15. Kapitel – Chapter 15

Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, das groß und wunderbar war: Sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen, denn in ihnen ist der Zorn Gottes vollendet. Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer, vermischt mit Feuer; und die den Sieg davon getragen haben, über das Biest und sein Abbild und sein Malzeichen und über die Zahl seines Namens, diese standen am gläsernen Meer und hatten Harfen Gottes. Und sie singen das Lied Moses, des Dieners Gottes, und das Lied des Lammes, indem sie sagen: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr + Gott + Allmächtiger, wer sollte dich nicht fürchten und deinen Namen preisen? Du allein Herr bist heilig, denn alle Völker werden kommen und dich anbeten, denn deine gerechten Taten werden offenbar sein.

Und nach diesem sah ich, und siehe der Tempel des Zeugnisses, die Stiftshütte im Himmel wurde aufgetan: Und sieben Engel kamen aus dem Tempel, die sieben letzte Plagen hatten. Sie waren in reinem und weiß scheinendem Leinen gekleidet, und um ihre Brust waren goldene Gürtel gebunden. Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll des Zornes Gottes, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und der Tempel wurde mit Rauch gefüllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft; und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.



Das 15. Kapitel ist mit 8 Versen der kürzeste Textabschnitt der Apokalypse. Bevor ich auf den Inhalt eingehe, möchte ich den Lesern ins Bewusstsein rufen, dass die uns bekannte Untergliederung in Kapitel erst im Jahr 1206 von dem Erzbischof von Canterbury Stephen Langton vorgenommen wurde, und die Einteilung in Verse im Jahr 1551 von dem Genfer Buchdrucker Robert Estienne (Stephanus) eingeführt wurde.
In der Praxis hat sich dies als äußerst sinnvoll erwiesen, um eine Stelle schnell zu finden und exakt zu bestimmen. Zur besseren Orientierung wurde den Textpassagen in den einzelnen Bibelausgaben zudem verschiedene Überschriften gegeben, welche sich aber im Urtext gleichfalls nicht finden. All diese Hilfen sind nützlich. Sie bringen jedoch in den daraus abgeleiteten Folgerungen vom richtigen Weg ab, wenn die umgebende Handlung außer acht gelassen wird.

Des Öfteren schaffen es unverständige Prediger stundenlang einzelne Bibelverse aus dem Zusammenhang zu reißen, um gewollt oder ungewollt die Zuhörer zu verwirren und viel zu oft den Zugang ins Reich Gottes zu versperren. Ich bin mir sicher, dass die wenigsten Leser je darüber nachgedacht haben, in welchen warnenden Versen der vielfach zitierte Heilungs-Merksatz aus Hebräer 13, 8:
„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit“, eingebettet ist. Die vorausgehende und nachfolgende Erklärung dient einer absolut anderen Kräftigung des Leibes Christi:
„Gedenkt an eure Führer, die euch das Wort Gottes gesagt haben! Schaut den Ausgang ihres Wandels an und ahmt ihren Glauben nach… Lasst euch nicht von vielfältigen und fremden Lehren fortreißen…“

Ich gemahne gleichwohl an die missverständliche, bedingungslose Liebe Gottes aus der populärsten Evangeliumsstelle in Johannes 3 Vers 16, deren Kontext kaum erforscht wird (s. Kap. 14). Nicht zufällig geschieht die Versuchung Jesu ausgerechnet vom Teufel durch das absichtliche Zitieren eines segnendes Psalmwortes (Lukas 4, 10 u.11). Deshalb darf beim Betrachten des Wortes Gottes nie das Gesamtbild aus den Augen verloren werden: „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jedes deiner gerechten Urteile wäret ewiglich.“ (Psalm 119, 160)

