5. Kapitel – Chapter 5

 

Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron saß ein Buch, beschrieben innen und außen, mit sieben Siegeln versiegelt. Und ich sah einen großen Engel, der mit lauter Stimme rief: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? Und niemand, weder im Himmel noch auf der Erden noch unter der Erde, konnte das Buch öffnen und hineinsehen. Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und hineinzusehen. Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Judah ist, um das Buch und seine sieben Siegel zu öffnen. Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet, das hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, die ausgesandt sind über die ganze Erde. Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß. Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk, welches sind die Gebete der Heiligen. Und sie sangen ein neues Lied und sprachen: Du bist würdig das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast mit deinem Blut Menschen erkauft für Gott aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und hast sie unserem Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden. Und ich sah, und ich hörte eine Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und die lebendigen Wesen und die Ältesten, und ihre Zahl war Zehntausende mal Zehntausende und Tausende mal Tausende, die mit lauter Stimme sprachen: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis. Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem der auf dem Thron sitzt und dem Lamm sei Lobpreis und Ehre und Herrlichkeit und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.


Der Schöpfergott sitzt auf dem Thron, und die darum sind können nicht anders als anzubeten. Die Aufmerksamkeit von Johannes richtete sich nun auf ein Buch (griechisch-biblion) in der Rechten Gottes. Wahrscheinlich handelte es sich um eine Schriftrolle, da sie innen und außen beschrieben war und mit sieben Siegeln versiegelt wurde. Johannes hätte gerne gewusst was darin steht und genauso geht es mir. War es das bereits erwähnte Buch des Lebens mit den Namen der Erretteten oder etwa die gesamte Heilige Schrift?

Ein starker Engel betrat die Himmelsbühne und stellte die rhetorische Frage, wer würdig ist die Rolle zu öffnen und die Siegel zu brechen. Johannes weinte bitterlich, weil kein Lebender oder Toter gefunden wurde zu öffnen und zu lesen. Weshalb bekam er diesen starken Gefühlsausbruch? Konnte er sich nicht denken, dass Jesus, der gemäß Hebräer 1 als Erbe über alle Dinge eingesetzt wird, inmitten des Thrones erscheint?


Ein großes Rätsel lag auf dem Buch bzw. der Schriftrolle und dem was darin und darauf geschrieben ist. Es könnte sich um ein Testament handeln, denn die Verpackung mit den sieben Siegeln sieht aus wie ein Vertrag oder der letzte Wille, der vom Notar beglaubigt wird. Nach der historischen Überlieferung des Römischen Rechts (viele Gesetze wurden in unserem Bürgerliches Gesetzbuch BGB aufgenommen) werden sieben Zeugen vor der Niederschrift benötigt (heute reichen beim Nottestament drei Zeugen gem. §2250 BGB aus).


„Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“, ist ein Teil des von Christen häufig gebeteten Vaterunsers, das in goldenen Schalen gesammelt wird. Dabei kommen mir auch die Tränen, wenn ich bedenke wie oft uns sein Wille eben nicht kümmert. Beerdigungen sind oft der besinnlichste Anlass, wo Menschen kurz in sich gehen und die Pläne Gottes hinterfragen. Das Problem liegt jedoch darin seine Gedanken zu erfassen, denn also spricht der Herr in Jesaja 55, 8 u. 9: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so hoch der Himmel über die Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.


Wer ist also würdig? Des Rätsels Lösung findet sich bereits prophezeit in Genesis 49, 9 u. 10: Judah ist ein junger Löwe, mit Beute beladen stiegst du empor. Er ist niedergekniet und lagert sich wie ein Löwe und wie eine Löwin, wer darf ihn aufwecken? Es wird das Zepter von Judah nicht weichen noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis Schilo kommt und ihm werden die Völker gehorchen.


Als das unschuldige Opferlamm am Kreuz hing, hätte es als Judenkönig herab steigen können und eine riesige Schar von Engeln zur Hilfe herbei brüllen können, aber ohne seine Geduld wärst Du und ich nie zum Leben erweckt worden. Der einzige Mensch ohne Sünde, Jesus, der aus der Nachkommenslinie Adams, Abrahams, Judahs und Davids entsprang, ertrug im Gehorsam unvorstellbare Schmerzen bis zum Tod, weil er im Glauben die zukünftige Belohnung sah, nämlich eine unzählbare Nachkommenschaft wie Sterne am Himmel und Sandkörner am Meeresstrand.

