “You shouldn’t enthusiastically examine me,“ seemed the capable rock wearer have noticed, „soon the citizen oriented chiefs from the upper floors of our city council will anyhow introduce Saturday work.“ To bid farewell, Jonathan thanked with a gentle handshake and gratefully looked in the unmade-up eyes of his devoutly rescuer Julia Rüger. The world stands in need for such humble, beautiful foals, he resumed at the hectic boarding into the departing public bus. Now everything fit. To save parking fees, he had placed his car on a side street and made it just in time to the check-in area of the nearby airport.

„You look pretty much sweaty and battle-weary, great overseer,“ was the unexpected greeting of Christoph Ziegler, the pastor’s son and member of the BGG Stuttgart 1955 e.V. and Chess Club Wolfbusch 1956 e.V.. “Boy! Hello Christoph, you sharp lad. Why do you fly to Israel?” Jonathan wanted to know. „The Psalms say it would be a great blessing to make a pilgrimage to Jerusalem. Perhaps you will not believe me, but Jesus has shown me in a dream that a special gift is waiting for me. You’ll see it. Which one, I will tell you later. Suffice it to say that many seekers stuck a piece of paper with the request into the Western Wall.“ „Now you’re talking in secrets. But wait, I will see through your game,“ Jonathan joked and had to leave to one of the interview cabins of the Israeli security service. His inspecting interview partner eyed suspiciously the passport replacement and inquired: „What have you planned to do in Israel?“ “I’m attending a summer evangelism to bring the Jews closer to Jesus, their Messiah, and by the way I meet with my future wife,“ was the upright response. “Do you know some of the fellow passengers and was something entrusted for you to take along?“ as always asked the young Israeli. „Yes, accidentally I met with my friend Christoph, who has told me of a mystery that soon as a gift of Jesus will be fulfilled, otherwise I don’t know anyone,“ the future Jewish evangelist said in turn to spread some of his Christian faith. A short break ensued, until two interviewers came back with their protocols. Shimon Balaam, the executive Mossad staff member wanted to expose Jonathan Fischer as an EKK agent and began to assert: “I warn you, I didn’t enquire about you only in the media. If you are not telling the truth you have to stay home. I will never be cheated by your humbug. Now tell me more about Elisabeth Schätzle. How did you meet this woman and how do you co-operate?“ „She’s my former trainee who once wrote a nice billet-doux. Do you really want to screen our relationship? No, that’s not your business,“ Jonathan was highly indignant. „I give you a last chance. Did you made advertising in any way for unorthodox campaigns, such as that of Jacob Damkani, and have you invited someone to come along?“ was the next convicting question. “Yes, I promoted the German-born Jew Ludwig Schneider on the King’s road and therefore met with Phoebe, the Greek flight attendant,“ Jonathan calmed down again for a short time. „Lies don’t travel far. The Airbus will fly off today without you and your EKK deputy director Elisabeth Schätzle. You need to explain nothing more,“ said Balaam, the shrewd prophet, who forbade any further word. Clueless Jonathan compulsorily had to pack his ransacked luggage. At the exit Schätzle already waited for him with her baggage. “I’m sorry. It should be a surprise that I also fly with you. I had no idea what difficult questions need to be answered at the departure,“ apologized Elisabeth. In each case she had claimed pretty much the opposite of Jonathan and therefore was allowed to read the whole interrogation as a travel ban-justification. “What did you testify?“ Jonathan in need of life-tutoring service inquired. “Well the truth. I’m your familiar department director at the EKK and you gave me a flyer from the ‚Trumpet of Salvation to Israel‘ ministry. I had no clue that you had told of my former, luckless approaches. What do we do now? I also transferred the money for the entire three weeks in advance. Take a horse as the Crusaders?“ Reminded of Vicky and the Viking, Jonathan chafed his ailing pentagram star nose. Actually the Swabian had every reason to be cheesed with Schätzle and not with Spätzle. Because of the perceived injustice they were connected closer. More than ever he became her ally. Just so, his eyes searched through the lobby of the airport, until both found the right target with a white cross on a red background. “Let’s go to the Swissair-counter to check in federate connections,“ was the clever idea of the fiction hero in search of his dream woman. Jovial, homosexual hostess Uli – come il faut – searched on the screen for other vulture connections. So the pretended honeymooners had to travel over the indirect route first to Zürich and then to Tel Aviv.

Jonathan still had another two days to come to rest until he again met Elisabeth Schätzle on Monday morning six o’clock. A diverting Contact Air flight led them to the next inspecting and testing in Switzerland. Having bad memories on his border control to St. Moritz and of the recently made airport experiences, this time the investigation methods were much more pleasant, more moderate, and more neutral. Yet, the next major crises waited for Jonathan at the door, as he went up the gangway. Boarding the Boeing, the friendly passenger saluted in return to a stewardess who reminded him of Phoebe, but then he hardly believed his eyes. Taking the Swiss counterpart of the German Bild newspaper, his glance fell on two high-profile, title-tattle celebrities in the first class. „No, anything but that! Not another face-off,“ crossed Jonathan’s mind. He turned his face to the left, changed the corridor, and took Elisabeth by the hand. „What’s going on? It’s nice to hold hands, but you shiver with fear,“ inquired Schätzle who took the window seat. „I don’t want to fight again with Elymas Wicked-Oz, and Hansel Devilkin gives me also the creeps,“ the anxious Bible student stated, opened his mustard grain Bible, and was comforted with Psalm 91.

„Hell yeah! What are you reading? You poor sinner,“ a hand laid on his shoulder, „are you ready for the high jump? I will show you who is more powerful,“ claimed Elymas and strolled back to the first class. „This man is really evil and needs to be defeated. Was this Devilkin or the Wizard of Oz?“ discerned Elisabeth, the chess queen who sat close to the power plant. Jonathan told parts of his ‚Poor or rich? Death or alive?‘ story, when suddenly a bright light lit up on the neighbouring wing side. The nearby kerosene turbine had kindled in the moment of transition from the earth into the air. In search of the safety instructions, Jonathan turned his gaze to the baggage rack in front and got a hold of the tabloid. At this instant, he seemingly heard the voice of the devil that his fall will be reported in the same trashy magazine at the next day. “Rats! I shouldn’t tangle with Satan working in this magician. Lucifer, the prince of this world and of the the power of the air never is to be underestimated.“ The aircraft flew a loop, attempting to directly reach back the runway. Jonathan in turn beheld the wing and believed to have a vision of an angel. A panic broke out aboard. Just then Elizabeth asked: „Do you see this cloud formation? That looks like a mighty archangel.“ „Look at Jesus the Saviour and plead for his intercession,“ almost as if in ecstasy cried Jonathan. The fictional champion unfastened the seat belt, also it was forbidden stood up, and proclaimed loudly: „Those who dwell under the shelter of the Most High will abide in the shadow of the Almighty. My refuge and my fortress, my God I trust in you.“ Send into raptures, the numerous Zionistic fellow travellers prayed together: „He shall cover you with his feathers, and under his wings you will find refuge. His faithfulness is your shield and rampart,” as far as they peacefully concluded after a safe landing on earth, „he shall call upon me and I will answer him. I will be with him in times of trouble. I will rescue him and honour him. I will satisfy him with long life and show him my salvation.“ This fantastic, incredible incident used Devilkin, who was released first from the fire brigade in the front compartment of the rich, for propaganda. Proudly cited the prosperity-spirit professor of theology to the waiting journalists behind the baggage claim: „We fell from heaven as lightning, but he has commanded his angels that they carry us on their hands, so that we are not striking our feet against a stone.“ Jonathan did not want to step into the spotlight again. So he hid in the airport chapel, joined with Schätzle and other surviving passengers, to thank God in prayer. Afterwards the action heroes asked how they now can reach their destination, but the free seats of alternative connections were already taken. To do well out of the mess, Jonathan got a hotel and meal voucher and had not to travail again with his hostile church brothers, who already flew to Dubai. Unfortunately, he couldn’t see again Phoebe as fast as possible. „Elisabeth, let’s live this day to the fullest. We could take a boat tour on Lake Zürich along the Gold Coast with its suburban villas. If time allows, I would finally like to visit the art exhibition of the white-washed house bank of my chimney sweep master. What do you mean?“ „Most certainly, Jonathan. On vacation I follow you everywhere. But on work I am again the boss.“

With another day of delay the involuntary team reached the promised land. Impatient Jonathan ordered a taxi from the airport to Tel Aviv-Jaffa, where the messianic Jew and evangelist Jakob Damkani had his domicile. At long last, he hoped to meet his Phoebe again. At first glance, another Elisabeth who looked after the house opened the door. Regretfully, the 30-member international tour group had already left by bus to Jerusalem. Jonathan was in a slight depression, as when he had arrived in the United States. „I suggest you come in for lunch and stay here,“ proposed the German-Israeli co-worker Elisheva. „Good idea, after all the stress which we experienced,“ Schätzle agreed, „did you hear in the news that our plane almost has crashed?“ „No kidding! Please tell me more,“ the other namesake joined a lively conversation. Taciturn Jonathan followed the female coffee chit-chat for one hour. This tall, second Elisabeth, with her blond hair, blue eyes, and bright coloured skin, attracted his attention. Also the familiar, maidenly, younger counterpart began to please him, since she radiated a certain attractiveness with her dark brown hair, brown eyes, and dark complexion. Jonathan felt in his heart so seasick, like on a ship without rudder, that is rocked back and forth and up and down in the storm by the waves. To put an end to his melancholic feelings he jumped up and took the floor: „Sorry, I can’t wait longer and rent a car. Where do the others stay overnight, Elisheva?“ „In the old city of Jerusalem, in the Christ Church Guest House.“ „The day after tomorrow, they continue the journey to Eilat,“ knew the hostess, „but in Jerusalem, the evening traffic is often chaotic. Are you really sure that you still want to go?“ „Come on Jonathan, it’s so comfortable here,“ Elisabeth alluded. „Elisabeth follows me everywhere and Elisheva brings me to he car rental, ere?“ Jonathan was sure of. The trip to Jerusalem ended in a Japanese compact car. Jonathan and Elisabeth understood in the 58 hp gasoline-driven car why the Gospels state that you have to go up to Jerusalem. It dawned. A bugging congestion formed at the gates of the city. Finally maintaining free ride, Jonathan stopped for a short time at an intersection and asked, „straight or right? What does the map advice Elizabeth?“ „Straight, but watch out to give way to the right.“ Looking to the right, the driver abruptly accelerated. This was followed by a loud crash. The left front fender together with the hood was smashed by a loud clash. The green Daihatsu Sirion was brutally thrown to the right, so that it only came to a stand on the passenger side, after a half turn at the curb edge. The airbags had puffed up. Jonathan double hung in the air. Moreover, he felt again his hip pain. With a whiplash, jammed Schätzle wasn’t better either. Two men approached cursing loudly. „Blimey! Are you alright?“ a voice sounded turning from English to German, „if I had known that you’re sitting in the car, Jonathan, then I would have revved up even more. You jackass, why are you waiting so long for me to yet drive without paying attention?“ asked Elymas Wicked-Oz. His co-driver Hansel Devilkin beckoned a few passersby to help, placing the destroyed vehicle back on the wheels. Whole Devilkin and intact Wicked-Oz had not stinted in renting a double weight, hardly deformable Toyota Land Cruiser, including a stainless steel battering ram. A local Mercedes-Benz ambulance brought the freed by police pair to the Hadassah hospital. Reminded of other Diablo-encounters, Jonathan inspected how young Schätzle, who had a smaller bust size compared with Stein-Osiris-Ra, customized a neck brace. Due to the late hour and because of safety reasons, both patients had to stay overnight. „At least, I was in the right,“ the patient noticed whereon aggrieved Schätzle surmised: „Which won’t do any good in the event of our death.“ She was right and legal right was right-before-left.

The next morning, the quickly recovered couple made their way with a white-red public bus to the old city of Jerusalem. Jonathan beheld how a passenger desperately tried to press an electronic part on the neighbouring seat. „May I help you? I’m an electronics fan,“ was his nice offer. Sitting in front of them, two less charming, female soldiers turned up, tore away the release switch, and arrested the man with the help of their rifles. The Palestinian suicide bomber had tried in vain to detonate his explosive belt.

„Jonathan, this is now the third time that I almost lost my life,“ Elisabeth realised, „now, I really do wonder if it was right to travel with you.“ „Well then, you do not have to come with me. But imagine what happens when my exciting life is someday filmed. Then you will become more famous than Indiana Jones or the Queen,“ the bold story hero determined correctly. Located at the Jaffa Gate, the Christ Church Guest House was not a long way off. Arriving at the reception, Jonathan obtained the information that the international tourist party makes a sightseeing tour in the 2 times completely destroyed, 23 times from enemies besieged, and 52 times adversarial attacked city of peace.