Vielerorts passt es nicht in das Konzept von Atheisten, dass sie für ihre begangenen, ungeahndeten Fehler einmal in einer anderen Welt zur Verantwortung gezogen werden. Gleichermaßen hat sich in der neuzeitlichen Theologie der zornige, strafende Gott des Alten Bundes in den alles liebenden Vater im Himmel verwandelt, zu dem man immer kommen kann und vor dem man sich nicht mehr zu fürchten braucht. Ich glaube auch an einen Neuen Bund mit besseren Verheißungen, aber genauso wenig wie Gott sich geändert hat, änderte sich das Verhalten seines Volkes im Lauf der Geschichte. Im Alten Testament ist das Volk Israel andauernd anderen Göttern nachgelaufen, und genauso verhält es sich seit Anbeginn der Apostelgeschichte mit uns Christen.
Wer als Charismatiker nicht glauben will, dass sich der Tanz ums Goldene Kalb heutzutage wiederholt, kann gerne mit seinem Mammon die Privatjets und Villen der bettelnden US-Teleevangelisten weiter finanzieren. Es geht ja angeblich nur um kostbare Seelen und um den eigens garantierten Wohlstand durch Spenden. In Wahrheit sehnt man sich zurück nach den Fleischtöpfen in Ägypten und hat sein altes Leben nicht wirklich hinter sich gelassen.


Moses offenbart im Gesetz, dass
יהוה 
= JHWH, der Herr und Gott ist, der aus Ägypten befreit hat. Er ist ein eifersüchtiger Bundesgott, dessen Zorn ausbricht, wenn wir andere Götter anbeten, indem wir Bilder von ihnen machen oder uns dienend vor ihnen nieder werfen.


Damit kommen wir entsprechend zur Sache. Gottes Zorn setzt sich in den sieben Plagen im 15. Kapitel fort. Johannes sieht wiederum ein Zeichen am Himmel, das sich fortschreitend in der Enthüllung vollendet. Es ist groß und wunderbar: Sieben Engel !!!!!!!

Nun möchte ich nicht vorwegnehmen, was beim Ausgießen der sieben Schalen des Grimmes Gottes in Kapitel 16 passiert, obwohl alles zusammen gehört. Meinem Empfinden nach sind die Abläufe zu grausam, als dass ich sie mit der Herrlichkeit Gottes in seinem Tempel vergleichen würde. Demgegenüber war es nach Exodus 14 Vers 17 die Herrlichkeit Gottes, die dem nachjagenden Pharao, seinen untergehenden Wagen und ertrinkenden Kriegsleuten durch die Wolkensäule erwiesen wurde. Das klingt ein Kapitel später im Lied des Moses gleichlautend nach:

Herr, wer ist dir gleich unter den Göttern? Wer ist dir gleich, der so herrlich in Heiligkeit, so furchtgebietend in Ruhmestaten, solche Wunder vollbringend? Als du deine Rechte ausstrecktest, verschlang sie die Erde.

Unvergessen bezeugte sich Gottes Macht und Kraft in den übernatürlichen Zeichen durch die zehn Plagen und die darauf folgende Erlösung aus der Sklaverei, an die das Passahfest erinnert.

Die Bildsprache mit dem gläsernen Meer sowie das Lied des Mose, das Johannes in Kapitel 15 der Enthüllung erwähnt, stellt eindeutig eine Parallele zur Befreiung aus Ägypten und dem siegreichen Durchzug durch das Schilfmeer dar. Wir sollen dem Herrn und dem geopferten Lamm dafür danken, dass sie uns aus all dem Schlamassel befreit haben. Der Pharao ist natürlich ein Bild für den Teufel und Ägypten für unser altes Leben als Sklaven der Sünde. 1. Korinther 10, 2 vergleicht den Durchzug durch das Schilfmeer mit der Taufe. Danach gab es nichts mehr vom Pharao und seinen Knechten zu fürchten, da sie für immer im Wasser untergegangen sind.
Unglaublich? Nein – Hier finden sich Bilder von ägyptischen Wagenrädern im Roten Meer: http://www.covenantkeepers.co.uk/red_sea.htm

Beim Anblick und Durchlesen der archäologischen Funde sollte die Furcht Gottes auf einen kommen, was uns zu den sechs Engeln in Kapitel 14 zurück führt. Wie lautet das ewige Evangelium das der erste Engel verkündigt?
„Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“

Wie läuft das Gericht Gottes ab? In dem gleichen Maße, wie die große Stadt Babylon die Nationen mit dem Kelch ihrer Unzucht getränkt hat, bekommt sie den Kelch des Zornes Gottes eingeschenkt.
Warum musste die Erstgeburt Ägyptens in der zehnten Plage sterben? Das Buch Exodus beginnt mit einem vom Pharao angeordneten Kindermord an allen männlichen hebräischen Kleinkindern.
Wie erkenne ich, ob ich auf der richtigen Seite stehe? Der Lobpreis des Lammes in der himmlischen Stimme der 144000 Harfensänger setzt sich in den Überwindern, die am gläsernen Meer stehen, fort. Ebenfalls mit Harfen Gottes angetan, triumphieren sie über das Tier, über sein Bild und über die Zahl seines Namens. Zum Gedächtnis: Man sollte die Kapitel eigentlich nicht trennen, sondern alle Beschreibungen als Gesamtbild mit vollendender Siebener-Symbolik betrachten. Der dritte Engel in Offenbarung 14 verkündigte:

„Wenn jemand das Biest und sein Abbild anbetet und sein Malzeichen an der Stirn oder seiner Hand annimmt, so wird er gleichermaßen von dem Zorneswein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zornes. Und er wird in Feuer und Schwefel qualvoll leiden angesichts der heiligen Engel und angesichts des Lammes. Und der Rauch ihrer Qual steigt immer und immer wieder auf; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, welche vor dem Tier und seinem Abbild niederfallen, und wer auch immer das Zeichen seines Namens annimmt.“

Nach der Posaune des sechsten Engels endet Offenbarung 9 mit trotzigen Menschen, die sich weiterhin gegen Gottes Gebote stellen:

Und die übrigen Leute, die nicht von diesen Plagen getötet wurden, taten nicht Buße über die Werke ihrer Hände, dass sie nicht mehr anbeteten die Dämonen und die Götzen aus Gold, Silber, Erz, Stein und Holz, die weder sehen, noch hören noch gehen können. Und sie taten nicht Buße von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihren Diebstählen.“

Das erste durch Mose auf steinernen Tafeln überlieferte Gebot beginnt geradewegs so:

„Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägypten, aus der Knechtschaft, heraus geführt hat!“

Ja oder nein? Stimmt das in ihrem Leben? Hat er sie gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe? Sind wir dankbar für die Erlösung und die Vergebung der Sünden?
Offenbarung 12, 11:
„Und sie haben ihn überwunden durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihres Zeugnisses. Und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.“

Also stimmen auch wir vorausschauend in einem Gottesdienst mit den am gläsernen Meer stehenden Siegern mit ein:

„Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr + Gott + Allmächtiger, wer sollte dich nicht fürchten und deinen Namen preisen? Du allein Herr bist heilig, denn alle Völker werden kommen und dich anbeten, denn deine gerechten Taten werden offenbar sein.

In Offenbarung 17 werden wir sehen das viele Wasser als Bild für Völker, Scharen, Nationen und Sprachen gebraucht wird. In seiner letzten großen Rede in Matthäus 24 prophezeit Jesus, dass das Evangelium seiner Königsherrschaft allen Völkern, auf dem ganzen Erdkreis gepredigt wird, bis das Ende kommt. In einem Gleichnis werden die Auserwählten von einem Ende des Himmels bis zum anderen, von allen vier Windrichtungen her, durch seine mit Posaunenschall ausgesendeten Engel, versammelt. Die Scheidung der Völker wird am Ende dann so beschrieben:

Wenn der Sohn des Menschen kommen wird in all seiner Herrlichkeit, und die heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte seine Schafe von den Böcken scheidet. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

Die Trennung der Gerechten zum ewigen Leben und Ungerechten zur ewigen Strafe vollzieht sich kurz zusammen gefasst nach deren begangenen und nicht begangenen Taten der Nächstenliebe (siehe Mt. 25).

Das ist überhaupt nicht schwer zu verstehen. Es sei denn man hat keine Ohren zu hören, ist schläfrig oder sonstwie eingelullt. Untätigkeit führt geradewegs ins tödliche Verderben der ewigen Trennung von Gott. Eine verborgene Weisheit leuchtet in Enthüllung 14 in einem besonderen siebenarmigen Licht auf:
Der Menschensohn erscheint inmitten der sechs Engel mit einer scharfen Sichel in der Hand und einer goldenen Krone auf dem Haupt. Die Ernte der Weinlese, wird nicht schmerzhaft für uns sein, wenn der alter Mensch (unser altes sündiges Leben) in den Tod gegeben (mit Jesus gekreuzigt) worden ist:

Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die auf Christus getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, wir genauso in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm in der Gleichheit seines Todes verbunden sind, so werden wir auch in der Auferstehung mit ihm gleich sein. Indem wir erkennen, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, so dass wir weiterhin der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, ist befreit von der Sünde. (Römer 6, 3-7)