Das Brüllen des Löwen Schilo wird am Gerichtstag für alle Menschen zu hören sein, denn jeder wird für sich selbst Rechenschaft geben müssen, und es werden einmal jedes Knie sich vor ihm beugen und jede Zunge muss bekennen, dass er der Herr ist (Römer 14, 11 u.12 Philipper 2, 10 u.11). Noch erkennen wir den Herrn Jesus nicht als Furcht einflößenden Löwe aus dem Stamme Judah, sondern als harmloses Opferlamm. Löwe und Lamm sind Temperaments-Gegensätze wie sie die Natur unterschiedlicher nicht zeigen kann. In der Zukunft ist er der Ehrfurcht gebietende auf den Wolken wieder kommende König, der allein würdig ist, die Siegel zu zerbrechen, und als historische Person ist er das zu Tode verwundete Lamm, das durch die Auferstehung in der Mitte des Thrones Gottes steht.


Sieben Hörner sind ein Symbol vollendeter Kraft. Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist spricht der Herr der Heerscharen in Sacharia 4 Vers 6 und erklärte dem Propheten die Bedeutung der sieben Augen, die die ganze Erde durchstreifen. Gott, der die wahren Anbeter sucht, ist Geist, und die ihn anbeteten müssen ihn im Geist und Wahrheit anbeten (Johannes 4, 23 u. 24).

Der himmlische Gottesdienst, der in den ersten beiden Liedern dem ewigen Schöpfergott galt, wird durch die zu ihren Harfen greifenden vier lebendigen Wesen und vierundzwanzig Ältesten zunächst an das Lamm gerichtet. Daraufhin können vieltausende Engel nicht anders als das einzig würdige Lamm anzubeten.

Die fünfte Hymne aller Geschöpfe richtete sich zusammenfassend an den der auf dem Thron sitzt und das Lamm zugleich.

Amen – so sei es, erklingt ein kurzer sechster Ton.

Wie viele am sechsten Tag erschaffene Menschen lassen sich zu Königen und Priestern machen, um über die neue Erde zu herrschen? Wir können hier und heute schon damit anfangen, denn die Psalmen ermutigen das Gottesvolk immer wieder den Herrn zu loben und zu preisen. Praise the Lord – Preist den Herrn! Das ist ein Befehl für alle die dem einzig Würdigen gehorchen wollen.

 

CHAPTER 5
AND I saw in the right hand of him that sat on the throne a book written within and on the backside, sealed with seven seals.
2 And I saw a strong angel proclaiming with a loud voice, Who is worthy to open the book, and to loose the seals thereof?
3 And no man in heaven, nor in earth, neither under the earth, was able to open the book, neither to look thereon.
4 And I wept much, because no man was found worthy to open and to read the book, neither to look thereon.
5 And one of the elders saith unto me, Weep not: behold, the Lion of the tribe of Juda, the Root of David, hath prevailed to open the book, and to loose the seven seals thereof.
6 And I beheld, and, lo, in the midst of the throne and of the four beasts, and in the midst of the elders, stood a Lamb as it had been slain, having seven horns and seven eyes, which are the seven Spirits of God sent forth into all the earth.
7 And he came and took the book out of the right hand of him that sat upon the throne.
8 And when he had taken the book, the four beasts and four and twenty elders fell down before the Lamb, having every one of them harps, and golden vials full of odours, which are the prayers of saints.
9 And they sung a new song, saying, Thou art worthy to take the book, and to open the seals thereof: for thou wast slain, and hast redeemed us to God by thy blood out of every kindred, and tongue, and people, and nation;
10 And hast made us unto our God kings and priests: and we shall reign on the earth.
11 And I beheld, and I heard the voice of many angels round about the throne and the beasts and the elders: and the number of them was ten thousand times ten thousand, and thousands of thousands;
12 Saying with a loud voice, Worthy is the Lamb that was slain to receive power, and riches, and wisdom, and strength, and honour, and glory, and blessing.
13 And every creature which is in heaven, and on the earth, and under the earth, and such as are in the sea, and all that are in them, heard I saying, Blessing, and honour, and glory, and power, be unto him that sitteth upon the throne, and unto the Lamb for ever and ever.
14 And the four beasts said, Amen. And the four and twenty elders fell down and worshipped him that liveth for ever and ever.