„Beloved Holy Spirit. Please lead me to my future wife. I feel quite sure that she is very near,“ frustrated, luckless Fischer prayed inaudibly. His waiting Schätzle got this idea: „Let’s go to the Wailing Wall. The very special place is a popular destination for all visitors. Anyway, I want to leave there a prayer request.“ Thus, the involuntary pair left the luggage, strolled through the narrow streets of the traders, until they reached the age-old rock formation of the Temple Mount. Elisabeth Schätzle wanted to post a note to God and Jonathan Fischer did the same, as he stuck a little piece of paper in the cracks of the huge stone blocks. At this very moment, like a bolt out of the blue, a hand touched his shoulder. Then a voice spoke from behind: „Jonathan, you will never get what you want. I immersed myself into the sham spirit and saw how your craved fiancee is pinched from your friend.“ Wicked-Oz had fun to provoke his former roommate. „Elymas, if you destroy my life dream, then you will get the wanted total war,“ irritated the German Reich Minister for public enlightenment. „The battle in the heavenly bodies broke out long ago, when you alienated Magdalena from me. Don’t you Aries sense why our paths crossed again and again. You will soon reap evil for your dastardly seed,“ the sneaky, clairvoyant astrologer predicted.

Jonathan’s crisis of meaning increased when he went with Elisabeth to a restaurant at the Temple Institute and studied the Jerusalem Post. He was looking for a press release about his yesterday’s traffic accident. Instead, his eyes caught a picture of Phoebe Leontopoulou, who held another man in her arms. The group led by Jacob Damkani caused an uproar as they walked through the ultra-orthodox Mea Shearim quarter, wearing Yeshua Ha’Mashiach T-shirts. Beside good news herald Jacob, who was for years repeatedly physically attacked and taken in custody, Christoph Ziegler got hit especially hard. On the photo he had a bloody nose, a black eye, and torn clothes. Schätzle reckoned: „Those two are made for each other.“ „That does not mean anything, Phoebe did also attentively hospitalise me,“ Jonathan hoped.

Feeling reinvigorated, the falafel gourmets narrowed down the search. Following the trail of the Via Dolorosa, they met a Palestinian boy with Jordanian citizenship who admired the ‚Holy Roman Empire of the German Nation‘. Dressed in a light brown military uniform, the squire spoke English and pretended to be their best guide. This Hassan assured to have seen the foreign tour group. Therefore, he led  the recruited tourists for a small charity through the winding corridors to the Holy Sepulchre Church. Once there, he boasted that he holds the heavy key to the gate in his hand. Jonathan kiddingly bet 100 dollar that this is not true. Then his face turned ashen, for the boy quickly convinced him of the contrary.

The fiction writers do not want to bore the revered readers, but in the fane happened yet another encounter with Wicked-Oz and Devilkin. Elymas fell into a meditation, laying his hand on the stone spot where the cross apparently should have stood. Whereas Hansel had laid face down on the rock which was the traditional anointing place of the corpse of Jesus. „Look at these esoteric brothers. They still believe in the power of stones,“ Jonathan grasped. “Let us hide swiftly,“ Elisabeth recommended. To sidestep effectively another confrontation, Hasan hid them in the small tomb chapel. However, the peace did not last long. An obscure struggle among the monks began to spread around. Dressed in robes, the religious fighters of different denominations brutally beat each other. The fierce controversy arose because of renovations on the first floor. Notwithstanding dialog partner Hansel Devilkin, the confession skirmishes couldn’t be solved verbally, but had to be finished by the intervening Israeli police. The end of the Millennium old dispute among Christians was a for everyone visible craftsman ladder, which remained as a memorial at the front of the building. „This place can’t be the real crucifixion site, what do you mean Elisabeth?“ Jonathan asked. „Let’s go to the English Garden,“ replied Elisabeth, „the Anglican Garden Tomb, as well as Gordon’s Golgotha with its grinning hill face are probably more authentic.“ The beautiful, tranquil park with flowering plants and shady trees, together with the man-made, stone-carved burial sites, aired a peaceful atmosphere. Fischer and Schätzle searched for a seat accommodation. A coloured gospel group from Harlem joined in to a single praise song led by Bob: „His grave is empty, he’s risen and he’s alive“ resounded one of the choruses. Not loving this kind of music, the Moslem guide waited pre-emptively at the entrance. A gray-haired man sat down with the abiding listeners on the park bench. Following his uncommon deliberations, Jonathan wasn’t sure whether the stranger could be one of the crazy psychopaths, who behaved in the likeness of Moses or Elijah. Speaking an American slang, the Jesus disciple claimed that he had discovered the Ark of the Covenant. Jeremiah would have hidden it in a cave close by the Damascus Gate. As proof would serve a blood sample from the mercy seat, which is the lid of the gold covered acacia wood chest, and also an awesome video with two angels. The man confidently testified that when Jesus Christ hung on the cross, an earthquake opened the rocks, so that the blood of the Saviour and Redeemer of mankind, as a high priest sacrifice, directly flowed in the Holy of Holies. „I believe the part with the earthquake, because it is written in the Gospels and even the rock-hewn tomb over there has a visible split by a tremor,“ Jonathan partially agreed and Elisabeth completed: „Time will unearth the truth.“ Disappointed, Ron, the amateur archaeologist wished goodbye.

„What do you think Jonathan, did this smiling hill at the time of I.N.R.I. – Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum – look the same?“ inquired Schätzle. „Maybe General Gordon has hit the bull’s eye,“ Fischer pondered, „but this Ron oversteps the mark with the claim that the sword of Goliath lies beneath in a cave. Hardly understanding German, Hassan got very excited: „Of course, there are swords in the king’s cave. Even Latin inscriptions can be found on the walls. Give me another 100-dollar bill and I show them.“ Banker Schätzle spread her female charm to lower the prize by half. She had no idea what she was in for, otherwise she would have changed her mind. As a first obstacle, a locked grid, ushering in a underground passage, had to be overcome. The Jordanian shepherd boy saw his sheep run away and his hopes dashed. Simply put, he was keen on 50 dollars. Instead of a large key he this time unwrapped a small picklock. Lo and behold, Sesame opened. Then Jonathan and Elisabeth followed him in the partially illuminated cave system. An explanatory sign at the entrance showed them that other tourists also regularly visit Solomon’s Quarries. When the explorers advanced deeper, Hassan fetched a pocket lamp. „This boy is considering all things,“ stumbling Jonathan noticed „really exciting here, or do you hope to be delivered soon, Eli eh?“ “Uh ah Mr Pharao, Baby let my people go…,“ replied the comedy crooner. Arriving at a door, Jonathan literally had a queasy feeling. Grande Lodge of Jerusalem was written on it. “Who probably lives here?“ Elisabeth wondered. „To identify this location with the words of Pope Leo XIII, this is a synagogue of Satan,“ the pretty neigh priest student knew. „Do you think this is the entrance to hell?“ estimated Schätzle. Dear chiefess, firstly you are a woman, secondly you are inexperienced, and thirdly you are to curious,“ Fischer provoked. Self-assertive Elisabeth promptly pushed open the door. Inside, two annoyed pairs of eyes were dazzled with light by the battery torch. Elsewhere, the room was lit only with three candles. At the very end was an altar with a book and a skull that was soaked in blood. To be overkill, young Hassan achieved a new world record for the Guinness book in the short course electric torch race. To their liking, Jonathan and Elisabeth desired all the same to escape the haunted cavern. “You are nothing more than animals and beasts,“ Fischer accused Wicked-Oz and Devilkin. „If the only witness would not be a child, you could now make your last will,“ Wicked Oz replied, „you should be grateful to me that I’ll spare you. Come, take a sip, this gives you superhuman powers.” „Life is in the blood, therefore we will respectfully abstain from it,“ Elisabeth interfered. “Who among us will rape the whore first?“ Devilkin asked, pointedly slurping the extra-wide drinking cup. Jonathan protectively put his hands around Elizabeth’s shoulders: “You’re complete and utter pigs.“ „None of your lip! My old friend, you and treacherous fellow Markus didn’t really understand how things work,“ continued Wicked-Oz, „we will create a humane, new world with better conditions for all that are left. The globe simply sustains not as many people. We, in the civilized Western world can not help it that poorer people fool around like bunnies.“ „He’s right,“ Professor Devilkin concurred, „there will be never peace without dialogue, ha ha ha.”

Wicked-Oz whispered something into Devilkins ear. Next, the two approached slowly the terrified couple. Jonathan jumped up and knocked over one after the other of the three candlesticks. Much to his chagrin, the opponents used lighters. Jonathan shouted: „I command you in the name of Jesus get lost and let us alone.“ „Better luck next time,“ the illuminated super-apostel dismissed, while the inquisitorial school dean advised, „the spirit is indeed willing, but your flesh is weak. Don’t you dare to touch the virgin, you wannabe saint.“ The door slammed with a loud bang. A locking key and receding voices could be heard. Then pointed silence entered the place. Elisabeth cried. Jonathan recollected his blind father when he felt his way to the door. For half an hour he tried in vain to open it by force. „Get out of here! Come on Jonathan, I’m freezing to death,“ Schätzle begged with invisible tears in her eyes. Her former training supervisor came back closer to the come-not-too-close-to-me-cutie and put again his arm around her shoulder: „Do you know Elisabeth, two are better off than one alone. One may be overpowered, but two shall withstand, and a threefold cord is not quickly broken.“ “Also, if two lie together, they warm up. How can an individual be warm?“ the howling one longed for more affection. „You’ll see, God will bring us out of here,“ said her comforter, „for the Lord even prepares a table for us in the presence of our enemies.“ „That would be fine. But do not talk so much, you preacher of Solomon,“ Elisabeth desired another devotion, „let’s be more practical and let’s find a more comfortable place to sleep.“ The only snug, warmer berth offered the wooden tabletop on the altar. In the first place, Jonathan bumped against the forgotten skull. „What are you doing?“ Schätzle wanted to know. „Oh nothing, I just clear space for us,“ reassured the supervisor and began – faintly reminiscent of old smoochy dance times – again to cuddle. As most comfortable body pose exposed the huddled baby-womb-posture. For a time Fischer was lying in front and Schätzle cuddled on his back: „Can we turn around. You are so big and the backside freezes me,“ asked Schätzle. This position also offered charms. Before falling asleep, shaking with cold Jonathan recalled his Albania holiday. He saw himself sitting between the warming Helen and Reinhild and then hopping into the cool waters. Of course this night was a test of God whether he would keep himself clean. Most certainly, his dream woman was Phoebe.

In the early morning hours, both shivered from the cold. Elisabeth lamented: „Sure enough I am not a she-cat. I should have never run after a dumb tomcat. Now I’m dying for the fourth time with you.“ „Don’t worry, help is on the way,“ Jonathan fatally didn’t trust his own words. Again and again he dreamed of the catharsis. Repeatedly a cyclone whirled upon himself and Elymas, reminding him of his trip to the United States. „Elisabeth is there anything hidden that we should confess to God. Is there any sin, which separates us from him and prevents our liberation?“ the prisoner probed. „Yes of course. But you donkey have to find it out yourself, I cannot and I will not help you,“ she didn’t unravel her secret.

The door opened for the sitting on the table pair. Hassan had called Ali, Ali had called Ahmet, Ahmet had called Abdullah, Abdullah had called Achmadisdnehad, and Achmadisdnehad had called the Allahu-Akbar-Brigades. So the temple guardians were pleased about a rich booty in the form of swords hanging on the walls and the unique skull with its perfect teeth. Jonathan and Elizabeth assured that they had not soiled the bloodstained Quran, lying on the ground, since Devilkin and Wicked-Oz must be held accountable. Once, hotheaded Achmadisdnehad grabbed the sacred scripture of Islam and the skull in his backpack, Jonathan felt week at the knees, because he recollected his Hellfire Valley rest outside the gates of Las Vegas.

Finally I will see Phoebe again, it crossed Jonathan’s relieved mind. But first the liberating martyrs were adamant that the redeemed will go on a shopping spree in their Muslim Bazaar. After Jonathan assured that he already has a Persian rug, which he regularly uses for prayer, he was compelled instead to visit the Al-Aqsa Mosque. There he could come to know the complete submission and in addition the finest and most precious node fabrics in large numbers. „Do I get then instead of one virgin all ninety-nine?“ joked Jonathan. „Better put a sock on it,“ Elisabeth displayed anxiety, „presumably the brothers understand more German than you think and less fun as you may suppose.“ Overstepping the Temple Mount, Elisabeth wanted to make a small detour to take a peek at the Dome of the Rock. Howsoever, the Islamic building was long since besieged by religious pilgrims. Jonathan hoped that this could be Jacob and his troop. On the other hand, he was not allowed to enter the “God has no son“ shrine with his shoes. Bare-footed he dared to take a quick glance inside. Whom did he see? Of course, Hansel and Elymas. They just got administered a sacred host from a magnificently robed cleric. „Elisabeth, you’re not going to believe this, Devilkin and Wicked-Oz celebrate under the golden dome secretly a Holy Communion,“ said the German spy. Achmadisdnehad, who had heard everything seethed with rage. Like a muezzin crier screaming something on Arabic, he threw the bag with the skull to the ground and instead drew one of the swords. His indignant war comrades did the same and stormed the dome. A fierce battle with the Western security personnel inflamed which led to a riot. From then on the holy place was closed for uncircumcised Gentiles. To avoid the stone-throwing hail, Jonathan and Elisabeth used the opportunity to betake oneself. At a brisk pace, they left the embattled archaeological site, fleeing to the Christ Church Guest House.