Die Logik des Römerbriefes ist nicht jedermanns Sache: Wir sind alle Sünder und werden allein aus Glauben gerechtfertigt!
Gemäß Apostel Petrus werden die Schriften von Apostel Paulus von Unwissenden zu ihrem eigenen Verderben verdreht (2. Petrus 3, 16). Unmissverständlich beschreibt ausgerechnet Saulus, der einstige Pharisäer aus dem Stamme Benjamin und vormalige Christenverfolger in 2. Thessalonicher 1, 6-8 die Gerechtigkeit Gottes durch Belohnung und Bestrafung im Gericht:

Denn es ist gerecht bei Gott, denen mit Bedrängnis zu vergelten, die euch bedrängen. Euch aber, die ihr verfolgt werdet, wird er mit uns Ruhe geben, wenn sich der Herr Jesus vom Himmel her offenbaren wird mit den Engeln seiner Macht, um in Feuerflammen Vergeltung zu üben an denen, die Gott nicht kennen, und dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorchen.

Es ist Gottes Güte, die uns in seiner Langmut zur Umkehr leitet, weil er nicht will, dass wir verloren gehen. Irgendwann – spätestens mit dem Tod – wird Gottes Geduld ein Ende haben und sein Zorn ausbrechen.

„Wie lange, oh Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“,

rufen fragend die Seelen derer, die um des Wortes Gottes und wegen ihres Zeugnisses ermordet worden sind, beim Öffnen des fünften Siegels in Offenbarung 6. Danach beschreibt Johannes den großen Tag seines Zorns mit dem Öffnen des sechsten Siegels:

Und die Könige der Erde und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Mächtigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in die Höhlen und in die Felsen der Berge; und sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Throne sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn gekommen ist der große Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen?

Die 24 Ältesten fallen auf ihr Angesicht und sprechen nach dem Ertönen der siebten Posaune:

Dank sei dir, Dank dem Herrn – Gott – Allmächtigen, der ist und der war, weil du deine große Macht ergriffen und deine Herrschaft angetreten hast. Und die Nationen sind zornig gewesen, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, dass sie gerichtet werden, und dass du den Lohn gibst deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen die deinen Namen fürchten, die Kleinen und die Großen, und dass du die verdirbst, die die Erde verderben. Und der Tempel im Himmel wurde geöffnet und die Bundeslade im Tempel wurde angestarrt, und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel.

Der obige Lobgesang aus Offenbarung 11 und das Auftun des Tempels geschehen in gleicher beachtlicher Weise wie in Kapitel 15. Das Öffnen der Siegel, das Blasen der Posaunen und das Ausgießen der Zornesschalen laufen in den Gesichten von Johannes zwar zeitlich nacheinander ab, sie sind aber gleichartig und chronologisch schwer trennbar! Dementsprechend geht das siebte Siegel nach einer halben Stunde Stille in die sieben Posaunen mit den sieben Engeln über. Der Leser reflektiere wiederholt den Allmächtigen, der da ist und der da war und der da kommt und meditiere immer wieder über Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit nach. In der Apokalypse beschreibt der im Geist wandelnde Johannes den Tag des Herrns als ein fortlaufendes Gericht.

Und der Tempel wurde mit Rauch gefüllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft; und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.

Einmal im Jahr, an dem großen Versöhnungstag Yom Kippur, ging der Hohepriester in das Allerheiligste der Stiftshütte (später Tempel), und bewirkte die Sühnung für das Volk, indem er Opferblut auf den Deckel der Bundeslade sprengte. Ein großes Unglück für das fastende und betende Volk bedeutete, wenn die Glöckchen am Saum des Gewands aufhörten zu klingeln und somit den Tod des ungeläuterten Hohepriesters signalisierten. Eine ähnliche Katastrophe für die Menschen tut sich beim Öffnen des Tempel des Zeugnisses in der himmlischen Stiftshütte auf. Für mich sieht es so aus, als ob eine Sühnung zum Zeitpunkt des Ausgießen der sieben Zornesschalen unmöglich ist, weil die Herrlichkeit Gottes ein Betreten des Tempels verhindert. Bei Gott ist der Ausbruch der Plagen beschlossene Sache, was das Eingreifen eines der vier lebendigen Wesen bekräftigt. Reine weiße Leinengewänder und goldenen Brustgürtel symbolisieren einen ehrfurchtsvollen priesterlichen Dienst, wie ihn bereits der Menschensohn aus Enthüllung 1 verkörpert, vor dessen Füßen Johannes wie tot umfällt.