The Creator God sits on the throne and those around cannot but to worship him. The attention of John was directed now to a book (Greek biblion) in the right hand of God. Probably it was a scroll, as it was written within and on the outside and was sealed with seven seals. John would have liked to know what is written in it and so do I. Was it the previously mentioned book of life with the name of all who are saved, or maybe even the entire Holy Scriptures? A mighty angel appeared into the heavenly scene and asked the rhetorical question, who is worthy to open the scroll and break the seals? John wept bitterly because no living or dead man was found to open and read. Why did he get such a strong emotional outburst? Couldn’t he figure out that Jesus, who is appointed as the heir of all things (Hebrews 1, 2), would appear in the midst of the throne?

A great mystery was hidden on the book or scroll and the things written in and on it. Could it be a testament, as the packaging with the seven seals looks like a contract or the last will, which is authenticated by a notary. After the historical tradition of Roman law (many laws have been included in the German Civil Code – BGB), seven witnesses were required before the record (today three witnesses are enough in case of an emergency will § 2250 BGB).

„Thy kingdom come, thy will be done, as in heaven, on earth,“ is part of the Lord’s Prayer often spoken from Christians to heaven, where the prayers of the saints are collected in golden bowls. I come near to tears when I consider how many times we say the words but still don’t care about his will. Funerals are often the contemplative occasion where people take stock of oneself in really scrutinising God’s plans. However, the problem is to apprehend his thoughts, for thus saith the Lord in Isaiah 55, 8 & 9: My thoughts are not your thoughts, neither are your ways my ways. For as the heavens are higher than the earth, so are my ways higher than your ways and my thoughts than your thoughts.

So who is worthy? The solution is already prophesied in Genesis 49, 9 & 10: Judah is a lion’s whelp, from the prey my son thou art gone up: He stooped down, he couched as a lion, and as an old lion who shall rouse him up? The sceptre shall not depart from Judah, nor a lawgiver from between his feet, until Shiloh come, and unto him shall the gathering of people be.

When the innocent sacrificial lamb hung on the cross, he could come down as King of the Jews and with one roar a huge host of angels would have come for his aid. But without his patience you and I would have never come to life. Jesus, the only man without sin, descending from the line of Adam, Abraham, Judah, and David, endured in obedience unimaginable pain until death, because he saw in faith the future reward, namely an innumerable offspring like the stars in the sky and the grains of sand on the seaside. The roar of the lion Shiloh will be heard at the day of judgment from all people, because everyone will have to give an account for himself, and once every knee will bow before him and every tongue must confess that he is Lord (Romans 14, 11 &12 Philippians 2, 10 &11).

The Lord Jesus is yet not recognised as the fearsome lion of the tribe of Judah, but more as an innocent sacrificial lamb. Lion and Lamb are temperament contrasts as nature can not show more differentiated. In the future, he is the awe-inspiring, coming again on the clouds King, who alone is worthy to break the seals. As a historical figure, he is the lamb, wounded to death, who through his resurrection stands now in the midst of the throne of God.

Seven horns are a symbol of complete power. Not by might, nor by power, but by my Spirit saith the Lord of hosts in Zechariah 4 verse 6, and explained to the prophet, the significance of the seven eyes that roam the earth.

God is a spirit who seeks the true worshippers. Those who worship him must worship him in spirit and truth (John 4, 23 & 24). The heavenly divine worship service, which was given in the first two songs to the eternal Creator God, now is addressed with harps to the Lamb through the four living creatures and the twenty-four elders. Thereupon, thousands of angels attuned to worship the alon worthy lamb.

To sum up, the fifth hymn of all creatures addressed collectively to him who sits on the throne and the Lamb at the same time.

Amen – so be it, a short sixth tone sounded. How many on the sixth day created people will become kings and priests to reign on the new earth? We can start here and today in praising the Lord, since the psalms encourage God’s people again and again to do it:

Praise the Lord! This is a command for all who want to obey the one who is alone worthy.

 

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