There waited a surprise at the reception desk with five old friends. Deborah, Hanna, Miriam, and Judith just checked in. „What a coincidence! You’re here, Jonathan,“ Andrew Taylor hugged him in amazement, „please introduce your wife to me?“ „Oh, this is Elisabeth, the head of my department at work,“ the former China missionary was quite embarrassed, since it could have been that next Phoebe falls round his neck. Instead, his next identity crisis was on the way. His burning desire to see Phoebe disappeared in thin air. The evangelistic team conducted by Jacob Damkani had already departed through the dessert to find a refuge at the Red Sea. Time will tell. At a joint breakfast the friends discussed their different daily schedules. Elisabeth absolutely refused to reserve a rental car, since she didn’t like to drive with Jonathan immediately to the Shelter Hostel in Eilat. After all the exertions she wanted to rest again. Thus, she insisted to stay at least one more night in Jerusalem. Andrew Taylor had full understanding. For that reason he invited Jonathan to join his pilgrimage tour. „All right,“ Jonathan agreed, „then we have more time to talk about my life.“ „Look at Jesus and not so much on yourself,“ corrected brother Andrew, „better tell me what happened to David Diao and Martin Peter Anrich.“

To start with, the motley bunch visited the with 200 years oldest Protestant Church in the Middle East which belonged to the hotel. The Quadruplets intoned a canon in Mandarin, causing a heavenly sound in the Anglican walls. The next target was the steeple of the Church of the Redeemer, whose viewing point offered a wide-spanning panorama of the sights of Jerusalem. This German Lutheran church led by Provost Ronecker was more friendly in the view of Jonathan than at a stone’s throw Church of Holy Sepulchre, which was based on the Roman Emperor’s mother Helena. Andrew Taylor wanted to make an interpretation of the „can you not watch with me one hour“ prayer. Therefore they went a little further until they had arrived in the beautiful garden of Gethsemane. The old olive trees genuinely were from the time of Jesus. New, green branches shot forth that were grafted in the ancient trunks. Admonishing, brother Andrew explained Romans chapter 11 verse 17: „If some of the branches be broke off, and you, being a wild olive tree, were grafted in among them and with them share of the root and fatness of the olive tree, then boast not against the branches.“ Pastor Taylor regretted in this context that many Christians are arrogant, have no reverence for God, and furthermore think that God forever forgot his beloved covenant people. Then he taught about eight specific names of God from the Old Testament: Yahweh Jireh, Rapha, Roi, Nissi, Tsidkenu, M’Kaddesh, Schammah, and Shalom – God the Provider, the Healer, the Shepherd, the Banner, the Righteousness, the Holiness, the Omnipresent, and the Peace. In the passage of the Lord’s prayer where „hallowed be your name“ is prayed every Christian could easily dwell on 10 minutes in meditating and proclaiming these character attributes. Jonathan had already learned this principle on the occasion of his spiritual educational travel in Phoenix. Joyfully Jonathan blurted out that he practices this form of daily prayer for a long time. Meanwhile he learned how important it is to withdraw into the quiet little room and never to blaze abroad the own religious works. „In general, it is better if people perceive us as salt and light of the earth, and we therefore have a good reputation as Christians, instead of praising ourselves,“ were the final words of the English sermon. Then the team moved up the steep Jewish graves slope of the Mount of Olives. Andrew Taylor pointed to the Golden Gate: „Behold the Arab cemetery and the stones used to brick in the entrance. People think they can put a stop to the Messiah and ignore that he appears at his second coming with his angels in the clouds.“ Arrived on the hill, a majestic panorama on the Temple Mount presented itself. The violent unrest had calmed down.

But on the other hand another free assembly caused strife. „Oh no, not again,“ told intimidated Fischer, „come let us disappear quickly.“ „What do you fear?“ powerful Taylor asked, „don’t you know that he who is in us (Christ) is greater than he who is in the world (Satan)?“

A TV crew recorded a German-speaking religious service under the command of Wicked-Oz. Many of the audience came from Stuttgart, in any event, Jonathan had seen quite a few faces in the Musical Hall. Elymas aligned the audience to make a covenant with God by promising to donate at least $ 1,000 or more to him. Citing some passages, he explained why the Lord will open the floodgates of heaven, so that the mammon must flow back a hundredfold. The giver would then not only be blessed financially, but also be spared from diseases and accidents. Sitting in the first row, Hansel Devilkin arose to a huge stone altar with four horns. Elymas Wicked-Oz explained why thousands of prayer requests were piled up in front, which had been sent from prosperity spirit parishioners to him and Devilkin. In the future it would be even more important that every wish and every concern were brought – combined with a gift – to the executive and his deputy. Because of their better connection to God, they could stand more effectively in intercession before God. Underpinning this, both laid their hands on the tied together with cords pile of mail, lifted up their heads to the sky, and prayed a statement of faith. Andrew Taylor, standing in the back row, enquired whether the letters with the stamp of the Jerusalem Post were sent all over the world. Anyway, the question was unnecessary, since the recipients Wicked-Oz and Devilkin never intended to read the petitions. Instead, the patient paper ended right away through their lighters in a smoke offering. To spoil the party, kill-joy Jonathan began to call: „You want to be a modern, charismatic Christian assembly, but you use the same middle age methods, such as selling of indulgences and veneration of saints. In God there is no respect of persons. Through the blood of the Saviour we can always come to him. Don’t you know that the eternal high priest Jesus, through his unique sacrifice, is the only mediator between the Heavenly Father and men?“ This unusual invocation of the saints was more effective. Some conscientious sceptics rebelled, uprose, and congratulated well-known Fischer. “Anyone who follows this minister of propaganda and hypocritical demagogue commits the sin against the Holy Ghost and will be excommunicated,“ Hansel Devilkin proclaimed, „everyone who gives me the name of an apostate rises a level higher in the prosperity spirit hierarchy.“ The prophetic quadruplets who understood no German and little English communicated their negative impressions to Taylor in Mandarin. Showcasing his far Eastern language skills, the friendly smiling snake Elymas joined the attractive women and fabricated the worst concoction of lies about Jonathan. To be of no avail, he verbally assaulted Fischer: „Yesterday was just a taste. Tonight, real horror will befall you. Each and every angel that is available to me will be released on you.“ “Darkness and light have nothing in common. Jesus Christ has defeated the devil on the cross, he stripped him and has disarmed all his powers and authorities in a public procession. You will understand that sooner or later, because every mouth will confess that Jesus Christ is Lord and every knee will bow before him,“ Jonathan felt how well it works to use the word of God as a sharp two-edged sword. Sanctimonious chief shepherd Elymas certainly could not bear the quotes and fled back to Devilkin.

As next getaway destination Andrew Taylor chose the Zion mountain. Once more striding the Kidron Valley he declared: „Have you know, that Jesus had virtually nothing except his precious garment? The Upper Room for the Last Supper was let free of charge, the ass’s colt was borrowed, the anointing oil was bestowed, and even his grave belonged to another.“ More wearying banker Fischer flashed through his mind: „Check! Jesus even had no purse oneself, for Judas had charge of the money, Peter paid the temple tax with the coin out of the fish’s mouth, and the tax coin to pay Caesar was brought and shown to him by his pretenders.“ The group of six visited the traditional Upper Room on the high plateau which is called the City of David. The place of the Last Supper is regarded by scholars also as the starting point of Pentecost. It is speculated that the sect of the Essenes, a predecessor order of monks, provided the prayer room, where the outpouring of the Holy Spirit took place. „These walls have been erected later. In many holy locations were monuments built later to remind believers of places and events. People like relics inventing Helena, or Christ monogram annexing Constantine, or the Holy Grail seeking crusaders, preferred to worship idolised objects instead of the invisible creator, who gave them through Moses the second commandment not to do it,“ lecturer Andrew led the group down to the Orthodox Jews, who still guarded David’s tomb, and continued to whisper, „even in the Pentecostal sermon Peter mentioned, that the grave of David was present among them up to that day. But even if his bones come back to life, I think it is wiser to let the dead bury the dead.“ This wisdom made Jonathan wonder. Now the alarmed spelunker preferred to relax in the hotel, instead of visiting a from king Hezekiah rock-hewn tunnel under the Temple Mount. Hence he recommended: „Take care that not another uprising breaks out, or that you will be incarcerated, or that the oil ceases in your lamps.“

At dinner, the five men and two women were sitting together in harmony. Waiter Philip served barley bread in baskets, whereby brother Andrew had to wait a little for his beloved Peter’s fish. When all had eaten their fill, Andrew and the prophetesses hurried in the Jerusalem Convention Center. „Whereto? You have left plenty,“ asked Elisabeth. „We have been selected from 5000 competitors and have to scoot, otherwise we come too late to the game of 12,“ they spoke and were no longer seen. “Jonathan, they should give us more details. Do you know what game they play?“ the curious wanted to know. „I have no idea, I swore off gambling and tournament chess. Do you come with me to the AVIS car rental in the King David Street? Then we can make a detour to Givat Ram,” the cosy dining adventurer had anyway no desire for frantic chases.

Learned by experience, Jonathan rented this time a Mitsubishi Pajero Off Roader. Showing his skill, he reversed in a single maneuver in a free parking space in front of the International Convention Center in Givat Ram: “See? Men are better in driving a car.“ „Say no more! You crash chauffeur know exactly that women make less accidents,“ acknowledged Schätzle and continued, „Jonathan, an odd thought struck me, what do we do if Devilkin and Wicked-Oz are in the hall?” This put the fear of God into Fischer: “You might have also the gift of prophecy. Wicked-Oz doomed me for this night.“ Perfectly matching the motto of the from the ICEJ – International Christian Embassy Jerusalem organised event was: ‚Biblical prophecy, the way without fear into the coming millennium.‘

Anyway, the meeting place was fully occupied. So the ushers at the entrance could grant no entry. „That is really too bad. Then we have to ask Taylor and the Chinese women later in the hotel how it was,“ Jonathan showed disappointment. Elisabeth added: „Such a fate, that’s not the way it should be.“ “Hey, wait a minute. You two sweeties, can you help me?“ one of the organizers, an overweight, white South African, licking an ice cream, approached the cloakroom, „I need twelve wobbly chairs from back here. Come and reach out.“ In a breath, the carrier-slaves were temporarily off-stage. Humorous, binge-eating Ed asked Elisabeth as he panted: „Are you married?“ „No,“ replied Schätzle. „Why not?“ „I don’t know.“ „Didn’t he pop the question?“ „No“ „Won’t you marry her, man oh man?“ „Might as well. Probably I run after another,“ Fischer participated in the get paired off game, taking a seat. “OK then. Take good care,“ leading through the program Ed Hagee became more serious, “as soon as the song is over and the dancers with their flags leave the stage, you put up the chairs in the middle of the platform. Just like in the child’s play musical chairs.“ No sooner said than done! Jonathan’s journey to Jerusalem got more excited. The game of twelve could start after an introductory explanation by pastor Hagee. The first who lost his place after the fade-out of music – how could it be otherwise – was poor Devilkin, clearly irritated through the appearance of assistant Schätzle. In a process before, all of the twelve partaking prophets were selected by the Christian Embassy to inform a broad public about their dreams and visions. Hansel Devilkin augured: „The spirit of humanism showed me how the coming millennium will bring an unprecedented peace among the nations. Peoples and rival tribes will come to an agreement. Wars are stopped and diseases will be defeated successfully. Prosperity will be introduced for all. This is possible by the fact that all men and religions are united under a messianic leader in the Global Democratic Republic. Every fellow traveller who submits and does not talk negatively will share in the future blessings. On the contrary, intolerant narrow minded enemies of the order must be eradicated.“

„A likely fairy story,“ was the ridicule of the next withdrawing chair dancer Horst Schaftseweg, who long since had abandoned the hope of a better world on earth. Spreading a bad mood, he shouted wildly gesticulating: “Thus saith the Lord: The judgment of God will break out over all selfish, dominant leaders. Woe to the shepherds that destroy and kill the sheep of my pasture. You have scattered my flock, and driven them away, and have not visited them. Behold, I will visit upon you the evil of your doings. Woe to the shepherds who feet themselves. You enjoy the milk, meat and bones hang between your teeth, but you don’t take care of the flock. You have not strengthened the weak, healed the sick, bound up the injured, brought back the strays, and not searched for the lost. But you have ruled them harshly and brutally. I will put an end to you and I will rescue my sheep from your mouth so that they are no longer food for you.“

The command to Joel’s last battle devised the Maltese crash pilot Rick Knight in the following way: „I received a call of God on my cellphone. He communicated that a new revolutionary generation of maximum one-third false predictions giving prophets is arising. The humblest ones will have more knowledge and authority as Paul, whose familiar spirit appeared to me in a heavenly vision. Those super apostles will serve in front of millions on television to direct the new folk of fire people as locusts who will occupy the whole globe. A better, self-denying army of humility will save the world on horseback. Signs and wonders will happen in abundance so that the heathen will convert willingly.”