Eines der großen Geheimnisse der Offenbarung ist die Beschreibung von Jesus Christus als unseren ewigen Hohepriester, der den Dienst im himmlischen Heiligtum vollzieht. Besonders verdeutlicht wird dies im Brief an die Hebräer, der die Kenntnis der Torah voraussetzt. Die Symbolik der Stiftshütte und des Tempels findet sich gleichfalls > allerdings verborgen < im Aufbau des Johannesevangeliums wieder. Ich werde darauf noch detaillierter unter der neuen Themenrubrik Bildung im JonathanFischer.de Internetblog eingehen.

Begeisterte Bibelkenner werden anmerken, dass erstmals bei der Einweihung der Stiftshütte Gottes Herrlichkeit so stark war, dass kein Mensch hineintreten konnte (2. Mose 40). Dies wiederholte sich bei der Einweihung des Tempels von Salomo, wo die Herrlichkeit Gottes das Haus so stark erfüllte, dass die Priester nicht hineingehen konnten. Auf ihr Angesicht fallend beteten sie an und priesen den Herrn, der gütig ist und dessen Barmherzigkeit ewig währt (2. Chroniker 7, 3).
In beiden Fällen wurden die vorgeschriebene Opfergaben in Form von Brandopfern vom Herrn angenommen. Besonders beachtlich ist das Eintreten für sein Volk in dem langen Gebet Salomos.

Unser Gebetsdienst als Christen besteht darin, in die Fürbitte für alle Menschen einzutreten (1. Tim 2, 1). Vor dem Thron Gottes werden die Gebete der Heiligen in goldenen Schalen voll Räucherwerk gesammelt (Offb. 5, 8). Ebenso erscheinen die Engel der Kleinen, die verachtet werden, allezeit vor dem Angesicht des Vaters (Mt 18, 10). Markus 9, 42 ergänzt:

„Wer aber einem der Kleinen, die an mich glauben, Anstoß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gebunden und er ins Meer geworfen würde.“

Der besondere Gottesdienst in Enthüllung 15 vollzieht sich richtungsweisend vom himmlischen Tempel auf die Erde hin.
Wehe, wenn Gottes Herrlichkeit am Drachen und seinen Nachfahren offenbart wird. Also entbrennt der Zorn Gottes an allen, die das Bild des Biestes anbeten und sein Malzeichen annehmen, was in den Plagen der sieben Engel im 16. Kapitel zum Ausdruck kommt.



CHAPTER 15
AND I saw another sign in heaven, great and marvellous, seven angels having the seven last plagues; for in them is filled up the wrath of God.
2 And I saw as it were a sea of glass mingled with fire: and them that had gotten the victory over the beast, and over his image, and over his mark, and over the number of his name, stand on the sea of glass, having the harps of God.
3 And they sing the song of Moses the servant of God, and the song of the Lamb, saying, Great and marvellous are thy works, Lord God Almighty; just and true are thy ways, thou King of saints.
4 Who shall not fear thee, O Lord, and glorify thy name? for thou only art holy: for all nations shall come and worship before thee; for thy judgments are made manifest.
5 And after that I looked, and, behold, the temple of the tabernacle of the testimony in heaven was opened:
6 And the seven angels came out of the temple, having the seven plagues, clothed in pure and white linen, and having their breasts girded with golden girdles.
7 And one of the four beasts gave unto the seven angels seven golden vials full of the wrath of God, who liveth for ever and ever.
8 And the temple was filled with smoke from the glory of God, and from his power; and no man was able to enter into the temple, till the seven plagues of the seven angels were fulfilled.

The 15th chapter is with 8 verses the shortest text section of the Apocalypse. Before I come to the content, I would like call to mind that the subdivision in chapters we make use of today was implemented first in 1206 by the Archbishop of Canterbury Stephen Langton, and the division into verses was introduced 1551 by the Geneva printer Robert Stephens (Estienne).

In practice, this has proven to be extremely useful in order to find a sentence quickly and to accurately determine the scripture. For better orientation, the passages in the various editions of the Bible were also given different headlines, which were also not existing in the original text. All these tools are useful. However, in the conclusions derived they bring the readers on the wrong track when the surrounding action is disregarded.

Frequently foolish preachers take individual Bible verses out of context, to confuse intentionally or unintentionally the audience, and far too often to obstruct the access into the kingdom of God. I am sure that only a few readers have ever reflected where the often quoted, warning mnemotechnic verse is embedded in Hebrews 13, 8:

‚Jesus Christ is the same yesterday and today and forever‘. The preceding and following statement is a completely different strengthening of the body of Christ:

„Remember your leaders, who have spoken the word of God to you. Consider the outcome of their way of life and imitate their faith … Do not let yourself be carried away by diverse and strange teachings … „

All the same, I remind us of the mistakable, most popular Bible verse in Scripture, namely John 3, 16, which is nearly almost cited out of context (see chapter 14). Not coincidentally happens the temptation of Jesus through the devil just by deliberately quoting a blessing Psalm word (Luke 4, 10 &11). For this reason, when we examine the Word of God we never should loose the whole picture in mind: „All your words are true, and every one of your righteous judgments endure forever.“ (Psalm 119, 160)

In many places it does not fit into the concept of atheists that they once will be held to account in another world for their conducted, unpunished trespasses. Similarly, in modern theology the angry, punitive God of the Old Testament has changed in the all-loving Father in heaven, who is always obtainable and no more longer to be feared. I also believe in a new covenant with better promises, but just as God hasn’t changed, the behaviour of his people didn’t change in the course of history. In the Old Testament the people of Israel were constantly running after other gods, and this is also true since the beginning of Acts with us Christians.

Those who won’t believe as charismatics that the dance around the golden calf is repeated today are welcome to continue to finance the private jets and mansions of the mammon begging U.S. televangelists. Supposedly, it’s only about precious souls which must be saved, and as a result, our own prosperity is guaranteed through donations. In truth, we are longing to return to the fleshpots of Egypt and have not really left behind our old life.

Moses revealed in the Law that יהוה = YHWH is the Lord and God who delivered them from Egypt. He is a jealous covenant God, whose anger erupts when we worship other gods by making images of them to bow in reverence before them.

Corresponding this brings us to the matter. The wrath of God is continued in the seven plagues of the 15th chapter. John sees again a sign in heaven which is progressively completed in the unveiling. It’s great and marvellous: seven angels !!!!!!!

Now I don’t want to anticipate what happens when from the seven bowls of God’s wrath are poured out in chapter 16, even though everything belongs together. According to my feeling the procedures are too cruel, to compare them with the glory of God in his temple. But in contrast, in Exodus 14 verse 17 it was the glory of God, which was revealed to the pursuing Pharaoh, his sinking chariots, and drowning men of war through the pillar of cloud. A chapter later in the song of Moses we hear the identical sound:

Lord, who is like you among the gods? Who is like thee, glorious in holiness, fearful in praises doing wonders? You have stretched out your right hand, the earth swallowed them.

Unforgotten, God’s power and strength was testified in the supernatural character of the ten plagues and the subsequent redemption from slavery, of which the Passover Feast remembers.

The imagery of the sea of glass, as well as the song of Moses, that is also mentioned by John in chapter 15 of Revelation, is clearly representing a parallel to the deliverance from Egypt and the victorious crossing of the Red Sea. We should thank the Lord and the sacrificial Lamb that they delivered us from all this mess. The Pharaoh is of course a picture of the devil and Egypt of our old lives as slaves to sin. 1 Corinthians 10, 2 compares the crossing of the Red Sea with the baptism. Thereafter was nothing to fear of Pharaoh and his servants, for they are drown forever in the water.

Unbelievable? No, here are pictures of Egyptian chariot wheels which were found in the Red Sea: http://www.covenantkeepers.co.uk/red_sea.htm

At the sight of the archaeological finds, the fear of God should come on us, which leads me back to the six angels in chapter 14. How does the eternal Gospel sound that the first angel proclaims?

Fear God and give him the glory, for the hour of his judgment has come!

How is the judgment of God executed? In the same measurement as the great city of Babylon has made drink the nations of the cup of her fornication, she gets the cup of God’s wrath poured out.

Why had the firstborns of Egypt to die in the tenth plague? The book of Exodus begins with the from Pharaoh arranged murder of all Hebrew male babies.