‚The Power‘ Taylor targeted God’s purpose more precise and first hit the bullseye: “I heard a voice from heaven, saying, blessed are the dead in the Lord who died, who are dying, and who will be dying. They will find rest from their labours and tribulation, for their good works will follow them. Do not be grieved if you are innocently thrown into jail or if they will kill you for my sake and out of hatred. If they have persecuted me, they will also persecute you. Endure to the end. If someone goes into captivity, he will be let into captivity. He who will be killed by the sword must be killed with the sword. There will be only a short time until the blood of those will be avenged, who were slaughtered because of the Word of God and the testimony of Jesus.”

Next, each of the four Chinese women had to say goodbye to the tournament. They were simultaneously translated from the supporter of persecuted Christians, brother Andrew.

Deborah said: „In my dream I was flying over a black country of slaves which was located at a big river. The rulers created their own gods in the form of bulls and lion-cats, whereby the sky further darkened. Then a gigantic, rising to heaven, thirteen-stepped grave was masoned. Inside was adored one’s own huge coffin with the ruling spirits sun, moon, and stars. All stormy clouds gathered so that fire fell from heaven and devoured everything.“

Hanna spoke: „In my vision I saw a big city surrounded by thick walls. Rich merchants from all over the world came for business. The more riches were heaped up through trading, the more grew a ziggurat which was inhabited by a fornicating queen of heaven. Rising to the clouds, the tower began to totter and to tumble down. Still, more and more coins were transferred through the gates of the city, so that anew a collapsing commercial building was built which destroyed the whole town.“

Miriam discoursed: „Meditating, I saw a mounting marble temple with four pillars. The pillars bore the name philosophy, science, history, and literature. Naked statues were transported over a bridge, which showed the beauty of man. The stone figures multiplied constantly. Life was animated by making them to gods and by competing each other at a match place. When the spectators reverently fall on their knees and began to cheer with excitement, everything crumbled into dust.“

Judith quethed: „I dreamed of a re-erected building which was entirely inhabited by demons. The appearance of the rooms was similar to a pyramid, to a ziggurat, and to a columned temple. On a red shield at the entrance gate was written in Latin World Court. Declaring oneself as God, a blind female judge with laurel wreath and sword held two iron bowls in her hands on which law-organization-art-culture-bread-and-games balanced each other. In the course of time, the whole clay fabric coincided.“

In the thrilling finale of the four remaining men, it first put James ungently on the pants: „I saw a church that was dominated by a nasty witch. Some protesting visitors realized this, so they were rudely swept out with a broom. Everyone else turned more and more into the image of the swayer. They got pimples on the face, an aquiline nose, and they wickedly tormented others. When the church bells rang again, all suddenly realized that they were stark naked. In their shame they toppled the exposed witch from her throne, so that they regained clothes.“

John had this revelation: „I also looked at a religious meeting. A large crush of people fell down outdoors in front of a huge stone, which was fascinating to look at. The body glared in the light of the moon like gold, but in reality it was an ugly, hairy, blood-stained monster that devoured one after the other. This became obvious as a bright shining morningstar rose over the demon worshippers at the horizon. Disgusted, the upper hand winning believers overthrew the monstrosity from the base and divided it into a thousand pieces.“

Simon grasped this upcoming vision: „I met a sorcerer who was wrapped in a luminous star dress in the Congress Centre. I asked him what he is effectuating with the rotating globe in his hand. The black glasses wearing white druid explained that he is bewitching the hypnotized onlookers, so that they follow after the goat will and the law of the strongest. He aimed to manipulate the human race so that the enslaved terrestrials worship him and the spiritual world of the stars. Revealing his craving, the foll was stripped of his sky coat, was chained, and was imprisoned.“

Now Elymas Wicked Oz appeared on the scene and prophesied about the coming millennium: „When I stopped in front of Solomon’s Western Wall, I went into an ecstasy. The spirit lifted me up into the throne room of God. With great astonishment I found out that the judgment seat of the great architect of the universe is empty, for he comes to us on earth in the new millennium. So I stretched out my wings as a phoenix to raise myself above heaven. Instead of the sun I met Venus and the Eastern Star. They lifted me up in a higher universe called Atlantis. There the new prosperity age began which will unite heaven and earth, man and woman, positive and negative.“

Many of the spectators hoped thereby to have won the jackpot in the state lottery. With raging applause, they confirmed the recent profit forecast. Organizer Ed Hagee looked questioningly at his teammate Andrew Taylor: „Oh dear, wasn’t that the pattern from Isaiah 14?“ „Bingo, paired with Ezekiel 28,“ knew the missionary coming from the Far East. „May I ask some critical questions to Mr Wicked-Oz?“ requested Jonathan, who got support from brother Andrew. „Here, please take my wireless microphone,“ Hagee endorsed him.

Jonathan Fischer took the center stage. Confident of victory, Elymas Wicked-Oz remained, sitting on the last chair. Jonathan sensed that now his or Elymas‘ hour had come. Without knowing exactly what he wanted to ask, he lifted his voice: “Mr Wicked-Oz, we became friends time ago, and as some in the audience can testify, I was one of the first who explained to you the living faith in Jesus Christ, the son of God who came in the flesh. Now, I’d be interested in knowing, who are your current role models and who do you consider as the most important prophet?“ „As you can look up in my writings outside at the book table, I strongly represent the teachings of the highly-valued Christian pastor from New York, Norman Vincent Peale. In this context, I just recommend you, my friend, to think positively and not in turn, to point with the finger at your brothers, in speaking negatively. The most powerful healer and Jesus-prophet of the 20th century was the general of God, William Branham, whose angels and miraculous powers were transferred to me. Therefore, I amicably warn you not to tangle with higher graded persons. The most admirable soothsaying writer and philosopher comes from the 19th century. For there is no one greater in my view than Albert Pike. Sepulchered in Washington DC, the teacher of morals and dogma is still worshipped to this day. Whoever talks bad about this highly respected man doesn’t exist as far as I’m concerned.“ „Thank you for this honest answer. After it became publicly known from a self written letter that Mr Peale was a high level freemason in the 33rd degree, once William Branham was buried under a pyramid sepulchral stone, and particularly since Albert Pike wrote that Lucifer is God and that the masonic religion should be maintained in the purity of the Luciferian doctrine, I would like to know now: Are you a leading member in a secret society? Do you believe in the power of the morningstar? Are you secretly worshipping the devil?“ Jonathan launched a successful attack. „There we have it! Instead of listening to my warnings, this uneducated bumpkin takes another potshot at me. Who gives you the assignment and the authority to do this repeatedly? I certainly do not need to respond to his outrageous lies and misrepresentations. Please excuse me, ladies and gentlemen,“ Elymas revolted. At a slapping pace he tried to leave the podium through the stage door. “The Lord will smite you with blindness for a time,“ Jonathan spontaneously called out. The four Chinese prophetesses suddenly seized the helpless straying invalid on his hands and feet. Ongoing, they dragged him back down to the platform and bottled him prone up. „Betrayal, I can see nothing, Devilkin help me,“ screamed the irritated bound one. Jonathan had fun to pull down foaming Wicked-Oz’s pants from behind. Repeating the same game with the briefs, he deigned a look on the bare backside cheeks. Great laughter broke out. The tattoo of the owl of Minerva surfaced.

All of a sudden, Hassan and Abdullah treated the boards. Unexpectedly they brought back the skull. They claimed that the restless spirit of a Katharina would have repeatedly spoken out of the head. Again and again they listened to a voice who told that Elymas Wicked-Oz would have drowned Miss Hutter. By way of proof, a piece of his skin would be between her incisors. Observing everything from the background, Elisabeth impeached: „This Devilkin is also guilty. I watched narrowly how he drank blood from the skull.“ Hansel was not amused at all and defended himself: „In the sinister underworld I thought the skull was made out of plastic, since this is common-place in our ceremonies. As a good Catholic, I also thought the blood would be wine. I have no truck with the witch-burning in the furnace of California. At this time and no other, I was a guest in the Congregation of the Doctrine of Faith in Rome, meeting William Joseph Levada, who was born in Long Beach.“ Based on dentition, the remains of Katharina Hutter could be identified beyond doubt. More buzz generated elsewhere in the world and in the Belgian royal family a French-speaking Dutroux video, that was abducted from the castle by an abused eight-year old child. On the film document with 27 dead witnesses, the devilish action of death from drowning and burning of the Hutterites unequivocally was visible at the West Coast, which often was hit by forest fires. After becoming aware of this evidence, Elymas in custody tried to kill oneself with poison, using his black-gold ring. Blessing in disguise was that hailed white angels immediately pumped the stomach. Because of numerous other crimes Israel transferred him to the United States, where he must still stay for a thousand years in a right stately, constitutional prison camp. The scandal of the skull created a stir up to the New World. Numerous black magic, white camouflaged columned halls, where secret meetings were held, were searched and other ritual sacrifice skeletons seized. For simplicity, these homicides were also blamed on the unique tortfeasor and main responsible person, the highest of all wizards and warlocks, Elymas Wicked-Oz.

After a hearty breakfast, the Germans bid farewell to the Chinese mission delegation. Leaving the religious struggles behind, Jonathan and Elisabeth were glad to depart from the city of peace with their rental car. „Jonathan, I think over there we must turn right. We could go to Qumran, Masada and Ein Gedi. These important places are located right on the road to Eilat,“ Elisabeth suggested. „After 1000 descending metres I prefer to drive straight left. Because in the valley we can wade through the Jordan, where I can baptise you as John did, or we immerse in the ancient ruins of the Essene. Elsewhere we can find a mikveh made for the ritual purification, i.e. in a zealots fortress after your cycle. If you’re not pleased with that, we bathe in the sea salt, mud, or at a beautiful waterfall, right dear Schätzle,” teased the incomprehension attracting crush boy. Instead, the team came across the gates of Jericho, the oldest city in the world. “Guess what Jonathan, this freshwater oasis is called the green city of palm trees,“ Elisabeth noted, „according to the guide book it is famous for its hot climate.“ “Jericho is known to me through the heavy curse of Joshua, but look at this modern Sodom and Gomorrah,“ Jonathan was indignant and continued, „over there is a bawdy house behind the Austrian Oasis Casino, all forbidden in Islam. The open rubbish at the refugee camps there on the street would Vera Diao also ban. Don’t they have development aid volunteers?“ On the other hand and side they had a Saudi Arabian petrol station. Jonathan funnelled the car with fuel and Elisabeth with a completely clever map. „Look at that, Israel lacks. Everything is Palestine,“ he noted. „The foul name was invented from the Roman emperor Hadrian to annoy the Jews with their extinct enemies, the Philistines. Palestinian people never existed before as a nation. Now the goody-goody founder is a former Egyptian scarf terrorist who is revered everywhere as on the big picture there above,“ Elisabeth thought to have noticed in her history lessons. The benevolent pump attendant suddenly looked daggers at them and drew a knife. Straight off the holidaymakers took flight to the south. „Dear Elisabeth, for sure you know from the word of God that our own words will judge us. You yourself have asserted that the brothers understand more German and less fun than we think. Now a whole pack of PLO militants are on our tail.“ Shots banged from behind out of the first of three chasing ’star in the circle‘ limousines, which even were constructed in Jonathan’s home town. “Now I’ll die with you again and there is no end in sight. But this time I shoulder the blame myself,“ Elisabeth admitted. Jonathan accelerated and turned the SUV into a desert path. Not really murder greedy, the pursuers were appeased and disappeared in the direction of Transjordan. Foreign currency converting tourists actually don’t have to worry to much about their health in the „land for peace“ sweep of country which is hallmarked by intifada and armed resistance.

Ultimately I will see my Phoebe again, Jonathan flirted clandestinely in his mind. „I’m dying with hunger. Over there are big hotels. Let’s make a break at Ein Bokek to have lunch,“ Elisabeth desired. At the deepest point of the earth impatient Fischer parked the Japanese tin on the scorching layby of the Hotel Hod. Jonathan cooled down in the air-conditioned restaurant, taking place at a large table. He thought, „sure enough, the fruit of the spirit is patience and with God are 1000 years like a day, but especially fast-food restaurants and open buffets are more advantageous.“ Anyhow, who was there at the salad bar to take out of each bowl something of the rich offer of nature? The journalist who brings what others leave. Ludwig Schneider had filled the plates for himself and his wife Barbara. “If I had known what frightening experiences Israel offers I might have rather wandered 40 years in the safe dessert like Moses and would have not obeyed your call from Stuttgart,“ Jonathan tried to start a conversation. „Be courageous and strong and fear not on all 365 and a quarter days of the annus, brother. Fine that you meditate about the book of the law and that you have visited my discourse about the cup of trembling for all nations,“ diagnosed Ludwig Schneider who sat down, nipped at a glass of of Eden mineral water, and as usual invited for a cup of coffee in his office. Elisabeth Schätzle found in Barbara Schneider, who organized courses of treatment at the Dead Sea, a competent partner and inquired about the various possibilities of recreation. At the end of the meal she demanded: „Jonathan I stay here until evening. You have promised that we bathe together.“ Teeth-gnashingly Fischer had to agree and bitterly regretted his hijinks. The best man had read that a man is only worth as much as his word. Suntanned Schätzle amorously loved it to change her pale companion with moor mud in a blackamoor for a funny shot. In return, Jonathan wanted to get an additional picture of himself, as he lies in the unsinkable Dead Sea and reads the Israel today news article about the sunken false prophet Elymas. Woefully a splash of the very salty, mineral-rich water inflamed his left visual organ, so that he was desperate to get the speck out of his eye and wished for the healing salve from Laodicea.