How do I know whether I am on the right side? The worship of the Lamb in the heavenly voice of the 144,000 harp singer is continued from the overcomers who stand at the sea of glass. Also equipped with the harps of God, they triumph over the beast, over his image, and over the number of his name. Reminder: You should not actually separate each chapter, but get a view of all descriptions in an overall image with a perfected seven-symbolism. The third angel of Revelation 14 proclaimed:

“If any man worship the beast and his image, and receive his mark in his forehead, or in his hand, the same shall drink of the wine of the wrath of God, which is poured out without mixture into the cup of his indignation. And he shall be tormented with fire and brimstone in the presence of the holy angels, and in the presence of the Lamb: And the smoke of their torment ascendeth up for ever and ever, and they have no rest day nor night, who worship the beast and his image, and whosoever receiveth the mark of his name.”

After the trumpet of the sixth angel Revelation 9 ends with defiant people who continue to stand against God’s commandments:

“And the rest of the men which were not killed by these plagues yet repented not of the works of their hands, that they should not worship devils, and idols of gold, and silver, and brass, and stone, and of wood, which neither can see, nor hear, nor walk. Neither repented they of of their murders, nor of their sorceries, nor of their fornication, nor of their thefts.”

The first commandment handed out through Moses on stone tablets starts straight:

“I am the Lord, your God, who brought you out of Egypt, out of the house of bondage.”

Yes or no? Is that true in your life? Has he delivered you from the power of darkness and translated into the kingdom of his dear Son? Are we grateful for his salvation and the forgiveness of sins?

Revelation 12, 11:

“And they overcame him by the blood of the Lamb and by the word of their testimony. And they loved not their lives unto the death.”

Forward-looking we also attune in a divine worship service with the conquerors standing on the sea of glass in singing:

“Great and marvellous are your works, Lord + God + Almighty, just and true are your ways, you King of saints. Who shall not fear you, O Lord, and glorify your name? For you alone are holy. All nations shall come and worship before you, for your righteous acts have been revealed.”

In Revelation 17 we will see that many waters are used as a picture of peoples, multitudes, nations, and languages. In his last major speech, in Matthew 24, Jesus prophesied that the Gospel of His Kingdom will be preached to all the nations in all the world until the end comes. In one of his parables the elect will be gathered from one end of heaven to the other, from all four winds, by his with the trumpet call sent out angels. At the end, the separation of men is described as follows:

When the Son of man shall come in all his glory, and all the holy angels with him, then shall he sit upon the throne of his glory. And before him shall be gathered all nations, and he shall separate them one from another, as a shepherd separates the sheep from the goats. And he shall set the sheep on his right hand, but the goats on the left.

The separation of the righteous to eternal life and the unrighteous to eternal punishment takes place – shortly summarized – by their committed and not committed acts of charity (see Matthew 25).

This is not at all difficult to understand. Unless one has no ears to hear, is sleepy or otherwise lulled. Inactivity leads straight into the deadly destruction of eternal separation from God. A hidden wisdom shines in Revelation 14 on a special seven-branched light:

The Son of Man will appear in the middle of six angels with a sharp sickle in his hand and a golden crown on his head. The harvest of the grapes will not be painful for us, if the old man (our old sinful life) is given into death (crucified with Jesus):

Do you not know that as many of us were baptised into Christ were baptised into his death? Therefore we are buried with him by baptism into death: that like as Christ was raised up by the glory of the Father from the dead, even so we also should walk in newness of life. For if we have been planted with him in the likeness of his death, we be also in the likeness of his resurrection. Knowing this, that our old man is crucified with him, that the body of sin might be destroyed, that henceforth we should not serve sin. (Romans 6, 3-7)

The logic of Romans is not to everybody’s taste: We are all sinners and are justified alone by faith!

According to Apostle Peter the writings of the Apostle Paul are distorted by ignorant and unstable people to their own destruction (2 Peter 3, 16). Unmistakable describes he of all people, Saul, the former Pharisee from the tribe of Benjamin and former persecutor of Christians, in 2 Thessalonians 1, 6-8 God’s righteousness through reward and punishment in the judgment:

Seeing it is a righteous thing with God to recompense tribulation to them that trouble you. And to you who are troubled rest with us, when the Lord shall be revealed from heaven with his mighty angels; in flaming fire taking vengeance on them that know not God, and that obey not the gospel of our Lord Jesus Christ.

It is God’s kindness that leads us in his forbearance to repentance, because he does not want us to be lost. At some point – at least with death – God’s patience will end and his anger breaks out.

“How long, O Lord, holy and true, dost thou not judge and avenge our blood on them that dwell on the earth?”,

questioningly call the souls of those who have been murdered because of the word of God and for their testimony, at the opening of the fifth seal in Revelation 6. Then John describes the great day of his wrath with the opening of the sixth seal:

And the kings of the earth, and the great men, and the rich men, and the chief captains, and the mighty men, and every slave, and every free man, hid themselves in the caves and in the rocks of the mountains; and said to the mountains and rocks, Fall on us, and hide us from the face of him that sitteth on the throne, and from the wrath of the Lamb: For the great day of his wrath is come, and who shall be able to stand?

The twenty-four elders fall on their faces and speak after the sounding of the seventh trumpet:

We give you thanks, O Lord – God – Almighty, who was, and is, and is to come, because you have taken your great power and have begun to reign. And the nations were angry, and your wrath is come, and the time of the dead, that they should be judged, and that you should give reward unto your servants the prophets, and to the saints, and them that fear your name, small and great; and that you should destroy them which destroy the earth. And the temple of God was opened in heaven, and there was seen in his temple the ark of his covenant, and there were lightnings, and voices, and thunderings, and an earthquake, and great hail.

The hymn above of Revelation 11 and the opening of the temple happen in the same remarkable way as described in chapter 15. The opening of the seals, the blowing of trumpets, and the pouring out of the bowls of wrath pass by in the visions of John indeed sequentially, but they are similar and difficult to separate chronological. Accordingly, after half an hour of silence the seventh seal proceeds into the seven trumpets of the seven angels. The reader should repeatedly reflect the Almighty, who is, and who was, and who is to come, and you should meditate again and again over time, times, and half a time. In the Apocalypse John is walking in the Spirit to see the Day of the Lord as an ongoing judgment.

And the temple was filled with smoke from the glory of God and from his power, and no one could enter the temple until the seven plagues of the seven angels were completed.

Once a year, on the Day of Atonement, Yom Kippur, the high priest went into the Holy of Holies of the tabernacle (later the temple), and achieved the propitiation for the people, by the sacrificial blood he sprinkled on the lid of the Ark of the Covenant. A great misfortune for the fasting and praying people meant when the bells on the hem of his robe stopped ringing and thus signalled the death of the unrefined high priest. A similar catastrophe for the people opens up at the opening of the temple – the tabernacle of the Testimony – in heaven. For me it looks as if a propitiation is impossible at the time of the outpouring of the seven bowls of wrath, because the glory of God prevents an entering of the temple. The outbreak of the plagues is a done deal of God, which also confirms the intervention of one of the four living creatures. Pure white linen robes and golden chest belts symbolize a reverent priestly service, as it already embodies the Son of man in Revelation 1, when John fell down before his feet as if dead.

One of the great mysteries of Revelation is the description of Jesus Christ as our eternal High Priest who performs his service in the heavenly sanctuary. This is particularly clear in the letter to the Hebrews, which requires the knowledge of the Torah. The symbolism of the tabernacle and the temple is likewiseseen >but hidden< in the structure of the Gospel of John. I will go in more detail in the new theme category education.

Connoisseurs of the Bible will annotate that at the dedication of the tabernacle for the first time God’s glory was so strong that no one could enter into (Exodus 40). This also happened at the dedication of the Temple of Solomon, where the glory of God filled the house so strong that the priests could not enter. Falling on their faces, they worshipped and praised the Lord, who is good and whose mercy endures forever (2 Chronicles 7, 3).

In both cases, the prescribed offerings in the form of burnt offerings were accepted by the Lord. Particularly impressive is the commitment of Salomon for his people in a long prayer.

Our prayer ministry as Christians is to join the intercession for all people (1 Tim 2, 1). Before the throne of God, the prayers of the saints are collected in golden bowls full of incense (Revelation 5, 8). Likewise, the angels of the little ones who are despised appear always before the face of the Father in heaven (Mt 18, 10). Mark 9, 42 adds:

“And whosoever shall offend one of these little ones that believe in me, it is better for him that a millstone were hanged about his neck, and were cast into the sea.”

The exceptional service in Revelation 15 is accomplished by pointing the way from the heavenly temple towards the earth.

Woe, when God’s glory is revealed to the dragon and his descendants. Thus, the wrath of God inflames up on all those who worship the image of the beast and take his mark, which is expressed in the plagues of the seven angels in the 16th chapter.

 

 

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