Jonathan’s good mood returned at nightfall when he reached Eilat and headed on the road to the Shelter Hostel. In the hostel Fischer hoped to finally see Leontopoulou. First, there was a joyful reunion in the parking lot with another friend and his six-member family. „Man! Jonathan, to meet you again after such a long time is a real surprise. Won’t you introduce to me your better half?“ his old friend and schoolmate Walter Stein questioned. “I’d love to! This is my beloved department chief at work, Elisabeth Schätzle who follows me to the end of the world. Not to get you in wrong thinking, we are not engaged or married,“ Jonathan stressed. „My true happiness and pure joy is my family which Abba – our loving Father – has given me. This is my Swedish wife and queen Silvia with our good children Agnetha, Björn, Benny, and Anni-Frid. “To have a harmonious marriage is much more important than to have success in business,“ relativised Einstein, the physics genius. “Come off it! Tell me, why did you came here?“ Jonathan wanted to know. “We just came back from the waterfront, where we have distributed Gospel brochures with Jakob Damkani and the international team. Because of the children we have returned sooner,“ reported Walter, the cavalier who relieved Elisabeth from her suitcase to carry it to the reception. There the long-distance travellers learned that the rooms of the Christian guesthouse were fully booked. Only a place at the terrace was free to sleep on ground pads. „Jonathan then we doss down together outside on the floor, as in the good old times, using sleeping bags,“ gentleman Stein planned, „then Elisabeth can take inside my bed.“ Of course, Schätzle had no objections. Readily she befriended with the Stockholm foreign languages correspondent Silvia, who massaged her tense back in the lobby and wanted to be informed about the treatment methods of the Dead Sea spa hotel.

Moving Fischer and resting Einstein were talking relatively much, until the first rays of light appeared in the morning hours, so that space and time were immaterial. A temporary interruption of their conversations caused the return of the international group with Phoebe and Christoph at the top, who had formed a leaflet issuing team of two. In addition, Jonathan rejoiced to get acquainted with the sympathetic Jacob Damkani, who was accompanied by an old known pastor friend. Ulf Gouderner had invited Jacob to preach in his Swedish brethren fellowship. Thus, the Christ-alliance of family Stein and other church members travelled to the summer campaign in Israel. „What a coincidence in a small world,“ Jonathan remarked. “When I look at your life, dear friend, then I think not so much of coincidences“ stated Gouderner and Einstein added, „you know, Jonathan, we feel that it is time to publish your life story free of charge on the Internet. Do you agree?“ „Sure thing! Ulf has already attained the rights of my story with the help of your informations. But first he has to repeat the promised question-response trick with my future wife,“ expected the single, yearning for his wedding. „This is not so difficult. Inspecting the many pretty women here, I soon find out your future and secretly interview her,“ Ulf felt certain.

Jonathan yawned loudly and long in the morning, as he was tickled awake on his nose from Björn and Benny with a feather.

After a modest breakfast a local guide joined the tour party. Aviel Schneider explained all important details of the dangerous desert hike. The 30-strong group travelled by coach to a hill in the west of Eilat from where the ramble into one of the barren canyons started. Jonathan listened carefully to the remarks about the incorruptible acacia tree which was used for the making of the Ark of the Covenant. The roots of the observed specimen must have taken deep into the soil. Due to the drought environment the wood was predestined to be preserved thousands of years. Creepy emotions arose in one of the cool caves which was filled with animal bones. Perhaps faithful David was hiding inside from mad king Saul, anyway nowadays one ore the other sleeping beast visibly left its dung inside. More pleasant was the launch break with a special prepared food. Jonathan and the other desert camp participants baked flat bread in a bonfire. A pause of reflection followed the meal. Aviel illustrated that Horeb, the mountain of God, could be located in the surrounding area. Those who wanted were allowed to climb for a time on one of the hills to listen in the silence to the voice of God. Jacob warned not too go to far and not out of sight from the camp, because the Sinai Peninsula with the Egyptian border was in the immediate vicinity. Endurance runner Jonathan chose the highest peak, to impress Phoebe, Christoph and Elisabeth, who couldn’t stand his pace. Once at the top, a breathtaking panorama of the desert landscape opened up. Jonathan recollected the place in the Bible where Moses got shown the promised land. Then he was mindful of the night event in Phoenix, where he briefly saw his future wife in the spirit.

What was that? Instead of the voice of God Jonathan could hear the weeping and sobbing of a lady. Was it Phoebe or Elisabeth? Only too willingly Jonathan would have liked to put his protective arms around the heartrending female creature. Regrettably, he could see no one and nothing. The wail came unfortunately from the other side of the rubble wall. Should he jump over Jacob’s restraint? Ah shucks! You have to trust God more than men, the disobedient thought, immediately regretting his decision. In a false posture he abandoned his viewpoint, sliding down the slope on his bum about a hundred metres. At least he could use his feet as a brake. But as usual, his hip again began to ache. „Flip! What should I do now?“ wondered the solo hiker. In some distance an army jeep with a border patrol approached. First he wanted to attract attention, but then he wondered how the Egyptians would treat him. He even had not his temporary passport with him. Thus, he preferred to hide behind a big rock. In such situations you learn to talk with God. In this way Jonathan found peace for the soul. Inexplicably he got the supernatural assurance to meet again and marry the sobbing woman. Yes baby, and we will have three kids as Bryan Tate boldly claimed in Hellfire Valley. But first he went through hell, as if burning in hell, because of the breeding heat. He couldn’t climb back to the hill top since he was handicapped in walking and also the loose stones made it very difficult. The only remaining alternative was the far easier descent into the valley. Jonathan managed to travel five kilometres to nowhere. My foot! To wander in the dessert is truly not more safe. He deeply repented that he did not surrender into Egyptian captivity. Better to be a slave than to have no water. How was again the story of Hagar and Ishmael? Are you the God who is looking after me? Unfortunately I am not a camel and not a wild ass. Jonathan raised his voice, „help, I dry off.“

Using the last of his strength the hero did bend forward a bend on his path. Oh, how he panteth for Mey Eden Water when in a Fata Morgana grazing sheep, bleating goats and single-humped dromedaries emerged. Wow, super, such a life with God is exciting and rich in variety. He had reached a small Bedouin settlement. Enjoying the hospitality of the nomadic people he drank a Morocco mint tea, inhaled at an oriental shisha, and he tasted sweet dates. The rescuers didn’t understand him, and he couldn’t interpret their dialect. Still, the international language of love is cross-frontier clearly understandable. A doss in the shadow of the tents offered the opportunity to recover and to forget the pinch at his side. The next day Jonathan woke up from the rotating helicopter blades and the loud booming engine. His Jewish friends had done everything to find him, and to save from dying of thirst. Aviel Schneider, who first discovered the Jonathan dessert camp, had organised a German shepherd to successfully track the lost one by his Schiesser underwear from the luggage. The Tsahal army (Israel Defense Forces IDF) also participated in the salvage operation. To give Jonathan a piggyback ride, he was pulled up on a winch to marvel at the carefully targeted landing in the Eilat airport. The whole maneuver reminded him of the world champion in accuracy jumps, Klaus Renz, a former classmate who offered his friends tandem skydiving. Only that this time the billing for the low-level flight pleasure was much higher.

After a thorough medical examination from an army doctor, the German patient was allowed to return to his civilised thousand stars hotel. The team around Jacob Damkani had started a special time of prayer and fasting for Jonathan after the recommendation of Ulf Gouderner. But where was now his mothering and nursing Phoebe? From experience her new friend Elisabeth had assured that Jonathan has seven or nine lives like a cat. Therefore she went ahead together with Phoebe and Christoph to the scheduled snorkelling in the Red Sea. The 1200-meter-long coral reef with the emerald green and deep blue water offered the most beautiful biodiversity of yellow and Red shimmering tropical fish one can imagine. Reaching the sandy beach, Jonathan received the breathtaking bikini view of Phoebe. Eventually and long hoped for, she fell round his neck and kissed his blushed cheeks. „Beloved, I hope you’re not sore. As veritable epicures we already relished our faces in the sun. This is simply my life philosophy,“ was the excusing greeting of the black locked replica of Venus. „Hey, you hero, tell us what happened exactly,“ Christoph was curious, spreading out in the middle. The other attractive deckchair model Elisabeth adjudged: „At least you didn’t scare the heck out of me this time with your sleep by adventures.“ While Leontopoulou put on some lotion on Fischer’s spinal, the connoisseur told about his escapades and asked at the end: „Tell me Phoebe, did you wail on the prayer mountain when I got lost?“ „You have no idea how much I was worried. We looked everywhere for you, until it was getting dark and we had to go home.“ That activated the greatest satisfaction in Jonathan. Particularly in view of the fact that the suspected rival Ziegler began to court with Schätzle in teaching her how to crawl. From this moment, the two flirtatious couples were inseparable.

Before dinner, Jonathan received a stern rebuke from Jacob Damkani in a well-meant public address. A disciple of Jesus would always do what his Lord says and bows to discipline as a good soldier. He stressed that all participants were in a battle and not in the honeymoon. Such being the case he would appreciate when the singles are not wandering around in holding hands. Hereafter, Ulf Gouderner supplied his soft sleeping place for maltreated Jonathan, laid his oiled fingers gently on his injured loin, and prayed for him: „Heavenly Father, I ask you to heal Jonathan’s hip through the power of the Holy Spirit so that he can carry out his assignment. Also I command in the name of Jesus, that he is reasonable and in all and everything seeks the Kingdom of God first.“ Jonathan thanked: „Praise the Lord, this diabolical pain is blown away. I promise you that I save up philandering until the end of the trip.“ „That’s a good thing. I have the impression that you can only know your wife on the return journey in the plane,“ Gouderner sensed. This prophecy perfectly matched to the flight attendant Phoebe, the peacefully falling asleep heart-breaker hoped.

The following day, the teammates of ‚Trumpet of Salvation to Israel‘ travelled back to the mission headquarters in Jaffa. At the breakfast Jonathan announced to give back his rental car in Jerusalem. That is why the medical patient wanted to repeat his mud-slinging tour at Ein Bokek with the be taken with attractive Phoebe, and beyond that, to crest the peak of the fortress of zealots in Masada with the gondola. That was the final straw. A bitter quarrel about moral standards arose with the attentive, stick-in-the-mud Ulf. Standing up, good Jacob restored peace in returning the car himself at the Shalom Plaza in Eilat. Thus, the United Nations group could drive back with the coach across Beersheba. Jonathan sat next to the somehow disgruntled Phoebe who had expected more assertiveness of her future. On the other hand a long discussion with Walter Stein started about the experiences in the physics intensified course. Einstein held lectures on his new speciality electrostatics and magnetostatics. When he realized that this was much too boring for the negatively charged Phoebe, he picked her brains in involving her positively in the conversation about old school grades and former teachers. „Now I get it. I know the trick. Pumuckel Einstein will not fox me again,“ Jonathan interrupted. „What do you mean?“ Phoebe wondered and got from Walter the answer: „We won’t reveal everything now because it will be a special surprise at Jonathan’s wedding.“

On the back seat of the bus, was held a similar session of a „You bet!“ answer game directed by Ulf and his secretary Angela Berit. Elisabeth and Christoph, who clamped a questionnaire about their childhood in the hands, were rolling in the aisles.

Leaving another military exercise of the Israeli fire forces behind in the Negev desert, a stop-over was made at its northern edge. At an equal elevation as Jerusalem from about 800 meters, Mitzpe Ramon offered an awesome view on the natural spectacle of the eponymous erosion crater, which Jonathan reminded of the Grand Canyon. Thinking of his outdoor adventures with Brian and Sharon Tate, the tourist asked himself if the Canaan ranch of Abraham and Sarah look the same. A piece of heaven on earth also desired Israel’s Zionist founding father David Ben-Gurion. He found his final resting place in the neighbouring Kibbutz Sde Boker, where he also spent his sunset years in the promised land. The next sedate rest promised the peace yearning town of Sderot. Jonathan hardly believed his eyes when he bought a pretzel at the boulevard and thereby met the Sillenbuch master confectioner Iris Veit. The god-fearing volunteer taught her Israeli colleagues and provided on the Gaza Strip, where many people are worried about their lives, rocket high turnovers.

Driving north, along the Mediterranean Sea, the vehicle reached the place of destination, one of the oldest ports of the world. Erstwhile inhabited by Canaanites and then conquered by Egyptians, Jaffa is mentioned several times in the old scriptures. The place served for Solomon in shipping the Cedars from the Lebanon, for Jonah to flee to Tarshish, and for Peter as a starting point in his mission to the Gentiles.

In the centre of Jaffa at the single-family house was a reunion with busy German Elisabeth (Elisheva) who had already prepared the dinner. Most of the collective composed of Germans, Austrians, Swiss, Swedes and Scots spent the night outdoors. The large roofed veranda offered an encampment of mattresses with additional sanitary facilities for women. Jonathan and Christoph sought shelter on the ground. On safety grounds they attached their mosquito nets at the above table tops. Thereupon sleeping Schätzle got this time a softer rubber base on her table altar and with Phoebe another chaperone as neighbour.

As soon as day broke, the location was converted for breakfast. Each participant lent a helping hand. After washing dishes the German and English speaking musical society practised Modern Hebrew songs which were harmoniously accompanied on the guitar by Elisheva. Jacob preached in English about the fruits of the spirit. Love, joy, peace, patience, kindness, goodness, faithfulness, gentleness, and self-control would be characteristics against which no judge in the world can bring in a verdict. Being translated by the blond, pretty, second Elisabeth the street evangelist motivated in broken German: „The Lord shall give you much love and power in the Holy Spirit.“ Again, teams of two were formed with plenty literature in their bags. After an half-hour walk they arrived in Tel Aviv. At a flight of stairs the European Community sang a partly practised penitential psalm. Jacob Damkani explained in Ivrit in front of a gathered crowd that his friends from different nations had come to Israel because they love the Jews and they want to bless them. Thereupon Jonathan and Phoebe started to distribute for free his autobiography „Lama davka ani?“ – „Why Me?“ to the bystanders. An ultra-orthodox self-appointed God-warrior freaked out in beating Jonathan round the head with the hated reading. Thus, Jonathan brought back memories of his trip to Albania. He understood thoroughly that this time the nun Hanna couldn’t assist him as a family help. But maybe the abstinent Catholic nun rejoiced now in whooping him on the golden streets in heaven. However, when even the books regifting Stein-children were ruthless attacked from the hailed by mobile phone Yad Le’Achim religious goon squad all crooners of the Eurovision Song Contest had to take to one’s heals. Fischer took Leontopoulou by the hand, fleeing on the convergent Roman cobble stones from the Iranian-oppositional, raging out bodyguards. Just like later his surnamesake Joschhka, the street fighter, marathon runner, and honorary doctor who tried to bring peace to the Middle East in his Mohammed Yasser Abdel Rahman Abdel Raouf Council on Foreign Relations. “With you I can run from Tel Aviv to Haifa. For a model you have an extremely good physical condition Phoebe. Where does this come from?“ asked the Jogger who admired his training partner. „Three guesses, you uncertificated Foreign Minister Fischer must yet know which nation invented the Olympic Games,“ teased him the Greek little hump nose, „but seriously, with you in tow I’m gaining more strength than in my revolutionary Frankfurt gym.“ Both had defected successfully in hiding at the Carmel Market. Narrowly embraced they strolled through the pedestrian area. Jonathan was reminded of a promise: „Phoebe, if it is up to me I would wed you on the spot. But I promised pastor Ulf to wait until the end of the leisure time before coming in close contact with my dream girl.“ „First, I am not an easy lay like other women, and secondly this Swedish moral guardian spoils my good mood, and thirdly he will never marry me of to you,“ the separating one got annoyed. Having arrived at a crowded textiles booth, the dream couple made a purchase out of frustration. Phoebe afforded pleasure with a tight-fitting white Levis jeans and Jonathan bought a snappy green Lacoste polo shirt. The neat seller asserted approvingly that his bargain are only original goods, whilst the first hand wash brought a bleached result to the light. “This is it! We simply try at a classy business zone whether we powersellers are able to launch more free shipping books there, right Jonathan,“ achieving an initial marketing success, Fischer was prompted from the Amazon.come! The first lonely fish floundered in the net. Affected straight into his heart, a Russian-born Jewish man promised not only to read the pocketbook, but also invited the tourists in an art of living bar for an aperitif. Inside, Jonathan had to look at the black side, and Phoebe got homesick, meanwhile she was touched at her thighs from the bidding, melancholiac, hypochondriac emigrant love seeker who anyway forgot his shekels.

The zest for life returned to the fleeing, stultified advertising strategists and unintentional bill-dodgers on the way home, as they watched another besotted couple. Dressed in bright red Coca-Cola T-Shirts those tried mostly in vain to rid oneself of the heavy books in their hand baggage. „Why should Elisabeth and Christoph be on easy street compared with us?“ Jonathan asked and Phoebe attested: „It might well be that Christoph is more courageous as you in standing his ground instead of running away from every problem.“ This comment was like a slap in the face. The matchmaker was hurt in his feelings and in the end of his tether. He remained silent.

„Hi there! Why are you looking so sad Jonathan? Take a squizz at all the beautiful things that Christoph has given me,“ urged approaching Schätzle. Apart from a golden chain with the Star of David, she also wore a new ring. „I’m happy for you,“ Jonathan dishonestly witnessed, „I didn’t know what kind of self-assertive, attacking bachelor you are, Christoph.“ „Rather! I already did overtrump you at our first chess game in Sindelfingen,“ Ziegler boasted, „moreover I told you at the Stuttgart airport about my God given dream of a special gift that is waiting for me in Israel.“ „What, you play chess? I was the girl champion of Württemberg,“ interrupted Elisabeth, who had stuck a note in the wailing wall, asking for a smart man. „Phoebe are you fit in the Royal game?“ interjecting Jonathan wanted to know. „Quite a bit. I have learned that queens have more power in their walk on the board than cover taking, castling kings. But I don’t understand the en passant rule and I got tired of the ‚one horse jumps on the other‘ moves.“

Arriving in Jaffa, the chess virus completely infected the others. Ziegler borrowed a wooden board with pieces from Damkani and tried to show Schätzle who is the strongest. However, Elisabeth couldn’t be defeated and also Jacob was close of getting mated, until Elisheva saved him, starting with mealtime. Thereafter, Einstein got involved in the battle of the king with the queen, to also come off second best. That’s why simply an everyone against everyone tournament was launched in which sore Jonathan didn’t want to participate. His comment was that through the cross and resurrection of Jesus Christ the eternal, once for all victory over sin, disease, and death was accomplished. Therefore it is needless to search for a winner, since only the Lamb of God holds the keys of Hades.

To neighbour on an old graveyard for missionaries in Jaffa, the foreign guests stayed a week in the single-family house. Besides spiritual parts of worship, prayer, Bible study, and the spreading of the good news, many more pleasant recreational activities were provided. Phoebe enjoyed it to repeatedly walk with Jonathan to the nearby Gan HaPisga Summit Garden. There they appreciated the magnificent view of the Tel Aviv Bay and the picturesque idyll of the palm park. This offered the perfect spiritual surrounding for non erotic, platonic conversations. Whereas the pleasure strollers were slightly embarrassed to find on the mowed meadow strenuously snogging Schätzle.

In addition to this selected fields sport, Christoph Ziegler felt that one is in good hands in the water. Practising weight training from a young age, he had developed a remarkable broad torso. On the beach of Tel Aviv he liked to self-display his athletic chest and upper arm muscles, performing handstand acrobatics in front of all people. „Jonathan, don’t you want to paddle and to take some of these Schwarzenegger powder proteins?“ asked the sunbathing Greek bodybuilding promoter. „No thanks, in contrast to Arnold I try to struggle successfully through life without vitamin B (relationships), also I chose the Kenyan runners as an athletic ideal,“ countered the jealous rival in the shade. But then a sporting competition of different cast developed. Resistant Jacob Damkani challenged cocky Adonis Ziegler to a swimming marathon. Instead of returning to Jaffa on foot, the tireless late forties tried to checkmate the swashbuckling early twenties by sea. The old saw to never underestimate your counterpart again proved to be true. At first glance, passionate protesting Jonathan had to solve another problem with Phoebe and Elisabeth. The beautiful sisters were invited from two unknown, dashing fellows in their rowboat, to observe the happening from the Mediterranean. Fischer sensed that something doesn’t add up here. The instant confirmation became evident when the inflatable boat made leeway to the open sea. Full understanding showed the informed lifeguard on his elevated wooden seat, since his binoculars sent an alarm. The signal coloured bikini tops of Schätzle and Leontopoulou had just gone involuntarily overboard through the unclean hands of those circumcised boys. With the help of an outboard motor the common chase of bras and the rescue of semi-nude mermaids came to a quick end. Majestic spy Fischer felt in his counterfeit crocodile polo shirt like a king or as a fairy tale prince Charles. Two scantily clad ‚Diana fertility and hunting goddesses‘ simultaneously flung their arms around his neck. Oh wow, in such a polygamous moment it would be worth to convert to Islam, the idolized doom prophet was considering, as he comfortingly wiped away the stream of tears from Phoebe’s cheeks. Docking in the ancient port of Jaffa, Elisabeth embraced her left far behind and lost Christoph, who likewise in the wide and wavy sea had to learn and get shown his limits.

The evening Shabbat celebration through wine and matzah brought to mind the Passover feast and remembered Jonathan of a more meaningful relief and sea crossing. For a long time to be inured to win, he chose to stand on the winning side of life. Figuratively speaking, he hoped for the Jewish people that they soon get removed the veil from their faces, as Rebecca did with her bridegroom Isaac – a picture of Yeshua. Or, similar to the eleven tribal princes, they should recognize in their distress, that their previously sold to strangers brother Joseph became the royal saviour, as a foreshadowing of Yeshua. Expected on Seder, the returning Elijah had already appeared as son of Zechariah and Elizabeth in Jonathan’s belief. Since John the Baptist was never silenced through beheading. Even on a silver platter he is still speaking up to this day: „Behold the Lamb of God, which taketh away the sin of the world.“

The holiday time usually passes by much too quickly, but on the following park walk Jonathan wished to make his way home in the passenger compartment of an over-flying aircraft, where he wanted to give Phoebe a five-minute long French kiss. In the soon coming end, the attentive clever flight attendant really organised through her jet relationships a pleasant surprise. Less surprised Jonathan turned up when he discovered Christoph in the dark – at a hide and seek cuddle on a park bench: „Dearly beloved, did I ever render the love ballad of Maxima Gravid?“ „Please, have regards on our feelings and don’t spread one of your Frankenstein horror stories,“ Schätzle beseeched and Phoebe endorsed, „Yes exactly, Jonathan we have experienced enough sorrow on the sea waves.“ „Oh, I see. You don’t want to listen to my warnings. I personally would like to have at least three children, and what about you?“ Fischer drew the conversation in different waters. “In my life plan fits only one little nuisance. More we have to trash out,“ Phoebe was sure. „I need to finish first my study of theology. Swallowing six pills of anabolic steroids every day, I don’t care too much about my fertility,“ knew the pharmacist in the bodybuilder. “Christoph, then leave out one hormone pill for men. Anyway the number of mercy is five,“ gifted Elisabeth worked out in the Bible five months ago. And in effect, the wedding bells would ring for all five minus one next year. From the actual park strollers even five plus one entered in the marriage covenant. Worldwide acting Jacob Damkani had not alone the vision with the mission work “Trumpet of Salvation to Israel“ to proclaim the second coming of the bridegroom Yeshua Ha’Mashiach, but he himself was looking for a wife, walking in the cool of the day in the garden. Unmistakable, the evangelist discussed with the convinced blonde at his side, so that their common affection could not be hidden before the others. With the diligent trumpeting Elisabeth the Lord send a special blessing from Germany to Jacob. Their shared vision to build a bigger house of unity recently was fulfilled in the five-storey Hotel Gilgal in Tel Aviv.

Phoebe and Schätzle made fun in uncovering and tickling the feet of their undertenants to awake them. This present day it was indicated to leave the sparse terrace dormitory in direction of Galilee. Repeating the journey of Peter to centurion Cornelius, the tourists soon arrived with their coach in Caeserea. The Crusader ruins, the amphitheatre, and the aqueduct offered impressive lessons of antiquity. On the continuous way to Haifa, Einstein explained that in addition to living in captivity Roman citizen Paul, another famous, non-christian Jew witnessed about Jesus. For even the historian Josephus mentions the doer of wonderful works in his Testimonium Flavianium. By reading Werner Keller’s book „The Bible as History“ it would have been much easier for him as a scientist to trust in the Word of God, due to the rich archaeological evidence. With the help of his computer, Walter Stein claimed to be able to prove mathematically the divine inspiration of the Bible. Ivan Panin would have calculated already one hundred years ago by hand, that the first verse of the Torah „In the beginning God created the heavens and the earth“ is not only formed by seven words, equal to the 7 days of creation, but as well contents 28 other sevens mysteries, taking into account the 22 letters of the Hebrew alphabet with their numerical values. Unfortunately the world-shaking findings were rejected by the public with the absurd argument that other texts and languages do the same. „When I listen to you Walter I feel dizzy. Can we change the subject?“ Phoebe asked. „OK then. We leave math and I give a geography and biology lesson,“ the professor continued, „the Sharon Plain here is the most densely populated area in Israel. It is used for intensive agriculture to cultivate honey apples, citrus fruits, avocados, cotton, vegetables, and wine. The raised Sharon Fruit that is harvested from the genus of the kaki ebony trees, gave the name to the plain. The scientific name of the persimmon Dyospyros kaki means fruit of Zeus.“ Bugged Leontopoulou blurted: „Now this historian makes our Olympic God to crap through the fire. Einstein, you’re out of senses. The great knowledge makes you lose the mind.“ Frustrated Stein turned to the side where his whispering foreign-language-wife Silvia gave comfort and a kiss on the cheek. „We shouldn’t confuse genius with insanity,“ Jonathan intervened, „Sweetheart, you are the most beautiful Rose of Sharon to me. A particularly pretty and little stubborn Sharon, who has now three children, met me in Phoenix for the first time. May I tell you of the converted witch?“ The adored princess relished in Jonathan’s exciting experiences in his trip to the USA, thinking they were more informative. Brightly-painted fairy tales are often more beautiful than the grey everyday life.

The German settlement in Haifa bore witness of Protestants who waited for the apocalypse in the saver part of Northern Israel. Notably hard-bitten South German Templars built in the mid 19th century as living Mt-6-33-stones their homes. As weapons they didn’t carry knightly swords and shields, but charity and forgiveness. Not to lose all of his useful subjects who migrated in the promised land, King Wilhelm I of Württemberg announced holy Korntal as a gathering town for Bible believers. The pietists already got 1819 a tax privilege and were freed from military service and oaths. Another special attraction for expatriates and tourists forms the large port city of Haifa with its terraced Persian gardens. In the centre of Mount Carmel is a special landmark located known as the Shrine of the Báb. Like many religious founders, Siyyid `Alí Muḥammad Shírází Sayyid was executed by his fellow countrymen. Instead of climbing the stairs to his gravesite, Elisabeth Schätzle persuaded the tour guide to visit the burial place of her ancestor Christian Feuerbacher. To come as a stunner, she there met Julia Rüger who made a short visit to the grave stone of her from Bernhausen emigrated grandfather. Most of the other participants were waiting, like unsuspecting Jonathan, in the soon departing bus. The next destination was the 1963 from sister Emma Berger founded Christian Kibbutz Beth-El in Zikhron Ya’akov. Yakov Damkani bought ahead goose dawns in the Noah’s ark factory outlet which were stored in a cotton sheet. Einstein made an inquiry about a sealed 6-person tent. In it, a manually operated air-filtration system cared for clean air in cases of chemical attacks. Jonathan seemed to have lack of understanding for the bunker NBC-Protection systems developed by Swabian tinkerers, since he believed that the first Peter anyhow had predicted the destruction of the elements by fire and that the nowadays atomic annihilative potential could blow out the earth population four times. Nevertheless, Saddam Hussein command to fire SCUD missiles on Israel provided planned large sales growth for the niche suppliers. Jonathan’s own passive attitude changed at the subsequent visit of the northern border town of Kiryat Shmona, since the Lebanon explorers had to take refuge in a basement shelter, because of a sudden eight times Katyusha rocket bombardment. In this fear of death situation the cuddle ban of Ulf Gouderner was suspended. His secretary and writer from Uppsala, Angela-Berit Ekman, was so intimidated that she fell round Ulf’s neck. The cool Swede visibly unbent in hugging his co-worker at the shoulders. Elisheva, who had a remarkable resemblance to the blond Angela-Berit, claimed that many male singles were inhibited towards the signs of affection and feelings from the women who love them. Sometimes those men needed to be placed from God in life-threatening situations, so that they are cured of their blindness. „Not me!“ Jonathan felt certain, seeking Phoebe’s velvet paw. The young Schätzles preferred to retreat to the toilet, because they were going wild with excitement.

The next overnight accommodation, a campsite on the Sea of Galilee provided a romantic backdrop for the four lovers. Jacob and Elisheva had made a good choice with the pebble beach at the sweet water. The ambient temperature and the water was so warm that everyone could bath or in the swimsuit enjoy the sunset. „Phoebe, now I have swum in the Dead Sea, in the Red Sea, in the Mediterranean, and the Sea of ​​Galilee. How does that grab you?“ Jonathan asked. „I thought the vacation in the tour group would develop in a different way,“ sitting at his side, she expressed „it is not fair that I was not allowed to indulge in the Dead Sea with you.“ „We can make up leeway when we are married,“ Jonathan guessed. In the meantime Ziegler was too pushy in playing underwater games, since Schätzle fled to the shore saying: „Phoebe, I suggest a swinging. You take part in a swimming competition with Christoph and I measure with Jonathan in a private match of chess.“ „OK, a little more variety and sport is always good,“ Leontopoulou agreed, running away on the dandelion grass. „Wait sweetheart, I was in the Bundeswehr academy of sports, I didn’t tell you yet,“ Fischer called behind her. „Really, was fly fisher standing still in casting or did you prefer endurance running?“ Schätzle showed some estimation. „Oh yeah, that’s right. I outdistanced many top athletes in the cookhouse and in the 5000 m race. I tell you more about my former hobby at the end of the game.“ Elisabeth and kibitzing Einstein were not really amazed that the ex-champion won. „I first took Jonathan along to the chess club SG Fasanenhof, where he improved himself constantly,“ Walter Stein knew and Schätzle confessed, „And I have enthusiastically traced his teachings about banking and his games in the Bundesliga.“ „But why did you never tell me that you play chess?“ Jonathan enquired. „Because you have already retired from competitive sport and never showed interest in my letters,“ was the argument of the girl-master.

At night, Jonathan had one dream after the other in which a self-built house of cards collapsed repeatedly. Waking up in his sleeping bag he felt shaken and mixed up. How good was it to know that many nocturnal illusions come from the soul.

Another deep unease came upon Jonathan in the morning hours when Jacob intended to visit the Israeli soldiers on the Golan Heights. He had always felt queasy when he saw the young people with their camouflage uniforms and guns on the streets, but now Shaul, the bus driver, headed for Mount Hermon and the 1000 meter high volcanic plateau. Passing bombed Syrian ghost towns caused further anxiety in the silent observer. The tourist group made a first stop at ​​a tank wreck of the 1967 Six-Day War. Good mood increased. Schätzle climbed on the gun barrel and more and more women did the same to come on a photo. “Jesus was a pacifist,“ Fischer defiantly announced. „Dead right, because his true followers have not fought with swords, since his kingdom is not of this world,“ agreed antiwar Einstein. Gouderner retorted of an opposing Jesus saying: „Think not that I came to bring peace on earth, I have not come to bring peace, but a sword.“ „This clearly refers in the context to battles and splits between family members, for Jesus demanded to love him more than father and mother,“ deserter Damkani thus ended the discussion. Jacob led the with Israel flags equipped evangelistic corps a bit further in the bus to intact tanks and guns. In his typical, open-minded and bold way, he proclaimed the reason of the international visit and got permission from the IDF commander to perform shalom songs accompanied by guitar. Variety is the spice of life in such a dusty environment. Jonathan’s reluctance and caution was clearly unfounded, because after the singing of Hebrew songs resulted many friendly discussions between the foreign visitors and the life risking conscripts. Such being the case, Jacob’s army drilled the maneuver straight away at a second dry parade ground. After work was done, the bus took the way back down to the Sea of ​​Galilee. Unlooked-for, the trippers crossed thriving agricultural properties. „Beside the apple orchards one of the most delicious variety of grapes is growing on the fertile, mined soil,“ knew Einstein. „Greek wine is like the blood of the earth. Jonathan, to live life to the fullest, shouldn’t we savour the Golan grape juice in a tavern?“ Phoebe stimulated. „Without fail, I will go with you on on a pub crawl. Walter, what can we still find in this deserted landscape,“ Jonathan presumed, „is this the place where the 2,000 ripped swine rushed across the south-east hill into the lake?“ „Yes, this is the region of the Gadarenes where Jesus delivered the once chained nudists from his demons,“ the Munich doctorate Stein assumed. „If the Bavarian Animal Protection Association gets wind of this, they banish the crucifixes from public buildings into penal institutions,“ speculated Phoebe. „Because you couldn’t see how the legion went into the pigs, Jesus would be acquitted for lack of evidence. But the former residents here were overcome with so much fear that they asked the deliverer to leave,“ recalled Silvia.

The targeted, once fiercely contested Kibbutz Ein Gev invited to visit the cowsheds. At the sight of so much meat and milk, a stop in the award-winning restaurant was advertised. Inside, six Franconian volunteers served wine in vessels and fish on plates. “If I make a wedding trip, then to Cana in Galilee. What do you think Jonathan?“ asked the future bride, who mixed a sinfully expensive swig of Barkan Cabernet Sauvignon Altitude wine with water to a spritzer. „With you I am always on top of things. I even feel fit to marry you in the Golan Heights tank of Kanaf,“ was the incomprehensible dream of the to clear things up cupbearer. Full of atmosphere, the company danced and chanted outdoors a Hava Nagila. Elisabeth used the happy occasion to bring a few paperback biographies of Jacob along to the awakened Kibbutzniks. An ultra-Orthodox dad blotted out the festivity in shouting Yeshu – swine. According to Israel’s anti-missionary law his 15-year-old daughter shouldn’t have gotten such a Good News testimony. In a turmoil the religious police violently tried to get hold of Jacob, but Shaul the bus driving transportation minister – out of hand – draw his pistol. Thus, he safely brought back all of his passengers to the camping site. Another unforgettable day with an evening bath in Lake Tiberias came to a good end.

The following holiday program at the lowest lying freshwater lake of the earth was one of the highlights of the trip. Jesus, the man from Galilee, chose this lake area along with his disciples as a centre of his work, in leaving there many footprints in the gospels. The Mount of Beatitudes in the North offered a magnificent view of the calm waters, whose freshening-up winds could swiftly lead to a dangerous turmoil in the breaking waves. In the beautiful garden below of the octagonal church, Jonathan was invited from Jacob, to hold a devotion about the Sermon on the Mount. The following interpretation of the Bible was about the radical lifestyle of a saint. Jonathan claimed that every believer should not be a judgmental pharisee, but a with Christ reigning king and priest. A true disciple has to obey the commands of the longest speech from Jesus, if he wants to do the will of the Heavenly Father. Then God could be experienced in personal life through visible signs and wonders. After the subsequent descent to visit the Church of the Multiplication in Tabgha the hobby photographer Jonathan gazed in amazement at the well-preserved mosaic with the bread basket and fish. He asked: „Ulf can you tell me why there are only four loaves of bread instead of five?“ Bestowing his full attention and sympathy to Angela-Berit, the closely entwined Swede could not give a clever answer: „You got it in explaining me why Jesus once was feeding four thousand and then even five thousand men.“ Einstein the number fanatics subtracted: „One bread is missing because the local assembly of the fourth century broke it in the Lord’s Supper. Four thousand had left seven full baskets and five thousand twelve large baskets. Don’t you understand?“ “Being poor in spirit, it’s all Greek to me when I listen to you,“ Phoebe discredited. „Also the weaker sex can conceive the symbolism of the parables,“ noted blessed Silvia, „four speaks of the earth and seven of abundance – five of mercy and twelve of governmental authority. For me God is expressing that he can fully provide for all mankind, if his successors take care for the hungry. Enough food is there for all. The rulers of this day only have no interest to distribute it.“ “Now becomes clear why Jesus emphasized that the disciples shouldn’t worry about food, but instead to guard against the corrupting doctrines of the Sadducee devils,“ Elisabeth got an enlightenment. To hobnob with her, theology student Christoph articulated: „It is not that simple. According to the Lutheran Reformation, there is a spiritual and a worldly kingdom. In the ‚two kingdom‘ doctrine of the twentieth century the Gospel is in constant conflict with sin. If we take the Bible literally, we quickly become rebels and heretics.“ „Who cares? I’ve been that much longer in the eyes of many. Let us attend the Franciscans in Capernaum,“ Jacob gave the direction. To get to the bottom of it, Jonathan discovered the house of Peter and got a better understanding of biblical curses in the decayed former fishing village, for when the Lord says something he will certainly do it. At any event, the ruins of Chorazin and Bethsaida, who rejected the works of their redeemer, still speak a significant plain language, laying in waste and ashes.

In the west bank located Kibbutz Ginosar the eventuality was provided for natural food and physical strengthening. Apart from a following film about the archaeologically significant discovery of a 1986 from the silt recovered 2000 years old boat, the original remains of the planks, as well as a demonstrative vivid replica could be viewed. A resourceful museum professor asserted that Jesus after his banishment went to sea in the very same ship, until it sank in a storm. Infidel Walter Stein recommended his colleague first to practise a dry run on a desert ship in the nearby camel ranch, before delivering more lectures. Thereafter, a part of the group went on for riding and the others borrowed small boats. Day-dreamer Jonathan was once again tickled all over from his affectionate chosen one and enjoyed in the pedal boat the golden rays of the sun which were reflected in the water. „I wished, I could measure every second with you for eternity,“ mused the unanimous poet. „I would like to fuse with you, in spots, discontinuous, but not forever,“ the casual, unbound Phoebe fantasized.

A natural spectacle of another kind offered the in fits and starts performed multivision show “The Galilee Experience“ in a Christian store in Tiberias. Pictures of the beauty and diversity of nature illustrated the existence of the creator of heaven and earth. After the tourists had stocked up on all sorts of beneficial and useless souvenirs, they went to the nearby Chinese restaurant. The rich rice buffet reminded Jonathan more of the German practice than on his steamed Hong Kong stay. What was written there on the end of his fortune-cookie slip-quote? Do not miss the small felicity in waiting for the big one. At night, the sleepless fiction hero regarded the stars. He pondered if it can really be possible that his ways are drawn in Ursa Minor or Major. What did this Lamborghini Diablo seductress predict? He would meet his predetermined wife within the next 24 hours. Magdalena must have been seriously mistaken in her time management – just the same as Christoph and Ulf, who were talking until the wee hours with their partners.

After the breakfast, the chitchat couples were getting a severe ticking-off from Jacob Damkani for the palaver breach of nocturnal peace. The leisure time participants urgently needed rest, since in the coming night the biggest evangelistic operation would start. A biblical teaching of Gideon’s victory against the Philistines followed to strike camp. More pleasant was the north-south passage on a cruise ship traversing the Sea of ​​Galilee. Jonathan teased Schätzle on the upper deck: „You probably can’t get enough of Christoph. With your shmooze you kept awake the whole clan.“ „You’re wrong, because I’ve slept tonight. Fischer you have angled a gossip girl.“ Unisono the Greek sun worshipper blushed scarlet aloft. Prompt suspicious Jonathan was jealous of grinning admirer Ziegler: „Christoph, we both have been best friends since the circle of pupils and our trip to England. You never would betray me, would you?“ “Yes, sure enough buddy, to blossom into another direction, I remember well the romance with Helen Richards. We both have the same mentor and teacher,“ replied the ally. “You shouldn’t be pretty uptight about these things, Jonathan. When you are at ease, you walk through life with better quality,“ echoed the philosophy of Phoebe.

A silent walk from the pier to the tourists attracting Yardenit Baptismal Site followed. „Things are different than they sometimes seem to be,“ disgruntled Jonathan lamented after a while. “That’s right. Look at this commercial spot here and compare it with the traditional site of Jericho and light comes into the darkness of your thoughts,“ agreed Einstein. At the brown-green wash of the flowing by Jordan a crowd had gathered. Two hundred candidates for baptism went down the steps along a railing, so that an American miracle preacher could submerge one after the other. An appeal for donations to all partners was recorded by television cameras to win more precious souls. The native in Israel televangelist promoted his upcoming crusades. „Does he help widows and orphans, or the poor and needy with the money?“ Jonathan asked a with gold chains decorated bodyguard. „Of course, self-evidently his master wishes to rent a huge military training area in India to conduct the largest crowd in history. For it would be important to beat the Filipino record of a great Pole and another mass event of a German brother in Nigeria.“ After a hand signal people clapped and cheered for Jesus. „Does Christ really get the honour through all of this?“ Jonathan unmistakable broached the subject again. „Don’t touch the Lord’s anointed,“ was the seizing by the collar chuck cause of the coloured colossus. Howsoever, Fischer anyway was not in the mood to fill a bottle with holy water and to carry it home, as many others did. The over-priced souvenirs which were offered in the Jewish shop brought Jonathan little joy, just as little as the prepared lunch. The frustrated one preferred to fast. The last afternoon on the coast of the sea of Galilee served one way or the other as a recreational time.

The most extraordinary gift activity was announced at the end of the leisure time. A never ending number of vehicles with many young people snaked its way along the beleaguered lakeside road. The Kinneret Rock Festival drew six thousand local music fans. A large fenced area next to the lake provided the stage for several Israeli bands to make nonstop melodic noise from 20.00 to 5.00 o’clock. The trumpet team had organized a palette of Billy Graham books. „Peace with God“ was the title of the bestseller which was even translated in Ivrit – Modern Hebrew. Frère Jacques dormez-vous? Jacob was not asleep in ringing the bells for the new formation of two-person teams. More peace ensured the separation of the known to him lovers. Now Jonathan got Elisabeth, Ulf Phoebe, Christoph Elisheva, and Damkani Angela-Berit assigned as a distribution partner. With a Matanah (gift) saying Schätzle handed out heaps of books that often landed in the next bin. The freaks seemed to be more interested in the booming sound as in belles lettres. In addition, the local security forces showed similarly little understanding for the transfer of foreign informations. Even so, the paramedics of a Magen David Adom ambulance helped bent Jonathan out of pity to get rid of his heavy backpack. Elisabeth rejoiced afterwards that a whole hospital can be saved, while her grumpy subordinate rather wanted to operate as a YMCA waste paper collector. To be relieved, their promenade led them past a girl who screamed so horrible as if she was raped. The poor creature was surrounded from four men in the darkness who were busy on her belly button and arms. Venturous intervening Jonathan never forgot the sight of her terrified face. In spite of that, his bold assistance efforts were rejected from the girl. The pain sensitive virgin was bound and determined to be simultaneously pierced and tattooed. A traffic regulating policeman also couldn’t change her mind, instead he strictly prohibited the Germans to flog off more books. The night proved to be indeed very long. At a secret depot the distributors reloaded their bags and met Phoebe and Ulf. „Hey, how are you doing, in line with demand?“ Jonathan questioned. „Thank you for your concern. Worse things happen at the sea. But it’s getting rather cold here,“ replied the reserved Swede. Tired, sleepy Phoebe whispered in Jonathan’s ear: „Can you tell me why the priest wants to know my whole childhood story?“ „Maybe he needs the data on the day of your wedding,“ smiled her admirer. Some of the participants made themselves comfortable in their sleeping bags, like the Stein family on the lakeshore. On the other hand, Schätzle chewing a hard bread didn’t wanted to settle for a rest. Zealously she took her faltering co-worker at the hand and off you go. Meeting again the crossroad policeman, the spoiler repeatedly shouted with a megaphone something incomprehensible in the direction of Elisabeth. Pseudo translator Jacob Damkani worried watched the scene from nearby, but he didn’t want to reveal his identity. Finally, the police officer asked Jonathan in English what on earth they are doing again. Holding a book in the hand, Schätzle answered first: „We only pick up the discarded waste.“ To have a point, she wasn’t wrong in preventing a punishment. Jonathan admired spontaneous Elisabeth for her determination. After this incident, Jacob decided to take a break until the end of the rock festival. With the first sun rays in the morning the visitors flocked back to their vehicles. This opened the chance to attract people’s attention. In spite of it all, the remaining stock could be directed into the right channels. Fischer and Schätzle were holding hands, closed their eyes, and asked for an intervention of the Lord of all creation. Suddenly came an unforeseen help from an unexpected side. A black-clad rabbi with the typical side curls got entangled. The super spiritual scholar stood up on a landing and waved with the seductive mission scripture, warning everyone passing by not to touch it and not to read it. Thus, he accomplished just the opposite. The largely secular Israelis became curious, for they didn’t want to be dictated by their religious establishment what to do and what not to do. As a result, the soiled goods in record speed found lucky acceptors.

After this successful battle, the exhausted participants were also happy to leave for home. Crossing the Jezreel Valley, Gouderner wanted by all means to view the rocks of Nazareth and the Mountain of Transfiguration. However, the Messianic Jew Jacob did not intend to start a propagation battle with the big mosques building Arab congregation in the hometown of Josef, husband of Mary. The battle field of Armageddon in the plain of Megiddo offered in the moment a more peaceful destination. From a distance, the targeted striking green rock ridge of Mount Tabor came into the picture. As ever, where something special had happened in biblical times, churches were built on this site. Hitherto the 588 m high hill served in ancient times as a worship place for foreign gods such as the Baal. On the watch tower of the Church of the Transfiguration Ulf explained that according to the tradition in the book of judges the heroine Deborah eradicated ancient customs of idolatry. That evoked more sympathies to Phoebe, who still did not trust him. She stated: „See? Jonathan, we women are simply more courageous.“ „My vision is to warn about false prophets, as well as to unmask wizards and witches in the body of Christ.“ “Are you in earnest? Do you think to be a reincarnation of Elijah? That sounds megalomaniacal to me.“ „But God showed me in a dream in England that I will reveal manipulation, imperiousness, and jealousy and even observe a coming unity in the churches.“ That was too much for the disbeliever of evil who wanted to enjoy the bright side of life. Not so for relativist Einstein and writer Ekman. They desired to get more details from Fischer on the ongoing journey.

The last night in Israel spent the long-haul travellers back in the 1000 stars veranda in Jaffa. Jonathan was dead tired. So he didn’t perceive how lying next to him Christoph secretly went with an above sleeper to the neighbouring missionary resting place. On that account, Jacob gave a last fatherly advice, since he expected more respect for the rest in death in the full moonlight. In Christian circles you should go without saying to behave properly on cemeteries. The addressed shadow statures would know exactly who is meant.

Strangely enough, in the airport hall Schätzle returned her necklace and the ring of friendship to Arkia flying Christoph. Jonathan did not get the message and researched, „Hey, you seem to actually feel good that Elisabeth broke up with you. How is that Christoph?“ „That much is clear, I already have told you before the departure to Israel that a special gift is waiting here for me. Yesterday I really got it,“ Ziegler bid goodbye in puzzles.

The most beautiful surprise for Jonathan at the Swiss return flight was that he was allowed to sit in the middle of Phoebe and Elisabeth. The next astonishment caused a Swiss travel group with numerous children. Right before Jonathan Fischer, Julia Rüger took place in the middle row. “That’s just not possible, that we meet here. Without you I would not be sitting in this plane,“ Fischer gave thanks to the public administration specialist. “There are always coincidences in life. How was the stay Elisabeth?“ said Rüger. „So-so, thanks,“ was the terse reply. „What, you know each other. How come?“ Jonathan was struck with amazement. „Sure, from a young age we grew up together. Certainly we are same age cousins,“ said Julia. „Quiet please friends. My colleagues deserve attention and respect,“ the flight attendant Phoebe pleaded, in the course of the routinely presented safety instructions of the life jackets.

When the belts were allowed to unfasten after the successful ascent into the sky, Julia Rüger turned around again and said: „Jonathan, I kept a secret in my public office that I always wanted to tell you. I know you well.“ „Don’t disclose confidential information about me to a third party,“ Schätzle was concerned. „Never mind! For I have come to know a new source of report,“ Julia asserted confidently, “you four lovebirds are quite complicated and incertain in your decisions according to my privy calls.“ „So, and why four?“ Phoebe inquired. „Is it not true that Phoebe wanted to coquet with Christoph, Christoph was flirting with Elisabeth, Elisabeth wrote a love letter to Jonathan, and Jonathan became fond of Phoebe? In awhile the sparrows twitter that from the rooftops,“ Julia intimated.

Dear readers, it should be clear to everyone now who marries whom, right??? After the longest chapter of the story „The Fiction of the Life of Jonathan Fischer“ the authors believe to have deserved a break. The subsequent solving would be exciting and also quickening the imigination. Helpful or not could be the view of the analogue, real wedding photo on www.JonathanFischer.eu or to behold the cover of one of the 40 German novel copies. The new international version in English is also free to download as PDF eBook on the EU website. Well then, since marriage is so beautiful and romantic – the further complications took the following course:

Elisabeth shed tears, Phoebe was stunned, and Jonathan reflected. In one fell swoop it made click in his brain. A film was unspooled in his inner man. Years ago, he had prayed to get a strong chess player as mate. Again and again failed relationships with women who did not meet this criterion. At Charlie’s house roof he got a silhouette of her face, and in the Sinai mountains he could even hear the voice of his eagerly longed for wife. No one sobs and weeps like his superior Schätzle, who best understood her male role model in the common hobby, profession, and faith. How could he be so blind. „Elisabeth Schätzle, would you marry me?“ „Yes you ass!“

Agreeably surprised, Phoebe organized from the first class four glasses of champagne. To click glasses with Julia, the relieved stewardess was interested how Rüger could know that she had begun a relationship with Christoph. „Your future often phones my future, whom I call frequently,“ Rüger told and continued, „I met Markus Ruf on the fire flame Internet chat and danced with him in the Christian disco in Reutlingen. Ever since the best friend and prayer partner of Christoph is also my best friend and confidant. Sitting beside Rüger, the Swiss pastor intervened: „Before you start to divulge more sinful internal affairs, perhaps you may explain to me which Israel traveller wants to get engaged with whom.“ Schätzle recited: „I betroth today with Jonathan, then Phoebe with Christoph, Julia with Markus, Angela-Berit with Ulf and Elisheva with Jacob, right?“ „Sure, this will be a great blessing with many expected children. As a wedding preparation I recommend a marriage counselling course, and as special gift I offer my book on the harmonious family life,“ teased smiling Ivo.

During a stopover in Zürich Jonathan and Elisabeth found the matching rings to make the surprise perfect at the Stuttgart Airport with their waiting relatives. Wedding bells rang eight months later. The marriage service of Elisabeth Schätzle and Jonathan Fischer jointly conducted George Müller and Ulf Gouderner in the Filharmonie in Filderstadt as a double wedding together with Julia Rüger and Markus Ruf. Whereas the fictitious story happened in the good old DM-days, that much can be disclosed: the Euro-Banker-Wedded-Pair has got in the meantime the three desired darlings of fortune.

For all who would like to make a donation for our Filipino Aid projects – in gratitude for the amusing gratis story – we recommend the visit of filipino-german-mission.de .

 

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